29.01.2024, Polizeipräsidium München

Inhalt:

150.     Verkehrsunfall aufgrund Erkrankung; mehrere Personen verletzt – Moosach

151.     Versuchtes Einbruchsdelikt stellt sich als Sachbeschädigung heraus – Nymphenburg

152.     Zurückliegende Serieneinbruchsdiebstähle geklärt – Stadtgebiet

             - siehe Medieninformation vom 26.01.2024 Nr. 139

153.     Vergewaltigung – Neuhausen

154.     Widerstand nach Trunkenheitsfahrt – Freimann

155.     Pkw fährt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit – Haidhausen

156.     Vermehrtes Auftreten einer Diebin – Stadtgebiet München


150.     Verkehrsunfall aufgrund Erkrankung; mehrere Personen verletzt – Moosach

Am 28.01.2024, Sonntag, 17:00 Uhr, fuhr ein 67-jähriger Berufskraftfahrer mit Wohnsitz in München mit dem Linienbus 165 auf der Allacher Straße Richtung Wintrichring auf dem dort befindlichen Sonderfahrstreifen für Busse. Zur selben Zeit fuhr ein 72-jähriger Mann mit Wohnsitz in München mit seinem Pkw, VW, auf der Allacher Straße in entgegengesetzter Richtung.

Aufgrund plötzlich aufgetretener Erkrankung verlor der 67-Jährige die Kontrolle über den Bus, geriet in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit dem Pkw des 72-Jährigen. Durch den Zusammenstoß wurde der Linienbus gegen einen ordnungsgemäß abgestellten Anhänger, Wörmann, der wiederum auf einen geparkten Pkw, Jeep, geschoben. Der Jeep wiederum wurde auf noch drei hinter diesem geparkte Transporter, VW, aufgeschoben.

Sowohl der durch den Unfall unverletzte 67-Jährige, als auch der durch den Unfall schwer verletzte 72-Jährige wurde zur stationären Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Eine 65-jährige Frau mit Wohnsitz im Landkreis München wurde als Fahrgast des Busses zur ambulanten Behandlung in ein Klinikum gebracht. Fünf weitere Fahrgäste des Linienbusses wurden leicht verletzt und begaben sich nach der Unfallaufnahme selbst zum Arzt.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro.

Die Verkehrspolizei München hat die Ermittlungen zum Unfallhergang und zur Unfallursache übernommen.


151.     Versuchtes Einbruchsdelikt stellt sich als Sachbeschädigung heraus – Nymphenburg 

                   - siehe Pressebericht vom 26.01.2024 Nr. 139

Am Freitag, 26.01.2024, gegen 02:00 Uhr, teilte der Sicherheitsdienst des Schlosses Nymphenburg dem Polizeinotruf 110 mit, dass er auf ein klirrendes Geräusch aufmerksam wurde und zudem drei Personen auf einem frei zugänglichen Balkon am Hauptgebäude im ersten Obergeschoss des Schlosses feststellen konnte. Nachdem die Personen den Sicherheitsdienst bemerkt hatten, flüchteten sie.

Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifen im Nahbereich erbrachte bislang keine Hinweise auf die Täter.

Der Sachschaden an einer eingeschlagenen Glastüre beläuft sich auf mehrere hundert Euro.

Am 28.01.2024, Sonntag, erschienen gegen 21:45 Uhr drei Jugendliche (zwischen 17 und 18 Jahren alt) im Beisein eines 41-jährigen Erziehungsberechtigten bei der Polizeiinspektion 41 (Laim) und gaben an, dass sie für den Sachschaden an der Glastüre verantwortlich seien.

Aufgrund eines freundschaftlichen Gerangels war einer der Jungen gegen den Glaseinsatz gestolpert, wodurch dieser zu Bruch ging. Die drei gaben an, unter Schock gestanden zu haben und deshalb geflüchtet zu sein. Erst über die Berichterstattung der Medien wurden sie auf das Ausmaß ihrer Handlungen aufmerksam und entschieden sich dann gemeinschaftlich, sich bei der Polizei zu melden. Alle Drei wurden nach Belehrung und Vernehmung von der Dienststelle aus entlassen.

Das Kommissariat 52 (Einbruchsdelikte) wurde entsprechend in Kenntnis gesetzt und setzt die Sachbearbeitung fort.


152.     Zurückliegende Serieneinbruchsdiebstähle geklärt – Stadtgebiet 

Einem 54-jährigen Mann mit Wohnsitz in München konnten durch die akribische Ermittlungsarbeit des Kommissariats 52 mehr als 50 Einzeltaten von Einbrüchen in Kleingartenanlagen und öffentlichen Einrichtungen nachgewiesen werden. In 45 Fällen blieb es beim Versuch.

Am Donnerstag, 28.09.2023, wurde der 54-Jährige erstmals auf frischer Tat festgenommen. Die zuständige Ermittlungsrichterin setzte den beantragten Haftbefehl damals gegen Auflagen außer Vollzug. Mit Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen hat sich der 54-Jährige jetzt für 50 Einbrüche in Kleingartenanlagen und sechs Einbruchdiebstähle in Kindergärten und einer Schule zu verantworten.

Diese Fälle liegen nun der Staatsanwaltschaft München I zur Anklagevorbereitung vor.


153.     Vergewaltigung – Neuhausen 

Am Freitag, 26.01.2024, gegen 05:30 Uhr, ging eine 22-Jährige mit Wohnsitz in München im Studienzimmer einer Münchner Hochschule ihrem Lernauftrag nach. Aufgrund Ermüdung hatte sie sich am späten Abend auf einer in dem Zimmer befindlichen Couch zum Schlafen hingelegt.

Während sie schlief, legte sich ein 25-jähriger Sicherheitsdienstmitarbeiter mit Wohnsitz in München zu der 22-Jährigen und führte sexuelle Handlungen an ihr aus.

Die 22-Jährige wandte sich im Anschluss an einen Bekannten, der sich im Erdgeschoss des Gebäudes befand. Dieser verständigte den Notruf 110 der Münchner Polizei, die kurz nach Eintreffen den 25-Jährigen noch am Tatort antreffen und festnehmen konnte.

Die 22-Jährige blieb bei dem Übergriff unverletzt.

Der 25-Jährige wurde der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl.

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 15 (Sexualdelikte) der Münchner Kriminalpolizei geführt.


154.     Widerstand nach Trunkenheitsfahrt – Freimann 

Am Samstag, 27.01.2024, gegen 01:30 Uhr, fiel einer Polizeistreife der PI 47 ein Mercedes Pkw auf, welcher mit hoher Geschwindigkeit über einen Parkplatz fuhr. Der Fahrer, ein 23-Jähriger mit Wohnsitz in München, wurde daraufhin einer Verkehrskontrolle unterzogen. Dabei ergab sich der Verdacht, dass der 23-Jährige alkoholisiert war. Als er zum Dienst-Pkw gebracht wurde, leistete er massiven Widerstand, wodurch beide Polizeibeamten leicht verletzt wurden.

Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen kamen immer mehr unbeteiligte Schaulustige auf den Parkplatz, welche die Szenerie filmten und teilweise die polizeilichen Maßnahmen störten, weshalb mehrere Polizeistreifen zur Unterstützung kamen.

Gegen die Unbeteiligten wurden Platzverweise ausgesprochen und gegen den 23-Jährigen wurde Anzeigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, fahrlässiger Körperverletzung, Beleidigung und Fahrens unter Alkoholeinfluss gefertigt. Der 23-Jährige wurde nach Abschluss der notwendigen polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen führt die Verkehrspolizei des Polizeipräsidiums München.


155.     Pkw fährt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit – Haidhausen 

Am Samstag, 27.01.2024, führte die Polizeiinspektion 21 (Au) im Bereich der Orleansstraße Geschwindigkeitsmessungen durch. Gegen 18:30 Uhr wurde ein 31-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Freising festgestellt, welcher mit seinem VW-Pkw deutlich zu schnell fuhr.

Anstatt der an der Kontrollörtlichkeit erlaubten 30 km/h fuhr der 31-Jährige 86 km/h schnell.

Ihn erwartet jetzt eine Geldbuße in Höhe von 560 Euro und ein zweimonatiges Fahrverbot.

Die weiteren Ermittlungen führt die Verkehrspolizei des Polizeipräsidiums München

Hinweis der Münchner Polizei:

Überhöhte Geschwindigkeit führt als eine der Hauptunfallursachen immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Die Münchner Polizei wird deshalb zur Erhöhung der Verkehrssicherheit weiterhin gezielt Geschwindigkeitsüberwachungen durchführen und festgestellte Verstöße konsequent ahnden.


156.     Vermehrtes Auftreten einer Diebin – Stadtgebiet München 

Am Freitag, 05.01.2024, gegen 13:00 Uhr, kam es zu einem Diebstahl aus einer Geldkassette in einem Bekleidungsgeschäft in der Hohenzollernstraße. Die 29-jährige Tatverdächtige ließ sich im Geschäft beraten und schickte die Verkäuferin unter einem Vorwand in den vorderen Bereich des Ladens, während sie sich im hinteren Teil aufhielt. Sie entwendete in einem unbemerkten Moment einen hohen zweistelligen Betrag aus der Kassette.

Der Verkäuferin bemerkte dies und sprach die 29-Jährige darauf an, welche sofort die Flucht ergriff. Im Rahmen der Fahndung konnte die 29-Jährige angetroffen und festgenommen werden. Gegen die 29-Jährige mit tunesischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland wurde Haftantrag gestellt, welcher jedoch nicht erlassen wurde.

Nach Auswertung von Spuren und Videomaterial von vergangenen ähnlich gelagerten Fällen im Stadtgebiet kommt die 29-Jährige für mindestens 20 weitere Fälle mit ähnlichem Modus Operandi in Frage. Diese fanden im Tatzeitraum zwischen Juli 2023 und heute statt.

Das Kommissariat 55 der Münchner Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen.

Warnhinweis:

Die Münchner Polizei warnt vor weiterem Auftreten von gleichgelagerten Diebstählen, vorwiegend in kleineren Geschäften. Insbesondere Personal, welches alleine tätig ist, wird gebeten, Vorsicht walten zu lassen. Lassen Sie sich nicht ablenken und behalten Sie Wertgegenstände bei sich oder bewahren Sie sie verschlossen auf.