Gemeinsame Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West und dem Landratsamt Unterallgäu.
MINDELHEIM. Im April 2024 trafen sich Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner und Landrat Alex Eder zum jährlichen gemeinsamen Sicherheitsgespräch im Landratsamt Unterallgäu.
An der Besprechung nahmen auch die Leiter der Schutz-, Kriminal- und Verkehrspolizeidienststellen des Landkreises Unterallgäu sowie die zuständigen Abteilungs- und Sachgebietsleiter des Landratsamtes teil. Landrat Alex Eder dankte der Polizeipräsidentin für die „gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen.“ „Sie ist Grundlage für eine gute Sicherheitslage im Landkreis Unterallgäu,“ so Landrat Eder.
Polizeipräsidentin Dr. Strößner und Landrat Eder waren sich einig, dass „unsere Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Unterallgäu sehr sicher leben“.
Die Aufklärungsquote im Landkreis Unterallgäu konnte mit 77,4 % gegenüber 76,3 % im Vorjahr nochmals gesteigert werden und liegt damit deutlich über dem gesamtbayerischen Niveau von 68,7 %. Diese vorzeigenswerten Zahlen belegen die sehr gute Arbeit, die von den Sicherheitsbehörden geleistet wird. Gleiches gilt für die Bevölkerung, die immer wieder wichtige Hinweise zur Aufklärung von Straftaten liefert und damit ihren Beitrag zu einem guten subjektiven Sicherheitsgefühl leistet.
Die Anzahl der Straftaten stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 5.357 Fälle (bereinigt 4.256) um 9,6 % an. 2022 wurden noch 4.886 (bereinigt 3.856) Straftaten gezählt. Bereinigt bedeutet, dass Tatbestände, die ausschließlich durch Ausländer begangen werden können, herausgerechnet werden. Ausländerrechtliche Verstöße sind Straftaten nach dem Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitssetz, z. B. die illegale Einreise.
Die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle stieg im Jahr 2023 wieder an. Es ereigneten sich 3.826 polizeilich aufgenommene Verkehrsunfälle im Landkreis Unterallgäu. Dies bedeutet eine Zunahme von 250 Unfällen gegenüber dem Vorjahr. Trotz der Steigerung der Anzahl der Verkehrsunfälle ist die Zahl der dabei Verletzten Personen leicht rückläufig. Kamen im Jahr 2022 noch 685 Personen zu Schaden, waren es im Jahr 2023 677 Personen. Auch die Zahl der Verkehrstoten ging von neun Personen im Jahr 2022 auf acht Getötete im Jahr 2023 zurück. Die Sicherheit im Straßenverkehr bleibt daher ein wesentlicher Bestandteil polizeilicher Arbeit. Dieses Ziel soll durch Verkehrsprävention und stetige Verkehrsüberwachung erreicht werden.
Ein weiteres Thema im Sicherheitsgespräch war die Umsetzung des inzwischen in Kraft getretenen Konsumcannabisgesetzes. Hier ist in einigen Bereichen die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden gefragt und erforderlich. Die Umsetzung des Gesetzes gerade im Bereich der Verkehrssicherheit ist auch für die Polizei eine neue Herausforderung.
Intensiv wurde über die Migration und die adäquate Unterbringung von geflüchteten Personen diskutiert. Hier war man sich einig, dass zu große Sammelunterkünfte nicht zielführend sind. Gerade bei der Unterbringung von Flüchtlingen und den damit einhergehenden Problemstellungen ist eine enge Abstimmung wichtig. .
Medienkontakt:
Pressestelle beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, D-87439 Kempten (Allgäu), Rufnummer (+49) 0831 9909-0 (-1012/ -1013).