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03.08.2017, PP Oberbayern Süd


Echelon Festival 2017 in Bad Aibling.

Echelon Logo

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd begrüßt die Gäste zum diesjährigen Echelon Festival in Bad Aibling. Auch im 9. Jahr der Großveranstaltung wird die Polizei, zusammen mit anderen Organisationen und dem Sicherheitsdienst des Veranstalters, dafür Sorge tragen, dass sich die Besucher sicher fühlen und das Festival genießen können.


Die intensive Überwachung der Jugendschutzbestimmungen, sowie Drogenkontrollen und die Verhinderung von Alkoholmissbrauch werden wieder polizeiliche Einsatzschwerpunkte darstellen.

Hilfesuchende können jederzeit über Notruf 110 Hilfe anfordern. Die Polizei wird zudem in und um das Veranstaltungsgelände präsent sein. Gerne können Sie sich mit ihren Anliegen auch an unsere Kollegen vor Ort wenden.

Damit der Besuch des Festivals ein ungetrübtes Erlebnis werden kann, sind nachfolgend einige Tipps für die Besucher zu finden.

Ihr Polizeipräsidium Oberbayern Süd



Unwetter


Dieses Jahr zeigt sich der Sommer nicht nur von seiner guten Seite. Was tun, wenn ein Unwetter naht? Die Sicherheitsbehörden und der Veranstalter stehen in regelmäßigem Kontakt mit den Wetterdiensten. Sollte tatsächlich ein erhebliches Unwetter unser Festival-Gelände heimsuchen, so bitten wir,


  • auf die Verhaltenshinweise der Sicherheitsbehörden und des Veranstalters zu hören. Diese werden bei Bedarf über Lautsprecher bekanntgegeben.
  • wenn man mit eigenem Pkw da ist, den Autoschlüssel immer mitzunehmen. Im eigenen Auto bleibt man immer trocken.
  • mit dem eigenen Auto nicht ohne Aufforderung einfach loszufahren, denn es kann zu Staus kommen, welche die Hilfskräfte behindern.
  • bei Bedarf auch anderen Festival-Besuchern im eigenen Auto Unterschlupf zu gewähren.

Gelegenheit macht Diebe


Kaum jemand in Feierlaune beim Echolon-Festival denkt an Diebe. Langfinger wissen das und nutzen günstige Gelegenheiten blitzschnell aus. Ein schneller Griff genügt meist, um eine Geldbörse zu entwenden. Beute ist nicht nur Geld; auch andere Wertsachen und Bekleidung werden gerne genommen. Wer selbst etwas auf mögliche Gefahren achtet, kann vielen Risiken aus dem Weg gehen:


  • Lassen Sie keine Wertsachen im Auto oder im Zelt liegen.
  • Tragen Sie nur den Tagesbedarf an Bargeld bei sich, am besten direkt am Körper und zeigen Sie möglichst wenig davon
  • Fallen Sie nicht auf „Anrempeln“ und andere Ablenkungsmanöver von Taschendieben herein.
  • Tragen Sie immer ihren Kfz-Schlüssel mit sich!

Was ist, wenn trotz aller Vorsicht ein Dieb zugeschlagen hat:


Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

Oft kommt es vor, dass die Polizei bei ertappten Dieben und Einbrechern ganze Warenlager mit Diebesgut findet. Vielfach können die sichergestellten Gegenstände nicht zurückgegeben werden, weil sie gar nicht zugeordnet werden können oder der Eigentümer seine abhanden gekommenen Gegenstände nicht einwandfrei beschreiben oder identifizieren kann.

Kennzeichnen Sie Ihre Geräte und Wertsachen möglichst individuell, so zum Beispiel mit Ihren Initialen oder anderen Daten. Gegenstände, die zu wertvoll bzw. zum Gravieren nicht geeignet sind, sollten Sie farbig fotografieren. Die Fotos legen Sie am besten Ihrer persönlichen Wertgegenstandsliste bei.


Vorsicht vor Zeltschlitzern


Neben dem Ausräumen von momentan "unbewohnten" Zelten wurden in den letzten Jahren immer wieder Fälle registriert, bei denen Zelte aufgeschnitten und Wertgegenstände gestohlen worden sind. Nehmen Sie zur Veranstaltung an Wertgegenständen, Bargeld, Scheckkarten usw. deshalb am besten nur mit, was Sie wirklich benötigen und lassen Sie solche Gegenstände nicht unbeaufsichtigt im Zelt.


Wie sichere ich mein Handy?

  • PIN-Abfrage immer eingeschaltet lassen
  • SIM-Karte mit speziellem Code sichern
  • Handy nicht sichtbar am Körper tragen

Handy nicht offen im Zelt liegen lassen


Drogen - Muss das sein?


Etliche Echelonbesucher kamen im vergangenen Jahr in Konflikt mit dem Gesetz, weil sie mit illegalen Drogen erwischt wurden. Grund genug für die Polizei, hier weiterhin aktiv zu sein. Dass illegale Drogen berechtigt illegal sind und Gefahren bergen, ist für die polizeilichen Fahnder nichts Neues - scheinbar aber für manche Festivalbesucher.


Hasch macht vielleicht high - aber alles andere als frei...


Gerade bei Jugendlichen und Heranwachsenden wird die Persönlichkeitsentwicklung durch das "Kiffen" unterbrochen und negativ beeinflusst - und zwar meist ohne dass die Betroffenen dies selbst merken!

"Wer nicht rauchen kann oder will, wird auch nicht kiffen." Der Einstieg in eine möglicherweise katastrophale Dogenkarriere erfolgt in den allermeisten Fällen also ganz harmlos über die normale Zigarette. Schon der Rauch von Zigaretten enthält ca. 400 chemischen Verbindungen. Dazu kommen beim Joint noch etwa 60 Cannabinoide, darunter auch THC. Da Cannabisrauch jedoch ganz bewusst viel intensiver inhaliert wird, rechnen Fachleute mit einer etwa fünffach stärkeren Belastung des Körpers durch Teer und viele andere Schadstoffe. Das heißt, vier Joints entsprächen einer ganzen Packung Zigaretten. Der Joint ist auch nicht mehr die "nette Hippiedroge" von früher, Cannabis hat heutzutage einen weit höheren Wirkungsgrad. Das gilt vor allem für Marihuana aus manipulierter Treibhaus- und Indoor-Produktion.


Der Joint als Problemlöser?

  • Löst der Joint dann wenigstens private, schulische oder anderer Probleme?
  • Oder bringt er Anerkennung, Bestätigung und Zuwendung - außer bei den Mitkiffern?
  • Erfüllt er Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte?
  • Vermittelt er Erfolgserlebnisse, Geborgenheit oder gar "Urvertrauen in das Leben"?
  • Aber vielleicht ist der Joint ja ein echter Ersatz für Abenteuer und macht stark, selbstsicher und selbstbewusst?
  • Oder taugt er wenigstens zur provokativen Grenzüberschreitung?

Alles Fragen, auf die die einzig richtige Antwort N E I N lauten muss.


Drogen am Steuer - eine echt lebensgefährliche Sache


Cannabis / Ecstasy und Verkehrstüchtigkeit schließen sich praktisch aus. Beispielsweise Cannabis verändert beim Fahrer die Wahrnehmungs- und Koordinationsfähigkeit, verlangsamt Reaktionszeit und die Verarbeitungsgeschwindigkeit für Informationen erheblich. Und das ist lebensgefährlich. Übrigens: der Führerschein ist im Falle einer Kontrolle dann auch bereits ohne Unfall in Gefahr.

Also tun Sie sich selbst einen Gefallen und lassen die Finger von illegalen Drogen. So können Sie das Festival richtig sorglos genießen. Die Polizei wird auf jeden Fall wieder im Umfeld, als auch auf dem Festival Kontrollen durchführen.


Sicherheitstipps für Camper


Die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz gelten natürlich auch auf dem Veranstaltungsgelände. Der Schutz der Jugend bei diesem Festival ist der Polizei ein besonderes Anliegen.

Auch dieses Jahr werden die Jugendbeamten der Polizei wieder ein Augenmerk auf die jungen Besucher werfen und die Bestimmungen des Jugendschutzes durchsetzen.

Sollte es nötig erscheinen, kann aber auch der Besuch der "Ausnüchterungszelle" in Betracht gezogen werden. Wie jedes „Hotel“ ist dieses Quartier nicht kostenfrei und der Komfort in diesem Falle eher mangelhaft.


Alkoholkonsum durch Jugendliche


Nach den Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes dürfen „harte Getränke“, also Schnaps und ähnliche Alkoholika, an Personen unter 18 Jahren überhaupt nicht abgegeben werden. Das gleiche gilt für Longdrinks und Mixgetränke, denen Schnaps beigemischt ist. Die Abgabe von anderen alkoholischen Getränken, z.B. Bier und Wein, an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist ebenso tabu (Ausnahme: in Begleitung und mit Zustimmung einer personensorgeberechtigten Person).

Gewerbetreibende, Gastwirte und Verkäufer am oder um das Festivalgelände werden darauf hingewiesen, sich an diese Bestimmungen zu halten. Bei Vorfällen mit betrunkenen Jugendlichen wird die Polizei versuchen, die Herkunft des konsumierten Alkohols zu ermitteln. Für die betroffenen Jugendlichen hat es zur Folge, dass umgehend die Eltern informiert werden.

Lassen Sie es am besten gar nicht so weit kommen!


Zutritt für Jugendliche


Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen sich nach Anweisung des Veranstalters nicht im Veranstaltungsgelände aufhalten.

Jugendliche über 16 Jahren dürfen sich nach 24:00 Uhr nur mit schriftlicher Erlaubnis ihrer Personensorgeberechtigten im Veranstaltungsgelände aufhalten. Mit der schriftlichen Erlaubnis ist jeweils eine Kopie des Personalausweises des Personensorgeberechtigten vorzulegen.

Das Veranstaltungsgelände umfasst das Festivalgelände, den Umgriff mit Parkplätzen, sowie das Camping- und Wohnmobilareal.

Im Internetangebot des Veranstalters ist das Formblatt „Vereinbarung zur Übertragung der Erziehungsberechtigung“ eingestellt.


"Erziehungsbeauftragte Person" - wer ist das?


Grundsätzlich kann jede volljährige Person als „erziehungsbeauftragte Person“ in Betracht kommen. Über den bloßen Auftrag zur Begleitung eines Jugendlichen hinaus, muss jedoch vielmehr der Auftrag zur Übernahme von Aufgaben der Betreuung und Beaufsichtigung einschließlich des Aufenthaltsbestimmungsrechts vorliegen. Diese Voraussetzungen dürften z. B. nicht erfüllt sein, bei einem nicht wesentlich älteren Freund der minderjährigen Person. Personaldokumente sind zur Altersfeststellung natürlich mitzuführen.

Die beauftragte Person muss dem Erziehungsauftrag und den damit verbundenen Aufsichtspflichten nachkommen können. Sie muss also in der Lage sein, den anvertrauten jungen Menschen zu leiten und zu lenken. Ebenso ist sie dafür verantwortlich, dass weitere Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes, wie z. B. ein Alkohol- bzw. Rauchverbot beachtet werden. Eltern sollten daher genau überlegen, wem sie eine solche Beauftragung erteilen.


 

 

 

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