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Polizei Bayern » PP München » Schützen und Vorbeugen » Beratung » Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen 08.03.2011, PP München Sicher unterwegs in Reisemobil und Caravan
![]() Die Polizei registriert vermehrt Fälle, bei denen innerhalb Deutschlands auf Rastanlagen und Autobahnparkplätzen die Insassen von Reisemobilen und Caravans überfallen, ausgeraubt oder bestohlen werden. Die Täter nutzen die Schlaf- und Ruhezeiten aus, um unbemerkt in das Fahrzeuginnere einzudringen und Wertsachen wie z.B. Bargeld, Scheck- und Kreditkarten, Schmuck, Handys, etc. zu entwenden. Sicherheit unterwegsSchloss und RiegelDie serienmäßigen Schlösser in den Aufbau- und Fahrerhaustüren bieten in der Regel Dieben wenig Widerstand. Zusatzschlösser an der Aufbautür und Sperren an den Fahrerhaustüren, die verhindern, dass die Knöpfe der Türverriegelung aus der Position gehoben werden, bringen mehr Sicherheit. Elektronische Überwachungs- und MeldeanlagenGrundsätzlich bestehen solche Systeme aus Sensoren, einer Steuerelektronik und den Alarmmeldern. WertdepotsSperren Sie Wertgegenstände in einem fest verankertem Wertbehältnis (Wohnmobiltresor) ein. Gepäckboxen, Motorrad und FahrräderDie serienmäßigen Schlösser an Gepäckboxen bieten potenziellen Dieben kaum Widerstand. Zusatzschlösser vermindern auch hier das Risiko, Opfer eines Diebstahls zu werden. AußenbeleuchtungEin brauchbares Abwehrmittel gegen Einbrecher kann eine Außenleuchte sein, wenn sie im richtigen Moment eingeschaltet wird. Sicheres Verhalten unterwegsSchlafplatzÜbernachten Sie nicht auf Autobahnrast- und –parkplätzen. Bedingt durch die Anonymität und den hohen Lärmpegel können potenzielle Täter unerkannt „arbeiten". Dies gilt auch für das kurze Nickerchen am Nachmittag. Mehrere Reisemobile und/oder Caravans auf einem Platz bringen nicht unbedingt mehr Schutz. CampingplatzEin Campingplatz ist ohne Zweifel der sicherste Ort für ein Reisemobil oder einen Caravan. Hier wird in der Regel kontrolliert, wer den Platz betritt. Die Nachbarn wissen wer zu einem Campingfahrzeug gehört und wer nicht. In der Hauptreisezeit patrouillieren nicht selten Ordnungskräfte zur Nachtzeit auf und um den Platz. WertsachenLassen Sie keine Wertgegenstände offen im Fahrerhaus oder im Wohnbereich liegen, sondern sperren Sie diese in ein Wertbehältnis ein. Türen, Fenster, Dachluken, AußenklappenSchließen Sie Ihr(e) Fahrzeug(e) grundsätzlich ab, auch wenn Sie Ihr Reisemobil, Ihr Zugfahrzeug oder Ihren Caravan nur kurz verlassen. MobiltelefonIn unvorhergesehenen und unübersichtlichen Situationen hilft gegen dreiste Straßenräuber ein gesundes Misstrauen. Mitunter wird eine Panne oder ein Unfall vorgetäuscht, um die überraschten Reisenden zum Anhalten zu bringen und dann zu bestehlen oder auszurauben. Führen Sie deswegen Ihr Handy griffbereit und eingeschaltet mit. Solche Täter reagieren allergisch auf Handys. Signalisieren Sie, dass Sie Hilfe anfordern beziehungsweise die Polizei verständigen. Waffen und ÄhnlichesVersuchen Sie nicht Ihr Reisemobil oder Ihr Gespann mit Waffengewalt zu verteidigen. Sie gefährden dadurch nicht nur sich selbst sondern auch andere unnötig. Schwachstellen am Reisemobil![]() Weitere Tipps für Reisemobil- und CaravanbenutzerBeim Übernachten auf unbewachten StellplätzenAufmerksame Stellplatznachbarn können Dieben das Leben schwer machen. Im Zweifelsfall lieber einmal mehr die Polizei anrufen.
Rastplatz- und/oder TankaufenthalteKontrollieren sie nach jedem Rastplatz- oder Tankaufenthalt die Reifen nach möglichem Druckverlust und Ihr(e) Fahrzeug(e) auf eventuelle Beschädigungen. Trickdiebe könnten Ihr Fahrzeug nämlich so manipulieren, dass Sie später bei der Weiterfahrt auf der Autobahn eine Panne haben. Vorsicht ist besonders dann geboten, wenn alsbald „freundliche Helfer“ in Er-scheinung treten. Während einer Sie in ein Gespräch verwickelt um Sie und Ihre Mitreisenden abzulenken, wird ein anderer (andere) versuchen Wertgegenstände aus dem häufig nicht ab-gesperrten Fahrzeug zu entwenden. Wertsachen/Bargeld"Die Täter sind in der Regel auf den schnellen Erfolg aus". Nur in Ausnahmefällen und bei passender Gelegenheit nehmen sich Einbrecher die Zeit, alle Schränke und weitere Behältnisse zu durchsuchen. Deswegen:
Wenn die Karte weg ist!Unter den folgenden Nummern können EC- und Kreditkarten gesperrt werden. Der Sperrnotruf*) ist täglich 24 Stunden erreichbar:
Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter www.sperr-notruf.de Hilfe beim deutschen Konsulat:Damit der Bestohlene Kontakt in die Heimat aufnehmen kann, wird ihm in der Regel Telefon, Faxgerät oder Computer zur Verfügung gestellt. Finanzielle Unterstützung gibt es nur in extremen Ausnahmefällen. Infobroschüre
Die Broschüre „Sicher unterwegs in Reisemobil und Caravan" kann auch als gedruckte Version, mit den Informationen zu weiteren „Tipps und Tricks“, nur gegen einen mit 1,45 € frankierten Rückumschlag (DIN A5) angefordert werden. Wenden Sie sich bitte an dasPolizeipräsidium München
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