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17.01.2012, PP Schwaben Süd/West


Sicherheit im Straßenverkehr - Eine Zwischenbilanz für das Jahr 2011


KEMPTEN. Von Jahresbeginn bis zum heutigen Tag starben auf den Straßen zwischen Donau, Allgäuer Alpen und Bodensee insgesamt 33 Menschen.


Es kamen im Jahresverlauf 2011 zwölf Menschen mehr im Straßenverkehr ums Leben, als im gleichen Zeitraum 2010. Im vergangen Jahr waren so wenig Verkehrstote wie nie im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West registriert worden.

Allein elf der 33 im Jahr 2011 Getöteten waren mit dem Motorrad unterwegs, zwölf von ihnen mit dem Auto. Alle weiteren nutzten anderweitige Verkehrsmittel oder waren zu Fuß unterwegs.

In Anbetracht der Anzahl der Verkehrstoten äußerte Polizeipräsident Memel:

„Die Zahl der tödlichen Unfälle können und werden wir nicht tatenlos hinnehmen. Die Polizei wird in den kommenden Wochen den Schwerpunkt ihrer Maßnahmen auf die Geschwindigkeitsüberwachung von Motorradfahrern und den ordnungsgemäßen Zustand von Krafträdern legen, daneben werden wir eine Aufklärungskampagne für Biker und Autofahrer starten!“

Neben der Fortführung der gezielten Geschwindigkeitsüberwachungen sollen vermehrte, allumfassende Kontrollen dazu beitragen, Unfallrisiken zu minimieren und gleichzeitig die Fahrer zu sensibilisieren, dass ausschließlich ordnungsgemäßes Fahrverhalten und ein einwandfreier Zustand der Verkehrsmittel die Gefahr, Opfer eines schweren Verkehrsunfalls zu werden, minimieren kann.

Nachdem zu einem Großteil Motorradfahrer an tödlichen Unfällen im Jahr 2011 beteiligt waren, richtet sich die Gesamtaufklärungskampagne in erster Linie an diese Zielgruppe.

So werden eigens entworfene Faltblätter den Motorradfahrern im Rahmen der Kontrollen ausgehändigt werden. Inhaltlich sind die wichtigsten Grundsätze erfasst, die jeder Motorradfahrer beachten soll, um ein Höchstmaß an Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten und zu verhindern, dass aus dem Genuss, Motorrad zu fahren, ein Albtraum wird.

Es wird im Rahmen der Aufklärung unter anderem das Problem der verminderten Erkennbarkeit von Motorradfahrern, die Notwendigkeit von vorausschauendem Fahren, sowie das frühzeitige Erkennen und Vermeiden von gefährlichen Situationen auf zwei oder vier Rädern thematisiert.

Nachdem es das Interesse der Polizei ist, einen möglichst weiten Kreis an Verkehrsteilnehmern zu erreichen, ist das Faltblatt mit dem Thema „Faszination Motorrad – sicher unterwegs“ natürlich nicht nur bei Kontrollen oder anderen Aufklärungsveranstaltungen erhältlich, es kann auch unter ... im Internet abgerufen werden.

Dass die Verkehrsteilnehmer grundsätzlich über eine hohe Verkehrsmoral verfügen und die polizeilichen Verkehrsmaßnahmen zielführend sind, beweist, laut Polizeipräsident Memel, die Tatsache, dass die Gesamtunfallzahlen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West weiter rückläufig sind.

Auch wenn die Zahlen für das erste Halbjahr noch nicht abschließend vorliegen, kann folgende Aussage getroffen werden:

Es ist ein Rückgang der Gesamtzahl aller Unfälle, die sich im Zuständigkeitsbereich zwischen Donau, Allgäuer Alpen und Bodensee ereignet haben, um beinahe 8 Prozent zu verzeichnen. Bayernweit ist für das erste Halbjahr 2011 ein Rückgang der Gesamtunfallzahlen um über fünf Prozent dokumentiert.

Im ersten Halbjahr 2011 ereigneten sich bisher 10.502 Unfälle im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Dem stehen 11.410 Unfälle im Vergleichszeitraum des Jahres 2010 gegenüber.

Ähnlich wie bei den Gesamtunfallzahlen verhält es sich bei den Unfällen, die von alkoholisierten Verkehrsteilnehmern verursacht wurden.

Wenn es im ersten Halbjahr 2010 noch über 150 Unfälle waren, deren Ursache Alkohol am Steuer war, so war in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 mit 138 Unfällen auch in diesem Punkt ein erkennbarer Rückgang zu verzeichnen.

Noch deutlicher sticht die geringere Zahl der Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Auge.

Von Januar bis einschließlich Juni 2011 ereigneten sich über 37 Prozent weniger Unfälle, bei denen ein Beteiligter zu schnell war, als im gleichen Zeitraum des Jahres 2011. (2010 1071 Unfälle / 2011 639 Unfälle). An dem erheblichen Rückgang dürften die bereits konsequent praktizierten Maßnahmen zur Geschwindigkeitsüberwachung, die stetig durchgeführte Aufklärungsarbeit, sowie die durch die jeweiligen Dienststellen geleistete Kontrolltätigkeit, ihren Anteil gehabt haben.

(Polizeipräsidium Schwaben Süd/West)


Flyer


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