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Die Münchner Polizei auf dem Oktoberfest 2004
Wiesnbilanz
Die Wiesn 2004 zählte nach Angaben des Fremdenverkehrsamtes wieder rund sechs Millionen Besucher. Besonders an den Wochenenden war das Oktoberfest ein Magnet für Gäste aus Nah und Fern.
Auch heuer war die Münchner Polizei stark gefordert um die Sicherheit auf dem Oktoberfest zu gewährleisten. Insgesamt sorgten cirka 300 Polizei- und Kriminalbeamte der Wiesnwache und etwa 150 Zusatzkräfte im Umfeld für den Schutz der Gäste. In den ersten 15 Tagen wurden 1708 Einsätze erledigt. Die Beamten der Wiesnwache bearbeiteten 1412 Anzeigen, gaben unzählige Male Auskünfte und leisteten in vielen Fällen Hilfe.
Das neu errichtete Servicecenter hat sich aus Sicht der eingesetzten Kräfte sehr gut bewährt. Die wesentlich verbesserten Arbeitsbedingungen haben zu einer stärkeren Arbeitszufriedenheit bei den Beamten aber auch zu einer entspannteren Atmosphäre und geringeren Belastung bei den Anzeigeerstattern beigetragen. Die Haftsachen- und Anzeigenbearbeitung konnten zum einen durch bauliche Verbesserungen (im Hinblick zu den früheren Containerbauten), zum andern aber auch durch modifizierte Arbeitsabläufe erheblich gestrafft werden. Dies führte letztendlich dazu, dass die Präsenz der Polizei auf dem Oktoberfest noch gesteigert werden konnte. Die Einsatztrupps waren wegen der kürzeren Verweildauer auf der Wache schneller wieder auf Streife unterwegs.
Polizei und Ordnungsbehörden hatten das Thema: "Alkohol und Jugendliche" besonders in den Mittelpunkt ihres Interesses gestellt. Eine gute Vorfeldarbeit mit den beteiligten Behörden und Wirten sowie der konsequenten Überwachung durch Polizei, Ordnungsdienste und Bedienungen hat zu einer deutlichen Beruhigung des Phänomens der betrunkenen Jugendlichen geführt. Das zeigen auch die Zahlen des BRK, die heuer weit weniger Jugendliche behandeln und ausnüchtern mussten.
Die Polizei hatte auch heuer wieder ein besonderes Auge auf Drogenkonsumenten und Drogenhändler. Erfreulich ist, dass offensichtlich weniger - vor allem Jugendliche und heranwachsende Besucher - zu illegalen Drogen griffen. Besonders geschulte Zivilbeamte nahmen neben uniformierten Einsatzkräften in diesem Deliktsbereich 207 Personen fest und brachten sie wegen Betäubungsmittelkonsums zur Anzeige.
Besonders erfreulich hat sich die Entwicklung bei den Taschendiebstählen gezeigt. Offensichtlich haben doch einige Besucher die Ratschläge der Polizei beherzigt und besonders auf ihre mitgeführten Taschen geachtet. Mit 508 angezeigten Diebstählen verzeichneten wir 20 Taschendiebstähle weniger als im Vorjahr, dafür stieg die Anzahl der Festgenommenen von 22 auf 35.
Die Körperverletzungsdelikten bereiteten der Polizei auch heuer wieder sehr viel Arbeit. Besonders an den Wochenenden waren aufgrund der hohen Besucherzahlen und der häufig schon früh geschlossenen Bierzelte Konflikte vorprogrammiert. Die Ordnungskräfte in den Bierzelten leisten aus der Sicht der Polizei fast überall professionelle Arbeit. Die Kooperation mit ihnen und den Festwirten verlief reibungslos.
Bei den Sexualstraftaten wurden dieses Jahr 4 Vergewaltigungen (mit drei Täterfestnahmen) und 9 sexuelle Belästigungen (mit sechs Täterfestnahmen) angezeigt. Das Kommissariat 314 hat seine Aufklärungsaktion dieses Jahr vorgesetzt. Insgesamt wurden 14.000 Plakate auf den Damentoiletten und an anderen Örtlichkeiten angebracht, die den Frauen mit Tipps und Ratschlägen helfen wollen, um nicht Opfer von Sexualstraftaten zu werden.
Dieses Jahr wurden verteilt über das Oktoberfest insgesamt 12 Videokameras installiert. Die Beamtinnen und Beamten an den Monitoren konnten auch 2004 eine große Zahl von Straftaten verhindern bzw. die Festnahme von Straftätern veranlassen. Besonders im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität, des Taschendiebstahls und der gefährlichen Körperverletzung hat sich der Einsatz der Videokameras bestens bewährt.
Wiesnwachleiter POR Gerhard Bayer lobte vor allen Dingen die Einstellung und hohe Motivation seiner Mitarbeiter. Das zum Teil nasskalte Wetter lies die Einsatzkräfte "kalt", es gab trotz vieler Erkältungen keine krankheitsbedingten Ausfälle. Nur ein Beamter musste wegen einer Verletzung beim Einsatz dem Dienst fern bleiben. Insgesamt wurden an den 16 Tagen elf Beamte verletzt.
Den bisher einsatzstärksten Tag gab es am vorletzten Wiesn-Tag. Mit 250 Einsätzen war es der arbeitsreichste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen. Auf dem übervollen Oktoberfest, war die Stimmung bei den Besuchern sehr gereizt. Es kam zu zahlreichen Körperverletzungen und Schlägereien mehrmals gingen die Menschen mit Maßkrügen aufeinander los. Insgesamt kam es zu über 100 Festnahmen.
Ein Gefangener der Wiesnwache entwickelte Bärenkräfte. Während er in der Zelle untergebracht war, versuchte er zu fliehen, indem er die Gitterstäbe verbog. Durch die so entstandene Lücke schlüpften zwei der Zelleninsassen, die jedoch gleich wieder festgesetzt wurden. Die Oktoberfestwache der Feuerwehr half mit technischem Gerät. Ein elektrischer Rettungsspreizer brachte die Gitterstäbe wieder in die ursprüngliche Position.
| Polizeiliche Tätigkeiten / Einsätze | 2004 | 2003 |
|
Gesamt |
1708 |
1581 |
|
Festnahmen |
695 |
613 |
Verkehrsstatistik
| Statistik vom 18.09. bis 30.09.2004 | 2004 | 2003 |
|
Alkoholdelikte mit Unfallfolgen |
31 |
31 |
|
Alkoholdelikte ohne Unfallfolgen |
418 |
437 |
|
Blutentnahmen |
334 |
299 |
|
Feststellungen des Atemalkohols |
183 |
239 |
|
Führerscheinsicherstellungen |
517 |
538 |
|
Kontrollierte Verkehrsteilnehmer |
24.119 |
20.117 |
|
Abschleppungen im Bereich des Oktoberfestes |
744 |
732 |
Wiesnreport vom Samstag, 18.09.2004
Der erste Wiesnreport erscheint am Sonntag, 19.09.04
Wiesnreport vom Sonntag, 19.09.2004
Ansturm auf "stilles Örtchen" im "Winzerer Fähndl"
Zwei Stunden nach Ausschank der ersten Maß erlebte das Damen-WC des "Winzerer Fähndl" einen ersten Großansturm. Durch die baulichen Gegebenheiten und die noch fehlende Kenntnis des neuen Ordnungsdienstes konnten jedoch die schon "Erleichterten" nicht mehr aus dem WC-Bereich. Denn die Personen, welche dringend hinein hätten müssen, blockierten die Zugänge. Es kam zum Gedränge und die Wiesnwache erreichten aus den Getümmel die ersten Notrufe. Die gerufenen Einsatzgruppen konnten die Situation bereinigen und es wurde kurzfristig eine Einbahnregelung eingerichtet. Hier wurde auf die polizeiliche Erfahrung bei Verkehrsreglungen zurückgegriffen. Es wurde niemand verletzt, ob es nasse Hosen gab ist uns nicht bekannt. Der Ordnungsdienst des Festzeltes übernahm später, beschult, die Lenkung der Besucherströme.
Betriebsstörung bei Achterbahn
Kurz nach Betriebsbeginn kam es zu einem technischen Defekt bei dem o.g. Schaustellergeschäft. Beim Auslaufen bzw. Abbremsen einer besetzten Gondel brach eine Achse. Personen kamen nicht zu Schaden. Der verständigte TÜV und die Lokalbaukommission sperrten sofort das Fahrgeschäft. Nach nochmaligen umfangreichen technischen Kontrollen konnte der Fahrbetrieb gegen 18.00 h wieder frei gegeben werden.
Amerikaner stürzt ohne Fremdeinwirkung von Brücke
Um 18.40 Uhr wurde eine 41-jährige männliche Person aus dem Gleisbereich unter der Hackerbrücke gerettet. Der vom Oktoberfest kommende Amerikaner war laut einer Zeugin erkennbar betrunken. Er turnte zuerst auf dem Brückengeländer herum, dann sprang er auf die Maschendrahtababtrennung zur Oberleitung. Anschließend hängte er sich mit beiden Armen an dieses Gitter und stürzte dann ohne jede Fremdeinwirkung ab. Der aus Oklahoma stammende Mann erlitt eine offenen Armfraktur und wurde in ein Münchner Krankenhaus gebracht.
Maßkrugwurf nach Beziehungsstreit
Nach einem Beziehungsstreit mit ihrem Lebensgefährten warf eine 31-jährige Deutsche einen Maßkrug von der Empore eines Bierzeltes in die Menschenmenge. Dabei wurde eine 21-jährige Deutsche am Hinterkopf getroffen und verletzt. Sie wurde in ein Münchner Krankenhaus gebracht und stationär behandelt. Die Täterin konnte festgenommen werden. Bei ihr wurde ein Promillegehalt von 2,4 Promille festgestellt.
Exer festgenommen
Ein in Moskau geborener 40-jähriger amerikanischer Staatsbürger versuchte auf dem Oktoberfest Frauen zu finden, welchen er per Zettel anbot sich vor ihnen zu entblößen.Da keine der Frauen auf sein Angebot einging, zeigte er sein Geschlechtsteil und ging mit eindeutigen Hüftbewegungen auf Passanten zu. Nachdem er einer Frau hinterherlief und sie aufforderte ihn zu betrachten, konnten Einsatzkräfte der Wiesnwache den Täter noch am Tatort festnehmen.Er wird dem Haftrichter des PP München vorgeführt werden.
Zwei Österreicher suchen sich die falschen Opfer aus
Am Samstag, den 18.09.04, gegen 23.10 Uhr, bestreiften Zivilbeamte der Wiesnwache den Randbereich des Münchner Oktoberfestes. Dabei bemerkten sie, wie zwei Männer sich auffällig "liebevoll" um schlafende Betrunkene auf den angrenzenden Wiesen "kümmerten". Die beiden Männer setzten sich jeweils neben die Schlafenden, betasteten sie und öffneten deren Taschen. Da die Betrunkenen durch die Berührungen jeweils aufwachten, konnten die beiden Österreicher keine Beute machen. Das letzte "Opfer" sollte einer der beobachtenden Polizeibeamten sein. Er hatte sich auf eine Parkbank gesetzt und schlafend gestellt. Die beiden Österreicher traten an den Polizeibeamten heran, öffneten den Reißverschluss seiner Bauchtasche und versuchten, verschiedene Gegenstände herauszunehmen. Verständlicherweise blieb auch dieser Versuch erfolglos, denn der Polizeibeamte und sein Kollege nahmen die beide Österreicher fest und verbrachten sie erst mal zur Wiesnwache. Die beiden verhinderten Diebe werden nun heute dem Ermittlungsrichter beim Polizeipräsidium München vorgeführt.
Wiesnreport vom Montag, 20.09.2004
Polnisches Taschendiebpärchen festgenommen
Am gestrigen Sonntag hielt sich ein 29-jähriger Münchner in einem Festzelt auf der Wiesn auf, als ihm ein Pärchen entgegenkam. Anstatt an ihm vorbeizugehen, blieben sie direkt vor ihm stehen und die Frau trat einen Schritt auf den Geschädigten zu. Sie lächelte ihn dabei an und machte sich an seiner Hosentasche zu schaffen, was der Bauingenieur jedoch bemerkte. Die 31-jährige Beschuldigte versuchte ihre Tat mit einem großen Filzhut, den sie vor ihren Körper hielt, zu verdecken. Als der Bestohlene den Hut zur Seite schob, bekam er mit, dass ihm bereits der Geldbeutel aus der Hosentasche gezogen worden war. Noch im Festzelt konnte die Polin und ihr 25-jähriger Landsmann festgenommen werden. Sie werden dem Ermittlungsrichter im Polizei-präsidium München vorgeführt.
Rentner verstirbt auf dem Oktoberfest
Ein 70-jähriger verwitweter Münchner saß gestern Nachmittag, um 16.50 Uhr, allein an einem Tisch in einem Biergarten auf der Wiesn. Plötzlich brach er zusammen und fiel leblos von der Bank. Ein vorbeikommender Gast verständigte sofort den Notarzt und leistete Erste Hilfe. Der alarmierte Arzt konnte leider nur noch den Tod des 70-Jährigen feststellen. Ein Fremdverschulden ist definitiv auszuschließen. Die genaue Todesursache wird durch eine Obduktion ermittelt.
Vergewaltigung durch italienischen Touristen
Zivilkräfte der Festwiesn-Wache wurden am Sonntag, 19.09.2004, gegen 22.20 Uhr, auf einen 26-jährigen italienischen Touristen aufmerksam, der am Hügel hinter den Festzelten versuchte, sich Frauen zu nähern. Der Italiener legte sich neben eine 23-jährige australische Touristin, die am Hang schlief. Die Beamten konnten weiter beobachten, wie der Täter die Hose der jungen Frau öffnete und mit der Hand hineingriff. Daraufhin nahmen die Polizisten den 26-Jährigen sofort fest. Die 23-jährige Australierin, die erheblich angetrunken war, hatte vom Vorfall nichts bemerkt bzw. dachte, sie würde von ihrem Freund berührt. Dieser befand sich jedoch zur Tatzeit nicht neben der Geschädigten, da er infolge Trunkenheit den Hang hinuntergerollt und dort eingeschlafen war. Der 26-jährige italienische Tourist räumte gegenüber einem Dolmetscher die Tat ein und teilte mit, dass er von den einschreitenden Beamten an der weiteren Ausübung der Tat gehindert wurde. Der Italiener wurde nach Blutentnahme der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt.
Zwei jugendliche Taschendiebe durch Video festgestellt
Den Videobeobachtern der Wiesn-Wache fiel am Sonntag, 19.09.2004, gegen 21.50 Uhr, eine Gruppe von fünf Personen auf, die von der Theresienhöhe den Hang Richtung Festzelte nach unten ging. Zwei von ihnen schauten verdächtig nach schlafenden Wiesn-Besuchern. An der Anlieferstraße West angekommen, begaben sich ein 15-jähriger Jugoslawe aus München und ein 17-jähriger Mazedonier aus München kurz darauf zu einem schlafenden 27-jährigen australischen Touristen. Sie legten sich neben ihn, öffneten dessen Gürteltasche und griffen hinein. Sofort hinzugerufene Einsatzkräfte der Wiesn-Wache konnten die Täter noch am Tatort festnehmen. Der 27-jährige Geschädigte hatte aufgrund seiner Alkoholisierung von der Tat nichts mitbekommen und wurde erst von den eingesetzten Beamten informiert. Laut seinen Angaben wurde nichts entwendet.Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden die Beschuldigten ihren Eltern überstellt. Den drei anderen Mitgliedern der Gruppe konnte keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden. Die Personalien wurden jedoch festgestellt.
Flüchtiger Taschendieb festgenommen
Ein 30-jähriger Inder aus Puchheim saß am Sonntag, 19.09.2004, mit einem Bekannten in einem Festzelt. Eine Gruppe Jugendlicher saß an einem Tisch hinter ihnen. Gegen 20.00 Uhr wurde der Inder von Bekannten zu einem Bier eingeladen. Zu dieser Zeit befand sich sein Geldbeutel noch in seiner Gesäßtasche. Gegen 21.30 Uhr wollte er eine Bestellung bezahlen und stellte fest, dass der Geldbeutel nicht mehr da war. Eine Absuche am Boden verlief negativ. Daraufhin fragte der 30-Jährige bei der Gruppe hinter ihm nach, ob sie ihm seinen Geldbeutel entwendet hätten. Er erklärte ihnen auch, dass es ihm nicht um das Geld, sondern vordringlich um seine Bankkarte geht. Die Gruppe verließ daraufhin das Zelt und begab sich Richtung U-Bahnhof Theresienwiese. Der Inder verfolgte zusammen mit seinem Bekannten die Gruppe. Am U-Bahnhof angekommen sprachen die beiden die U-Bahnwache an und baten um deren Unterstützung. Der Täter, ein 17-jähriger Münchner, versuchte zwischen-zeitlich zu flüchten. Er konnte bis zum Eintreffen von Beamten der Wiesn-Wache festgehalten werden. Bei seiner Durchsuchung konnten zwei 10 Rupien-Scheine aufgefunden werden. Zwei solcher Scheine hatte der 30-jährige Geschädigte vorher in seiner Geldbörse. Der Geldbeutel selbst konnte nicht aufgefunden werden. Der 17-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Drei irakische Taschendiebe festgenommen
Taschendiebfahnder der Wiesn-Wache wurden am Sonntag, 19.09.2004, gegen 23.00 Uhr, an der Anlieferstraße West am dortigen Hügel auf drei irakische Asylbewerber, im Alter von 18, 27 und 29 Jahren, aufmerksam, die gerade einen Geldbeutel plünderten. Die drei Männer wurden kontrolliert und es konnte festgestellt werden, dass der Geldbeutel einer 20-jährigen Griechin aus München gehört. Die Iraker wurden daraufhin festgenommen und nach den polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt.
Gefährliche Körperverletzung mit Maßkrug
Vier deutsche Heranwachsende kamen am Sonntag, 19.09.2004, gegen 16.00 Uhr, mit einem 49-jährigen Mann in Streit. Dabei kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Dies beobachtete der 18-jährige Sohn, welcher seinem Vater zu Hilfe kommen wollte. Daraufhin konzentrierte sich die Schlägerei auf den 18-Jährigen. Dieser wurde von einem der Täter mit einem Maßkrug niedergeschlagen. Der Sohn erlitt dabei erhebliche Kopfverletzungen und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der einzige Zeuge, der 49-jährige Vater, verweigerte die Mithilfe bei der Aufklärung der Straftat. Er wollte zum genauen Tathergang nichts sagen, da er mit der Polizei nicht zusammenarbeiten will. Da alle Beteiligten stark unter Alkohol standen, sind noch weitere Ermittlungen zum Tathergang und Täterschaft durch das Fachkommissariat notwendig.
Raub eines Handys
Ein 16-jähriger Australier, der sich zu Besuch bei einer Münchner Gastfamilie befand, machte am Sonntag, 19.09.2004, gegen 19.00 Uhr, auf der Grünfläche hinter dem U-Bahnabgang Theresienwiese zusammen mit einem Freund ein Nickerchen. Ein unbekannter Mann weckte den Australier und fragte ihn, ob er Drogen kaufen wolle. Als er dies verneinte, versuchte der Unbekannte das Handy des 16-Jährigen aus der Hosentasche zu ziehen. Dieses ragte ein kleines Stück heraus. Der Geschädigte konnte das Handy noch kurze Zeit festhalten, bis es ihm der Täter letztendlich doch noch entreißen konnte. Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen auf dem Festgelände und der Umgebung verliefen ergebnislos.
Wiederauffindung der Tasche von Veronica Stoiber
Die Tasche von Frau Veronica Stoiber, Tochter des Bayer. Ministerpräsidenten, konnte wieder aufgefunden werden. Der Inhalt war offensichtlich unangetastet. Es fehlte lediglich das Bargeld. Die Tasche ist mittlerweile wieder in den Händen von Frau Stoiber.
Wiesnreport vom Dienstag, 21.09.2004
Treppensturz mit einem Schwerverletzten
Ein 62-jähriger Münchner kam am 20.09.2004, gegen 20.05 Uhr, zu Sturz, als er vom Balkonbereich des hinteren Zeltschiffes des Armbrustschützenzeltes auf der dortigen Treppe hinabsteigen wollte. Zeugen beobachteten, wie der Mann ohne jede Fremdbeteiligung im oberen Bereich der Treppe zu Sturz kam und erst auf dem Zeltboden zum Liegen kam. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde der Münchner durch den Notarzt in ein Krankenhaus gebracht.
Hitler-Gruss an der Bavaria-/Ruhmeshalle
Am 20.09.2004, gegen 11.50 Uhr, zeigte ein 55-jähriger Deutscher einem 44-jährigen Wachmann von einem privaten Sicherheitsunternehmen, der im Bereich der Bavaria Streife ging, völlig unvermittelt den Hitler-Gruss. Zusätzlich schrie er lautstark: "Heil Hitler". Als der Wachmann den Beschuldigten auf sein Verhalten hin ansprach, wurde er von diesem als Wixer bezeichnet. Eine verständigte Einsatzgruppe brachte den Beschuldigten zur Wiesn-Wache. Ein durchgeführter Alko-Test ergab einen Wert von 0,79 Promille. Der 55-Jährige wurde nach Anzeigen-erstattung, Blutentnahme und erkennungsdienstlicher Behandlung wieder entlassen.
Gefälschte Bierzeichen auf dem Münchner Oktoberfest aufgetaucht Münchner Polizei warnt vor Ankauf
Wie der Münchner Polizei bekannt wurde, tauchten am Wochenende in drei Bierzelten des Münchner Oktoberfestes zahlreiche gefälschte Bierzeichen auf. Bei den geschädigten Bierzelten handelt es sich um das Winzerer Fähndl, das Armbrustschützenzelt und die Bräurosl. Im Winzerer Fähndl werden für den Bierverkauf rote Plastikchips verwendet. Die Fälschungen erkennt man bei genauerer Betrachtung an einem unschärferen Druckbild der Schrift. Im Armbrustschützenzelt werden rote Wertmarken in Papierform verwendet. Sie haben eine Größe von 8,5 x 8,5 cm und unterscheiden sich darin nicht von den Fälschungen. Trotzdem sind die gefälschten Wertmarken als solche zu erkennen. Während beim Original das Papier durchgängig rot gefärbt ist, zeigen sich bei den Fälschungen an den Rändern oder beim Einriss weiße Papierfasern. Die aufgetauchten gefälschten Bierzeichen der Bräurosl sind wie das Original aus blauem Papier und 6,5 cm hoch und 7 cm breit. Bei den Fälschungen fallen ebenfalls die weißen Schnittkanten bzw. weiße Papierfasern beim Einriss auf. Die Münchner Polizei warnt dringend vor dem Ankauf der gefälschter Biermarken. Wer gefälschte Bierzeichen kauft oder diese im Zahlungsverkehr verwendet, begeht kein Kavaliersdelikt, sondern wird unter anderem wegen Betruges strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Die Münchner Kriminalpolizei hat zwischenzeitlich die Ermittlungen aufgenommen, eine Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt. Über die weiteren Ergebnisse wird in Kürze berichtet.
Wiesnreport vom Mittwoch, 22.09.2004
Gefälschte Bierzeichen auf dem Münchner Oktoberfest - mehrere Personen festgenommen
Am Wochenende tauchten in drei Bierzelten des Münchner Oktoberfestes zahlreiche gefälschte Biermarken auf. Bei der bisherigen Recherche der ermittelnden Beamten fiel der Tatverdacht auf zwei Männer, ein 50-jähriger Münchner und ein 33-jähriger Wohnsitzloser, die sich seit ca. einem Monat kennen.
Der Münchner Polizei wurde bekannt, dass der 50-jährige Wolfgang L. Biermarken in größerem Stil anbieten wolle. Beamte nahmen ihn am Montag, 20.09.2004, auf einem Parkplatz in Pasing fest. In seinem Auto konnten 107 gefälschte Biermarken sichergestellt werden. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden darüber hinaus weitere 1.000 Bier-Chips aufgefunden. Die Ermittlungen der Polizei führten am gleichen Tag zu seinem Mittäter, den 33-jährigen Dragan M. In dessen Fahrzeug konnten knapp 29.000 Wertmarken und Plastik-Chips aufgefunden werden. Während der 50-Jährige nach seinen ersten Maßnahmen entlassen wurde, erging Haftbefehl gegen den 33-Jährigen. Mittlerweile konnten weitere Personen festgenommen werden. Ein unbekannter Gast versuchte im Winzerer Fähndl sein Bier mit gefälschten Plastik-Chips zu bezahlen. Als dies der Bedienung aufgefallen war, zeigte der offensichtlich Gutgläubige noch im Zelt denjenigen, von dem er die Biermarken zum Stückpreis von 5 Euro erworben hatte. Der Sicherheitsdienst sprach daraufhin den Verkäufer, einen 18-jährigen Schüler aus Haar, an. Dieser zahlte freiwillig den Schaden zurück, bevor er zur Wiesn-Wache gebracht wurde. Nach anfänglichem Leugnen legte er ein umfassendes Geständnis ab. Demnach will er am 20.09.2004 von seinem Freund, einem 17-jährigen Afghanen, 20 Biermarken zum Preis von 4 Euro erhalten haben. Mit dem Verkauf dieser Marken wollte er sich seinen Wiesn-Bummel finanzieren. Bislang hatte er 13 Marken zum Preis von 5 Euro verkauft. Das erlöste Geld konnte bei ihm sichergestellt werden. Nach seiner Vernehmung veranlasste die Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung der Wohnung des Freundes. Hierbei wurden in einer Geldkassette insgesamt 17 gefälschte Biermarken und etwa 70 Euro Bargeld sichergestellt. Jedoch war der Schüler selbst nicht anwesend. Gegen Mitternacht kam er dann freiwillig zur Polizeiinspektion 27, wo er vernommen wurde. Er gab an, insgesamt 50 Marken zum Preis von 3,50 Euro von einem Bekannten, dessen Namen er nicht nennen wollte, gekauft zu haben. Weitere Ermittlungen ergaben einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem 33-jährigen Wohnsitzlosen, der bereits in Haft sitzt. Inzwischen wurden beide Schüler wieder auf freien Fuß gesetzt.
Vorsätzliche Körperverletzung begangen durch eine jugendliche Intensivtäterin auf der Wiesn
Eine 20-jährige Münchnerin traf am Montag, 20.09.2004, gegen 22.30 Uhr, auf der Wiesn am Autoscooter eine ehemalige Freundin, die noch Sachen von ihr hatte. Als sie fragte, wann sie die Sachen zurückbekomme, schubste diese sie weg. Die Freundinnen des Mädchens sagten, dass die 20-Jährige und ihre Begleiterin lieber gehen sollen, da sie nicht wollen, dass sie eine auf die "Fresse" kriegen. Als sich die beiden jungen Frauen entfernten, wurden sie von der 17-jährigen Beschuldigten verfolgt. Diese schlug zunächst die Begleiterin zu Boden. Als ihr die 20-jährige Freundin zu Hilfe kam, wurde diese mit einem Faustschlag attackiert. Schließlich trennten Passanten die Kontrahentinnen. In der Wirtsbudenstraße wurden die beiden Geschädigten jedoch erneut von der 17-Jährigen gestellt und es kam wieder zum Streit. Dabei versetzte die 17-Jährige der 20-jährigen Geschädigten einen Kopfstoß ins Gesicht, so dass deren Piercing-Stecker in deren Unterlippe durchgeschlagen wurde. Daraufhin schlugen und traten sich die Beteiligten gegenseitig bis die Polizei sie schließlich trennte. Bei der 17-Jährigen handelt es sich um eine jugendliche Intensivtäterin die seit 28.05.2002 auf der Properliste geführt wird.
Albaner beim Taschendiebstahl ertappt
Am Dienstag, 21.09.2004, gegen 21.00 Uhr, schlief ein 21-jähriger französischer Tourist am Hügel der Anlieferstraße West. Ein 25-jähriger albanischer Staatsangehöriger gesellte sich zu dem Schlafenden und entwendete aus dessen Hosentasche einen Pkw-Schlüssel. Der Vorgang wurde von Zivilkräften der Festwiesnwache beobachtet und der Täter festgenommen. Der Albaner hält sich laut eigenen Angaben illegal im Bundesgebiet auf und führte auch keinerlei Ausweispapiere mit sich. Er wird dem Ermittlungsrichter des Polizeipräsidiums München vorgeführt.
Aufgedrehter Wasserhahn überführt zwei Taschendiebe
Am 22.09.2004, gegen 00.15 Uhr, fielen der Videobeobachtung bei der Festwiese zwei Personen auf, die hinter dem Festzelt "Ochsenbraterei" einen Wasserhahn aufdrehten und sich dann in Richtung U-Bahnhof Theresienwiese entfernten. Eine am U-Bahnhof befindliche Einsatzgruppe der Festwiesn-Wache wurde über Funk verständigt und unterzog die beiden Personen, einen 21-jährigen und einen 25-jährigen Deutschen aus Sachsen, einer Kontrolle. In einem Rucksack konnte eine Damenhandtasche sowie vermutlich weiteres Diebesgut, aufgefunden werden. Die Handtasche gehörte einer 17-jährigen deutschen Auszubildenden, die um 23.20 Uhr den Diebstahl bei der Festwiesenwache angezeigt hatte. Die beiden Beschuldigten wurden nach polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Geschädigte konnte telefonisch erreicht werden. Auf der Festwiesn-Wache wurde ihr die Tasche wieder ausgehändigt. Sie zeigte sich hierüber sehr erfreut und war vom schnellen polizeilichen Erfolg äußerst angetan.
Wiesnreport vom Donnerstag, 23.09.2004
Raub einer Kamera im Löwenbräuzelt
Ein 43-jähriger Deutscher aus Kelheim war mit seiner Ehefrau im Löwenbräu-Festzelt unterwegs. Am Abend des 22.09.2004 wurde er von einem unbekannten Mann von hinten geschubst, so dass er nach vorne zu Boden stürzte. Anschließend riss der Täter die über die Schulter gehängte Kamera des Geschädigten herunter und flüchtete unerkannt.
Taschendiebtrio festgenommen
Am Abend des 20.09.2004 konnten aufmerksame Polizeibeamte verhindern, dass drei Personen das Hab und Gut eines Betrunkenen entwendeten. Während der Mann hilflos am Boden lag, durchsuchten zwei Frauen und ein Mann seine Taschen und waren gerade im Begriff, dessen Handy und Geldbeutel an sich zu nehmen. Die Beamten nahmen das Trio vorläufig fest.
Festbesucher nach Sprung verletzt
Am 23.09.2004, gegen 00.10 Uhr, versuchte ein 35-jähriger Seeshaupter vom Gelände des Zentralen Landwirtschaftsfestes (ZLF) her in das Weinzelt zu gelangen. Zu diesem Zweck kletterte er im ZLF auf einen Container und wollte über einen ausgestellten Anhänger den Zaun zum Weinzelt überspringen. In der Dunkelheit erkannte er nicht, dass auf dem Anhänger keine Plane als Abdeckung angebracht war. Als er vom Container auf den Anhänger sprang, stürzte er ca. 2 m in die Tiefe auf den Boden des Anhängers. Hierbei zog er sich eine Schlüsselbeinfraktur an der rechten Schulter zu. Er wurde in eine Münchner Klinik eingeliefert.
Wiesnreport vom Freitag, 24.09.2004
Polizeibeamter rettet durch vorbildliches Einschreiten das Leben eines 71-Jährigen
Am Donnerstag, den 23.09.2004, gegen 15.30 Uhr, war die Einsatzgruppe 9 der PI 11 auf Streife in der Schausteller-straße unterwegs. An der Kreuzung zur Matthias-Pschorr-Straße, vor dem Fahrgeschäft Distler, beobachteten die Beamten, wie ein älterer Herr plötzlich zusammenbrach und zu Boden stürzte. Polizeihauptmeister Joachim Hötzel, der seit 20 Jahren ehrenamtlich beim BRK Dienst verrichtet und seit 15 Jahren ausgebildeter Rettungssänitäter ist, kümmerte sich sofort vorbildlich um den zusammengebrochenen 71-Jährigen. Er stellte fest, dass bei dem Touristen, der zusammen mit ehemaligen Arbeitskollegen aus Niedersachsen die Wiesn besuchen wollte, kein Puls mehr tastbar war und der Patient nicht mehr atmete. Joachim Hötzel begann sofort mit einer Herzdruckmassage, ein zufällig vorbeikommender Arzt übernahm die Beatmung des Patienten. Fast zeitgleich traf das Notärzteteam des BRK ein, das die weitere Behandlung übernahm. Nach 15-minütiger intensiv-medizinischer Versorgung konnte der Mann erfolgreich wiederbelebt werden. Mit eigener Herztätigkeit, aber dennoch im lebensbedrohlichen Zustand wurde der Patient in eine Münchner Klinik gebracht. Nur dem schnellen Einsatz der Polizei und Rettungskräfte ist es zu verdanken, dass der Rentner überlebte. "Wäre der Mann zu Hause oder kurz vorher im Reisebus zusammengebrochen, hätte er vermutlich nicht überlebt" so die BRK- Wiesnnotärztin Dr. Monika Haaga. "Es war ein glücklicher Umstand, dass mit Polizeihauptmeister Joachim Hötzel ein ehrenamtlicher Rettungssanitäter sofort zur Stelle war", so Frau Dr. Haaga. Polizeihauptmeister Joachim Hötzel wird an seinem dienstfreien Wochenende am kommenden Sonntag ehrenamtlich auf dem Oktoberfest in der Sanitätsstation des BRK arbeiten.
Terminhinweis: Besuch des Bayerischen Staatsministers des Innern bei der Wiesnwache
Am Dienstag, 28. September 2004, von 19.00 - 20.00 Uhr, wird Herr Dr. Beckstein die neue Wiesnwache der Polizei auf dem Oktoberfest besichtigen. Der Leiter der Wiesnwache, Herr POR Bayer, begleitet Herrn Staatsminister während eines kurzen Vortrags und anschließend auf einem Rundgang durch das Gebäude der Wiesnwache. Die Vertreter der Presse sind zu diesem Termin recht herzlich eingeladen.
Wiesnreport vom Samstag, 25.09.2004
Der nächste Wiesnreport erscheint am Sonntag, 26.09.04
Wiesnreport vom Sonntag, 26.09.2004
Geldbeutel und Handy geraubt
Ein 23-jähriger deutscher Mechaniker ging am Samstagabend, um 20.30 Uhr, auf dem Oktoberfest in Richtung Matthias-Pschorr-Straße. Dabei kamen ihm drei Männer entgegen, von denen zwei ihn unvermittelt packten und mittels eines Hebelgriffs festhielten. Der dritte tastete seine Kleidung ab und nahm alles was er bei sich hatte, außer seinem Schlüssel, an sich. Danach ließen die Täter von dem Mechaniker ab, schubsten ihn weg und flüchteten Richtung U-Bahn. Geraubt wurden ein Handy der Marke Sony Ericsson, ein Ledergeldbeutel und div. Papiere.
Täterbeschreibung: Bei den drei Männern soll es sich um Italiener handeln, etwa 18-20 Jahre alt, jeweils mit schmächtiger Figur und ca. 1,80 m groß. Einer der Täter trug eine Brille. Zwei der Männer hatten einen grauen Wiesn-Hut mit blau-weißem Rand, der dritte einen Maßkrughut auf. Alle drei hatten Lederhosen und weiße Hemden an.
Dreistem Treiben ein Ende gesetzt
Das er seinen Opfern, vornehmlich älteren Damen, in Supermärkten und Kaufhäusern, die Geldbörsen aus den Handtaschen klaute, reichte einem 44-jährigen Münchner heroinabhängigen nicht. In Fällen, in denen er an die Adressen der Geschädigten kam, brachte er die, vorher von Bargeld und Scheckkarten befreiten Geldbörsen den ahnungslosen Opfern als "ehrlicher Finder" zurück und kassierte dafür nochmals Finderlohn. Obwohl er am 12. August für diverse Diebstähle zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten verurteilt wurde, beeindruckte ihn dies wenig. Die Zeit bis zu seiner Einberufung nach Stadelheim nützte er fleißig, um sich Geld für seine Sucht zu beschaffen. Am 30.08.2004 wurde er erneut bei einem Diebstahl in einem Supermarkt in der Rosenheimer Straße erwischt, aber wegen seines festen Wohnsitzes wieder laufen gelassen. Nachdem er aber jetzt einer Wiesn-Besucherin in einem Festzelt die gesamte Handtasche gestohlen hatte und dabei von Sicherheitsleuten beobachtet worden war, war Schluss mit Lustig. Er wurde der diensthabenden Ermittlungsrichterin vorgeführt, die in jetzt direkt, und mit Haftbefehl ausgestattet nach Stadelheim schickte.
Sexuelle Nötigung - Täter festgenommen und verletzt
Eine 32-jährige Münchnerin wollte gestern Nachmittag mit ihrem Gatten einen Wiesn-Bummel machen, als ihr plötzlich in der Wirtsbudenstraße auf Höhe der Fischer Vroni ein noch unbekannter Mann gegenüber trat und ihr unvermittelt mit der Hand zwischen die Beine langte. Als die Frau erschrocken zurückwich, löste der Mann den Griff und langte ihr danach an die Brust. Der Ehemann ging dazwischen, um seine Frau zu schützen und gab dem Angreifer einen Stoß. Dabei stürzte der Täter und verletzte sich am Kopf, so dass er von einem Notarzt behandelt und anschließend mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Da die Personalien des Täters bis dato noch ungeklärt ist, veranlasste die Staatsanwaltschaft, den Mann einem Haftrichter vorzuführen.
Couragierter Helfer wird verletzt
Ein 33-jähriger Münchner beobachtete gestern, gegen 23.25 Uhr, ein Pärchen, dass sich vor dem Löwenbräu-Festzelt einen heftigen Streit lieferte. Als der streitende Mann ausgesprochen grob mit seiner Begleiterin umging, wollte der Münchner nicht mehr länger zusehen. Er ging dazwischen, trennte beide und versuchte den Streit zu schlichten. Daraufhin schlug ihm der ohnehin schon äußerst aggressive Begleiter der Frau einen Maßkrug mit voller Wucht ins Gesicht, so dass der couragierte Münchner bewusstlos zusammenbrach. Andere Nachtschwärmer leisteten dem Verletzten Erste Hilfe, bis Rettungskräfte eintrafen und ihn in eine Klinik einlieferten. Wie Zeugen der Polizei mitteilten, lief das zunächst streitende Pärchen geeint davon und entfernte sich unerkannt.
Wiesnreport vom Montag, 27.09.2004
Rumänischer Taschendieb in Wiesn-Nähe festgenommen
Zur Festnahme eines rumänischen Taschendiebes kam es am Samstag, 25.09.2004, gegen 00.05 Uhr, durch Beamte der Festwiesn-Wache beim U-Bahnabgang Theresienwiese. Kurz nach Mitternacht war eine 22-jährige Spanierin aus Madrid und deren Freund vom Oktoberfest auf dem Heimweg. Sie benutzten gerade die Rolltreppe zur U-Bahnstation Theresienwiese, als der Freund der 22-Jährigen bemerkte, wie ein Mann seiner Freundin über die rechte Schulter griff und den Reißverschluss der Handtasche aufzog. Als der Taschendieb seine Hand in die Handtasche steckte, griff der Mann ein und verhinderte diesen Taschendiebstahl. Durch verständigte Polizeibeamte konnte der Beschuldigte, ein 24-jähriger Rumäne, der in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, festgenommen werden. Er wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Streitigkeiten unter Wiesn-Besuchern
Zu einer Auseinandersetzung kam es am 26.09.2004, gegen 20.00 Uhr, in einem Bierzelt. Nach einem Wortgefecht wollte ein 38-jähriger Deutscher seinem 43-jährigen Kontrahenten den Inhalt seines Bierglases ins Gesicht schütten. Dieser konnte der Bierdusche jedoch ausweichen. Ganz offensichtlich erbost über die gelungene Abwehr seines Gegenübers schlug er dann zwei Mal mit dem leeren Bierglas in dessen Gesicht. Der Mann wurde auf dem Gelände des Oktoberfests beim Bayer. Roten Kreuz genäht. Der Beschuldigte wurde nach Blutentnahme und Anzeigeerstattung wieder entlassen.
Zwei Schwerverletzte nach Maßkrugschlägerei
Nach einer Schlägerei, bei der Maßkrüge zu Hilfe genommen waren, am 26.09.2004, gegen 19.20 Uhr, in einem Zelt am Oktoberfestgelände kam es zu zwei Schwerverletzten. Aus bislang unbekannten Gründen lieferten sich ein 34-jähriger Spanier und ein 40-jähriger Italiener zunächst einen verbalen Streit. Dieser gipfelte darin, dass der spanische Festbesucher dem Italiener mehrmals mit einem Maßkrug wuchtig auf den Kopf schlug. Beim zweiten Schlag zerbrach der Krug. Dies hielt den Täter aber nicht davon ab, nochmals mit dem zerbrochenen Krug in das Gesicht seines Gegenübers zu schlagen. Der Italiener erlitt dadurch schwere Gesichtsverletzungen, die einen stationären Aufenthalt in einem Münchner Krankenhaus nach sich zogen. Da sich der Beschuldigte ebenfalls an dem zerbrochenen Krug verletzte (Schnittwunden am Arm), wurde auch er zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Bei ihm wurde außerdem eine Blutentnahme veranlasst.
Wiesnreport vom Dienstag, 28.09.04
Zwei Schwerverletzte nach Maßkrugschlägerei
Wie bereits berichtet, kam es am Sonntagabend, gegen 19.20 Uhr, im Ambrustschützenzelt zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen einem 34-jährigen Spanier und einem 40-jährigen Italiener. Der Spanier griff dabei zu einem Maßkrug und schlug damit mehrfach in das Gesicht des Italieners, wobei dieser im Gesicht nicht unerheblich verletzt wurde. Der Geschädigte konnte inzwischen von der Kriminalpolizei vernommen werden. Demnach kam das Opfer mit der Freundin des späteren Täters ins Gespräch, weil diese unbedingt seine Mütze aufsetzen wollte. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits alle auf den Bänken. Unvermittelt und offenbar aus Eifersucht schlug der Spanier dem Italiener seinen Maßkrug ins Gesicht, so dass der Geschädigte mit dem Rücken auf den Biertisch fiel und dort zum Liegen kam. Der Maßkrug des Spaniers brach durch diesen Schlag teilweise auseinander. Mit dem Henkel und einem Rest des Kruges schlug er nochmals zwei Mal in das Gesicht des Italieners, der nicht ausweichen konnte, da der Täter seinen Kopf mit der Hand fixierte. Ein vierter Schlag traf den Verletzten am Schlüsselbein. Als Umstehende, darunter eine amerikanische Polizistin, dem Italiener zu Hilfe kamen, flüchtete der Schläger zunächst, konnte aber gefasst werden. Nach Auskunft der Ärzte besteht die Hoffnung, dass die erheblichen Verletzungen im Gesicht ohne Narben wieder abheilen werden. Der italienische Kunstschlosser konnte inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Er ist bereits wieder nach Hause zurück gefahren.
Rabiate Taschendiebin festgenommen
Am Montag, den 27.09.2004, gegen 21.30 Uhr, feierte eine 36-jährige Jordanierin mit ihren Freunden in der Bräurosl. Im Laufe des Abends bemerkte sie, dass ihr Handy fehlte. Als sie in ihre Handtasche sah, stellte sie weiter fest, dass ihr Geldbeutel und andere Gegenstände aus der Handtasche entwendet worden waren. Die Jordanierin hatte nun den guten Einfall, über ein weiteres Handy ihrer Freundin ihre eigene Handynummer anzuwählen. Es klingelte direkt hinter ihr, bei einer 20-jährigen Deutschen, die das Handy in ihrer Netztasche verstaut hatte. Dort fanden sich auch die anderen gestohlenen Sachen, die die junge Diebin vom Ammersee im Laufe des Abends "gesammelt" hatte. Die Jordanierin verständigte Polizeibeamte der Festwiesn-Wache, die die 20-Jährige zur Beschuldigtenvernehmung auf die Wache mitnahmen. Während der Vernehmung entpuppte sich die 20-jährige Anna R. als sehr aggressiv. Sie gab an, dass sie durchaus "etwas Besseres vor hatte, als ihre wertvolle Zeit bei der Polizei zu verbringen". Sie schlug um sich und wollte partout nicht bei den vernehmenden Beamten bleiben. Die junge Frau wurde so aggressiv, dass sie dem vernehmenden Beamten das Hemd zerriss und auf ihn einschlug. Laut Angaben des Beamten spuckte die 20-Jährige "Lama-ähnlich" um sich. Mit vereinten Kräften konnte die junge Frau gebändigt und anschließend eine notwendige Blutprobe durchgeführt werden. Gegen 01.30 Uhr wurde die Taschendiebin entlassen und zog, plötzlich wieder völlig ruhig geworden, von dannen.
Wiesnreport vom Mittwoch, 29.09.04
Verletzter nach sexueller Annäherung
Gestern Abend, gegen 22.30 Uhr, setzten sich zwei 19-jährige deutsche Frauen an den Tisch eines 45-jährigen Slowenen im Hofbräu-Festzelt. In der Folgezeit legte der Slowene mehrmals seinen Arm um die Schultern und die Hüften der jungen Frauen. Da ihnen der Mann zu zudringlich wurde, setzten sie sich an den Nachbartisch. Kurze Zeit später griff der 45-Jährige unvermittelt einer der jungen Frauen von hinten in die Hüfthose und fasste ihr mehrmals an den Po. Als sich die Frau diese Berührung verbat, musste ihre Freundin, die neben ihr saß, die selbe Behandlung über sich ergehen lassen. Als beide Frauen den Slowenen erneut zur Rede stellten, schüttete dieser ihnen mit Absicht eine Maß Bier ins Gesicht. Ein Bekannter der jungen Frauen, der ihnen zur Hilfe eilen wollte, wurde vom Beschuldigten mit zwei Maßkrugschlägen auf den Kopf niedergestreckt. Die Gesichtsverletzungen des Opfers (6 Stiche an der linken Augenbraue) wurden im BRK-Zelt ärztlich versorgt. Ein beim Beschuldigten durchgeführter Alco-Test ergab einen Wert von 2,4 Promille. Da er in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, wird er zur Klärung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Festnahme eines Taschendiebes auf frischer Tat
Am Dienstag, kurz vor 17.00 Uhr, hielt sich ein 22-jähriger Deutscher an einer Schießbude auf. Beim Durchladen des Luftgewehres bemerkte er, wie sich jemand an seiner hinteren Hosentasche, in der sich seine Geldbörse befand, zu schaffen machte. Der Geschädigte griff nach hinten und bekam die Hand des vermeintlichen Taschendiebes zu fassen. Als sich das Opfer zum Täter umdrehte, bemerkte dieser noch ein Pärchen, das ebenfalls unmittelbar hinter ihm stand. Ganz offensichtlich sollten beide den Täter bei der Tatausführung vor den Blicken anderer Festbesucher abschirmen. Der 33-jährige rumänische Taschendieb wurde vom Opfer bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Das Pärchen konnte trotz sofort eingeleiteter Fahndung unerkannt entkommen. Da der Beschuldigte in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, wird er zur Klärung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Aggressiver Wiesn-Besucher tritt anderen Wiesn-Gast
Am Montag, den 27.09.2004, abends gegen 17.50 Uhr, ereignete sich folgender Vorfall: Ein 51-jähriger Münchner stieß nach Zeugenaussagen offensichtlich unbeabsichtigt gegen einen 33-jährigen ungarischen Kellner aus Olching. Beide setzten in der Wirtsbudenstraße ihren Weg fort. Der Ungar jedoch drehte sich um und lief dem Rempler nach. Als er ihn erreicht hatte, sprang er ihn von hinten an und trat ihm so heftig in den Rücken, dass der 51-Jährige zu Boden stürzte. Des Weiteren trat der Ungar noch gegen das Kinn des Mannes, als dieser den Kopf hob um wieder aufzustehen. Ein Münchner Kripo-Beamter, der privat auf der Wiesn war, und ein weiterer Zeuge konnten den aggressiven Ungarn festhalten und den herbeigerufenen Einsatzkräften übergeben. Das Opfer ist allem Anschein nach gehörgeschädigt, denn er trug ein Hörgerät. Trotz der brutalen Handlungsweise waren die Folgen für ihn nicht so schlimm. Ein Krankenhausaufenthalt war nicht erforderlich. Alle Beteiligten werden von der Münchner Kripo zum Vorfall noch vernommen.
Wiesnreport vom Donnerstag, 30.09.04
Randalierer verletzt drei Polizeibeamte
Am Mittwoch, den 29.09.2004, gegen 21.55 Uhr, befand sich eine Einsatzgruppe im Laufschritt zu einem Einsatz. Auf Höhe des Augustinerzeltes trat ein 33-jähriger Deutscher unvermittelt aus einer Personengruppe heraus gezielt gegen die Beine eines vorbeilaufenden 24-jährigen Polizeiobermeister. Der Beamte wäre dadurch fast zu Sturz gekommen und hatte starke Schmerzen. Bei der anschließenden Personalienfeststellung zeigte sich der Beschuldigte so aggressiv, dass er gefesselt werden musste. Dies hinderte ihn nicht daran, einer 38-jährigen Polizeiobermeisterin zweimal ins Gesicht zu spucken. Außerdem biss er diese so stark in den rechten Zeigefinger, dass sie sich in ärztliche Behandlung begeben musste. Beim Abtransport zur Dienststelle trat er mit voller Kraft nach hinten aus und verletzte dabei den 49-jährigen Gruppenführer (Polizeihauptkommissar) am rechten Knie. Um weitere Angriffe abzuwehren, wurde der Randalierer auch an den Füssen gefesselt und mit einem Rollwagen des BRK zur Wiesn-Wache gefahren. Auf dem Weg dorthin wurden die eingesetzten Beamten als "Arschlöcher, Schlampe" und "Scheiß Bullenfotze" beleidigt. Der Beschuldigte wurde nach Anzeigenerstattung und Blutentnahme wieder entlassen. Die drei verletzten Beamten sind weiterhin dienstfähig.
Vergewaltigung in der Schaustellerstraße
Am Mittwoch, den 29.09.2004, gegen 22.45 Uhr, befand sich eine 19-jährige Auszubildende aus München auf ihrem Weg nach Hause. Sie ging von einem Festzelt in Richtung St.-Pauls-Kirche die Schaustellerstraße entlang. Dabei wurde sie von einem unbekannten Mann verfolgt, der sie ansprach und unvermittelt zwischen zwei Verkaufsstände zog. Dort warf er sie auf den Boden, hielt ihr den Mund zu und vergewaltigte sie. Anschließend flüchtete der Täter. Die Geschädigte ging zunächst zu ihrem Freund, der in der Arbeit war und entschloss sich dann gemeinsam mit ihm zur Anzeigenerstattung. Der genaue Tatort konnte bislang noch nicht lokalisiert werden. Zur Klärung der Tatumstände sind noch umfangreiche Ermittlungen notwendig.
Täterbeschreibung: Männlich, ca. 25 bis 30 Jahre alt, ca. 170 cm groß, braune Haare, Stirnglatze, zusammengewachsene Augenbrauen;
bekleidet mit dunkler Jeans und braunem Strickpullover;
Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 121, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Wiesnreport vom Freitag, 01.10.04
Raub eines Handys in Festzelt nachträglich angezeigt
Mit ihren Arbeitskollegen befand sich eine 24-jährige Ingenieurin aus Eiselfing am Dienstag, 28.09.2004, gegen 21.30 Uhr, in einem Festzelt auf dem Oktoberfest. Als sie ihr Handy in die Hand nahm, um zu überprüfen, ob sie eine SMS erhalten hat, wurde ihr das Handy von einem unbekannten Mann aus der Hand gerissen. Dieser flüchtete anschließend zusammen mit einem Begleiter sofort über einen Seitenausgang aus dem Zelt. Obwohl ihnen die Frau gefolgt war, hatte sie aufgrund der Menschenmenge keine Chance mehr, die Täter zu stellen. Sie konnten unerkannt entkommen.
Gefährliche Körperverletzung nach Oktoberfestbesuch
Ein 18-jähriger Elektriker aus München war am Dienstag, 28.09.2004, um 23.30 Uhr, mit seiner 20-jährigen Freundin auf dem Nachhauseweg von einem Oktoberfestbesuch. Neben der Bavaria suchten sie am Taxistand ein freies Taxi. Der Elektriker schnippte nun eine Zigarettenkippe weg, die unglücklicherweise einen am Taxistand stehenden Mann traf, der dort mit einer Frau stand. Der Mann fluchte auf italienisch, hob die Kippe auf und schnippte sie in Richtung des Elektrikers. Seine Freundin versuchte ihn noch wegzuziehen, als ein Taxi heranfuhr, in das die beiden einsteigen wollten. Plötzlich eskalierte die Situation. Die Frau des vermutlichen Italieners fiel zu Boden und der 18-jährige Münchner stolperte über ihre Füße. Am Boden liegend wurde er von dem vermutlichen Italiener ins Gesicht getreten. Anschließend ging er zusammen mit seiner Frau weg. Ein Pärchen, dass den Vorfall offensichtlich gesehen hatte, versuchte den Italiener festzuhalten, was ihnen aufgrund der Gegenwehr aber nicht gelang. Ein Taxifahrer hielt an und kümmerte sich um den verletzten 18-Jährigen und brachte ihn in ein Krankenhaus. Die Mutter und die Freundin des Elektrikers erstatteten am Mittwoch, 29.09.2004, bei der Polizeiinspektion 13 (Schwabing) Anzeige, da er sich bei der Auseinandersetzung mehrere Brüche in der linken Gesichtshälfte zugezogen hat. Unter anderem wurden ein Wangenknochenbruch, ein Jochbeinbruch und ein Bruch der Augenhöhle festgestellt. Er musste operiert werden.
Täterbeschreibung: Ca. 18 bis 23 Jahre alt, ca. 190 cm groß, kurz rasierte Haare, vermutlich Italiener; blaue Jeans, weißes T-Shirt;
Zeugenaufruf: Wer hat den Vorfall beobachtet? Welches Paar hat versucht, den Täter festzuhalten? Wer kann zu dem Täter und seiner Begleiterin (trug schulterlanges, lockiges, braunes Haar) Angaben machen? Wer ist der Taxifahrer, der dem Verletzten Erste Hilfe leistete?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 123, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Gefangener randaliert
Weil ein 19-jähriger Deutscher aus Eberswalde einen Ordner eines Bierzeltes mit einem Maßkrug attackiert hatte, wurde er am Donnerstag, 30.09.2004, gegen 23.45 Uhr, in Arrest genommen. Er wurde gefesselt zur Wiesn-Wache gebracht, da er sich heftig wehrte. In der Zelle begann er massiv zu randalieren. Er schlug ständig mit seinem Kopf gegen die Wand und gegen die Gitterstäbe. Um ihn vor sich selbst zu schützen, wurde er erneut gefesselt. Dies wollte er dadurch verhindern, indem er wild um sich spuckte. Dabei traf er die Polizeibeamten. Diese mussten Pfefferspray einsetzen, um den 19-Jährigen ruhig zu stellen.
Wiesnreport vom Samstag, 02.10.2004
Der nächste Wiesnreport erscheint am Sonntag, 03.10.04
Wiesnreport vom Sonntag, 03.10.04
Unfall in einem Kettenkarussell fordert zwei verletzte Personen
Eine Wieseneinsatzgruppe der Polizei bemerkte am Freitag, 01.10.2004, gegen 23.50 Uhr, im Rahmen ihrer Streife lautes Geschrei aus Richtung eines Kettenkarussells. Eine 28-Jährige Heidelbergerin war aus dem Sitz des laufenden Fahrgeschäftes herausgerutscht und klammerte sich nur noch mit den Achseln fest. Die Beamten wiesen sofort eine Mitarbeiterin des Kettenkarussellpersonals an, den Notausknopf zu drücken. Das Karussell benötigte jedoch noch mehrere Umdrehungen bis zum Stillstand. Während dieser Zeit verließen der 28-Jährigen die Kräfte. Sie stürzte aus einer Höhe von ca. drei Meter zu Boden, überschlug sich und rollte dann noch mehrere Stufen hinunter. Hierbei zog sich die Frau schwere Kopfverletzungen zu. Sie wurde mit dem Rettungsdienst in ein Münchner Krankenhaus verbracht. Ihr 37-Jähriger portugiesischer Ehemann, der ebenfalls auf dem Kettenkarussell mitfuhr und alles beobachtet hatte, sprang aus dem sich noch drehenden Fahrgeschäft, um seiner Frau zu Hilfe zu kommen und erlitt dadurch leichtere Verletzungen, und wurde ebenfalls in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert. Beim derzeitigen Stand der Ermittlungen ist von einem Eigenverschulden des Ehepaares auszugehen. Das Fahrgeschäft wurde vorläufig eingestellt und erst nach eingehender Prüfung durch LBK und TÜV wieder freigegeben. Auch waren mehrere Einsatzgruppen der Polizei und der Feuerwehr eingesetzt, um die Schaulustigen zurückzuhalten.
Polnischer Taschendieb festgenommen
Am Freitag, 01.10.2004, um 22.45 Uhr, flüchtete ein 46-Jähriger polnischer Tourist aus einem Festzelt. Zwei Ordner verfolgten ihn. Kurz bevor sie ihn einholen konnten, warf der Pole einen leeren Geldbeutel weg. Die Ordner verständigte Einsatzkräfte der Festwiesenwache, die den Täter festnahmen. Noch während der Sachbearbeitung erschien der Besitzer der Geldbörse, ein 57-Jähriger Versicherungskaufmann aus Fürth auf der Wiesnwache, um den Diebstahl anzuzeigen. Er zeigte sich sehr erfreut, dass ihm sein Geldbeutel so schnell wieder ausgehändigt war und der Dieb festgenommen werden konnte. Kurze Zeit später meldete sich noch ein zweiter Mann, dem der Pole ebenfalls versucht hatte, seine Geldbörse zu entwenden. Der Täter ist bereits im Jahr 2003 im Bundesgebiet einschlägig in Erscheinung getreten. Er wird dem Haftrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.
Wiesnbesucher von U-Bahn überrollt und nur leicht verletzt
Nach einem ausgiebigen Wiesnbesuch hielt sich am Samstag, 02.10.2004, um 04.40 Uhr, ein offensichtlich stark alkoholisierter 25-Jährigerer österreichischer Student aus Wien im Bereich des U-Bahnhofes des Stiglmaierplatz auf. Er begab sich im Zustand der angetrunkenen Unvernunft in den Tunnelbereich. Nach einer Wegstrecke von ca. 100 Meter bemerkte er die in Richtung Rotkreuzplatz fahrende U-Bahn. Daraufhin versuchte er noch davonzulaufen. Als ihm dies aussichtslos erschien, warf er sich nach rechts auf die Abdeckung des Stromabnehmers. Hierbei wurde er seitlich vom Zug erfasst, ca. 10 Meter mitgeschleift, unter den Triebwagen gezogen und eingeklemmt. Um den mit viel Glück ausgestatteten, offensichtlich nur leicht Verletzten retten zu können, musste der Stromabnehmer von der Feuerwehr entfernt und der Zug angehoben werden. Wie durch ein Wunder erlitt der Student nur Schürfungen und eine Kopfplatzwunde. Er kam zur Beobachtung in ein Münchner Krankenhaus. Der U-Bahnverkehr musste aufgrund der Rettung und der anschließenden Reparaturmaßnahme für mehrere Stunden gesperrt werden. Gegen den Österreicher wird nun wegen eines fahrlässigen Vergehens des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.
Professioneller Taschendieb festgenommen.
Zivilbeamte der Wiesnwache beobachteten am Samstag, 02.10.2004, um 22.05 Uhr, einen 34-Jährigen tschechischen Touristen, wie er auf einer Wiese hinter einem Festzelt die Taschen von schlafenden Personen durchsuchte. Dabei sahen die Polizisten, dass er einem 23-Jährigen Soldaten aus Harsefeld, der sturzbetrunken dort lag, die Geldbörse aus der Gesäßtasche entwendete. Die Polizeibeamten nahmen den Tschechen daraufhin fest. Die bei der Durchsuchung aufgefundenen 1000 Euro in verschiedenen Währungen, sowie die drei Mobiltelefone deuten darauf hin, dass es sich bei dem tschechischen Touristen um einen professionellen Taschendieb handelt, der sich nur zu diesem Zweck in München aufhält.
Gefährliche Körperverletzung fordert schwerverletzten Ordner
Gestern Nachmittag um 15.40 Uhr kam es in einem Wiesnzelt zu einer folgenschweren Körperverletzung. Als Ordner einen reservierten Tisch in einer Box räumen sollten, da sich mehrere Unberechtigten weigerten zu gehen, kam es zu einer Rangelei bei der ein 24-jähriger Mann einen 29-jährigen Ordner einen Kopfstoß versetzte. Dabei zog sich der Mann eine Schädelfraktur zu. Die insgesamt fünf Männer konnten von hinzukommenden Ordnern bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Die Kopfverletzung war so schwer, dass das Opfer zunächst nicht in ein Krankenhaus transportiert werden konnte und mit dem Ableben gerechnet werden musste. Mittlerweile hat sich der Zustand des Ordners stabilisiert, Lebensgefahr besteht nicht mehr. Alle fünf Männer wurden festgenommen, gegen den Hauptschläger Thorsten K. läuft eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Ermittlungen hatte vor Ort die Mordkommission geführt.
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