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07.10.2009, PP München


Wiesnreport vom 30.09.2008

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Inhalt:

1425. Italiener überfallen

1426. Irakische Taschendiebe festgenommen

1427. Taschendieb festgenommen

1428. Soldat gibt sich als Mitarbeiter des Kreisverwaltungsreferats aus

1429. Randalierender Soldat

1430. Amerikanischer Tourist verletzt sich schwer





1425. Italiener überfallen
Ein 25-jähriger Italiener aus Venedig befand sich am Samstagabend, etwa um 21.50 Uhr, deutlich angetrunken auf dem Festgelände. Der Zustand des Italieners fiel vier jungen Burschen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren auf, die beschlossen, den Betrunkenen auszurauben. Ein 16-jähriger Karosseriebauer-Lehrling sprach den Italiener an und bat ihn um 20 Cent für ein Telefonat. Nachdem der hilfsbereite Wiesnbesucher seinen Geldbeutel aus der Hosentasche gezogen hatte, wurde er ihm von dem 16-Jährigen aus der Hand gerissen. Gleichzeitig schubste der Täter den Italiener so heftig, dass er zu Boden stürzte. Was der Dieb und seine Kumpels nicht wussten: Sie wurden bereits seit geraumer Zeit von Taschendiebfahndern der Wiesnwache observiert. Zwei der Täter konnten sofort, ein weiterer nach kurzer Flucht und der vierte Mittäter später in der elterlichen Wohnung festgenommen werden. Sie wurden zunächst in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht, dort vernommen und nach ihren Geständnissen den Eltern übergeben.


1426. Irakische Taschendiebe festgenommen
Gleich vier Festnahmen irakischer Taschendiebe konnten die Fahnder der Münchner Kripo am gestrigen Montag verzeichnen.
Zwischen 21.00 und 22.00 Uhr observierten die Taschendiebfahnder, mit Unterstützung rumänischer Kollegen, zwei Iraker im Alter von 22 und 23 Jahren, wie sie versuchten, einer Festwiesenbesucherin die abgestellte Handtasche zu entwenden. Kurze Zeit später versuchten die Beiden einer weiteren Frau die Geldbörse aus der Gesäßtasche zu ziehen. Daraufhin wurden die irakischen Taschendiebe durch die Fahnder festgenommen. Beide haben im Stadtgebiet München einen festen Wohnsitz und mussten nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder aus dem Gewahrsam entlassen werden.
Gegen 22.45 Uhr fiel den Fahndern in einem Festzelt auf, wie wiederum zwei Iraker auffällig durch die Reihen schlichen und sich intensiv für Taschen und abgelegte Bekleidungsgegenstände interessierten. Die Fahnder konnten beobachten, wie die beiden Täter im Alter von 37 und 43 Jahren eine Jacke, die unter einer Bierbank hing, an sich nahmen und in eine mitgeführte Tasche steckten. Daraufhin erfolgte noch vor Verlassen des Festzeltes ihre Festnahme. Beide Täter verfügen über einen festen Wohnsitz im Stadtgebiet von München und mussten deshalb nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen werden.


1427. Taschendieb festgenommen
Einer Gruppe uniformierter Polizeibeamter fiel am Sonntagnachmittag, 28.09.2008, gegen 17.30 Uhr, ein 38-jähriger lediger Mann aus Kaiserslautern auf, wie er versuchte, einem auf einer Grünfläche schlafenden Touristen Bargeld aus der Hosentasche zu ziehen. Die Beamten griffen sofort ein, konnten so eine Straftat verhindern und den Dieb vorläufig festnehmen.


1428. Soldat gibt sich als Mitarbeiter des Kreisverwaltungsreferats aus
Ein 21-jähriger deutscher Soldat geriet vor einigen Tagen mit einem Angestellten einer Wurstbraterei in Streit. Aus diesem Grund kam er am Montagabend, um 21.40 Uhr, zusammen mit einigen Freunden zurück und hielt sich hinter der Würstlbraterei auf. Dort traf er auf den Inhaber und behauptete diesem gegenüber, Mitarbeiter des Kreisverwaltungsreferats in München zu sein und jetzt Kontrollen durchzuführen. Auf weitere Nachfragen des Standbetreibers wies sich der Soldat dann mit einem echten Feldjägerausweis aus. Der Würstlstandbetreiber alarmierte die Polizei, die den erheblich alkoholisierten Soldaten zur Wiesnwache brachte. Dort wurde eine Anzeige wegen Amtsanmaßung erstellt und das Feldjägerdienstkommando von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt. Der 21-Jährige wurde nach einer Blutentnahme wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.


1429. Randalierender Soldat
Am gestrigen Montagabend wurde eine Einsatzgruppe der Wiesnwache zu einem Festzelt bestellt, da der dortige Ordnungsdienst um 19.45 Uhr eine „geisteskranke Person“ gestellt hatte. Vor Ort stellten die Beamten einen an Händen und Füßen gefesselten und völlig unsinnig umher-schreienden 22-jährigen Soldaten fest. Die Ordner gaben an, dass der Soldat im Biergarten randaliert hatte und dabei einen kompletten Biertisch samt vollen Maßkrügen umgeworfen hatte. Der Soldat wurde in Gewahrsam genommen und nach Lösung seiner Fußfesseln in Richtung Wiesnwache geleitet. Kurz vor dem Behördenhof ließ sich der 22-Jährige plötzlich nach hinten umfallen und meinte, dass fünf Polizeibeamte für ihn kein Problem seien und sie ihm die Handschellen öffnen sollten. Die Polizisten hoben den Soldaten wieder auf und gingen mit ihm weiter Richtung Behördenhof. Dort angekommen ließ sich der Mann erneut nach hinten fallen, diesmal jedoch in der Absicht, einen Fußtritt gegen den Kopf eines eingesetzten Polizisten anzubringen. Der Beamte jedoch konnte ausweichen. Immer noch an Händen gefesselt, versuchte der Soldat nun davon zu robben, nicht ohne ständig nach den Beamten zu treten. Der Fluchtversuch war selbstverständlich schnell vorbei und der 21-Jährige, der mit etwa 2 Promille erheblich alkoholisiert war, wurde doch noch ausgenüchtert. Das Feldjägerdienst-kommando wurde auch in diesem Fall verständigt


1430. Amerikanischer Tourist verletzt sich schwer
Ein 62-jähriger Amerikaner aus Florida trank am Montag, 29.09.2008, eineinhalb Maß Bier und beschloss anschließend, gegen 14.30 Uhr, mit dem Toboggan zu fahren. Die angebotene Hilfestellung beim Hinauffahren lehnte der Tourist ab. Direkt beim Betreten des Laufbandes kam der Fahrgast zu Sturz und erhielt Unterstützung durch einen Angestellten, der den am Hosenboden sitzenden Amerikaner beim Hinauffahren am Rücken stützte. Kurz vor Ende des Laufbandes spreizte sich der 62-Jährige plötzlich mit beiden Beinen am Rand des Fahrgeschäftes ein, da er, laut eigenen Angaben, bremsen wollte. Bei diesem Manöver brach sich der 62-Jährige beide Sprunggelenke. Er musste in eine Münchner Klinik eingeliefert werden. Überprüfungen am Fahrgeschäft ergaben, dass keinerlei technische Mängel vorlagen. Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Folge ist die Verletzung ausschließlich auf das Fehlverhalten des Fahrgastes zurückzuführen.


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