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23.03.2016, PP Schwaben Nord


Veröffentlichung des Sicherheitsberichts 2015

AUGSBURG: „Nordschwaben mit dem drittgrößten Ballungsraum in Bayern gehört nach wie vor zu den sichersten Regionen in Deutschland!“ So die zusammenfassende positive Bilanz von Polizeipräsident Michael Schwald, anlässlich der Pressekonferenz zur Veröffentlichung der Kriminalstatistik für das Jahr 2015.


Dabei misst der Präsident des Polizeipräsidiums Schwaben Nord der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger eine hohe Bedeutung zu: „Das Sicherheitsempfinden wird durch terroristische Bedrohungen und Attentate, wie wir es auf Grund des aktuellen Geschehens in Brüssel gerade schmerzlich miterleben müssen, stark beeinflusst. Für das subjektive Sicherheitsgefühl des Einzelnen sind jedoch auch die Delikte aus dem Bereich der allgemeinen Kriminalität maßgebend, deren Bekämpfung für uns höchste Priorität hat!“

Die Zahl der erfassten Straftaten ist mit 46.267 im Vergleich zum Vorjahr um 4.409 Fälle oder um 10,5 % signifikant angestiegen. Diese auffallende Steigerung wird in erster Linie vom starken Anstieg der Verstöße gegen das Ausländerrecht bestimmt (2014: 672 Fälle / 2015: 6.511 Fälle). Um eine seriöse Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen zu gewährleisten, muss die Kriminalstatistik um die ausländerrechtlichen Verstöße „bereinigt“ werden. So gesehen sank die Anzahl der registrierten Straftaten um 1.430 Fälle bzw. 3,5 % von 41.186 (2014) auf 39.756 Fälle.

Der Erfolg polizeilicher Arbeit bemisst sich ganz maßgeblich auch an der Aufklärungsquote. Mit einer hervorragenden Aufklärungsquote von 72,1 % liegen wir um 4,8 Prozentpunkte über dem Vorjahresergebnis. Dies ist ebenfalls dem Anstieg an Verstößen gegen das Ausländerrecht zuzuschreiben, da bei diesen Taten die Täter in der Regel feststehen. „Bereinigt“ man auch diesen Wert so konnte die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr dennoch um 0,7 Prozentpunkte auf 67,5 % gesteigert werden und liegt damit deutlich über dem bayerischen Wert von, 62,8 %.

Als Vergleichsgröße für die Kriminalitätsbelastung dient die Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ). Die Häufigkeitszahl gibt an, wie viele Straftaten pro 100.000 Einwohner begangen wurden. Diese stieg für den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord im vergangenen Jahr um 457 Punkte auf 5.277 an. Wiederum „bereinigt“ liegt die KHZ im Jahr 2015 bei 4.534 (2014: 4.743) und damit zum fünften Mal in Folge unterhalb der 5.000er Marke. Damit wird auch der bereinigte Wert für Bayern von 4.687 unterschritten.

Bei den Delikten der Diebstahlskriminalität setzte sich der tendenzielle Rückgang aus den zurückliegenden Jahren mit einem Minus von 558 Fällen bzw. 4,4 % (2014: 12.710 / 2015: 12.152) fort. Davon nehmen die Wohnungseinbruchdiebstähle an sich nur einen kleinen Teil ein, nämlich 641 Fälle (2014: 629 Fälle). Die Aufklärungsquote bei den Wohnungseinbrüchen liegt mit 8,1 % in diesem Jahr leider deutlich unter dem Vorjahreswert von 18,0 %. Dabei ist jedoch anzumerken, dass in einer nicht unerheblichen Anzahl der Fälle mit Tatzeit 2015 zwischenzeitlich Tatverdächtige ermittelt werden konnten. Auf Grund umfangreicher Folgeermittlungen sind diese Fälle aber noch nicht abgeschlossen und kommen somit in der vorliegenden Kriminalstatistik noch nicht zum Tragen.

In diesem Zusammenhang betont Polizeipräsident Schwald, dass der Kampf gegen die vielfach überregional agierenden Wohnungseinbrecher im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord weiterhin „allerhöchste Priorität“ habe. Neben den zahlreichen polizeilichen Maßnahmen von der kriminalpräventiven Beratung, über die verstärkte Streifenpräsenz in den Wohngebieten bis hin zur kriminalpolizeilichen Ermittlungsarbeit setzt die Polizei auch auf die Wachsamkeit der Bürgerinnen und Bürger. Schwald: „Jede Wahrnehmung könnte wichtig sein, rufen Sie so zeitnah wie möglich den Notruf 110 und teilen Sie uns Ihre Beobachtungen mit!“

Im Bereich der Straßenkriminalität (das sind beispielsweise Vergewaltigungen oder exhibitionistische Handlungen, Diebstahlsdelikte an Kfz, Sachbeschädigungen oder Straßenraub) ging die Anzahl der Straftaten von 7.092 auf 6.686 Fälle (- 5,7 %) zurück und stellt somit den niedrigsten Wert des zurückliegenden Zehnjahreszeitraums dar.

Auch bei der Anzahl der erfassten Fälle im Bereich der Gewaltkriminalität (Tötungsdelikte, Vergewaltigungen, schwerere Körperverletzungs- oder Raubdelikte) wurde ein Rückgang von 1.366 auf 1.350 Fälle (- 1,2 %) festgestellt.

Weitere Rückgänge ergaben sich vor allem bei Sexualdelikten, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Steigerungen in den Fallzahlen wurden dagegen bei den Betrugs- Rauschgift- und Erpressungsdelikten verzeichnet.


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Nähere Informationen zur Kriminalitätsstatistik insbesondere auch zu den Entwicklungen in den Regionen sind im aktuellen Sicherheitsbericht 2015 zu finden


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