Polizei Bayern » PP Unterfranken » Aktuelles » Presse » Neueste Pressemeldungen

20.11.2009, PP Unterfranken


Erfolgreiche Drogenfahnder - vier Personen in Untersuchungshaft

ALTLANDKREIS GEMÜNDEN. Fast zehn Kilogramm Betäubungsmittel, zahlreiche Festnahmen und Wohnungsdurchsuchungen sowie vier Haftbefehle sind die Folge umfangreicher Ermittlungen, die seit Wochen von der Kriminalpolizei Würzburg gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Würzburg gegen Personen aus der Drogenszene geführt worden sind.


Ausfluss der intensiven Ermittlungstätigkeit sind jetzt außerdem cirka 60 Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Abnehmer der Betäubungsmittel. Insgesamt gesehen erneut ein großer Erfolg, den die Rauschgiftfahnder bei ihrem Kampf gegen die Drogenkriminalität in Unterfranken verbuchen können.

Für die Polizei begann die Arbeit in diesem Fall damit, dass es im Sommer erste Hinweise darauf gab, dass ein 33-Jähriger aus dem Altlandkreis Gemünden offenbar in der Rauschgiftszene mitmischt. Bei den daraufhin eingeleiteten Ermittlungen stellte sich heraus, dass offenbar reger Handel mit Drogen betrieben wurde. Einen ersten Erfolg verbuchten die Fahnder im Juli, als sie einen 37-Jährigen sowie dessen geschiedene Ehefrau nach einer Beschaffungsfahrt kontrollierten. Bei der Festnahme in der Nähe von Lohr am Main hatten die Beschuldigten fast 20 Gramm Heroin bei sich. Tags darauf wanderten beide nach einer Vorführung beim Ermittlungsrichter in Untersuchungshaft.

Erneut zugeschlagen haben die Fahnder Anfang September, als wiederum ein Lieferant des 33-Jährigen auf Drogenbeschaffungsfahrt war. Diesmal fielen den Rauschgiftfahndern bei einer Kontrolle in der Nähe von Gemünden knapp über zwei Kilogramm Haschisch, ca. 500 Gramm Amphetamin und gut 100 Gramm Marihuana sowie mutmaßliches Drogengeld in die Hände. Auch dieser 33-Jährige landete am nächsten Tag nach Erlass eines Haftbefehls hinter Gittern.

Trotz dieser Festnahmen in seinem näheren Umfeld setzte der 33-Jährige, der die Ermittlungstätigkeit der Kriminalpolizei ausgelöst hatte, seine Aktivität im Drogengeschäft fort. Offenbar waren ihm zuverlässige Lieferanten ausgegangen. Ende September fuhr er selbst nach Frankfurt und kam mit 300 Gramm Haschisch zurück. Der Beschuldigte und sein Fahrer wurden bei ihrer Rückkehr in der Nähe von Gemünden festgenommen. Auch bei der Freundin des 33-Jährigen wurden die Fahnder fündig. Hier entdeckten die Beamten fast 100 Gramm Marihuana. Die Frau musste ebenfalls zur Polizei mitkommen.
Bei den Folgeermittlungen stießen die Kriminalbeamten dann noch auf eine Cannabisplantage. Das Gewicht der von den Polizisten geernteten Pflanzen betrug etwa sechs Kilogramm. Der Hauptbeschuldigte wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg ebenfalls dem Ermittlungsrichter vorgeführt und nach Erlass eines Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen. Seine Freundin und der Fahrer kamen wieder auf freien Fuß.

Am vergangenen Dienstag wurden dann im Landkreis Main-Spessart weitere Durchsuchungen durchgeführt, wobei kleinere Mengen an Betäubungsmitteln sichergestellt wurden. Auch hier kam es zu vorläufigen Festnahmen, wobei die Beschuldigten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

In dem Gesamtkomplex sind die Ermittlungen bei weitem noch nicht abgeschlossen. Auf die Rauschgiftfahnder wartet noch viel Arbeit, da man auch etwa 60 Abnehmern der Drogen auf die Spur gekommen ist.


© Bayerische Polizei Nach oben Diese Seite ausdrucken Diese Seite den Favoriten hinzufügen

Pressemeldungen


Fahndungen


Veranstaltungen




Regionale Polizeiverbände

Überregionale Verbände

Polizei Bayern - Der Garant für Ihre Sicherheit.
Zur Startseite Zum Bayerischen Staatsministerium des Innern