Inhalt:
78. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Altstadt
79. Versuchter Einbruch in ein Ladengeschäft – Pasing
80. Raubdelikt – Sendling
81. Warnhinweis zu Eisflächen – Stadtgebiet München
78. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Altstadt
Am Freitag, 12.01.2024, gegen 13:45 Uhr, erhielt eine 79-Jährige mit Wohnsitz in München einen Anruf eines angeblichen Polizisten. Dieser teilte ihr mit, dass eine Angehörige der Seniorin einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Person verstorben wäre.
Um eine Haftstrafe der Angehörigen abwenden zu können, sollte die 79-Jährige eine Kaution in Höhe von mehreren Zehntausend Euro bezahlen. Die Seniorin übergab auf offener Straße in der Pacellistraße zweimal jeweils einen Teilbetrag der geforderten Summe an unbekannte Personen. Es handelte sich um zwei unterschiedliche Abholer. Erst im Nachgang wurde die Seniorin misstrauisch und verständigte die Polizei.
Das Kommissariat 61 (Vermögensdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Abholer wurden wie folgt beschrieben:
Täter 1:
Männlich, ca. 164 cm groß, ca. 55 Jahre alt, kräftige Statur, dunkler Teint, rundes Gesicht; gelbe Strickmütze, olivfarbener knielanger Mantel, dunkle Hose, dunkle Schuhe; er führte eine dunkle Tasche ohne Trageriemen mit sich
Täter 2:
Männlich, ca. 188 cm groß, ca. 28 Jahre alt, hagere Statur, dunkle kurze Haare, heller Teint; bekleidet mit einem schwarzen knielangen Mantel, schwarze Hose, schwarze Schuhe
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Pacellistraße, Lenbachplatz und Promenadeplatz (Altstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:
• Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
• Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
• Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.
79. Versuchter Einbruch in ein Ladengeschäft – Pasing
Am Sonntag, 14.01.2024, gegen 07:45 Uhr, stellte ein Angestellter eines Ladengeschäfts in Pasing fest, dass die Kundeneingangstür gewaltsam geöffnet wurde. Als er sich daraufhin ins Geschäft begab, bemerkte er hinter sich eine maskierte Person, welche aus dem Geschäft rannte. Der Angestellte verständigte daraufhin einen Arbeitskollegen und dieser dann die Polizei. Aufgrund des Zeitverzugs ergab die sofort eingeleitete Fahndung keinen Hinweis auf den Täter.
Aus dem Geschäft wurde nichts entwendet.
Das Kommissariat 52 (Einbruchsdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 180 cm groß, schwarze Sturmhaube; schwarzer knielanger Anorak, dunkle Hose, dunkle Schuhe
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Landsberger Straße und Offenbachstraße (Pasing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
80. Raubdelikt – Sendling
Am Sonntag, 14.01.2024, gegen 05:00 Uhr, befand sich eine 57-Jährige mit Wohnsitz in München auf dem Weg zu ihrer Wohnung. An der U-Bahnstation Brudermühlstraße verließ sie die U-Bahn und wurde dort von einem unbekannten Mann angesprochen und verfolgt. Am Treppenaufgang zum Resi-Huber-Platz schlug der Mann unvermittelt mit einer Flasche auf den Hinterkopf der 57-Jährigen und entwendete ihre Handtasche samt Inhalt.
Die 57-Jährige flüchtete sich zu einem Passanten an der Oberfläche, welcher die Polizei verständigte. Gleichzeitig entfernte sich der unbekannte Täter auf der Thalkirchner Straße stadteinwärts.
Die 57-Jährige wurde bei der Tat verletzt und musste mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.
Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen ergaben keine Hinweise auf den Täter.
Das Kommissariat 21 (Raubdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 30 Jahre alt, dunkler Teint, kurze schwarze Haare; schwarze Bekleidung, Schuhe mit weißer Sohle
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der U-Bahnstation Brudermühlstraße, Thalkirchner Straße und Implerstraße (Sendling) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
81. Warnhinweis zu Eisflächen – Stadtgebiet München
Am Sonntag, 14.01.2024, kam es in den Nachmittagsstunden zu mehreren Mitteilungen über Personen, die in die Eisfläche des Nymphenburger Kanals einzubrechen drohten oder bereits eingebrochen waren.
Vor Ort konnte durch die Einsatzkräfte der Münchner Polizei festgestellt werden, dass die Eisdecke an einigen Stellen bereits rissig war und somit die Gefahr bestand, dass weitere Personen einbrechen könnten. Eine entsprechende Beschilderung war bereits am Kanal aufgestellt. Um Personen vor Ort vor dieser Gefahr zu warnen, wurden diese per Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen der Eisfläche aufgefordert.
Die Münchner Polizei rät aufgrund der milden Temperaturen sämtliche Eisflächen in und um München nicht mehr zu betreten und eventuell vorhandene Warnhinweise zu beachten.