26.10.2021, Polizeipräsidium Unterfranken

STADT UND LKR. WÜRZBURG. Am frühen Sonntagmorgen hat die Polizei drei mutmaßliche Bandendiebe auf frischer Tat festgenommen. Den Männern wird vorgeworfen, von Fahrzeugen in Würzburg und Gerbrunn Katalysatoren entwendet zu haben. Geprüft wird derzeit, ob die Festgenommen noch für weitere Straftaten in der Bundesrepublik verantwortlich sind. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Haftbefehle gegen alle drei Tatverdächtigen erwirkt.

Ein mit drei Personen besetzter Pkw war in der Nacht zum Sonntag ins Visier einer zivilen Streifenbesatzung der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg geraten. Die Beamten beobachteten, wie zwei Insassen kurz nach 02.00 Uhr in der Franz-Brentano-Straße in Würzburg ausstiegen und sich mit Werkzeug an einem geparkten VW Golf zu schaffen machten. Die Zivilbeamten forderten sofort ihre uniformierten Kollegen an, die eine Kontrolle durchführten.

Schnell war klar, dass es die Männer offenbar in erster Linie auf Katalysatoren abgesehen hatten. Das Fahrzeugteil, das zweifelsfrei dem VW Golf zugeordnet werden kann, hatten die Beschuldigten zum Zeitpunkt der Kontrolle bereits in ihrem Pkw verstaut. Zudem stellten die Beamten im Fahrzeuginnenraum verschiedenes Tatwerkzeug sicher. Die drei Insassen wurden vorläufig festgenommen.

Erst im Laufe des Sonntags wurde ein weiterer Fall polizeibekannt. Im Mühlweg in Gerbrunn war von einem geparkten Daimler ebenfalls der Katalysator ausgebaut und entwendet worden. Die Ermittler gehen dem aktuellen Sachstand nach davon aus, dass die Festgenommenen auch für diesen Diebstahl verantwortlich sind.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um drei Männer im Alter von 24, 33 und 36 Jahren, die aus Osteuropa stammen und nicht in Deutschland wohnhaft sind. Sie wurden am Sonntag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der gegen das Trio die Untersuchungshaft u. a. wegen des dringenden Tatverdachts des Bandendiebstahls anordnete. Die Beschuldigten wurden nach der Eröffnung der Haftbefehle in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Im Zuge der noch andauernden Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg durchgeführt werden, werden insbesondere weitere mögliche Tatzusammenhänge mit gleichgelagerten Fällen in Deutschland geprüft.