26.09.2024, Polizeipräsidium Oberbayern Nord

LANDSBERG AM LECH.Unbekannte Täter erbeuteten am gestrigen Mittwoch Bargeld und Schmuck in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen.

Gegen 11:00 Uhr meldeten sich die  Betrüger als angebliche Polizeibeamte telefonisch bei einer 62-jährigen Landsbergerin und erklärten, ihre Tochter hätte einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und könne nur durch Zahlung einer hohen Kaution vor einer sofortigen Haftstrafe bewahrt werden.

Die Dame ließ sich durch die extrem geschickte Gesprächsführung der Täter letztlich überzeugen, gab dem aufgebauten Druck nach und stimmte einer Übergabe von Wertsachen an die angeblichen Polizeibeamten zu. Durch die Betrüger wurde sie zu einem Treffpunkt gelotst und übergab letztendlich am Klösterl Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von mehr als 300.000 Euro.

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen und gibt folgende Verhaltenstipps:

 

- Legen Sie am besten auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.

- Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!

- Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!

- Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!

- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!

- Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!

​​​​​​- Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

- Weitere Informationen zum Thema Schockanruf bzw. Betrug über Messengerdienste finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagnen  LEG AUF! und „Lösch das!“.