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02.05.2012, Polizei Bayern
Reform der Polizeiorganisation
Im Zuge der Organisationsreform der Bayer. Polizei wurden die Polizeidirektionen mit den bisherigen Polizeipräsidien verschmolzen. Aus dem bisherigen vierstufigen Aufbau entstand die neue dreistufige Organisation, bestehend aus
- Bayerisches Staatsministerium des Innern - Zehn neuen Polizeipräsidien und - Inspektionen als unmittelbare Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger.
Dienstsitze der Polizeipräsidien
Im Zuge der Umsetzung der neuen Organisationsstruktur wurden für die neuen Polizeipräsidien folgende Standorte festgelegt
- Mittelfranken: Nürnberg
- München: Landeshauptstadt München
- Niederbayern: Straubing
- Oberbayern Nord: Ingolstadt
- Oberbayern Süd: Rosenheim
- Oberfranken: Bayreuth
- Oberpfalz: Regensburg
- Schwaben Nord: Augsburg
- Schwaben Süd/West: Kempten
- Unterfranken: Würzburg
Die jeweiligen Standorte wurden vor allem nach einsatztaktischen Gesichtspunkten und nach den bereits existierenden Liegenschaften ausgewählt. Gerade die Standorte der bisherigen Polizeipräsidien bzw. Polizeidirektionen boten sich als Sitz der Leitung eines Polizeipräsidiums (neu) an.
Herzstück jedes Polizeipräsidiums ist eine neue, für den gesamten Präsidialbereich zuständige Einsatzzentrale. Unsere Strategie heißt, Einsätze zentral zu steuern, sie aber durch die örtlichen Polizeikräfte zu bewältigen. Die Polizei bleibt in der Fläche unverändert präsent. Durch die Zentralisierung der Notrufannahme sowie sämtlicher Überfall- und Einbruchmeldeanlagen in der neuen Einsatzzentrale wurden die Dienststellen vor Ort entlastet.
Die Dienstsitze der örtlichen Polizeiinspektionen und Kriminalpolizeidienststellen blieben grundsätzlich unverändert.
In den teilweise aus dem Synergiegewinn neu geschaffenen Kriminalpolizeiinspektionen mit Zentralen Aufgaben wurden in jedem Polizeipräsidium (neu) die Sachbearbeitung in den Deliktsbereichen Organisierte Kriminalität, Bandenkriminalität sowie qualifizierte Staatsschutzdelikte gebündelt.
Zum 01.10.2008 wurde der Kriminaldauerdienst (KDD) bayernweit flächendeckend eingeführt. Damit wurde die Schutzpolizei im Einsatz entlastet und eine weitere Qualitätssteigerung insbesondere beim kriminalpolizeilichen Erstangriff konnte erreicht werden. Zudem stehen damit schneller, rund um die Uhr kompetente kriminalpolizeiliche Ansprechpartner zur Verfügung.
Einheiten wie Einsatzzüge, Zivile Einsatzgruppen, Diensthundeführer werden auch künftig dezentral vorgehalten.
Pilotprojekt in Unterfranken
Vor der bayernweiten Umsetzung wurde die neue dreistufige Organisation der Bayerischen Landespolizei in einem Pilotbetrieb im Bereich des bisherigen Polizeipräsidiums Unterfranken im Jahr 2005 für ca. 12 Monate getestet.
Zeitplan
| Pressemitteilungen des Bayer. Staatsministerium des Innern |
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Die Umsetzung der Polizeireform verlief nach folgendem Zeitplan.
Zum Jahresbeginn 2007 wurde die Organisation in Mittelfranken und im März 2008 die Reform beim PP München umgesetzt. Parallel hierzu erfolgte die Umorganisation der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Mitte 2008 wurden die Reformmaßnahmen beim ersten Teilungspräsidium Schwaben beendet und die neuen Präsidien Schwaben Nord und Schwaben Süd/West gebildet. Zum 01.01.2009 wurde das PP Oberbayern als zweites Teilungspräsidium in die neuen Präsidien Oberbayern Nord und Oberbayern Süd geteilt. Als drittes und letztes der drei Teilungspräsidien wurde aus dem PP Niederbayern/Oberpfalz am 01.06.2009 das Präsidium Niederbayern und das Präsidium Oberpfalz gebildet. Als letztes Landespolizeipräsidium wurde zum 01.10.2009 das Präsidium Oberfranken in die neue Organisationsstruktur überführt. Mit der Umsetzung der Organisationsänderung beim Bayerischen Landeskriminalamt bis Ende 2009 wurde die Polizeireform bei der Bayerischen Polizei abgeschlossen.
Landtag stimmt Organisationsreform zu
Am 12. Dezember 2007 hat der Bayerische Landtag einer Änderung des Polizeiorganisationsgesetzes (POG) zugestimmt. Damit wurde die Organisationsreform und der neue Aufbau der Bayerischen Landespolizei gesetzlich verankert.
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