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14.10.2015, Landeskriminalamt


Geschichte des Bayerischen Landeskriminalamtes

Das Bayerische Landeskriminalamt früher und heute: Ein Überblick über die Tätigkeitsbereiche und die Aufgaben der größten kriminalpolizeilichen Ermittlungsdienststelle Bayerns.


Das Bayerische Landeskriminalamt ist

  • eine moderne Polizeizentrale, die alle bekannten Technologien zur Information, Untersuchung, Ermittlung und Prävention einsetzt, diese erforscht und weiterentwickelt,
  • die Zentralstelle für die polizeiliche Datenverarbeitung und Datenübermittlung in Bayern,
  • die Fernmeldestelle der Bayerischen Polizei für die Nachrichtenübermittlung,
  • die größte kriminalpolizeiliche Ermittlungsdienststelle Bayerns.
  • Autorisierte Stelle für den BOS-Digitalfunk in Bayern
  • Zentrale Ermittlungsstelle der Bayerischen Polizei für interne Ermittlungen

Ihm obliegt es insbesondere,

  • Nachrichten und Unterlagen für die Verhütung und polizeiliche Verfolgung von Straftaten zu sammeln und auszuwerten und über die Aufbewahrung solcher Unterlagen bei der Polizei für den Einzelfall zu entscheiden,
  • kriminalpolizeiliche Methoden zu entwickeln,
  • andere Organisationseinheiten der Polizei über Maßnahmen zur Verhütung und Verfolgung von Straftaten zu beraten,
  • Einrichtungen für erkennungsdienstliche, kriminaltechnische und kriminologische Untersuchungen und Forschungen zu unterhalten,
  • auf Anforderung anderer Teile der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder auf Anordnung des Staatsministeriums des Innern oder des Gerichts erkennungsdienstliche und kriminaltechnische Untersuchungen durchzuführen, sowie Gutachten zu erstatten und andere Teile der Polizei, soweit sie solche Aufgaben erfüllt, zu beraten und fachlich zu überwachen,
  • mit Zustimmung des Staatsministeriums des Innern Richtlinien für die Durchführung kriminalpolizeilicher Aufgaben zu erlassen.

Neben diesen zentralen Aufgaben verfügt das Bayerische Landeskriminalamt in der Strafverfolgung über originäre Ermittlungszuständigkeiten bei

  • Kernenergie-, Sprengstoff- und Strahlungsverbrechen,
  • unbefugtem Handel mit Betäubungsmitteln,
  • Geld-, Wertzeichen- und Wertpapierfälschung,
  • Gründung politisch motivierter krimineller Vereinigungen und der Tätigkeit für solche Vereinigungen,
  • Friedensverrat, Hochverrat, Landesverrat und der Gefährdung der äußeren Sicherheit,
  • den Straftaten, deren polizeiliche Verfolgung wegen der besonderen Gefährlichkeit, der räumlichen Ausdehnung oder wegen der besonderen Umstände der Begehung durch das Staatsministerium des Innern allgemein oder für den Einzelfall, im Bereich der Wirtschaftskriminalität und des Umweltschutzes auch durch das Gericht oder die Staatsanwaltschaft für den Einzelfall, dem Landeskriminalamt zugewiesen wird.

Organisatorisch gliedert sich das Amt in

  • 6 Abteilungen
  • 15 Dezernate
  • 72 Sachgebiete

Die Amtsgeschäfte der rund 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter neben Kriminalbeamten auch Physiker, Chemiker, Mediziner und Informatiker, führt seit dem 01. September 2015 Polizeipräsident Robert Heimberger. Seine ständige Vertreterin ist Polizeivizepräsidentin Petra Sandles.

Personal- und Logistikangelegenheiten des Hauses werden von der Abteilung I wahrgenommen. Hier ist auch die Zentrale Ermittlungsstelle der Bayerischen Polizei für interne Ermittlungen angesiedelt.

In der Abteilung II - Kriminaltechnik - sind alle Sparten der Naturwissenschaften (Chemie, Physik, Medizin, Serologie, Biologie) und der "Klassischen Kriminaltechnik" (Untersuchung von Schusswaffen, Schriften, Form- und Schuhspuren) vertreten. Die Untersuchung und Begutachtung von Spurenkomplexen in polizeilichen Ermittlungsverfahren erfolgt nach den wissenschaftlichen Methoden. Relativ neu ist das Phonetiklabor. Erheblich ausgebaut wurde durch Einrichtung eines eigenen Labors der Bereich DNA-Analyse (sog. "genetischer Fingerabdruck"). Außerdem ist hier die "Forensische IuK" und die "Prüfgruppe für Wirtschaftskriminalität" angesiedelt.

Die Abteilung III ist Fernmeldeleitstelle und als Servicestelle für die Betreuung von EDV-Verfahren der Bayerischen Polizei verantwortlich. Sie hat zudem die Datenkommunikation auf der oberen Netzebene zum Bundeskriminalamt und den anderen Landeskriminalämtern im Rahmen des INPOL-Verbundes sicherzustellen. Als "Softwarehaus" der Bayer. Polizei zeichnet sie für die Planung, Entwicklung und Realisierung neuer EDV-Verfahren verantwortlich, wie z.B. einem Integrationsverfahren Polizei, kurz genannt IGVP, auf Client-Server-Architektur.

Die Abteilung IV befasst sich mit dem polizeilichen Staatsschutz.
Zum Tätigkeitsbereich gehören dabei neben Ermittlungs- und Fahndungsaufgaben auf dem Gebiet des Rechts- und Linksterrorismus, des Landes-, Friedens- und Hochverrats, der Spionage sowie der Bekämpfung der politisch motivierten Ausländerkriminalität auch die Koordination des Personenschutzes in ganz Bayern sowohl im Allgemeinen als auch bei besonderen Anlässen.

Die Abteilung V hat im Bereich der Nachrichtensammlung, -auswertung und -analyse sowie auf dem Gebiet der polizeilichen Fahndung und des daktyloskopischen Erkennungsdienstes zentrale Serviceaufgaben für die gesamte Bayerische Polizei zu erfüllen. Neben zentraler Koordinierung deliktsübergreifender Fahndungen werden u.a. auch Informationen zu den Bereichen Schleusungskriminalität, Menschenhandel, Urkundsdelikten sowie Kfz-Verschiebung gesammelt und ausgewertet.

Beim Dezernat 51 - Innovation, Forschung, Prävention - untersucht die kriminologische Forschungsgruppe die Kriminalitätsentwicklung, insbesondere die Entwicklung bestimmter Tätergruppen und -praktiken, und gibt auf diese Weise wichtige Anstöße für die praktische Ermittlungsarbeit der Bayerischen Polizei. Auch der 1994 eingerichtete Beauftragte für Drogenprävention und Koordinator der Beauftragten der Polizei für Frauen und Kinder sowie die Zentrale Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle sind beim Dezernat 51 angesiedelt.

Aktuelle Herausforderung ist der Betrieb einer DNA-Analysedatei zur Identifizierung von Straftätern, insbesondere Sexual- und andere Gewaltverbrecher.

Mit über 430 Kriminalisten ist die Abteilung VI (Ermittlungsdienststelle) die stärkste Abteilung des Hauses und zugleich größte kriminalpolizeiliche Ermittlungsdienststelle in Bayern. Ihr obliegt die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität und wesentlicher Deliktsformen der Organisierten Kriminalität. Der Aufgabenbereich umfasst auch die Bekämpfung von Falschgeld-, Wirtschafts-, Sprengstoff-, Umwelt- und Strahlendelikten sowie des illegalen Waffenhandels und der Kriminalität im Zusammenhang mit Kunstgegenständen. Auch die Technische Sondergruppe (TSG) der Bayerischen Polizei ist der Abteilung VI zugeordnet.

Darüber hinaus werden auf Zuweisung durch das Bayer. Staatsministerium des Innern auch Kriminalfälle von überregionaler Bedeutung bearbeitet.


Unsere Partner sind

  • die bayerischen Polizeidienststellen,
  • die bayerischen Sicherheitsbehörden der allgemeinen inneren Verwaltung,
  • sonstige Dienststellen und Behörden mit Zuständigkeiten für die innere Sicherheit,
  • die Staatsanwaltschaften und Gerichte,
  • die fünfzehn Landeskriminalämter in den übrigen Bundesländern,
  • das Bundeskriminalamt,
  • über INTERPOL, an die zur Zeit 177 Staaten angeschlossen sind, und EUROPOL Polizeidienststellen in der ganzen Welt.



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