17.01.2024, Polizeipräsidium München

91.       Raubdelikt – Altstadt

92.       Kletterunfall; eine Person schwer verletzt – Freimann

93.       Diebstahl aus Baustelle; Festnahme von vier Tatverdächtigen – Stadtgebiet München

94.       Organisierter Callcenterbetrug; Falsche Polizeibeamte – Hasenbergl


91.       Raubdelikt – Altstadt

Am Dienstag, 09.01.2024, gegen 20:20 Uhr, hielt sich ein 18-Jähriger mit Wohnsitz in Dachau im Bereich des Karlsplatzes in der Altstadt auf. Aus bislang ungeklärter Ursache kam es zwischen dem 18-Jährigen und einer Gruppe von zehn bis 15 unbekannten jugendlichen Personen zu einer Auseinandersetzung.

Ein oder zwei unbekannte Personen aus dieser Gruppe gingen gezielt auf den 18-Jährigen los, schlugen und traten auf ihn ein. Kurzzeitig beruhigte sich die Situation. Doch dann gingen wieder mehrere Jugendliche aus der Gruppe auf den 18-Jährigen los, brachten ihn zu Boden, schlugen und traten dort weiter auf ihn ein. Als Passanten einschritten, liefen die Jugendlichen in verschiedene Richtungen davon.

Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte keiner der Täter festgestellt werden.

Dem 18-Jährigen wurde bei dem Vorfall sein Mobiltelefon entwendet und er erlitt Verletzungen, welche allerdings nicht rettungsdienstlich behandelt werden mussten.

Laut Zeugenaussagen wurde der Vorfall von einer unbeteiligten Passantin gefilmt. Sie wird wie folgt beschrieben:

Weiblich, ca. 19-20 Jahre alt, dunkelbraune lange zu einem Pferdeschwanz gebundene Haare; bekleidet mit einer hellen Winterjacke.

Das Kommissariat 21 (Raubdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich des Karlsplatzes (Altstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere die Passantin, die den Vorfall gefilmt hat, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


92.       Kletterunfall; eine Person schwer verletzt – Freimann

Am Dienstag, 16.01.2024, gegen 20:50 Uhr, kam es im Bereich einer Kletterhalle in Freimann zu einem Kletterunfall.

Ein 52-jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Starnberg kletterte im Innenbereich des dort befindlichen Kletterzentrums. Auf einer Höhe von etwa 10 Metern verlor er den Halt und rutschte trotz Sicherung mit einem Seil an der Wand ab.

Durch den Sturz zog sich der 52-Jährige schwere Verletzungen zu und musste durch den Rettungsdienst zur stationären medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist kein Fremdverschulden erkennbar. Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


93.       Diebstahl aus Baustelle; Festnahme von vier Tatverdächtigen – Stadtgebiet München

Am Sonntag, 14.01.2024, gegen 20:30 Uhr, wurde dem Polizeinotruf 110 von einem Zeugen gemeldet, dass im Bereich der Wasserburger Landstraße in Trudering vier Personen Baumaterialien aus einem Transporter in eine Wohnung verbringen.  

Die eintreffende Streife der Münchner Polizei konnte vor Ort die vier Personen feststellen und diese beim Ausräumen des Transporters beobachten. Im Fahrzeug sowie in der Wohnung selbst wurde eine erhebliche Menge an weiteren Baumaterialien festgestellt.

Bei den vier Tatverdächtigen handelt es sich um einen 23-Jährigen ohne Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland sowie einen 29-Jährigen, einen 34-Jährigen und einen 25-Jährigen, alle jeweils mit syrischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Da die Tatverdächtigen keine Angaben zur Herkunft der Baumaterialien machen wollten, wurden sie vorläufig festgenommen. In der weiteren Vernehmung ergab sich, dass die Materialien von verschiedenen Baustellen im gesamten Stadtgebiet stammen. Sie wurden durch die Polizeibeamten sichergestellt.

Die vier Tatverdächtigen wurden wegen des Diebstahls im besonders schweren Fall angezeigt.

Der 23-Jährige und der 25-Jährige wurden jeweils nach der Anzeigenbearbeitung vor Ort entlassen. Der 29-Jährige und der 34-Jährige wurden nach Überstellung in die Haftanstalt vom Ermittlungsrichter entlassen.

Das Kommissariat 51 (Eigentumsdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


94.       Organisierter Callcenterbetrug; Falsche Polizeibeamte – Hasenbergl

Am Montag, 15.01.2024, gegen 18.30 Uhr, wurde eine 81-Jährige mit Wohnsitz in München von einer unbekannten Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab, angerufen.

Unter der Legende, dass der Name der 81-Jährigen auf einem Zettel in der Nachbarschaft bei einem Einbruch gefunden wurde und somit ihr Geld zu Hause nicht mehr sicher sei, konnte die angebliche Polizistin sie zur Übergabe von Bargeld in Höhe von mehreren Tausend Euro bringen. Dieses wurde kurze Zeit später von einem unbekannten Mann abgeholt.

Die 81-Jährige verständigte erst am nächsten Tag die Polizei mittels Notrufs über den Sachverhalt.

Das Kommissariat 61 (Callcenterbetrug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Abholer konnte wie folgt beschrieben werden:

Männlich, ca. 180 cm groß, kräftig

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Lerchenauer Straße, Irisstraße und Eberwurzstraße (Hasenbergl) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, dass sie die Angerufenen über vermeintliche Einbrüche in der Nachbarschaft informieren. Sie behaupten, dass diese deshalb in der Wohnung mögliche Geld- bzw. Schmuckbestände kontrollieren müssten.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit.