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Polizei Bayern » PP Oberfranken » Verkehr » Statistik 01.03.2012, PP Oberfranken Oberfränkische Verkehrsunfallstatistik 2010OBERFRANKEN. „Wir sind unserem Ziel, die Sicherheit auf Oberfrankens Straßen kontinuierlich zu verbessern, wieder ein deutliches Stück näher gekommen. Wie die aktuelle Statistik belegt, hat sich unsere Verkehrssicherheitsarbeit erneut bewährt.“ Dieses Fazit zog Oberfrankens Polizeipräsident Reinhard Kunkel bei der Veröffentlichung der Verkehrsstatistik 2010.
Gesamtschau der Verkehrsunfälle
Mit insgesamt 29.740 (2009: 27.850) Verkehrsunfällen im Jahr 2010, registrierte das Polizeipräsidium Oberfranken einen Anstieg der Unfallzahlen um 6,8 Prozent auf Oberfrankens Straßen. Sicherheitsgurte als Lebensretter Nummer 116 der bei Verkehrsunfällen getöteten Personen, und somit fast jeder fünfte der tödlich verun- glückten Autoinsassen, waren nicht oder nicht richtig angegurtet (2009: 12). Diese negative Tendenz zeichnet sich bei den schwerverletzten Personen noch deutlicher ab: die Zahl der nicht angegurteten, schwerverletzten Personen stieg um mehr als 50 Prozent auf 65 (2009: 43). Niedrigster Stand der Alkoholunfälle seit JahrenDie Anzahl der Verkehrsunfälle mit Alkoholeinfluss ist um 3,9 Prozent auf 444 (2009: 462) gefallen und erreicht somit den niedrigsten Stand seit Jahren. Dennoch war Alkohol bei zehn Getöteten (2009: 9) unfallursächlich. In Verbindung mit Alkoholunfällen wurden 256 Personen verletzt (2009: 274). Das entspricht einem Rückgang um 6,6 Prozent. Mehr als die Hälfte der betrunkenen Fahrzeugführer (250 von 444) hatte mehr als 1,5 Promille Alkohol im Blut (2009: 297). Fasching: Hochzeit der NarrenWährend der Faschingszeit, vom Jahresanfang bis zum Aschermittwoch am 25. Februar 2010, verhinderten oberfränkische Polizisten 45 Trunkenheitsfahrten (2009: 44). In 261 Fällen zogen die Beamten alkoholisierte Kraftfahrer aus dem Verkehr (2009: 289). Die Unfälle unter Alko- holeinwirkung reduzierten sich erfreulicherweise von 74 auf 40 und somit um 46 Prozent. Zusätzlich ertappten die Polizisten 128 Fahrer, die unter Drogeneinfluss am Steuer saßen (2009: 160). Allein in der närrischen Zeit mussten 134 Fahrzeugführer ihren Führerschein an Ort und Stelle abgeben. Verkannte Gefahren bei Faschings- und FestumzügenSchwere Verkehrsunfälle sind nicht selten bei Faschings- und Festumzügen die Folge, wenn selbstkonstruierte Fahrzeuggespanne zur Personenbeförderung zum Einsatz kommen. Bei einer Kirchweih im Jahr 2008 brachte ein oberfränkischer Traktorfahrer, durch unsachgemäße Bedie- nung seines Zugfahrzeuges, den mit 17 Fahrgästen besetzten Anhänger zum Kippen. Dabei verletzten sich die jungen Leute zum Teil schwer. Der Traktorfahrer hatte fast ein Promille Alkohol im Blut und stand unter Drogeneinfluss. Bei Festumzügen, Straßenfesten und ähnlichen Veranstaltungen im öffentlichen Verkehrsraum ist gemäß der Straßenverkehrsordnung eine verkehrsrechtliche Anordnung der jeweils zuständigen Straßenverkehrsbehörde erforderlich. Geschwindigkeit bei den Hauptunfallursachen an erster StelleAngestiegen sind die Unfälle mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Bei 30 Getöteten (2009: 29) war eine überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache. Mit einer Steigerung um elf Prozent stiegen die Verkehrsunfälle in diesem Bereich auf 3.136 (2009: 2.825) beträchtlich an. dennoch stieg die Zahl der Unfälle mit Sachschäden auf 1.823 (2009: 1.318). Dies bedeutet eine Steigerung um 38,3 Prozent. Gefahr durch FalschfahrerErfreulicherweise gingen die Meldungen über Falschfahrer auf oberfränkischen Autobahnen im Jahr 2010 auf 41 (2009: 49) zurück. Nahezu jeden dritten Falschfahrer konnten Polizeibeamte frühzeitig stellen und somit schwere Verkehrsunfälle vermeiden. Zwei Unfälle durch Falschfahrer konnten nicht mehr verhindert werden. In neun Fällen leiteten die Beamten ein Ermittlungsver- fahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ein, das für die Betroffenen mit dem Führer- scheinentzug und einer erheblichen Geldbuße endete. Leichter Anstieg von Unfällen junger Fahranfänger (18- bis 24-Jährige)Die Altersgruppe der jungen Fahranfänger war insgesamt an 3.952 Verkehrsunfällen beteiligt (2009: 3.690). Dies bedeutet einen Anstieg um 7,1 Prozent. Bei den von dieser Altersgruppe schuldhaft verursachten Unfällen ist eine Zunahme von 2.391 auf 2.539 festzustellen. Insgesamt starben zwölf Fahranfänger (2009: 11) und 1.047 wurden verletzt (2009: 1.118). Mehr Unfälle im Bereich SchwerverkehrEin Lastwagenfahrer (2009: 3) verlor im Jahr 2010 auf Oberfrankens Straßen sein Leben. Erstmals seit zehn Jahren stiegen die Unfallzahlen unter Beteiligung des Schwerverkehrs auf 2.060 Unfälle (2009: 1.682). In 1.515 Fällen (2009: 1.176) waren Lastwagenfahrer die Hauptverursacher der Verkehrsunfälle. Dies entspricht einer Steigerung um 28,8 Prozent. Risikogruppe MotorradfahrerErstmals seit vier Jahren verzeichnet das Polizeipräsidium Oberfranken wieder einen Anstieg bei den tödlich verunglückten Motorradfahrern. 2010 starben 16 (2009: 12) Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen. Eine weitere positive Entwicklung, mit einem Rückgang von 8,8 Prozent, ist bei der Betei- ligung von Motorradfahrern am Gesamtunfall- geschehen zu sehen. Waren es im Jahr 2009 noch 535 Unfälle, so registrierte die Polizei 2010 nur noch 488. Bei Unfällen wurden 571 (2009: 508) Motorradfahrer verletzt. Auch in diesem Jahr will die oberfränkische Polizei, neben einer konsequenten Ahndung von Verkehrsverstößen, durch Sicherheitsaktio- nen im Verkehrsbereich, zur weiteren Redu- zierung der Unfallzahlen beitragen. Einen wichtigen Präventions-Baustein bildet die Aktion „ANKOMMEN STATT UMKOMMEN“, die mit der 11. Motorradsternfahrt am 16. und 17. April in Kulmbach und den Fahrsicher- heitstrainings, das Fahrverhalten der Biker zu Saisonbeginn positiv beeinflussen soll. Tiefststand der Schulwegunfälle seit 2000Einen Tiefststand innerhalb der letzten zehn Jahre erreichte die Anzahl der Schulwegunfälle. Rückgang der sonstigen Unfälle mit Kindern im Alter bis 13 JahreIm Bereich der sonstigen Unfälle mit Kindern im Alter bis 13 Jahre sanken die Unfallzahlen um 7,5 Prozent. Insgesamt 294 Kinder wurden im vergangenen Jahr bei Unfällen zum Teil schwer verletzt (2009: 318). Ein Kind verlor auf Oberfrankens Straßen sein Leben. Intensivierung der oberfrankenweiten VerkehrssicherheitsarbeitDer Schwerpunkt der oberfränkischen Verkehrssicherheitsarbeit wird auf einer Reduzierung der Geschwindigkeitsunfälle durch verstärkte Kontrollen liegen. Als Grundlage für die Kontrollörtlich- keiten dienen die Auswertungen der Unfallkommissionen und die polizeiliche Verkehrsunfallsta- tistik. Anhand dieser Daten werden bestehende Unfallbrennpunkte und Unfallgefahrenpunkte ermittelt und gezielt überwacht. Druckfähige Fotos und sendefähige O-Töne
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