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03.02.2012, PP München


Hochsaison für Dämmerungswohnungseinbrecher

Gerade in den Herbst- und Wintermonaten nutzen Einbrecher den Schutz der früh einsetzenden Dämmerung. Fehlende Wohnraumbeleuchtung im Tatanwesen signalisiert dabei dem Täter die Abwesenheit der Wohnungsinhaber.


Entsprechend den Erfahrungen der vergangenen Jahre muss auch in diesem Jahr mit Beginn der „dunklen Monaten“ von Oktober bis März wieder mit dem verstärkten Auftreten von Dämmerungswohnungseinbrechern gerechnet werden.

Polizeilicherseits werden als „Dämmerungswohnungseinbrüche“ Einbrüche in Wohnungen und Häuser bezeichnet, die in der Zeit von 17.00 – 21.00 Uhr begangen werden.


Wie viele Einbrüche werden in München angezeigt?
Im Durchschnitt der letzten Jahre werden in München jährlich in etwa 1.400 Einbruchdiebstähle aus Wohnungen bzw. Häusern angezeigt. Auffällig ist, dass über das Jahr gesehen in den schon beschriebenen „dunklen Monaten“ mehr Einbrüche verübt werden, als in den Sommermonaten.


Wie geht der Einbrecher vor?
Häufig wählen die Täter solche Objekte aus, bei den sie sich durch hohe Hecken, hohe Einfriedungen, Verbauung oder Bepflanzung „sichtgeschützt“ und unbemerkt von der rückwärtigen Seite annähren können.

Angegangen werden insbesondere Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und EG-Wohnungen. Ermittlungsergebnisse zeigen, dass die Täter oft die späteren Tatobjekte im Vorfeld ausbaldowern, also durch Beobachtung aufklären.

An den Tatobjekten gehen die Täter bevorzugt Terrassen- oder Balkontüren bzw. Fenster an. Diese werden sehr häufig mit einem mitgebrachten Werkzeug, z. B. einen Schraubendreher oder einem Geißfuß, aufgehebelt. Vereinzelt werden auch Fensterscheiben eingeschlagen.

Oft werden in den Tatobjekte alle Zimmer nach stehlenswerten Gegenständen durchsucht.


Welche Gegenstände entwenden die Einbrecher?
In den meisten Fällen werden Schmuck, Bargeld, Devisen, Uhren oder Gold entwendet. Vereinzelt nehmen die Täter aber auch kleine elektronische Geräte und Designerbekleidung mit.


Wie kann ich mich selbst schützen?
Folgende Verhaltensregeln (Präventionstipps) sollten Sie beachten:

  • Lassen Sie ihre Wohnung / ihr Haus beim Verlassen nicht gänzlich unbeleuchtet. Durch den Einsatz einer Zeitschaltuhr lässt sich eine Beleuchtung der Wohnräume individuell regeln. Fehlende Beleuchtung signalisiert Abwesenheit.
  • Schalten Sie die Außenbeleuchtung ein / nutzen Sie Bewegungsmelder
  • Schließen Sie bei jedem Verlassen, auch bei kurzer Abwesenheit, alle Fenster und Türen / vermeiden Sie Kippstellungen (gekippte Fenster sind offene Fenster) und ziehen Sie Keller- und Haustüren nicht nur ins Schloss, sondern verschließen Sie die Türen
  • Sorgen Sie bei längerer Abwesenheit für die Leerung ihres Briefkastens.
  • Vermeiden Sie auf Ihrem Anrufbeantworter genaue Abwesenheitszeiten zu benennen.
  • Vereinbaren Sie mit Nachbarn / Verwandtschaft, dass Rollläden tagsüber hochgezogen werden und abends ein Licht eingeschaltet wird.
  • Entfernen Sie mögliche „Steighilfen“ wie Stühle / Tische / Leitern von Ihrer Terrasse
  • Bewahren Sie wenig Bargeld und Wertsachen zu Hause auf, Wertgegenstände gehören in den Tresor oder ein Bankschließfach !

Wie soll ich mich bei verdächtigen Feststellungen verhalten?



Beobachten Sie stets Ihr Umfeld.
Melden Sie verdächtige Personen, Fahrzeuge und Geräusche der Polizei.
Teilen Sie verdächtige Beobachtung sofort der Polizei mit. Nutzen Sie hierzu die kostenlose Nummer

110


Rufen Sie lieber einmal zuviel an, als einmal zu wenig!
- Notieren Sie sich, soweit möglich, die Kennzeichen und Beschreibungen (Fabrikat / Typ / Farbe / Besonderheiten) von verdächtigen Fahrzeugen.

- Informieren Sie auch Ihre Nachbarn über Ihre Wahrnehmung.



Wo kann ich mich beraten lassen?
Gerne und kostenlos berät Sie, auch bei Ihnen zu Hause, die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle zum Thema „Verbesserter technischer Einbruchschutz“:

Ihre Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle, Sicherheitstechnische Prävention,
im Polizeipräsidium München erreichen Sie unter der Tel. 089 / 29 10 – 34 30

Vereinbaren Sie einen Termin!




Wo kann ich mich noch informieren? Weitere Informationen gibt es unter den folgendem Link:


TV-Spot zum Thema Dämmerungswohnungseinbruch


Präventionspostkarte


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