690. Vorsätzliche Brandstiftung an mehreren Containern - Unterföhring
691. Notlandung eines Segelflugzeugs - Sauerlach
692. Größerer Polizeieinsatz - Laim
693. Versammlungen mit Blockadeaktion - Altstadt/Maxvorstadt
690. Vorsätzliche Brandstiftung an mehreren Containern - Unterföhring
Am Donnerstag, 02.05.2024, gegen 18:00, brannten auf dem Gelände eines Containerdepots in Unterföhring insgesamt 17 Container. Bei den Containern handelt es sich um Wohn- bzw. Sanitär- oder Bürocontainer, welche unter anderem auf Baustellen eingesetzt werden.
Der Löscheinsatz eines Aufgebots der Freiwilligen Feuerwehr Unterföhring zog sich über eineinhalb Stunden hin. Bei der Brandortaufnahme durch das Kommissariat 13 (Branddelikte) wurden in weiteren Containern kleinere Brandstellen, wie zum Beispiel an einem Papierhandtuchhalter oder an Toilettenpapierrollen, festgestellt.
Es wurden außerdem Getränkedosen, Süßigkeiten sowie Bekleidungsstücke aufgefunden, die darauf schließen lassen, dass sich Personen in den Containern aufgehalten haben.
Letztendlich muss davon ausgegangen werden, dass die unbewohnten Container willentlich durch unbekannte Täter in Brand gesetzt wurden.
Das Kommissariat 13 ermittelt daher wegen Brandstiftung. Der Gesamtschaden, der durch die Brände entstanden ist, beträgt mehrere Zehntausend Euro.
Zeugenaufruf:
Wem sind im angegebenen Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der näheren Umgebung des Wilhelm-Kemmelmeyer-Bogens aufgefallen?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
691. Notlandung eines Segelflugzeugs - Sauerlach
Am Samstag, 04.05.2024, gegen 14:30 Uhr, befand sich ein 27-Jähriger aus dem Landkreis Pfaffenhofen auf einem Segelflug im Süden von München. Mit an Bord des Segelfliegers befand sich ein 15-jähriger Freund des Piloten.
Beide sind am Flugplatz in Königsdorf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gestartet. Dieser Flugplatz sollte auch der Zielflugplatz sein.
Vermutlich Mangels Aufwind musste der 27-jährige Pilot eine Notlandung durchführen. Er leitete diese auf einem freien Feld nördlich der Heizkraftwerke Sauerlach ein. Der 27-Jährige war in der Lage das Segelflugzeug erfolgreich notzulanden, so dass keiner der beiden Insassen noch das Flugzeug selbst in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Sämtliche mitzuführende Dokumente wurden überprüft. Hierbei gab es keine Beanstandungen. Die Notlandung wurde durch Einsatzkräfte der Polizeiinspektion 31 (Unterhaching) dokumentiert. Im Anschluss an die Notlandung kümmerte sich der Pilot selbst um die Abschleppung des Segelflugzeugs von der Landestelle.
692. Größerer Polizeieinsatz - Laim
Am Freitag, 03.05.2024, gegen 18:30 Uhr, wurde die Polizei über einen 46-jährigen Mann, der sich in der elterlichen Wohnung in der Landsberger Straße verbarrikadiert hat, informiert. Durch die Schilderungen der Angehörigen wurde bekannt, dass der 46-Jährige an einer psychischen Erkrankung leidet und sich möglicherweise in einem behandlungsbedürftigen Zustand befindet.
Um eine Selbstgefährdung des Mannes auszuschließen und eine notwendige ärztliche Begutachtung zu gewährleisten, musste die verbarrikadierte Wohnung betreten werden. Da der Mann auf jegliche Ansprechversuche der eingesetzten Kräfte nicht reagierte, wurden Spezialeinsatzkräfte hinzugezogen, welche die Wohnung öffneten und den Mann unverletzt sichern konnten.
Im Anschluss wurde der 46-Jährige in ein Klinikum zur ärztlichen Begutachtung gebracht.
Bei dem Einsatz waren zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr sowie medizinisches Personal vor Ort.
693. Versammlungen mit Blockadeaktion - Altstadt/Maxvorstadt
Am Samstag, 04.05.2024, war von 13:30 - 17:00 Uhr, am Geschwister-Scholl-Platz eine Versammlung mit dem Thema „Stoppt fossile Subventionen“ angemeldet. Dort waren zu Beginn der Versammlung ca. 25 Personen auf der Versammlungsfläche.
Gleichzeitig startete vom Max-Josephs-Platz um 13:00 Uhr eine durch fortbewegende Versammlung, bestehend aus knapp 100 Teilnehmenden mit Fahrrädern, welche sich nach einer Fahrt durch die Stadt mit den Demonstrierenden am Geschwister-Scholl-Platz zusammenschließen wollten. Dort trafen sie um 14:00 Uhr ein.
Die Fahrraddemo wurde im Vorfeld nicht angemeldet und es stellte sich vor Ort eine Person als Ansprechpartner für die Polizei zur Verfügung.
Kurz nach 14:00 Uhr verließen ca. 50 Teilnehmende die Versammlungsfläche am Geschwister-Scholl-Platz in Richtung Ludwigstraße, wo sich bereits ca. 20 Personen auf der Fahrbahn zu einer Blockade eingefunden hatten. Die 50 hinzugekommenen Personen vereinigten sich mit der Blockade, sodass im Bereich zwischen Geschwister-Scholl- und Professor-Huber-Platz beide Fahrbahnen blockiert waren. Der Verkehr wurde am Siegestor bzw. der Schellingstraße abgeleitet, sodass es hier zu keinen größeren Verkehrsstauungen kam.
Die Blockade wurde durch den Einsatzleiter als nicht angezeigte Versammlung gewertet. Es gab sich kein Versammlungsleiter zu erkennen. Die Teilnehmenden wurden die beschränkenden Verfügungen mittels Lausprecher mitgeteilt, darunter auch, dass eine Fahrspur für Rettungsfahrzeuge freizuhalten ist.
Ein weiterer Zulauf wurde durch Einsatzkräfte unterbunden. Die Blockade war zeitlich auf 17:00 Uhr beschränkt. Auf eine erste polizeiliche Ansprache entfernte sich ein Großteil der Personen von der Fahrbahn. 20 Personen kamen der Aufforderung nicht nach und mussten nach einer zweiten mündlichen Aufforderung von der Fahrbahn weggetragen werden.
Die Veranstaltung am Geschwister-Scholl-Platz wurde um 17:00 Uhr beendet. Die Ludwigstraße wurde gegen 17:30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.
Die nicht angezeigte Versammlung der Fahrradfahrenden sowie die nicht angezeigte Versammlung auf der Ludwigstraße stellen eine Ordnungswidrigkeit nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz dar. Ebenso wurden Anzeigen gegen die 20 Personen erstattet, die sich nach dem Versammlungsende auf der Ludwigstraße nicht entfernt hatten.