28.04.2024, Polizeipräsidium München

656.     Staatsschutzfeindliches Delikt – Obersendling

657.     Einbruch in Büroräumlichkeiten; Ermittlungen eines Tatverdächtigen – Ramersdorf

658.     Klärung einer Fundsache – Bogenhausen

659.     Motorradfahrer entzieht sich Kontrollsituation, stürzt und verletzt sich schwer – Moosach


656.     Staatsschutzfeindliches Delikt – Obersendling

Am Dienstag, 23.04.2024, gegen 16:50 Uhr, konnte ein Zeuge zwei männliche Personen dabei beobachten, wie diese mit schwarzer Farbe ein Symbol mit Bezug zum Nationalsozialismus an eine auf einem Flachdach befindliche Wand eines Bürogebäudes sprühten. Er verständigte daraufhin den Polizeinotruf 110.

Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung der Polizei konnte ein 16-jähriger Tatverdächtiger mit Wohnsitz in München in der Nähe angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Er wurde zu einer Polizeiinspektion gebracht. Im Rahmen der Anzeigenbearbeitung wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, einer Sachbeschädigung und eines Hausfriedensbruchs konnte auch der zweite Tatverdächtige, ein 21-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis München, ermittelt werden.

Er wurde ebenfalls wegen derselben Taten angezeigt. Ein Sorgeberechtigter des 16-Jährigen wurde über den Vorfall informiert und der 16-Jährigen nach der Sachbearbeitung wieder entlassen. Das Symbol wurde von der Polizei noch unkenntlich gemacht.

Das Kriminalfachdezernat 4 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


657.     Einbruch in Büroräumlichkeiten; Ermittlungen eines Tatverdächtigen – Ramersdorf

Bereits in der Nacht von Dienstag 27.06. auf Mittwoch 28.06.2023 kam es zu einem Einbruch in Büroräumlichkeiten in Ramersdorf. Zwei zunächst unbekannte Täter konnten über eine Feuerleiter auf ein oberes Stockwerk eines Gewerbeobjektes gelangen und dort konnten sie gewaltsam eine Tür öffnen. Dadurch gelangen sie in die dortigen Räumlichkeiten. Sie entwendeten eine Kaffeemaschine und diverse Bekleidungsstücke (Gesamtwert über 1.000 Euro). Danach entfernten sie sich wieder vom Tatort.

Nachdem die Polizei am 28.06.2023 über den Vorfall informiert wurde, wurden vor Ort sofort Spurensicherungsarbeiten durch die Münchner Kriminalpolizei durchgeführt und danach wurden weitere intensive Ermittlungen vom Kommissariat 52 (Einbruchsdelikte) aufgenommen.

Im Rahmen dieser Ermittlungen wurden auch Aufnahmen von Überwachungskameras ausgewertet. Ein 20-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck konnte nun als einer der beiden Tatverdächtigen ermittelt werden.

Er wurde vor wenigen Tagen wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls angezeigt und auch zur Sache vernommen. Dabei räumte er seine Tatbeteiligung ein. Nach der Anzeigenerstattung und seiner Vernehmung wurde er wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen des Kommissariats 52 zur Klärung der Person des zweiten Täters laufen weiterhin.


658.     Klärung einer Fundsache – Bogenhausen

Am Freitag, 26.04.2024, gegen 08:00 Uhr, befand sich ein 62-Jähriger mit Wohnsitz in München zu Fuß im Bereich der Ismaninger Straße. Dort fiel ihm eine auf dem Gehweg liegende Geldbörse auf. Er konnte keinen Besitzer in der Nähe erkennen und nahm die Geldbörse an sich.

In der Geldbörse befanden sich neben verschiedenen Dokumenten auch Bargeld im Wert von über 14.000 Euro. Der 62-Jährigen ging zur nahegelegenen Polizeiinspektion 22 (Bogenhausen) und gab die Fundsache dort ab. Aufgrund der Dokumente in der Geldbörse konnte diese einem 25-jährigen niederländischem Staatsbürger mit Wohnsitz in den Niederlanden zugeordnet werden.

Er wurde über seine aufgefundene Geldbörse informiert und kam zur Polizeiinspektion 22. Er hatte auch bereits kurz zuvor den Verlust seiner Geldbörse bemerkt. Auf der Polizeiinspektion wurde dem 25-Jährigem seine Geldbörse ausgehändigt und der 62-Jährige, der seiner rechtlichen Verpflichtung den Fund anzuzeigen nachgekommen war, erhielt einen Finderlohn.


659.     Motorradfahrer entzieht sich Kontrollsituation, stürzt und verletzt sich schwer – Moosach

Am Samstag, 27.04.2024, gegen 18:10 Uhr, fuhr ein 22-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Suzuki-Motorrad auf dem Petuelring. Dort befand sich zu dieser Zeit ebenfalls eine zivile Streife der Münchner Verkehrspolizei. Den Beamten fiel die Fahrweise des 22-Jährigen auf und sie wollten ihn anhalten und kontrollieren. Dafür gaben sie ein Anhaltsignal und schalteten das Blaulicht an. Der 22-Jährige beschleunigte daraufhin sein Motorrad stark und fuhr von den Beamten davon.

In einer Kurve im Bereich des Wintrichrings kam er dann von der Fahrbahn ab und stürzte. Das Motorrad und er rutschten noch über die Fahrbahn und auf einen Grünstreifen. Danach prallte das Motorrad noch in ein Verkehrszeichen. Der 22-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Er musste vom zwischenzeitlich alarmierten Rettungsdienst vor Ort notfallmedizinisch behandelt werden und danach wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem Unfall entstand ein Gesamtschaden von ca. 6000 Euro.

Die Münchner Verkehrspolizei hat den Unfall aufgenommen. Es wird ein Unfallgutachten erstellt. Während der Unfallaufnahme musste ein Teil des Wintrichrings für ca. drei Stunden in einer Fahrtrichtung komplett gesperrt werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Im Rahmen der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der 22-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Er wurde wegen einer Gefährdung des Straßenverkehrs, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und eines Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, insbesondere zu möglichen Beinaheunfällen mit anderen Verkehrsteilnehmern, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.