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Polizei Bayern » PP Oberfranken » Schützen und Vorbeugen » Verkehrssicherheitsarbeit 13.03.2012, PP Oberfranken Gut gesichert in den UrlaubBAYREUTH. Endlich Urlaubszeit - Wenige Sekunden Nachdenken vor dem Start in die Urlaubsfahrt kann Leben retten. Denn mehr braucht es nicht, um das umzusetzen, was vor einer langen Urlaubsfahrt mit dem Auto zwingend beachtet werden sollte. Sicherheitsgurt - aber richtig
Im Jahr 2010 waren 16 Unfallopfer auf oberfränkischen Straßen in Kraftfahrzeugen nicht angegurtet. Nach der Unfallstatisitk könnte fast jeder fünfte getötete Autoinsasse vermutlich noch am Leben sein, wenn er den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt angelegt hätte. Tödliche Ladung
Koffer und sperrige Gegenstände sollten so dicht wie möglich an die Rückenlehne gelegt werden, um ihre Durchschlagskraft bei einem Aufprall zu minimieren. Reicht die Ladung über die Lehne hinaus müssen stabile Laderaumtrennnetze bzw. -gitter verwendet werden. Wenn im Fond niemand sitzt, sollten Sie die hinteren Sicherheitsgurte am besten über Kreuz schließen. Dies verbessert besonders die Stabilität geteilter Rücklehnen. Das Verletzungsrisiko für die Autoinsassen erhöht sich auch durch einen ungesichert mitreisenden Hund um ein Vielfaches, wenn man bedenkt, dass bereits bei einem Aufprall von 50 km/h das dreißigfache des Eigengewichtes des Tieres auf den menschlichen Körper wirken kann. Wenn der Vierbeiner mitfährt, sollte also ein Hundesicherheitsgurt oder eine Tiertransportbox im Fahrzeug installiert sein. Kopfstütze - aber auf AugenhöheBei Kopfstützen ist die richtige Höheneinstellung zu beachten. Als Faustformel gilt, der Kopf sollte die Oberkante der Stütze nicht überragen, da sonst die Gefahr eines Halswirbelschleudertraumas (HWS) oder eines Genickbruchs bei einem Unfall droht. Airbag - gefährliche BeinfreiheitDer Airbag sollte auf keinen Fall als Fußablage für den Beifahrer dienen. Das explosionsartige Auslösen beim Aufprall presst die Beine durch die Windschutzscheibe, der Gurt arbeitet sich tief in den Brustbereich und Bauch. Schwerste äußere und innere Verletzungen sind unweigerlich die Folge. Sekundenschlaf - unterschätzte UnfallgefahrJeder kennt die Situation. Es sind nur noch wenige Kilometer zu fahren, die Augenlider werden schwer, häufiges Gähnen setzt ein und plötzlich sieht man die Leitplanke, fährt aber unweigerlich auf diese zu. Der gefährliche "Sekundenschlaf" kam über einen und mit viel Glück konnte ein Unfall vermieden werden. Nicht nur Lkw-Fahrer, sondern auch Autofahrer ereilt dieses Phänomen. Wer müde ist kann sich schlechter konzentrieren, reagiert langsamer und überschätzt sich selbst. Dies beeinträchtigt die Fahrleistung ähnlich wie die Fahrt unter Alkoholeinwirkung. Eine Studie belegt, dass nach 17 Stunden ununterbrochener Fahrt die Leistungsfähigkeit ähnlich beeinträchtigt ist wie bei einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille. Müde ein Auto zu fahren ist also genauso gefährlich wie sich mit Alkohol ans Steuer zu setzen. Weitere Tipps gegen den StressTreten Sie ihre Urlaubsreise ausgeruht und nicht nach einem stressigen Arbeitstag an. Planen Sie regelmäßige Pausen ein, nutzen Sie Entspannungs-, Atem- und Lockerungsübungen oder auch einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft. Bei längeren Fahrten sollte man auch an eine Zwischenübernachtung denken. Schaffen sie sich durch ihre Reiseplanung vor allem eine Zeitreserve und fahren sie nicht auf den letzten Drücker los. Dies gilt gerade dann, wenn Sie rechtzeitig an einem Flughafen oder zur Abfahrt einer Fähre am Hafen sein müssen. Halten Sie den erforderlichen Sicherheitsabstand ein, versuchen Sie selbst vorausschauend und rücksichtsvoll gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern zu sein. Rechnen Sie immer mit den Fehlern anderer Fahrer und kommen Sie gesund und wohlbehalten nach Ihrem Urlaub wieder nach Hause. Die oberfränkische Polizei wünscht Ihnen eine erholsame Urlaubszeit.
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