03.12.2021, Polizeipräsidium Mittelfranken

NÜRNBERG / ERLANGEN. (1649) Seit Tagen mehren sich erneut Betrugsfälle, bei denen falsche Polizeibeamte vor allem betagte Bürgerinnen und Bürger um ihr Erspartes bringen. Am Donnerstagnachmittag (02.12.2021) gelang es Betrügern in Nürnberg (Spitalhof) und Erlangen (Dechsendorf) hohe Geldbeträge und weitere Wertgegenstände zu ergaunern.


Gegen 13:00 Uhr klingelte das Telefon einer Familie in der Stromstraße in Nürnberg. Der Betrüger gab sich als Polizeibeamter aus. Durch eine geschickte Gesprächsführung gelang es ihm, beim Angerufenen keinen Verdacht bezüglich seiner vorgegaukelten Angaben aufkommen zu lassen. Er gab an, dass die Polizei das vorhandene Bargeld und Gold der Familie sicherstellen müsse. Wenig später begaben sich zwei unbekannte Abholer zur Wohnadresse der Familie, denen die Geschädigten ihr Bargeld und Edelmetalle in einem hohen fünfstelligen Wert übergaben. 

Im zweiten Fall rief ein Betrüger gegen 15:00 Uhr eine Familie in Erlangen Dechsendorf an und gab sich auch in diesem Fall als Polizeibeamter aus. Es gelang ihm, die geschädigte Familie dazu zu bringen, bei ihrer Bank einen mittleren fünfstelligen Geldbetrag abzuheben. Zu Hause angekommen, übergaben sie das gesamte Bargeld einer weiblichen Abholerin, die sich unerkannt entfernte. 

Das Fachkommissariat für Trickdiebstahl der Nürnberger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise. Personen, die in diesem Zusammenhang verdächtige Wahrnehmungen in beiden Fällen (Nürnberg/Spitalhof und Erlangen/Dechsendorf) gemacht haben, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken in Verbindung zu setzen.

In beiden Fällen gingen die falschen Polizeibeamten nach derselben Masche vor. Sie gaukelten vor, eine osteuropäische Betrügerbande festgenommen und bei den angeblichen Tätern eine Liste mit der Adresse der Angerufenen festgestellt zu haben. Wegen angeblicher „Eigentumssicherung“ müssten die Angerufenen ihr Bargeld und ihre Wertsachen einer Person übergeben, die bald zu ihren nach Hause kommen werde. 


Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und bittet alle Bürgerinnen und Bürger darum, betagte Angehörige oder Nachbarn aufzuklären. 

Wie Sie sich und andere vor Betrügereien dieser Art schützen können, erfahren sie über folgenden Link:

https://www.polizei.bayern.de/schuetzen-und-vorbeugen/kriminalitaet/betrugsdelikte/006281/index.html


Erstellt durch: Mahir Erginoglu