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01.01.2018, PP Oberbayern Süd


Vorläufige Bilanz zur Silvesternacht

OBERBAYERN SÜD. Obwohl die Silvesternacht im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd insgesamt friedlich verlaufen ist, kam es zu dem erwartet hohen Einsatzaufkommen. Insgesamt 450 Notrufe sind in der Zeit zwischen 20.00 Uhr und 06.00 Uhr bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums eingegangen, aus denen sich 208 Einsätze entwickelten.


Das Einsatzaufkommen stieg erwartungsgemäß in Richtung Mitternacht an und beschäftigte die Beamtinnen und Beamten, die im gesamten Schutzbereich erhöhte Präsenz zeigten, bis in die frühen Morgenstunden. Verteilt über den Schutzbereich bildeten Ruhestörungen und Streitigkeiten, deren Ursachen oftmals in zu hohem Alkoholkonsum lagen, sowie Sachbeschädigungen einen Schwerpunkt der polizeilichen Einsätze. Der Verkehr lief über weite Strecken ruhig, 14 Verkehrsunfälle mit einem Sachschaden von rund 53.200 Euro waren zu verzeichnen.


Bedeutende Ereignisse in der Silvesternacht:

  • Ein erheblich angetrunkener, aggressiver 21-jähriger Mann wollte kurz vor Mitternacht in ein Lokal in Garmisch-Partenkirchen, was ihm verweigert wurde. Der 21-Jährige ließ sich von seinem Vorhaben nicht abbringen, stürzte dabei mehrfach zu Boden und zog sich Verletzungen im Gesichtsbereich zu. Er griff schließlich Helfer aus dem Lokal an und musste durch diese bis zum Eintreffen der Polizei am Boden fixiert werden. Als er der Streife übergeben werden sollte, schlug er einer Polizeibeamtin unvermittelt an den Kopf. Diese erlitt hierbei eine leichte Schwellung, blieb jedoch vorerst dienstfähig. Der Mann musste aufgrund seiner fortdauernde Aggressivität und Fremdgefährdung in eine psychiatrische Fachklinik untergebracht werden.
  • Ein 6-jähriges Mädchen aus Baden-Württemberg wurde in Fischbachau beim Beobachten des Silvesterfeuerwerks von einer verirrten Rakete im Gesicht getroffen. Die explodierende Rakete verursachte mittelschwere Verletzungen und Verbrennungen im Gesicht des Mädchens. Das Kind kam in Begleitung seiner Eltern in eine Münchner Klinik zu stationären Behandlung.
  • In einer Asylbewerberunterkunft in Garmisch-Partenkirchen kam es, gegen 02.15 Uhr, zunächst zu einem verbalen Streit zwischen zwei Familien, die dort wohnen. Im weiteren Verlauf erhielt eine der Beteiligten, eine 33-jährige schwangere Frau, einen Schlag in den Unterlaib. Sie wurde zur ärztlichen Untersuchung mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Es wird nun von der örtlichen Polizeiinspektion gegen den 34-jährigen Tatverdächtigen wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
  • Ein als Stroh- und Getreidelager genutztes Stallgebäude brannte in Obertaufkirchen am frühen Silvesterabend vollständig nieder. Die eingestellten Tiere wurden rechtzeitig in Sicherheit gebracht. In Wolfratshausen geriet ein Wohn- und Geschäftsgebäude kurz nach Mitternacht in Brand. Die Bewohner des gesamten Hauses wurden evakuiert. Nachdem das Feuer in der Nacht zunächst unter Kontrolle war, entfachten die Flammen erneut am Neujahrstag. In Bad Wiessee griff, gegen 02.15 Uhr, ein Brand von einem Mülltonnenhaus auf ein Garagendach über. Die Hausbewohner bemerkten das Feuer rechtzeitig und löschten den Brand mit Hilfe eines Feuerlöschers. In den geschilderten Fällen ist ein Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern nicht ausgeschlossen.

 

 

 

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