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Verkehrspuppentheater der Münchner Polizei
Verkehrs- und kriminalpolizeiliche Prävention, Erziehung und Aufklärung zu Umwelt- und Sozialverhalten kindgerecht zu vermitteln sind unsere Ziele.
"Alarmierende Unfallbeteiligungen der kleinsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer in der Landeshauptstadt machten das dringende Erfordernis deutlich, mit der polizeilichen Verkehrserziehung schnellstens darauf zu reagieren. So entstand die Idee, mit einer Verkehrspuppenbühne witzig und spielerisch aber auch eindringlich und nachhaltig die kleinen Verkehrsteilnehmer am Straßenverkehr auf dessen Gefahren vorzubereiten."
Es war nicht ganz einfach, so ein Lehrmittelinstrumentarium aus dem Boden zu stampfen, doch es gelang und die allererste Vorstellung ging am 24. Mai 1965 über die Bühne.
Damals waren noch der Münchner Verkehrskasperl in Pocci-Tracht und der Schutzmann die Leitfiguren. Der Kasperl, blitzgescheit aber auch schlitzohrig, unterstützte den Schutzmann in seinen Bemühungen. Die Zielgruppe für die Puppenspiele waren hauptsächlich Kindergartenkinder.
Die Bühne, von den Gründungskollegen in liebevoller Eigenarbeit gebaut, war ein klassisches Kasperltheater, die Figuren von der bekannten Hohnsteiner Puppenschnitzerei hergestellt. Sowohl Kinder als auch Erwachsene waren von den Vorstellungen begeistert.
Doch die Zeit blieb nicht stehen, an ihren Wandel musste sich auch die Verkehrspuppenbühne anpassen. Themenauswahl, Musik, Figuren und sogar die gesamte Bühne mussten Schritt halten.
So kam es, dass sich die Münchner Bühne vom Kasperltheater zu einem der größten und modernsten Polizeipuppentheater in Deutschland entwickelt hat. Seit gut dreizehn Jahren sind die Beamten nun schon mit einer Panoramabühne mit vielen technischen Finessen und zum Teil selbst gebauten Figuren im Einsatz.
Die Lerninhalte beschränken sich nicht nur auf „links und rechts“ oder „rot und grün“. Die Kinder sind anspruchsvoller geworden, was für uns eine ständige Herausforderung darstellt. So haben andere Figuren, sympathische wie auch hilfsbedürftige den Kasperl abgelöst. Aber auch Bösewichte in verschiedensten Erscheinungsformen sind in die Spiele integriert.
Neben der Verkehrserziehung zählen ebenso Gewalt- und Umweltprävention zum Repertoire wie die Vermittlung von Ehrlichkeit und Höflichkeit.
Einen hohen Stellenwert dieser schönsten Erziehungsart nimmt die positive Erfahrung des Kindes im Umgang mit der Polizei ein: Der Polizeibeamte ist nicht grimmig, beizeiten aber ernst, vor allen Dingen aber ist er humorvoll.

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| Aktuelles Stück aus dem Schuljahr 2011/2012. |
Mit dem Verkehrspuppentheater betreut die Münchner Polizei die Grundschulen in der Stadt und im Landkreis München und einen kleinen Teil des Landkreises Starnberg.
Wegen der Vielzahl an Grundschulen und dem großen Interesse können nicht alle Schulen in jedem Schuljahr besucht werden.
Pro Schuljahr nehmen zwischen 45 000 und 50 000 Kinder an den Vorstellungen teil. Im Herbst 2006 konnte das Verkehrspuppentheater bereits den zwei millionsten Zuschauer begrüßen.
Für jedes Schuljahr schreiben die Beamten ein neues Theaterstück. Das Thema des Schuljahres 2011/2012 steht unter dem Motto "Bodo und das Straßenmonster".
Das Ensemble des Verkehrspuppentheaters setzt sich aus Alfred Hübner, Günter Fenk, Alfred Weinholzner und Stefanie Pritschet zusammen.
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