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06.04.2017, Landeskriminalamt


Alkopops

Alkopops sind meist in 0,3-Liter-Fläschchen fertig abgefüllte Mixgetränke in poppigem, bunten Design, in denen Limonade mit hochprozentigen Spirituosen, wie Wodka, Rum oder Tequila vermischt sind. Der Alkoholgehalt variiert von Marke zu Marke, liegt jedoch meistens bei 5-6 Vol.%. Das entspricht in etwa einem doppelten Schnaps. Alkopops sind also keine harmlosen Erfrischungsgetränke!


Alkopops richten sich durch ihre Aufmachung und ihren Geschmack ganz eindeutig an ein junges und markenbewusstes Publikum. Während die Alkoholindustrie immer wieder beteuert, die neuen alkoholischen Mischgetränke seien lediglich eine Alternative zu Wein und Bier und richteten sich an ein Zielpublikum, das gemäß Gesetz Alkohol konsumieren dürfe, sind sich Präventionsfachleute und Gesundheitsbeauftragte einig: Die Zunahme des Alkopopkonsums wird nicht von einer Abnahme des Bierkonsums begleitet. Sowohl der Geschmack wie auch die Aufmachung sprechen eindeutig ein jugendliches Publikum an. Alkopops sind bei Jugendlichen trotz hoher Preise beliebt und werden vor allem von Mädchen und jungen Frauen geschätzt. Der eigentliche Alkoholgeschmack ist nicht im Vordergrund, und die alkoholischen Mischgetränke schmecken nicht so bitter wie Bier.


Gesundheitliche Risiken:

  • Der süße Geschmack täuscht über den Alkoholgehalt hinweg und birgt damit die Gefahr, dass zu viel und zu schnell getrunken wird. Man darf nicht vergessen: Alkopops haben einen höheren Alkoholgehalt als Bier.
  • Zur Veranschaulichung kann anhand einer Faustregel folgendes Beispiel errechnet werden: Wenn ein 14-jähriges Mädchen, mit einem Körpergewicht von 48 kg zwei Alkopops (24 Gramm Alkohol) konsumiert, hat ein einen Alkoholgehalt von ungefähr 0,9 Promille im Blut.
  • Alkohol ist nicht nur ein Genussmittel, sondern auch ein Rauschmittel, das für den Körper giftig ist. Ein Missbrauch führt zu körperlichen Schädigungen, und es kann sich eine Abhängigkeit entwickeln.
  • Kinder und Jugendliche reagieren besonders empfindlich auf Alkohol: Infolge des geringeren Körpergewichts steigt der Alkoholgehalt im Blut stärker an. Auch das für den Alkoholabbau verantwortliche Enzym kann von einem Körper, der sich in der Entwicklung befindet, noch nicht in genügendem Ausmaß produziert werden.
  • Zucker und Kohlensäure führen zu einer schnellen Aufnahme des Alkohols ins Blut und damit dazu, dass man schneller betrunken ist.
  • Bereits nach wenigen Drinks besteht eine erhöhte Unfallgefahr und eine allgemeine Tendenz zu risikoreichem Verhalten, insbesondere im Straßenverkehr.

Soziale Risiken:

  • Je mehr der Geschmack des Alkohols durch Zucker überdeckt wird und je stärker der Alkoholgehalt ist, desto größer ist das Risiko, dass Grenzen überschritten werden. Ein Rausch kann zum Beispiel ein unkontrolliertes Verhalten, eine aggressive Stimmung bewirken oder zu einer depressiven Verstimmung führen.
  • Häufiger Alkoholkonsum birgt die Gefahr, vom sporadischen in den gewohnheitsmäßigen Konsum zu gleiten und damit auch wichtige Entwicklungsaufgaben nicht mehr bewältigen zu können.
  • Alkopops begünstigen den frühen Alkoholkonsum, der mit besonderen Gefahren verbunden ist. Die Wahrscheinlichkeit, im Verlauf des Lebens Alkoholprobleme zu entwickeln, ist bei einem Kind, das mit 12 Jahren regelmäßig Alkohol trinkt, doppelt so hoch wie bei einem Kind, das keinen Alkohol trinkt.

Rechtliche Situation:


Nach dem Jugendschutzgesetz (§ 9 JuSchG) dürfen branntweinhaltige Getränke an Personen unter 18 Jahren nicht abgegeben noch darf Ihnen der Verzehr gestattet werden. Andere alkoholische Getränke (z.B. Biermixgetränk) dürfen nicht an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren abgegeben werden.


Schaubild zu Alkohlgenuss durch Jugendliche

Was Eltern tun können....

  • Kaufen Sie Ihrem Kind keine alkoholischen Getränke, auch keine Alkopops.
  • Beauftragen Sie Ihr Kind auch nicht, alkoholische Getränke für Sie zu kaufen.
  • Nehmen Sie Ihre Vorbildrolle wahr: Dazu müssen Sie nicht gänzlich auf Alkohol verzichten, Sie sollten Ihrem Kind jedoch einen maßvollen Alkoholkonsum vorleben.
  • Auch wenn Sie selbst Alkohol trinken, hindert Sie das nicht daran, Ihrem Kind klare Grenzen zu setzen und Konsequenzen zu ziehen.
  • Stellen Sie fest, dass sich Ihr Kind in der Jugendphase vermehrt für Alkohol interessiert, ist es wichtig, dass Sie es dabei begleiten, einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu lernen. In unserer Gesellschaft geht es in der Regel nicht um strikte Alkoholverbote, sondern um eine behutsame Einführung in ein geregeltes Alkoholtrinken durch das familiäre Umfeld.
  • Wenn Sie feststellen, dass ein Geschäft Ihrem Kind Alkohol verkauft und dabei die Jugendschutzbestimmungen nicht einhält, sollten Sie dieses Geschäft bei der Polizei anzeigen.
  • Wenn Sie vermuten oder die Gewissheit haben, dass Ihr Kind sich beim Weggehen häufig betrinkt und Sie sich Sorgen machen wegen der nächtlichen Heimfahrt, sollten Sie mit Ihrem Kind darüber reden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die mit dem Alkohol verbunden Gefahren und Risiken und suchen Sie gemeinsam nach Möglichkeiten, wie es sicher nach Hause kommen kann. Bezüglich Alkopops sollten Sie Ihr Kind auf den hohen Alkoholgehalt aufmerksam machen. Geben Sie unmissverständlich zu verstehen, dass Sie den regelmäßigen Alkoholkonsum nicht tolerieren.

 

 

 

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