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08.01.2016, PP Schwaben Nord


Verdacht auf Brandstiftung an Asylneubau – Belohnung ausgesetzt

Stadtbergen

Mit Pressemeldungen vom 16.12.2015 und vom 17.12.2015 berichteten wir (auszugsweise) folgendes:

„Gestern (15.12.2015) meldete sich der Bauherr eines vor kurzem neu errichteten Gebäudes bei der Polizeieinsatzzentrale und teilte mit, dass er kurz vor 16.00 Uhr Brandspuren an einem von vier bereits bestehenden Modulhäusern festgestellt hat. "


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Diese Häuser in der Bismarckstraße im Bereich der Hausnummer 64 werden derzeit als Flüchtlingsunterkünfte ausgebaut, drei der Unterkünfte sind bereits bezogen, das betroffene vierte Haus ist noch unbewohnt und soll nach derzeitigem Kenntnisstand wohl erst ab Januar 2016 in Betrieb gehen.

Nach einer unmittelbaren Tatortbesichtigung durch die Kripo Augsburg wurde an insgesamt fünf verschiedenen Stellen an der Außenseite des Gebäude versucht, mittels mutmaßlich vor Ort aufgefundenen Holzresten Feuer zu legen. Dabei kam es lediglich an einer Stelle zu einer kurzzeitigen Brandentwicklung, wobei das Feuer offenbar von selbst ausging. Beschädigt wurde hierbei die Hausverkleidung aus Holz (knapp ein Quadratmeter Ausdehnung), an den anderen Brandlegestellen konnten lediglich Rußanhaftungen festgestellt werden. Der Gesamtschaden an dem unbewohnten Gebäude ist eher gering und dürfte sich wohl im unteren vierstelligen Eurobereich bewegen.

Die Tatzeit konnte vom 11.12.2015 bis 15.12.2015, 15.50 Uhr eingegrenzt werden. Die insgesamt rund 80 Bewohner der nicht betroffenen bereits bezogenen Häuser haben von der versuchten Brandlegung offenbar nichts mitbekommen. Nach momentanem Ermittlungsstand wird von einer Vorsatztat ausgegangen, es gibt derzeit aber noch keinerlei Erkenntnisse hinsichtlich einer möglichen Täterschaft oder eines möglichen Tatmotivs. Insbesondere wegen des angegangenen Tatobjekts werden auch ausländerfeindliche Aspekte geprüft.

Die Kripo Augsburg hat inzwischen zur Klärung der Tat eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet und bittet die Bevölkerung nun um ihre Mithilfe bei der Aufklärung dieser Tat.

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Zwischenzeitlich hat die Ermittlungsgruppe der Kripo Augsburg den Tatzeitraum näher eingrenzen können. Demnach dürfte sich das Tatgeschehen in der Nacht vom Montag (14.12.2015) auf Dienstag (15.12.2015) ereignet haben.

Eingeschaltet wurde auch ein Gutachter des Landeskriminalamtes, der die Beamten bei der Spurensuche und Auswertung der Ergebnisse fachlich unterstützt.

Derzeit ist allerdings nach wie vor keine Richtung erkennbar, wer für die versuchte Brandstiftung verantwortlich ist, bzw. aus welchen Motiven heraus die Tat versucht wurde.

Nach wie vor richten sich die Ermittler der Kripo Augsburg an die Bevölkerung und bitten um sachdienliche Hinweise:

Wer hat in der Nacht vom vergangenen Montag auf Dienstag (14,/15.12.) verdächtige Wahrnehmungen rund um die Häuser an der Bismarckstraße (insbesondere Ecke Stadtberger Steig bzw. Nestackerweg) gemacht und dort ggf. Personen, die sich auffällig verhalten haben, beobachtet?

Wer kann anderweitige sachdienliche Hinweise, evtl. bereits schon im Vorfeld oder im Nachgang zu der versuchten Brandstiftung zu möglichen Tätern oder verdächtigen Personen oder Fahrzeugen geben?“

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Es gibt derzeit keine neuen Erkenntnisse zu der vorliegenden Brandstiftung, das bisherige Hinweisaufkommen aus der Bevölkerung ist äußerst überschaubar, eine vielversprechende Spur war bislang nicht darunter.

Jetzt wurde aber vom Bayerischen Landeskriminalamt eine Belohnung in Höhe von


2.000 Euro


ausgesetzt für Hinweise, die zur Aufklärung oder Ergreifung des Täters führen. Die Zuerkennung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.

Hinweise nimmt die Kripo Augsburg unter 0821/323 3810 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.


Hinweis:

Auch das nachfolgende Fahndungsplakat wird in den nächsten Tagen in der Umgebung des Tatorts an relevanten Örtlichkeiten und Geschäften verteilt bzw. dort ausgehängt.


Zum Download


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