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05.12.2011, Polizei Bayern
Keine Chance für Trickbetrüger - Neue Kooperation zwischen Sparkassen und der Polizei
MÜNCHEN, STARNBERG, INGOLSTADT. Eine neue Art der Kooperation der Polizeipräsidien München, Oberbayern Nord und Oberbayern Süd, zusammen mit der Stadtsparkasse München und der Kreissparkasse München Starnberg sowie dem Münchner Sicherheitsforum soll den Trickbetrügern das Handwerk legen.
Polizei und Sparkassen gemeinsam gegen Trickdiebstahl
Die „Münchner Initiative gegen Trickdiebstahl“ weitet ihre Informationskampagne zur Vorbeugung gegen Trickbetrug deutlich aus. Das Programm haben 2004 das Münchner Polizeipräsidium sowie der Förderverein „Münchner Sicherheitsforum“ (MSF) ins Leben gerufen. Nachdem sie bereits 2005 die Stadtsparkasse München als Sponsor und Partner für die notwendige Aufklärungsarbeit gewonnen haben, beteiligen sich nun auch die Kreissparkasse München Starnberg sowie die Polizeipräsidien Oberbayern Nord und Oberbayern Süd an der Initiative. Gemeinsam versuchen sie mit Sensibilisierung und Schulungen des eigenen Personals die wachsende Zahl von Trickbetrügereien einzudämmen. Das MSF organisiert und finanziert z. B. Vortragsveranstaltungen für Senioren, die von den Sicherheitsberatern des Seniorenbeirats der Landeshauptstadt München angeboten werden.
Betrüger lauern überall
„Die Betrüger sind zunehmend auch außerhalb der Ballungsräume aktiv“, erklärt Karl-Ludwig Kamprath, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse München Starnberg, die Gründe für das Engagement der Kreissparkasse. Die Zahl der angezeigten Fälle in dem vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord betreuten Landkreis Starnberg stieg von 8 Anzeigen im Jahr 2006 auf 13 Fälle 2007. Bis einschließlich Oktober 2008 wurden bereits 7 Fälle mit einem Gesamtschaden von 27.000 Euro zur Anzeige gebracht. „Unser gemeinsames Ziel ist es, u.a. ältere Menschen zu sensibilisieren, um den skrupellosen Trickdieben und Trickbetrügern, die altersbedingte Einschränkungen der Opfer für ihre kriminellen Zwecke ganz gezielt ausnutzen, das Handwerk zu legen“, so der Münchner Polizeivizepräsident Robert Kopp. Allein mit dem so genannten Enkeltrick haben im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidium München Kriminelle im vergangenen Jahres in 22 Fällen einen Schaden von insgesamt 227.000 Euro verursacht. „Unsere Bemühungen zeigen Erfolg“, resümiert Harald Strötgen, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München. „Wir konnten in vielen Fällen verhindern, dass Menschen zu Schaden gekommen sind und ihre Ersparnisse verloren haben.“ Laut Deliktstatistik enden immer weniger Versuche für die Betrüger erfolgreich. Konnten zu Beginn der Initiative im Jahr 2003 lediglich 20 Prozent der versuchten Straftaten gegen Senioren verhindert werden, waren es in den ersten drei Quartalen 2008 48,5 % Prozent. Im Fall des besonders perfiden „Enkeltricks“ liegt diese Zahl 2008 sogar bei 84 %.
Informationsmöglichkeiten / Ansprechpartner
Zusammen haben Polizei sowie Stadt- und Kreissparkasse die Informationsmaterialien überarbeitet und neu herausgegeben. Das Paket umfasst Broschüren, Plakate und Aufkleber. Die Produktionskosten für die Neuauflage der Materialien teilen sich Stadtsparkasse und Kreissparkasse je zur Hälfte. Die Broschüren liegen zum einen in den Geschäftsstellen aus und werden von der Polizei und ihren Kontaktbeamten gezielt an ältere und alleinstehende Personen auch bei Informationsveranstaltungen verteilt. Die Aufklärungsarbeit ist fester Bestandteil der Mitarbeiterschulungen bei den beiden Sparkassen. Kundenbetreuer und Servicemitarbeiter werden regelmäßig über die aktuellen Methoden der Trickbetrüger informiert und erhalten konkrete Hinweise, wie ein Betrugsversuch vereitelt werden kann. Hilfestellung bietet ihnen dabei ein vom PP München erstelltes Informationsblatt mit konkreten Verhaltenstipps. Da die Bankangestellten als letztes Glied in der Kette den Trickbetrug verhindern können, fragen sie im Verdachtsfall bei größeren Barauszahlungen nach dem Verwendungszweck für das Geld und weisen auf die bestehende Gefahr des Trickbetrugs noch einmal anhand der Informationsmaterialien hin. Die Bankmitarbeiter zeigen außerdem Alternativen auf, um große Bargeldabhebungen sowie das Horten größerer Geldsummen zuhause entbehrlich zu machen. So soll das Risiko, durch einen Trickbetrüger zu Schaden zu kommen, minimiert werden.
In Stadt und Landkreis München stehen für weitergehende Fragen zum Trickdiebstahl neben den Polizeiinspektionen das Kommissariat 105 für Prävention und Opferschutz unter der Telefonnummer 089 2910 4444, im Landkreis Starnberg neben den Polizeiinspektionen die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle der KPI Fürstenfeldbruck unter 08141 6120 zur Verfügung.
Ansprechpartner für Ihre Fragen: Polizeipräsidium München Wolfgang Wenger Telefon: 089/2910-2412
Polizeipräsidium Oberbayern Nord Hans-Peter Kammerer Telefon: 0841/9343-1004
Die Masche der Trickbetrüger und wie Sie sich schützen können !
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