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17.03.2016, Polizei Bayern


Mindestanforderung in Sachverständigengutachten bei Erteilung eines Negativzeugnisses

Folgende Mindestanforderungen bei Erteilung eines Negativzeugnisses müssen im Sachverständigengutachten enthalten sein:


Formelle Mindestanforderungen

  • Datum der Erstellung des Gutachtens.
  • Datum der Untersuchung, Dauer der Untersuchung, Ort(e) der Untersuchung.
  • Name und Anschrift des Besitzers und Halters sowei Bezeichnung der Personen, die vom Halter mit der Betreuung des Hundes beauftragt sind.
  • Beschreibung des Hundes (Rasse, Geburtsdatum, Geschlecht, ggf. Abstammung, Name des Hundes, Farbe, Abzeichen).
  • Sofern vorhanden Identitätssicherung (Tätowierung/Chip).
  • Ort(e), an dem/denen der Hund überwiegend gehalten wird (Halteranwesen).
  • Ergebnis der Überprüfung: "Das Tier wird als ein/kein Hund mit gefährlicher Aggressivität und Gefährlichkeit beurteilt".

Inhaltliche Mindestanforderungen

  • Ereignisse, die die Verhaltensentwicklung des Hundes seit Eintritt der Geschlechtsreife beeinflusst haben (u.a. Ausbildungsstand, abgelegte Prüfungen, Auffälligkeiten, Sicherheitsstörungen), soweit ermittelbar und von Einfluss auf Wesen und Charakter des Tieres.
  • Den Verwendungszweck des Hundes und dafür vom Halter geförderte und angestrebte Eigenschaft des Tieres.
  • Beschaffenheit des Halteranwesens (Einzäunung, freie oder Zwingerhaltung) und sonstige für die Entwicklung der Wesensart relevante Haltungsumstände.
  • Das Verhalten des Hundes gegenüber fremden Personen im Halteranwesen.
  • Das Verhalten des Hundes gegenüber fremden Personen außerhalb des Halteranwesens (z.B. Kinder, Radfahrer und Jogger) und im Straßenverkehr angeleint (und/oder freilaufen) in bekannter und unbekannter Umgebung.
  • Die Reaktion des Hundes auf Kommandos (Sitz, Platz, Fuß etc.) angeleint und/oder freilaufend.
  • Die Leinenführigkeit.
  • Das Verhalten des Hundes gegenüber anderen Hunden und Tieren (z.B. Katzen, Tauben, Kaninchen etc.) angeleint (und/oder freilaufend).
  • Das Verhalten des Hundes bei ihm unbekannten optischen und akustischen Reizen.
  • Das Verhalten des Hundes gegenüber dem Halter und den sonstigen Betreuungspersonen in verschiedenen Situationen.


  • Inhaltsübersicht
    Gesetzliche Regelungen zum Umgang mit gefährlichen Hunden in Bayern

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