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Polizei Bayern » PP München » Aktuelles » Presse » Fallbegleitende Pressemeldungen 16.04.2012, PP München Wiesnreport vom 07.10.2007
1592. Italiener verteidigt gestohlene Hüte mit Messer 1592. Italiener verteidigt gestohlene Hüte mit Messer
Am Sa., 06.10.2007, entwendete in einem Festzelt ein 21-jähriger Italiener bei einem Hutverkäufer zwei Hüte. Der Verkäufer und ein unbeteiligter Besucher wollten den Dieb zur Rede stellen und ihm die Hüte wieder abnehmen. Daraufhin zog der Italiener ein Taschenmesser aus seiner Hose und hielt es aufgeklappt in Richtung der beiden Männer, um sich so seine Beute zu sichern. Beim Weglaufen wurde er jedoch vom Ordnungsdienst überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der italienische Dieb wird nun dem Haftrichter zur Klärung der Haftfrage überstellt. 1593. Festbesucherin von Italiener belästigt
Éin 21-jähriger Deutscher aus Reutlingen befand sich am Sa., 06.10.2007, gegen 14.30 Uhr, zusammen mit seiner 20-jährigen Freundin in einem Festzelt. Dort griff im Gedränge ein 20-jähriger Italiener der jungen Frau in den Schritt. Als dieser vom Freund der belästigten Frau zur Rede gestellt wurde, versetzte ihm der Italiener einen Kopfstoß und schlug ihm des weiteren mit der Faust ins Gesicht. Der aggressive Italiener wurde festgenommen und zur Wiesn-Wache gebracht. Bei seiner Durchsuchung wurde ein Tütchen mit Marihuana gefunden. Ein Alko-Test ergab bei ihm einen Wert von knapp 1 Promille. Nach der Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 700 € wurde er wieder aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. 1594. Drei griechische Taschendiebe festgenommen
Am Sa., 06.10.2007, beobachteten die Münchner Taschendiebfahnder gegen 22.00 Uhr einen 30-jährigen Griechen, der einem am Hügel schlafenden italienischen Touristen in die rechte Jackentasche fasste. Allerdings konnte er dort nichts Brauchbares finden. Der verhinderte Taschendieb und seine beiden 35 und 47 Jahre alten Begleiter, die während der Tat Schmiere gestanden waren, wurden noch vor Ort festgenommen. 1595. Österreicher zeigt Hitlergruß
Am Sa., 06.10.2007, geriet gegen 19.00 Uhr, in der einer Festhalle ein 16-jähriger, in München wohnender Österreicher mit einem Schwarzafrikaner in Streit. Dies gipfelte darin, dass sich der Österreicher vor dem Festbesucher aufbaute, den Hitlergruß zeigte und „Heil Hitler“ rief. Der Österreicher wurde noch vor Ort festgenommen und zur Wies’n-Wache gebracht. Dort wurde bei ihm des weiteren eine gefälschte österreichische Mopedbescheinigung aufgefunden. Der alkoholisierte junge Mann wurde nach einer Blutentnahme und seiner Vernehmung wieder aus dem polizeilichem Gewahrsam entlassen. Das Staatsschutzdezernat wird sich nun näher mit dem 16-Jährigen befassen. 1596. Festbesucher seines Handys beraubt
Am Fr., 05.10.2007, besuchte ein 41-jähriger selbständiger Deutscher aus Velbert zusammen mit seinem Kegelclub das Oktoberfest. Gegen 20.30 Uhr wollte er von der Wirtsbudenstraße aus seine Freundin anrufen. Dort erhielt er plötzlich von einem Unbekannten einen Schlag ins Gesicht. Dieser riss ihm anschließend das Handy aus der rechten Hand und flüchtete damit zusammen mit einem weiteren bislang unbekannten Mann. Der Beraubte versuchte noch das Duo zu verfolgen, konnte jedoch nur einen einholen. Dieser schubste ihn daraufhin zu Boden und konnte ebenfalls flüchten. Personenbeschreibung: Beide Männer waren etwa 180 cm groß, hatten eine schlanke Figur, mittelblonde Haare, trugen keinen Bart oder Brillen. Einer der beiden Männer sprach akzentfreies Hochdeutsch. Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 212, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 1597. Ungarischer Tourist seines Geldbeutels beraubt
Am Fr., 05.10.2007, verließ ein 23-jähriger Ungar kurzzeitig ein Festzelt, um frische Luft zu schnappen. Dazu setzte er sich auf den Hügel hinter dem Zelt. Gegen 16.50 Uhr wurde er dort von einem bislang unbekannten Mann angesprochen. Da er den Unbekannten jedoch nicht verstand, stand er auf, um zurück ins Zelt zu gehen. Dabei zog der Unbekannte ein Messer und machte dem Ungarn unmissverständlich deutlich, dass er seinen Geldbeutel haben wolle. Nun bemerkte der Ungar einen zweiten Mann, der hinter dem Messerträger Schmiere stand. Durch die bedrohliche Situation eingeschüchtert warf der Ungar seine Geldbörse mit ca. 150 € Inhalt zu Boden und flüchtete. Auf der Wies’n-Wache zeigte er den Vorfall anschließend an. Personenbeschreibung: Täter (Messerträger): Männlich., ca. 20 – 25 Jahre alt, ca. 170 – 175 cm groß, schlank, kurze dunkle Haare, ohne Brille und Bart. Bekleidet war er mit einer Jeans und vermutlich mit einem roten Oberteil. Täter: Männlich., ca. 170 – 175 cm groß, schlank, kurze dunkle Haare Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 212, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 1598. Taschendiebfahnder nehmen Jackendiebe fest
Am Sa., 06.10.2007, fielen zwei Taschendiebfahndern der Münchner Polizei zwei Männer auf, die beim Verlassen eines Bierzeltes gegen 23.00 Uhr jeweils eine Jacke unter den Armen hielten, obwohl sie selbst schon mit Jacken bekleidet waren. Nachdem einer dieser Männer außerhalb des Bierzeltes die unter seinem Arm mitgeführte Jacke durchsucht hatte, wurden die beiden Wies’n-Besucher von den Taschendiebfahndern angehalten und kontrolliert. Bei dieser Kontrolle wurden in einer der zwei Jacken Kontoauszüge eines nicht bekannten Mannes aufgefunden. Aufgrund dieses Umstandes bestand der Verdacht, dass die beiden angehaltenen Wies’n-Besucher die mitgeführten Jacken im vorher verlassenen Bierzelt entwendet hatten. Daher wurden sie vorläufig festgenommen. Bei einem der Jackendiebe handelt es sich um einen 28-jährigen Bauhilfsarbeiter aus Pasing. Dieser wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder aus der Haft entlassen. Sein 29-jähriger marokkanischer Mittäter wird zur Lösung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt, da er im Bundesgebiet keinen festen Wohnsitz hat. 1599. Zwei rumänische Schausteller nach dem Verdacht der Vergewaltigung festgenommen
Eine 16-jährige Schülerin aus Rosenheim lernte zusammen mit ihrer Freundin auf dem Rosenheimer Herbstfest mehrere Schaustellergehilfen kennen. Um diese wieder zu treffen, reisten die beiden Mädchen zum Wies’n-Aufbau nach München. Hierbei lernten sie am 21.09.2007 auf der Theresienwiese zwei weitere rumänische Schausteller von einer benachbarten Geisterbahn kennen. Gegen 20.00 Uhr legte einer der Beiden, ein 25-jährige Rumäne seinen Arm fest um die Schultern der jungen Frau und schob sie gegen ihren Willen in seinen Wohnwagen. Dort versperrte er von innen die Tür und verlangte von der eingeschüchterten Frau den Geschlechtsverkehr. Dabei berührte er sie gegen ihren Willen an den Brüsten und drückte sie auf das Bett. Aufgrund der Gegenwehr der jungen Frau ließ er jedoch von ihr ab. Nachdem der 25-jährige den Wohnwagen verlassen hatte, kam nun der 33-jährige rumänische Schausteller in den Wohnwagen. Dieser zwang die junge Frau zum Oralverkehr und führte anschließend gegen ihren Willen den Geschlechtsverkehr aus. Am Abend des 02.10.2007 traf die Schülerin nach Wies’n Schluss zufällig erneut auf ihren Vergewaltiger. Auch dieses Mal forderte der 33-Jährige die Schülerin auf, mit in den Wohnwagen zu kommen. Als sie nicht wollte, packte er sie und zog sie erneut in den Wohnwagen. Dort kam es in den frühen Morgenstunden erneut gegen den erklärten Willen der Schülerin zum Geschlechtsverkehr. Am Freitag, 05.10.2007, begab sich die 16-jährige zusammen mit ihrer Mutter in Rosenheim zur Polizei, um die Vorfälle anzuzeigen. Zuvor hatte sich die Schülerin ihrer Freundin anvertraut. Die beiden Rumänen wurden daraufhin von der Münchner Kriminalpolizei an ihrer Arbeitsstelle festgenommen und der Haftanstalt überstellt. Dort stellte der Staatsanwalt Antrag auf Haftbefehl. 1600. Zwei Angestellte eines Festzeltes der Tageseinnahmen beraubt Ein 57-jähriger österreichischer Gastronom ist zusammen mit seinem 24-jährigen Sohn, einem Studenten, während der Wies’n-Zeit für eine Bar in einem der großen Festzelte des Oktoberfestes verantwortlich. Während der Wies’n haben die Beiden sich in der Innenstadt eine kleine Wohnung angemietet. Am Sonntag, 07.10.2007, nahmen die Männer gegen 03.45 Uhr die Tageseinnahmen mit in ihre Unterkunft. Dort stellten sie fest, dass die Wohnungstür nicht mehr ordnungsgemäß funktionierte. Jedoch gelang es ihnen, die Tür zu öffnen. Als sie in die Wohnung traten, standen ihnen zwei mit Sturmmasken maskierte Männer gegenüber. Diese bedrohten die Wohnungsinhaber mit Schusswaffen und forderten in deutscher Sprache mit ausländischem Akzent die Herausgabe des mitgeführten Rucksackes. Nachdem der Vater den Rucksack, in dem sich das Bargeld und ein Fahrzeugschlüssel befanden, übergeben hatte, schlugen die beiden Männer auf die Geschädigten mit ihren Waffen ein. Hierbei erlitten sie Verletzungen im Kopfbereich und mussten zur ärztlichen Behandlung in ein Münchner Krankenhaus gebracht werden. Bei der Tatortaufnahme durch die Münchner Kriminalpolizei konnte festgestellt werden, dass die beiden Räuber im Vorfeld in die Wohnung eingebrochen waren und diese durchsucht hatten, während sie auf die Heimkehr der Männer warteten. Aus der Wohnung entwendeten die bislang unbekannten Täter des Weiteren zwei Laptops. Der Wert der entwendeten Beute wird auf mehrere 10.000 Euro beziffert. Täterbeschreibung: Die beiden Männer waren ca. 175 cm groß, schlank (fast schon hager), sprachen deutsch mit ausländischem Akzent und waren mit Sturmhauben, in der die Augenpartie frei war, maskiert. Die Männer trugen ansonsten dunkle Kleidung und waren mit schwarzen Pistolen oder Revolvern bewaffnet. Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 212, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 1601. Abschlussbilanz der Wiesn 2007
Das „größte Volksfest der Welt“ stellt jährlich eine beachtliche Herausforderung für die Polizei dar. Beim 174. Oktoberfest sorgten wieder mehr als 300 Beamte der Wiesn-Wache für die Sicherheit der Besucher und Beschäftigten. Dass dieser personelle Aufwand gerechtfertigt und notwendig ist, zeigt die Bilanz für 2007. Einsatzzahlen und Festnahmen auf der Wiesn gingen nach oben, aber auch die Einsätze im Umfeld der Wiesn führten zu einer deutlichen Belastungssteigerung der Münchner Polizei insgesamt. Die Vorfälle mit Wiesn-Bezug, insbesondere in den Nachstunden, steigen um durchschnittlich ein Drittel, an den Wochenenden verdoppelten sich die Einsätze nahezu. Gemessen an den etwa sechs Millionen Besuchern und dem Faktor Alkohol ist die Polizei mit dem Verlauf dennoch zufrieden. Es ist uns dieses Jahr trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gelungen, die Wiesn für Personal und Gäste aufgrund der rückläufigen Deliktszahlen ein Stück sicherer zu machen. Im einzelnen stellt sich die Bilanz folgendermaßen dar: Die Einsätze der Wiesn-Wache stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 13 %. Dabei muss erwähnt werden, dass das 174. Oktoberfest um zwei Tage kürzer war als die Wiesn 2006. In diesem Jahr rückte die Polizei zu 1779 Einsätzen aus, im vergangenen Jahr waren es 1571 Einsätze. Den arbeitsreichsten Tag seit Aufzeichnung der Wiesn-Statistik hatte die Polizei am gestrigen Samstag. Knapp 250 Einsätze wurden von den Wiesn-Trupps erledigt, dabei nahmen sie etwas mehr als 100 Personen fest. Eine Häufung der Einsätze am letzten Wiesn-Samstag ist jedes Jahr festzustellen, in diesem Jahr hat das schöne Wetter und die hohe Besucherzahl diesen Trend offensichtlich verstärkt. Am öftesten wurde die Polizei 2007 wegen einfacher Diebstähle gerufen, gefolgt von den Taschendieb-stahlsdelikten. An dritter Stelle liegen die Körperver-letzungsdelikte. Die Freiheitsentziehungen stiegen, ebenso wie die Einsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr (13 % mehr Einsätze bzw. 12 % mehr Freiheitsentziehungen). Die Gesamtzahl der bekannt gewordenen Straftaten liegt bei 1109, das sind um 12 Prozent weniger (1254 Fälle) als im Vorjahr. Diese Tendenz ist sehr erfreulich, allerdings darf dabei nicht unerwähnt bleiben, dass sich das Deliktsaufkommen auf der Wiesn seit Jahren auf hohem Niveau bewegt. Ein versuchtes Tötungsdelikt ereignete sich am 01.10.2007 in einer Gaststätte in der Nähe des Oktoberfestes (siehe Pressebericht vom 01.10.2007, Ziffer 1539). Nach dem Besuch des Oktoberfestes wurde ein italienischer Student von zunächst unbekannten Männern in der Gaststätte niedergestochen und dabei lebensgefährlich verletzt. Mittlerweile gelang es der Münchner Mordkommission und Beamten der Zielfahndung die beiden Täter in Italien zu ermitteln und festzunehmen (siehe heutiger Pressebericht Ziffer 1587). Dieser Einsatzerfolg ist außergewöhnlich, da sowohl Täter als auch Opfer Touristen waren und die Kriminalpolizei aufgrund fehlender Ermittlungsansätze zunächst vor einer kaum lösbaren Aufgabe standen. Bei den Raubdelikten musste eine leichte Steigerung festgestellt werden. Waren es im Vorjahr noch 12 Straftaten, die sich auf dem Oktoberfest ereigneten, wurden in diesem Jahr insgesamt 13 Taten gezählt. Auch bei den Sexualstraftaten musste ein leichtes Plus registriert werden. Es wurden 2007 sechs Vergewaltigungen auf dem Oktoberfest (2006: 2 Vergewaltigungen) und drei mit Wiesn-Bezug, also auf dem Nachhauseweg angezeigt. Die Zahl der sonstigen Sexualdelikte, wie Busengrapschen oder Fotografieren unter den Rock, liegt bei 27, dabei konnten in 19 Fällen die Täter festgenommen werden. Die Körperverletzungsdelikte haben sich kaum verändert (2007: 259; 2006: 260). Allerdings waren davon nahezu 41% gefährliche Körperverletzungen (Rückgang zu 2006 um 12%), die unter erschwerten Bedingungen, wie dem Verwenden von Maßkrügen oder anderen Gegenständen, begangen wurden. Die erfreulichste Entwicklung ist bei den Diebstählen festzustellen. Hier gibt es einen deutlichen Rückgang von 25%, waren es im Vorjahr noch 599 Fälle, sind es dieses Jahr 451 Delikte. Auch die Anzahl der angezeigten Taschendiebstähle ging deutlich zurück (351 Fälle 2007; 452 Fälle 2006). Dabei konnten aber vier Taschendiebe mehr als im Vorjahr festgenommen werden. Daran haben wesentlich die eingesetzten Taschendiebfahnder beigetragen, die dieses Jahr von Beamten der Bundespolizei und Fahndern aus der Schweiz und Rumänien Unterstützung erhielten. Auch Aufklärungskampanien im Vorfeld durch die Polizei und wiederkehrende Durchsagen an den U-Bahnstationen haben offensichtlich dazu geführt, dass die Besucher besser auf ihre Wertsachen achten. Neben ausländischen Kriminalbeamten erhielten die Beamten der Wiesn-Wache auch Unterstützung von uniformierten italienischen (Bozen) und schweizer Beamten (Zürich). Ihr Einsatz diente in erster Linie der Deeskalation, insbesondere bei ihren Landsleuten. Aufgrund der Sprachkenntnisse konnten viele kleinere Probleme unmittelbar vor Ort gelöst werden. Die Videoüberwachung ist seit vielen Jahren ein wichtiger Mosaikstein für die erfolgreiche Polizeiarbeit auf dem Oktoberfest. Auch heuer wurden 77 Einsätze von den Beamten an den Kameras unterstützt, in 20 Fällen gelang aufgrund der Beobachtungen die Festnahmen von Betäubungsmittelkonsumenten oder Kleindealern. Auch die Bundespolizei unterstützte wie in den vergangenen Jahren die Arbeit der Wiesn-Wache. Sie hatte ihren polizeilichen Schwerpunkt im und rund um den Hauptbahnhof und der S-Bahn-Stammstrecke, dort insbesondere den Haltepunkt Hackerbrücke. Augrund des regen Besucherstroms zur und von der Festwiesn musste an Wochenenden zeitweise die Durchfahrt von S-Bahnen am Haltepunkt Hackerbrücke angeordnet werden. Bundespolizisten erhielten an den Wochenenden ebenfalls Unterstützung durch vier italienische Kollegen. Daneben waren „trinationale Streifen“, bestehend aus österreichischen, italienischen und deutschen Polizisten, während der Wiesn-Zeit zwischen Bozen und München unterwegs. Ein besonderes Augenmerk hatte die Münchner Polizei während der 16 Wiesn-Tage auch auf die Kraftfahrer gelegt. Knapp 30.000 Verkehrsteilnehmer wurden kontrolliert. Trotz dieser angekündigten Alkoholkontrollen musste die Polizei mehr Führerscheine sicherstellen und Fahrverbote wegen Trunkenheit beantragen als letztes Jahr. Viele Kraftfahrer, die sich alkoholisiert ans Steuer setzen, hofften offenbar immer noch darauf, nicht erwischt zu werden. Eine trügerische Hoffnung, wie unsere Statistik zeigt. Es wurden über 40% mehr Fahrten unter Alkoholeinfluss registriert, bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden musste die Polizei eine Steigerung um nahezu 30% feststellen. Nicht nur beim Autofahren gilt das Motto „Finger weg von Alkohol und Drogen“, auch andere Verkehrsteilnehmer sollten die Gefahren von berauschenden Mitteln nicht unterschätzen. So musste die Polizei registrieren, dass mehrere Radfahrer aufgrund ihrer starken Alkoholisierung ohne Fremdeinwirkung stürzten und sich dabei schwer verletzten. Auch betrunkene Fußgänger wurden in Verkehrsunfälle verwickelt und kamen zu Schaden. Herauszustellen ist dabei ein Verkehrsunfall am 04.10.2007 im Umfeld der Wiesn, bei dem ein betrunkener Wiesnheimkehrer ohne auf den Verkehr zu achten auf die Fahrbahn trat und trotz Vollbremsung von einem Pkw erfasst wurde. Dabei erlitt der Fußgänger einen Schädelbasisbruch.
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