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14.04.2016, PP München


Lkw-Durchfahrtsverbot in München seit 1. Februar 2008


Die Durchfahrt durch das Stadtgebiet der Landeshauptstadt München für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen ist verboten, insbesondere wird der Mittlere Ring für diese Fahrzeuge gesperrt.
Die Ableitung des Lkw-Durchgangsverkehrs, d.h. aller Lkw, die nur Durchfahrtsverkehr darstellen und kein Ziel im Stadtgebiet haben, erfolgt soweit möglich auf kürzestem Wege zurück auf die Autobahnen. Der Lkw-Verkehr wird soweit möglich auf der A 99 um das Münchner Stadtgebiet geleitet.


Lediglich die Fahrbeziehungen von der A 995 (München Giesing) zur A 95 (Garmisch) bzw. von der A 95 (Garmisch) zur A 96 (Lindau) werden zugelassen, da hier eine Alternativroute fehlt.


Bei Sperrung von Autobahnabschnitten, die eine Umleitung des Autobahnverkehrs über das Stadtgebiet München erfordern, ist mit einvernehmlicher Schaltung der entsprechenden Wechselwegweiser auf den Autobahnen und/oder mit Maßnahmen des Verkehrswarndienstes der Polizei die Missachtung der Sperrbeschilderung und der Vorhinweisbeschilderung auf den Autobahnen gewollt. In diesen Fällen unterbleibt eine Überwachung der Sperre.



Im Stadtgebiet München werden nur die Hauptzufahrten zum Mittleren Ring mit dem Verkehrszeichen Z 253 StVO (Verbot für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 t, einschließlich ihrer Anhänger, und Zugmaschinen, ausgenommen Personenkraftwagen und Kraftomnibusse) und dem Zusatz „Lieferverkehr frei“ versehen.

Lieferverkehr im Sinne des Luftreinhalte-/Aktionsplans ist der gewerbliche und private Lieferverkehr über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht zu oder von in der Landeshauptstadt München liegenden Betrieben bzw. Lieferanschriften.
Unter diesen Begriff fallen neben dem privaten und gewerblichen An- und Abtransport von Waren und Gütern, also dem gewöhnlichen Lieferverkehr, insbesondere Lkw-Fahrten zum Zweck der Erstellung oder Inanspruchnahme von Dienst- und Handwerksleistungen, sowie Bau- und Montagefahrzeug.

Ausnahmen:
Nicht vom Durchfahrtsverbot betroffen sind Fahrzeuge von Gewerbebetrieben, die in der Landeshauptstadt München ihren Firmensitz haben, Wohnmobile und Pkw mit Anhängern.


Ausgenommen sind beispielsweise auch:

  • Ausbildungs- und Prüfungsfahrten durch Fahrschulen zur Erlangung eines Führerscheins, dabei handelt es sich um Lkw-Fahrten zum Zweck der Erstellung oder Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Auf den Betriebssitz der Fahrschulen oder den Wohnort des Fahrschülers kommt es dabei nicht an. (Regierung von Oberbayern 23.1-3611.2-M-ST-6-05 vom 14.02.2008).

Ergänzt wird die Beschilderung durch ca. 28 Vorweghinweisschilder auf den Autobahnen und Zulaufstrecken im Landkreis.



Die Ableitung von Lkw, welche die Vorwegweisung missachtet haben, erfolgt auf möglichst kurzem und direktem Weg zu den nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen (AS).


Eine tabellarische Übersicht aller Standorte der Sperr- bzw. Vorhinweisbeschilderung ist in der Anlage 3 des Luftreinhalte-/Aktionsplans dargestellt. Eine Übersichtskarte mit den Schilderstandorten befindet sich in der Anlage 4.

Um die Zahl der Sperrschilder und damit den Beschilderungsaufwand zu minimieren, werden vorerst nur die verkehrsreichsten und besonders von Schwerlastverkehr betroffenen Zulaufstrecken zum Mittleren Ring beschildert (Primärnetz der Sperrbeschilderung).


Die Ahndung ergibt sich aus dem Verstoß gegen Zeichen 253 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Der Bußgeldkatalog weist unter Kennzahl 141739 ein Bußgeld von EUR 75 aus.


Die Maßnahme dient der Verbesserung der Luftqualität. Ziel ist eine Absenkung der jährlichen Überschreitungshäufigkeit des PM10-Tagesmittelwertes. Zulässig sind höchsten 35 Überschreitungen.

Betrachtet man ein realistisches Ableitpotenzial von 10 bis 15%, so ergibt sich bei einer Ableitung der Lkw über 3,5 t eine Verminderung der jährlichen Überschreitungshäufigkeit z.B. an der Landshuter Allee von 8 – 15 Tagen.


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