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20.02.2016, PP Niederbayern


Blindes Vertrauen in Navi

BODENMAIS - LKR. REGEN.
Ein 21-ortsunkundiger Pkw-Fahrer vertraute bereits am Mittwoch (17.02.2016) blind auf sein Navigationsgerät und geriet dadurch auf die Skipiste.



Bei herrlichem Sonnenschein wollte am Mittwoch ein 21-jähriger Pkw-Fahrer aus dem Raum Weiden zum Skifahren in den Bayerischen Wald fahren.
Mit seiner Freundin vereinbarte er deshalb einen Treffpunkt am Großen Arber.
Da er keine rechte Vorstellung davon hatte, wie er ins Skigebiet Großer Arber gelangen sollte, aktivierte er kurzerhand sein Navi, das ihm sofort den rechten Weg wies.
In voller Erwartung auf das winterliche Vergnügen mit seiner Partnerin kam er relativ problemlos nach Bodenmais. In Bodenmais hatte ihm das Navi wohl die allerkürzeste Route aufgezeigt und diese verfolgte er auch unbeirrbar.

Er fuhr zuerst nach Unterlohwies, wo die Straße noch schneefrei war. Dann nach Oberlohwies, wo das erste von drei Durchfahrverbotsschildern kam.
Der junge Oberpfälzer folgte aber den Befehlen seines Navi und kümmerte sich nicht weiter um die Verkehrsvorschriften.
In der sicheren Meinung, bald die Ski anschnallen zu können, fuhr er dann die steile, bereits schneebedeckte Forststraße weiter bergauf, die unter den Einheimischen als „Tourenabfahrt“ von der Chamer Hütte bekannt ist.
Immer noch auf sein Navi fixiert steuerte der junge Mann weiter mit seinem frontgetriebenen Kleinwagen bergauf. Erst als er eine Kurve zu „schneidig“ nahm, rutschte er in den weichen Schnee am Straßenrand und blieb stecken. Dort setzte sich der Wagen fest und die Fahrt bergauf auf der frischgespurten Tourenabfahrt war nun kurz unterhalb der Chamer Hütte zu Ende.

Der junge Mann wusste sich aber zu helfen. Er schnallte seine Skier an und fuhr die Abfahrt hinunter, bis er mit seinem Handy wieder Empfang hatte und einen Notruf absetzen konnte.

Letztendlich musste ein Abschleppunternehmen mit einem Allradfahrzeug anrücken und den Pkw zu bergen.
Bei seiner Befragung meinte der Seat-Fahrer zu seiner Entschuldigung, dass es in Österreich auch solche ungewöhnlichen Anfahrtswege geben würde, weshalb er sich weiter nichts dabei gedacht habe.


Medienkontakt: Polizeiinspektion Regen, F. Ring, Polizeihauptkommissar, Tel.-Nr. 09921/9408-0
Veröffentlicht am 20.02.2016 um 08.45 h


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