348. Betrug durch vorgeblichen Verkauf vermeintlicher Insolvenzmasse – München / Bundesgebiet
349. Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw; eine Person verletzt – Haar
350. Sturz ins Gleis der U-Bahn; eine Person verletzt – Altstadt
348. Betrug durch vorgeblichen Verkauf vermeintlicher Insolvenzmasse – München / Bundesgebiet
Am Donnerstag, 28.11.2024, erstattete eine Rechtsanwaltskanzlei mit Sitz in München Anzeige.
Bislang unbekannte Täter hatten die Internetseite der Rechtsanwaltskanzlei täuschend echt imitiert. Auf dieser nahezu kopierten Internetseite wurde unter Vortäuschung der Identität der Rechtsanwaltskanzlei eine fingierte und angeblich auf Insolvenzrecht spezialisierte Kanzlei betrieben. Unter dem Vorwand der Insolvenzverwaltung wurde zahlreichen Unternehmen im gesamten Bundesgebiet per E-Mail glaubhaft vermeintliche Konkursware vergünstigt zum Kauf angeboten.
Zahlreiche Unternehmen gingen auf die vermeintlichen Angebote ein und überwiesen entsprechende Kaufsummen. Die vermeintlich erstandenen Waren gingen jedoch nie ein.
Der bislang festgestellte Vermögensschaden beläuft sich auf einen sechsstelligen Betrag.
Die weiteren Ermittlungen wegen Betrugs sowie Fälschung beweiserheblicher Daten werden durch das Kommissariat 63 geführt.
Warnhinweis Ihrer Münchner Polizei:
Fingierte Unternehmen, die die Identität tatsächlich existierender Rechtsanwaltskanzleien oder Insolvenzverwalter missbräuchlich verwenden, versenden aktuell vermehrt E-Mails, in denen vermeintlich Gegenstände einer Insolvenzmasse zum Kauf angeboten werden, an eine Vielzahl von zuvor recherchierten Firmen. Die angebotenen Artikel haben jeweils einen Bezug zur Branche der jeweilig angeschriebenen Firma. Meist handelt es sich z.B. um Fahrzeuge, Gebrauchsmaterial, Maschinen, Paletten oder Container. Der Erfindungsreichtum der Betrüger ist hier jedoch unendlich. Auch sind die Branchen der angeschriebenen Firmen äußerst vielfältig. Teils werden gefälschte Gerichtsbeschlüsse und Gutachten verwendet, um die Glaubwürdigkeit der Täter zu erhöhen. In der Regel sitzen die professionell agierenden Tätergruppierungen im Ausland, verwenden jedoch deutsche Telefonnummern und deutsche Kontodaten. Auch sprechen sie perfekt Deutsch und nutzen in der jeweiligen Branche übliche Fachausdrücke.
Empfänger entsprechender Angebote sollten in jedem Fall die Echtheit der als Absender angegebenen Kanzlei sorgfältig recherchieren. Im bundesweiten amtlichen Anwaltsverzeichnis kann zunächst die Zulassung von Rechtsanwälten tagesaktuell überprüft und ggf. festgestellt werden, in welcher Kanzlei der jeweilige Rechtsanwalt tätig ist. Da dies bei einem Identitätsmissbrauch eines real existierenden Rechtsanwaltes im Regelfall keine Auffälligkeiten ergeben würde, sollten weiter zusätzlich E-Mail-Adresse und Telefonnummer abgeglichen sowie die Identität über einen direkten Anruf verifiziert werden.
349. Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw; eine Person verletzt – Haar
Am Montag, 03.03.2025, gegen 17:30 Uhr, fuhr ein 39-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis München mit einem Skoda Pkw auf der Leonhard-Strell-Straße. An der Einmündung zur Lorenz-Huber-Straße bog er nach links in diese ab.
Zeitgleich fuhr eine 47-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis München mit einem Fiat Pkw auf der Peter-Wolfram-Straße in Richtung Leonhard-Strell-Straße.
Die beiden Straßen gehen als abknickende Vorfahrtsstraße ineinander über.
Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß zwischen den beiden Pkw. Hierbei wurde die 47-Jährige verletzt und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.
Die beiden Pkw wurden stark beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von über 10.000 Euro.
Während der Verkehrsunfallaufnahme kam es zu leichten Verkehrsbeeinträchtigungen.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
350. Sturz ins Gleis der U-Bahn; eine Person verletzt – Altstadt
Am Dienstag, 04.03.2025, gegen 02:00 Uhr, informierte die U-Bahnleitstelle den Polizeinotruf 110 über eine Person im Gleis am U-Bahnhof Marienplatz.
Zuvor befand sich ein 29-Jähriger mit Wohnsitz in München am dortigen Gleis 1. Der 29-Jährige stürzte nach derzeitigem Ermittlungsstand augenscheinlich alkoholbedingt wenige Meter hinter dem Bahnsteiganfang in Fahrrichtung der Bahn ins Gleisbett.
Der 25-jährige Fahrer einer U-Bahn erkannte bei Einfahrt in den Bahnhof die im Gleis liegende Person und leitete eine Schnellbremsung ein. Der 29-Jährige konnte anschließend zwischen U-Bahnsteig und dem Zug liegend festgestellt werden.
Die hinzugerufene Feuerwehr barg den 29-Jährigen aus dem Gleisbett und übergab diesen an den vor Ort befindlichen Rettungsdienst. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Durch die Gefahrenbremsung wurden keine Fahrgäste in der U-Bahn verletzt.
Der Fahrbetrieb der Linie U 6 in Richtung Garching-Forschungszentrum musste für ca. eineinhalb Stunden eingestellt werden.
Gegen den 29-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.