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27.01.2016, PP Unterfranken


Mehrfache Gelddiebstähle aus Geschäft – Quintett im Alter zwischen 13 und 18 Jahren als Tatverdächtige ermittelt

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg


MILTENBERG. Nach den Ermittlungen der Polizeiinspektion Miltenberg stehen mehrere Jugendliche im dringenden Verdacht, wochenlang Gelddiebstähle aus einem Geschäft verübt zu haben. Ein 18-Jähriger und ein 16-Jähriger sind nach einem von der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg beantragten Untersuchungs- und Unterbringungsbefehl seit Dienstag in Justizvollzugsanstalten eingeliefert worden.


Einem Geschäftsinhaber der Hauptstraße war mehrfach seit dem 23. November 2015 das Abhandenkommen von Bargeld aus seiner Kassenschublade aufgefallen. Der Geschädigte installierte in der Folge eine Überwachungskamera, die letztlich einen wichtigen Baustein für die Ermittlungen der Polizeiinspektion Miltenberg lieferte.

Nach Einschaltung der Polizei wurde bekannt, dass wohl ein amtsbekannter 16-Jähriger beim Diebstahl von Geld aus der Kasse aufgenommen worden war. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass ein Quintett im Alter zwischen 13 und 18 Jahren für gleich sechs solcher Gelddiebstähle aus dem gleichen Geschäft verantwortlich sein dürfte.

Die Tatverdächtigen waren jeweils in wechselnder Zusammensetzung an dem Laden aufgetaucht. Den Ermittlungen zufolge nutzten sie die Zeit, während das Personal in einem Nebenraum war. Um unerkannt in die Räumlichkeiten zu gelangen, öffneten sie die Eingangstüre und stiegen über einen Bewegungsmelder, der eigentlich das Betreten von Kunden signalisieren sollte. Danach begaben sie sich jeweils zu Kassenschublade und entnahmen unbeobachtet Geldscheine. In der Folge waren die Ermittler damit beschäftigt, die Tatverdächtigen zu identifizieren.

Mit aufgeklärt wurde im diesem Zusammenhang eine körperliche Attacke auf einen 21-Jährigen, die sich am 21. Dezember gegen 22:30 Uhr in der Luitpoldstraße zugetragen hat. Der 18-Jährige und sein zwei Jahre jüngerer Komplize stehen hier im Verdacht, gemeinsam auf den Geschädigten eingeschlagen zu haben, der daraufhin auf die Straße fiel und eine blutende Wunde am Kopf und einen Nasenbeinbruch erlitt. Im Rahmen dieser Geschehnisse mussten mehrere Pkw der Rangelei ausweichen, die sich auf die Fahrbahn verlagerte. Nach der Attacke flüchtete das Duo zunächst unerkannt. Im Rahmen der jetzigen Ermittlungen war es möglich, den dringenden Tatverdacht zu begründen. Wieso es zu der Auseinandersetzung gekommen ist, steht bislang noch nicht mit letzter Sicherheit fest.

Nach einer Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg entschied diese, dass gegen den 18-Jährigen ein Untersuchungshaftbefehl und gegen den 16-Jährigen der Aufenthalt in einer Untersuchungshaftvermeidungsanstalt beantragt wird. Die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Aschaffenburg erließ diese in der Folge. Am Dienstag wurden beide Beschuldigten von Polizeibeamten abgeholt und nach der Vorführung in entsprechende Anstalten eingeliefert.


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