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17.02.2016, PP Unterfranken


Überfall vorgetäuscht – Spielschulden als Motiv

HAßFURT / PRAPPACH, LKR. HAßBERGE. Am Mittwochvormittag haben zwei Unbekannte einen 26-Jährigen verletzt und Bargeld erbeutet. Die Polizei hat eine Großfahndung nach den beiden zu Fuß flüchtenden Tätern eingeleitet, in der auch ein Hubschrauber mit eingebunden ist. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar und jetzt Gegenstand der Ermittlungen der Kripo Schweinfurt. Es werden dringend auch Zeugenhinweise erbeten.


Gegen 09:45 Uhr war der Geschädigte bei der Polizeiinspektion Haßfurt aufgetaucht. Er berichtete, dass er etwa eine Stunde zuvor von zwei Männern am „Wachthügel“ angegangen worden war. Im Zuge der Geschehnisse hätten die ihm Unbekannten Bargeld erbeutet und sind zu Fuß geflüchtet. Der 26-Jährige wies oberflächliche Schnittverletzungen auf.


Die Täter, die sich beide in russischer Sprache unterhielten, werden wie folgt beschrieben:


1. Täter:

  • Etwa 30 Jahre alt und 180 cm groß, stämmige Figur,
  • schwarze Jacke, blaue Jeans
  • trug einen blauen Motorradhelm mit weißen Streifen

2. Täter:

  • In etwa gleiches Alter und gleiche Größe, schlanke Figur
  • Dunkelgraue Jeans und blaue Jacke

Die beiden seien nach der Tat zu Fuß weggelaufen. Hinweise auf ein mögliches Fluchtfahrzeug liegen bislang nicht vor. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Derzeit sind die Hintergründe der Tat noch unklar. Die Polizei ist derzeit mit einem Großaufgebot im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen eingesetzt. Auch ein Polizeihubschrauber ist mit eingebunden.


Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben, oder die Unbekannten mit der auffälligen Beschreibung gesehen haben oder noch sehen, werden dringend gebeten, sich mit dem Polizeinotruf 110 in Verbindung zu setzen.

Vorsorglich wird darum gebeten, derzeit keine Anhalter in diesem Bereich mitzunehmen!


Nachtrag, Stand 12:30 Uhr:


Im Rahmen der Ermittlungen der Kripo Schweinfurt, in denen auch Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt eng mit eingebunden waren, hat sich mittlerweile herausgestellt, dass die Tat vom Geschädigten frei erfunden war. Als Motiv stehen derzeit Spielschulden im Raum, die der Mann wohl rechtfertigen wollte. Die oberflächlichen Verletzungen hatte er sich wohl selbst beigebracht. Dies hat der Mann auch im Rahmen von kriminalpolizeilichen Vernehmungen so eingeräumt.

Gegen den Mann wird jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat eingeleitet. Die Fahndungsmaßnahmen waren kurz nach 11:00 Uhr beendet.


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