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Polizei Bayern » PP München » Verkehr 15.03.2010, PP München Mobil im Alter? Aber Sicher - mit dem Verkehrssicherheitstraining für ältere Verkehrsteilnehmer!
Im Jahr 2007 ereignete sich im Bereich des PP München eine auffällig hohe Anzahl an schweren Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Senioren (Personen ab 65 Jahren). So waren von 35 tödlich verunglückten Personen 20 Senioren, das entspach einem Anteil von 57,1 %. Zwölf dieser Senioren verunglückten als Fußgänger, zwei als Radfahrer, einer als Motorradfahrer und fünf in Kraftfahrzeugen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde von der Polizei mit dem "Verkehrssicherheitstraining an Stationen für ältere Verkehrsteilnehmer" eine speziell auf Senioren abgestimmte "Lernmethode" entwickelt. Station 1: Sehen und Hören im StraßenverkehrDa altersbedingte körperliche bzw. geistige Einschränkungen bei den meisten Verkehrsunfällen mit unfallursächlich sind, wurde diese Station als so genannte "Pflichtstation" bestimmt, die bei allen Seminaren durchzuführen ist. Station 2: FußgängerAn dieser Station werden mittels kurzer Filmsequenzen die Hauptunfallursachen beim Überschreiten der Fahrbahn thematisiert, vor allem in Hinblick auf die Erkennbarkeit des Fußgängers, das Überqueren an gesicherten Stellen u.ä.. Station 3: RadfahrerIn Gruppenarbeit behandeln hier die Teilnehmer zusammen mit dem Polizeibeamten das richtige Verhalten für Radfahrer in gefahrenträchtigen Verkehrssituationen. Station 4: Kfz - FührerIn einer virtuellen Fahrt werden besondere Verkehrssituationen, wie z. B. Kreisverkehr, Verhalten an Bushaltestellen etc., "gefahren" und mit den Senioren diskutiert. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf Verkehrsregeln, die erst in den letzten Jahren eingeführt wurden. Station 5: Toter WinkelDiese "tödliche Gefahr" wird erläutert und praktisch demonstriert. Station 6: Verhalten in Bus und BahnObwohl die aktuelle Statistik zeigt, dass ältere Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln nur selten Opfer von Belästigungen oder tätlichen Angriffen werden, hat diese Altersgruppe hier doch große Ängste. Durch ein Rollenspiel wird in Anlehnung an das Konzept von K 105 eine Situation in einem S-Bahnabteil simuliert, in der ein Aggressor einen Teilnehmer belästigt. Ziel ist es, richtiges Verhalten in Konfliktsituationen zu üben und das Sicherheitsgefühl der Teilnehmer zu stärken. Die Polizei bietet die Veranstaltungen in den Schulferien bzw. im Nachmittagsbereich an.
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