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01.08.2017, Polizei Bayern


Polizei-Fortbildungsinstitut feierte 40-jähriges Bestehen

Ainring: Blaulicht, Trainingszentrum Einsatzzentrale, Hubschraubersimulator, Kriminallabor – beim Tag der offenen Tür des Fortbildungsinstituts der Bayerischen Polizei (BPFI) am Samstag gab es zum 40-jährigen Bestehen sehr viel zu sehen, was die Polizeiarbeit ausmacht.


Besucheransturm beim Tag der offenen Tür


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Im Gespräch mit einem Polizisten des Unterstützungskommandos (von links): Bereitschaftspolizeipräsident Wolfgang Sommer, Landrat Georg Grabner und die Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber.

Rund 10.000 Besucher kamen ins Institut, um sich in den Lehrsälen über die verschiedenen Fachbereiche, bei Fachvorträgen zu den unterschiedlichsten Sicherheitsthemen sowie bei den Vorführungen der Motorradstaffel, des Unterstützungskommandos (USK) und der Zentralen Diensthundeschule (ZDHS) aus Herzogau auf Busparkplatz und Sportplatz oder bei fetzigen Klängen der eigens gegründeten BPFI-Band unter den Kastanien im Biergarten der Kantine zu unterhalten, zu informieren und einfach einen spannenden Tag bei der Polizei zu genießen.

Zum Auftakt feierten am Morgen Monsignore Andreas Simbeck, Landespolizeidekan, und Kirchenrat Matthias Herling, Landeskirchlicher Beauftragter, einen ökumenischen Festgottesdienst in der evangelischen Auferstehungskirche in Mitterfelden.


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An der Cocktailbar der Spitzensportler (von links): Sandra Kroll (Bob), Melanie Hochreiter (Snowboard), Bereitschaftspolizeipräsident Wolfgang Sommer, Ausbilder Stefan Rehrl und Ramona Hofmeister (Snowboard).

Bei der anschließenden offiziellen Eröffnung im Kastanienbaumgarten des BPFI konnte Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner, der Institutsleiter, eine Reihe von hochrangigen Ehrengästen aus den Reihen der Polizei sowie von der heimischen Politik begrüßen. Unter anderem waren dies die Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber, Landrat Georg Grabner, Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner und Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher. Später waren auch noch Teisendorfs Bürgermeister Thomas Gasser und Pidings Bürgermeister Hannes Holzner gekommen.

Weiter waren zum Beispiel zugegen der Inspekteur der Bayerischen Polizei, Thomas Hampel aus dem Bayerischen Ministerium des Innern, für Bau und Verkehr, der Abteilungsleiter des Thüringer Innenministeriums und ehemalige Institutsleiter Winfried Bischler, Polizeipräsident Werner Strößner vom Polizeipräsidium Schwaben Südwest sowie der ehemalige Institutsleiter Georg Lex, der in Freilassing lebt.


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3 Personen im Gespräch
Bereitschaftspolizeipräsident Wolfgang Sommer (2.v.r) stellt der Landtagsabgeordneten Michaela Kaniber (l.) und Landrat Georg Grabner (Mitte) das neue Trainingszentrum Einsatzzentrale vor.

Zu Gast waren unter anderem auch Polizeipräsident Gerhard Kallert aus Unterfranken, der Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Peter Mauthofer oder Polizeipräsident Thomas Mürder vom Polizeipräsidium Einsatz Baden-Württemberg. Die Liste der Gäste war lang. „30 Minuten bräuchte ich, wenn ich jeden Ehrengast in 15 Sekunden namentlich begrüßen würde“, so Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner. „Das Trainingslager der Bayerischen Polizei feiert 40. Geburtstag. Es macht mich und meine Mitarbeiter stolz, einen Beitrag zum Erfolg der Bayerischen Polizei leisten zu können”, so Holzner.

Wolfgang Sommer, der Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei, dem das BPFI zugeordnet ist, sagte in seiner anschließenden Rede: „Wir krönen mit diesem Tag der offenen Tür nicht nur die 40-jährige Erfolgsgeschichte dieser Bildungseinrichtung, sondern runden die besonderen Veranstaltungen anlässlich dieses Jubiläums gebührlich ab.”


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Zwei Personen im Gespräch

In den vorangegangenen Tagen hatten in der Sporthalle ein Benefizkonzert mit dem Polizeiorchester Bayern zugunsten der Tafel Freilassing (eigener Bericht) und im Haus der Kultur eine international hochrangig besetzte Polizei-Fachtagung mit Gästen aus 18 Ländern und von 4 Kontinenten stattgefunden – zum Beispiel aus Thailand, Indonesien, von den Philippinen, aus Venezuela, Tansania und Tunesien. Sie tauschten sich laut Präsident Sommer über die Notwendigkeit und die Inhalte polizeilicher Fortbildung in demokratisch legitimierten Gesellschaften aus. „Sie sorgen damit für einen internationalen Konsens einer am Menschen orientierten Polizei.”


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Zwei Mädchen mit Polizei-Uniform
Selbst die kleinsten Gäste durften an diesem Tag einmal in eine Polizeiuniform schlüpfen.

Weiter führte Sommer aus: „Wie könnten wir unser Jubiläum aber besser feiern, als sich Ihnen ganz im Sinne einer bürgernahen und bürgerfreundlichen Polizei, offen zu präsentieren und Ihnen die vielfältigen Fortbildungsaktivitäten der Bayerischen Polizei live und hautnah zu zeigen.”

Das BPFI in Ainring leiste seit nunmehr 40 Jahren exzellente Arbeit auf den Gebieten der Weiterbildung und Spezialisierung der gesamten Bayerischen Polizei. Jährlich kommen knapp 12.000 Seminarteilnehmer zu den mehr als 850 Fortbildungsveranstaltungen des BPFI. „Die Kooperation mit weit über 100 Sicherheitsorganisationen zeigt die breite Verankerung des Instituts in der Sicherheitslandschaft Bayerns.”

Die stetige Veränderung der Gesellschaft und die zunehmende Komplexität führen laut Sommer dazu, dass die Anforderungen an die Polizeibeamten immer mehr zunehmen. „Rechtliche Entwicklungen, neue Kriminalitätsphänomene, technische Neuerungen, weltpolitische Ereignisse und der generelle Wandel gesellschaftlicher Werte und Normen fordern eine kontinuierliche Anpassung unserer Organisation und Fortbildung unserer Beschäftigten.”


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Es war ein gelungener Tag sowohl fürs BPFI als auch die rund 10.000 Besucher: Sie nahmen viele interessante Einblicke in die Polizeiarbeit mit nach Hause, informierten sich bei vielen Fachvorträgen und Informationsständen, die Kinder hatten viel Spaß in der Hüpfburg und bei den Spielen und für das leibliche Wohl sorgten BRK und THW aufs Beste.

Die Kenntnis der aktuellen Rechtslage und der gerichtlichen Rechtsprechung seien Grundlage für rechtsstaatlich legitimiertes Handeln. „Wir wollen aber nicht nur die richtigen Dinge tun – wir legen Wert darauf, die Dinge richtig zu tun“, so Sommer weiter und sprach die sozialen Kompetenzen an, die im Polizeiberuf großes Gewicht haben. „Psychologische, soziologische und ethische Maßstäbe schlagen sich nieder in Verhaltenstrainings für Führungskräfte aller Ebenen und Funktionen. Denn im Zentrum unseres Handelns und unserer Fortbildung steht der Mensch.”

Sommer lud die Besucher ein, sich vom umfangreichen Programm des Tags der offenen Tür begeistern zu lassen und sich auf persönliche „Polizei-Fortbildung” zu begeben. Fürs leibliche Wohl hatten das Bayerische Rote Kreuz (BRK) und das Technische Hilfswerk (THW) mit rund 50 ehrenamtlichen Helfern ausgezeichnet gesorgt. Und die alkoholfreien Cocktails an der Bar der Spitzensportler aus den Wintersportarten, die am BPFI ihre Ausbildung zum Polizeibeamten absolvieren, fanden reißenden Absatz.


Artistische Einlagen der Motorradstaffel, bevor sie ihr fahrerisches Geschick und Können im Parcours zeigten. Sie ernteten, ebenso wie die anderen Einheiten der Polizei an diesem Tag, bei ihren Vorführungen großen Applaus von den vielen Zuschauern. Die Kinder durften sich selbst einmal auf ein Polizei-Motorrad setzen. Polizeifachlehrer Michael Wittl erklärte den Besuchern die modernen Technik-Systeme für Abstandsmessung und Radar.

 

 

 

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