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06.11.2015, PP München


Jugendverkehrsschulen

Jugendverkehrsschule

Die Jugendverkehrsschulen (JVS) im Bereich des Polizeipräsidiums München haben in der schulischen Verkehrserziehung eine lange Tradition. Zur Durchführung praktischer Verkehrserziehung wurde am 08.03.1960 die erste mobile Jugendverkehrsschule geschaffen und laufend an Volksschulen eingesetzt.


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Ende 1964 kam eine weitere mobile Jugendverkehrsschule hinzu. Zurzeit betreibt die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrserziehung in der Landeshauptstadt München 10 mobile Jugendverkehrsschulen. Im Landkreis München sind 3 mobile Jugendverkehrsschulen im Einsatz. 26 Verkehrserzieher der Polizei betreuen ca. 240 Grund- und Förderschulen im Stadt- und Landkreisbereich.


Seit 1960 wurden ca. 678.771 Kinder in der Landeshauptstadt München und dem Landkreis München beschult.


Im abgelaufenen Schuljahr 2014/2015 nahmen 13.917 Schüler aus Grund-, Privat-, Förderschulen und fremdsprachlichen Klassen an der Radfahrausbildung teil. Es bestanden 94,7 % der Schüler die theoretische und praktische Prüfung und erhielten den begehrten Fahrradführerschein.


Eine Jugendverkehrsschule wird von 2 speziell ausgebildeten Verkehrserziehern der Polizei betrieben und umfasst neben einem Lastkraftwagen 20 Jugendfahrräder, einen Tretroller, eine Ampelanlage, eine Plane zur Darstellung des "Toten Winkels" und diverse Verkehrszeichen.


Aufgrund einer gemeinsamen Vereinbarung der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und des Innern wird die praktische Radfahrausbildung von Verkehrserziehern der Polizei durchgeführt und ist im Lehrplan mit aufgeführt.



Sie beinhaltet 5 Übungseinheiten a 90 Minuten:


1. Übungseinheit:

  • Das verkehrssichere Fahrrad
  • Verlassen des Grundstücks und das Anfahren vom Fahrbahnrand
  • Rechtsfahrgebot und Sicherheitsabstand zum Vorrausfahrenden
  • Benutzung des Radweges und Verhalten am Fußgängerüberweg (Zebrastreifen)
  • Vorbeifahren am Hindernis und das Verhalten in der Einbahnstraße
  • Vorfahrt nach der Grundregel „Rechts vor Links“

2. Übungseinheit :

  • Linksabbiegen

3. Übungseinheit :

  • Vorfahrtsregelung
  • „Toter Winkel“

4. Übungseinheit :

  • Abnahme der theoretischen Prüfung und praktischen Radfahrprüfung

5. Übungseinheit im Realverkehr (Verbindlich eingeführt mit dem Schuljahr 2003/2004)

  • Befahren einer abgesprochenen Strecke in Kleingruppen mit dem eigenen Fahrrad

Übung im Realverkehr

Das allgemeine Ziel der Jugendverkehrsschulen hat sich seit ihrer Gründung bis zum heutigen Tag nicht verändert. Die Schülerinnen und Schüler sollen zu eigenverantwortlichen Verkehrsteilnehmern im öffentlichen Straßenverkehr erzogen werden. Die Kinder sollen dabei neben den Verkehrsregeln auch lernen , wie sie Verkehrsgefahren voraussehen können. Dieses ermöglicht ihnen dann gefährliche Situationen einzuschätzen und sie erfolgreich zu bewältigen.



Wie die Verkehrsunfallzahlen zeigen, sind die in den Jugendverkehrsschulen ausgebildeten "geprüften Radfahrer" deutlich weniger an Radfahrunfällen beteiligt, als die nicht ausgebildeten Kinder der gleichen Altersgruppe.

Die Verantwortung für die gesamte Radfahrausbildung trägt die Schule; Schule und Polizei arbeiten hier eng zusammen. Diesem Grundsatz folgend bilden die Verkehrserzieher der Polizei gemeinsam mit den Klassenlehrern alle 9 - 10-jährigen Schüler aus.


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