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25.02.2016, PP Schwaben Nord


Verkehrsunfallstatistik 2014 des PP Schwaben Nord

Verkehrsunfallstatistik 2014

AUGSBURG: Im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlichte das Polizeipräsidium Schwaben Nord heute Vormittag (24.02.2015) die Verkehrsstatistikzahlen für das Jahr 2014. Leitender Polizeidirektor Norbert Zink und Polizeioberrat Ralf Bührle beleuchteten die wesentlichen Fakten und Entwicklungen des Unfallgeschehens im vergangenen Jahr für den gesamten Präsidiumsbereich


Die Gesamtzahl der von der nordschwäbischen Polizei registrierten Verkehrsunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr nur sehr geringfügig, von 24.563 (2013) auf 24.556 (2014) und damit um – 0,02 % gefallen.

Die Zahl der dabei verletzten Personen erhöhte sich um + 2,83 %, von 4.545 (2013) auf 4.674 (2014) Verletzte.

Leider musste im vergangenen Jahr ein Plus von 5 bei Verkehrsunfällen Getöteten festgestellt werden, nämlich von 36 (2013) auf 41 (2014), was einer Erhöhung um 13,89 % entspricht. Dabei kann im vergangenen Jahr durchaus von einem „schwarzen Dezember“ gesprochen werden, denn allein in diesem Monat verunglückten trotz nichtwinterlicher Straßenverhältnisse 9 Personen tödlich.

Auf die Unfallörtlichkeiten bezogen ereigneten sich 70 % der tödlichen Verkehrsunfälle auf Landstraßen, 3 Menschen wurden auf der Autobahn getötet, wobei hier kein „Geisterfahrer“ zu verzeichnen war, der Rest ereignete sich innerorts.


Unfallursache Geschwindigkeit:


Betrachtet man sich die Hauptunfallursachen, so fällt auf, dass die überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit gerade bei den schweren Verkehrsunfällen immer noch einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Im Vergleich aller Verkehrsunfälle liegt sie mit 9 % auf Platz 4, nach dem Sicherheitsabstand (29 %), dem Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren (28 %) und der Vorfahrt (17%).

Bei den Unfällen mit Personenschäden steigt der Anteil auf 16 % , ebenfalls Platz 4 hinter Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren (22 %), Sicherheitsabstand (21 %) und Vorfahrt (20 %).

Bei tödlichen Verkehrsunfällen liegt die Ursache Geschwindigkeit mit einem Anteil von 22 % knapp auf Platz 2, hinter den Verstößen gegen das Rechtsfahrgebot (23 %), weit vor den Ursachen Vorfahrt (13 %) und Alkoholbeeinflussung (10 %).


Radfahrunfälle:


Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei, dass die Anzahl der Radfahrunfälle um 10 % zugenommen hat, von 1.165 (2013) auf 1.276 (2014). Daraus resultierte, dass auch die Anzahl der dabei verletzten Personen von 1010 (2013) auf 1.117 (2014) und die Zahl der getöteten Radfahrer von 3 (2013) auf 7 (2014) anstieg. Leider war auch festzustellen, dass 75% aller verletzten Radfahrer keinen Helm trugen und auch die 7 getöteten Radfahrer ohne Helm unterwegs waren.


Schwerpunktmaßnahmen:


Für Leitenden Polizeidirektor Norbert Zink liegt bei der Betrachtung der Unfallentwicklung insbesondere bei den Unfallursachen aber immer der Mensch mit seinen Entscheidungen als „zentrale Figur“ im Mittelpunkt. Gerade mit Blick auf die Unfallursachen werden die polizeilichen Verkehrs- und Kontrollmaßnahmen weiterhin ihren Schwerpunkt in den Bereichen Geschwindigkeit, Alkohol aber auch im Bezug auf die Gurtanlegepflicht haben. An die Verantwortung eines jeden Verkehrsteilnehmers gilt es zu appellieren.

Polizeioberrat Ralf Bührle erläuterte die polizeilichen Reaktionen aus der festgestellten Unfallentwicklung und stellte die künftigen polizeilichen Maßnahmen auf drei Säulen:


  • 1.-Verkehrsüberwachungsmaßnahmen (klassische Kontrollmaßnahmen bei Aktionen oder im täglichen Dienst)
  • 2.-Prävention und Aufklärung (Verhaltensempfehlungen für alle Altersgruppen vom Kindergarten bis Seniorenveranstaltungen, Sicherheit durch Sichtbarkeit in Form von reflektierender Schutzkleidung für Radfahrer/Fußgänger/Jogger)
  • 3.-Öffentlichkeitsarbeit auch mit Hilfe der Medien, um möglichst alle Zielgruppen zu erreichen.

Ablenkung im Straßenverkehr:


Ein großes Thema war auch die Beeinflussung von Fahrzeuglenkern durch Ablenkung, und zwar nicht nur durch die Nutzung von Handys und Smartphones mit allen angebotenen technischen Variationen, sondern auch beispielsweise durch Navigationsgeräte oder Nahrungsaufnahme beim Fahren. Bei einer Ablenkung von nur 2 Sekunden legt ein Autofahrer, der mit 50 km/h unterwegs ist, bereits 28 Meter Fahrtstrecke im „Blindflug“ zurück, da kann es für einen Fußgänger schon zu spät sein.


In der nachfolgenden PDF-Datei finden sie Aufschlüsselungen und Auswertungen zum Verkehrsunfallgeschehen 2014 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord.


Zum Downloaden


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