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Die Münchner Polizei auf dem Oktoberfest 2003
Wiesn-Bilanz
Die Wiesn 2003 führte aufgrund des schönen Wetters zu einem deutlich gestiegenen Besucheraufkommen. Nach Angaben des Fremdenverkehrsamtes wurden heuer rund 6,3 Millionen Gäste geschätzt.
Angesichts dieser hohen Besucherzahlen war auch die Münchner Polizei stark gefordert, um die Sicherheit auf dem Oktoberfest zu gewährleisten. Die knapp 250 Polizei- und Kriminalbeamte der Wiesnwache und die ca. 150 Zusatzkräfte im Umfeld mussten in den ersten 15 Tagen 1.581 Einsätze (+ 11,65 %) bewältigen und nahmen 1.980 Anzeigen (+ 34,06 %) auf. Wir meinen, die Münchner Polizei zeigte sich dieser Mehrbelastung uneingeschränkt gewachsen.
Die gezielte Vorbereitung der Einsatzkräfte mit dem sogenannten PE-Training (Polizeiliches Einsatztraining) gewinnt von Jahr zu Jahr an Wirkung. Die Beamtinnen und Beamten der Einsatztrupps (6-Mann-Streifen) erledigen auch schwierige Einsatzsituationen mit hoher Professionalität. Viele Wiesngäste zeigten sich von der Souveränität der Beamten beim Einschreiten gegen provozierende und aggressive Täter beeindruckt. Die diesjährige Bilanz weist so auch lediglich 2 verletzte Beamte aus (Vorjahr 11 Beamte), was einem Rückgang von 81,82 % entspricht.
Mindestens genauso gut meisterten die Beamten der Kriminalwache ihre oft schwierige Arbeit. Der Umgang mit oft hochgradig betrunkenen Straftätern sowie verzweifelten oder hilflosen Opfern erfordert viel Fingerspitzengefühl.
Als besonderen Erfolg sehen wir den Einsatz von heuer insgesamt elf Videokameras. Die speziell geschulten Einsatzkräfte an den Monitoren veranlassten aufgrund ihrer Beobachtungen zahlreiche Festnahmen im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität oder nach Taschendiebstahl und gefährlicher Körperverletzung. Sowohl die hohe Polizeipräsenz, als auch der Einsatz der Videokameras wurde von den Wiesn-Besuchern allgemein sehr positiv aufgenommen.
Mit den Gesamteinsätzen erhöhte sich die Zahl der freiheitsentziehenden Maßnahmen von 365 im Jahr 2002 auf 613. Grund hierfür dürften u.a. die Verstärkung der Präventivstreifen innerhalb und außerhalb der Zelte sowie die häufigen Kontrollen an den Ein- und Ausgängen sein. Dadurch wurden auch ohne Verständigung der Polizei eine Reihe von Straftaten wie Körperverletzung und Diebstahl aufgedeckt.
Die Körperverletzungsdelikte lagen mit 353 angezeigten Straftaten auf höherem Niveau als im Vorjahr (337 Straftaten). Die Steigerung lässt sich mit dem gestiegenen Besucheraufkommen erklären, wohl auch mit dem damit einhergehenden höheren Bierausstoß.
Erfreulich ist die Tendenz bei den Sexualstraftaten. Wurden vergangenes Jahr noch 6 Vergewaltigungen angezeigt, waren es heuer 2 mit 2 Täterfestnahmen. Offensichtlich zeigt die Aufklärungsaktion der Münchner Polizei mit 13.000 verteilten Plakaten Wirkung. Die Frauen sind augenscheinlich sensibilisiert, es wurde kein einziger Fall bekannt, bei dem sie in das Fahrzeug oder die Wohnung eines Sexualtäters gegangen wären.
Bei den Eigentumsdelikten (einfacher und schwerer Diebstahl) ist ein deutliches Plus von 248 Fällen zu verzeichnen (810 Anzeigen in 2002; 1.158 Anzeigen in 2003;) Herausragend hierbei sind die einfachen Diebstähle mit 1.114 Fällen, was aber u.a. zuletzt auf die starke Kontrolltätigkeit der Polizei mit entsprechendem Entdeckungsrisiko zurückzuführen ist.
Die Anzahl der Anzeigen wegen diverser Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz stieg von 122 Fälle im Vorjahr auf 225 Fälle. Viele dieser sogenannten Kontrolldelikte wurden durch die Videoüberwachung erkannt.
In die bislang insgesamt vorzeigbare polizeiliche Schlussbilanz passt auch, dass die Wiesn 2003 verschont blieb von schadensträchtigen Bränden, von schweren Unfällen und sonstiger Vorkommnisse mit schlimmen Folgen.
Die polizeilichen Tätigkeiten und Einsätze auf der Wiesn 2003 in absoluten Zahlen
| 2003 | 2002 | Differenz in % |
|
Einsätze |
1.581 |
1.416 |
11,65 |
|
Freiheitsentziehungen |
613 |
365 |
67,95 |
|
Vergewaltigungen |
2 |
6 |
-66,67 |
|
Einfache Diebstähle |
1.114 |
787 |
41,55 |
|
Körperverletzungen |
353 |
337 |
4,75 |
|
Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz |
225 |
122 |
84,53 |
Wiesnreport vom Samstag, 20.09.2003
Der erste Wiesnreport erscheint am Sonntag, 21.09.03
Wiesnreport vom Sonntag, 21.09.2003
Festnahme eines Exhibitionisten
Ein Exhibitionist trat am 20.09.2003, gegen 24.00 Uhr, in der Matthias-Pschorr-Straße auf. Der Mann zog seine Hose herunter, onanierte und suchte Blickkontakt mit einer jungen Frau. Was der Mann nicht ahnte, bei der 23-jährigen Frau handelte es sich um eine Polizeibeamtin. Sie verständigte sofort die Festwiesenwache und hielt den Mann bis zum Eintreffen der Beamten fest. Der ca. 55-Jährige wurde in die Haftanstalt überstellt.
Drei Jugendliche nach Körperverletzungen festgenommen
An der Schaustellerstraße auf Höhe des Autoscooters kam es innerhalb kürzester zeit zu drei gefährlichen Körperverletzungen. Diese konnten zum Teil von der Videobeobachtung bei der Wiesnwache aufgezeichnet werden. Unter anderem wurden Personen am Boden liegend getreten. Die Straftaten wurden aus einer Gruppe Jugendlicher aus begangen. Die Täter waren vorerst flüchtig. Von den Videobeobachtern konnten sie ca. 30 Minuten später festgestellt werden. Sofort verständigte Beamte der Festwiesnwache konnten drei Täter in der Matthias-Pschorr-Straße auf Höhe des Löwenbräu-Festzeltes festnehmen. Es handelte sich hierbei um zwei 16-jährige Türken und einen 16-jährigen Deutschen. Die Identitäten weiterer Täter und der Opfer stehen derzeit nicht fest. Eine Person wurde mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Personalien stehen noch nicht fest.
Der 16-jährige Deutsche und ein 16-jähriger Türke wurden nach polizeilichen Maßnahmen den Erziehungsberechtigten übergeben. Der dritte Täter wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft überstellt.
Raub aus einer Gruppe Jugendlicher heraus
Eine 17-Jährige war am 20.09.2003, gegen 21.50 Uhr, in Begleitung einer Freundin und einer Bekannten auf dem Nachhauseweg. Am Esperantoplatz wurde sie aus einer Gruppe heraus (bestehend aus drei Mädchen und zwei Jungs) von einem Mädchen angesprochen. Diese behauptete, die 17-Jährige hätte ihren Bruder beleidigt. Die 17-Jährige kennt das Mädchen flüchtig und den Bruder näher. Von einem weiteren Mädchen aus der Gruppe heraus und der ersten Ansprechenden wurde die 17-Jährige anschließend zur nahe gelegenen Toilette gezerrt, mehrmals geschlagen und es wurde ihr die Handtasche entrissen. Daraufhin flüchtete die Gruppe. Die 17-Jährige und ihr männlicher Begleiter wandten sich an eine zufällig vorbeikommende Polizeistreife, die beide Personen zur Festwiesnwache brachten. Die Freundin der 17-Jährigen fand die Tätergruppe ca. 13 Minuten später wieder. Auf Nachfrage wurde ihr die Handtasche wieder ausgehändigt. Aus der Tasche fehlten ein Handy und ein Pfefferspray. Die Personalien sind zum Teil bekannt, die polizeilichen Fahndungsmaßnahmen sind eingeleitet. Die 17-Jährige erlitt leichte Verletzungen (Hämatome, Prellungen).
Taschendieb auf frischer Tat festgenommen
Ein Taschendieb war am 20.09.2003, gegen 23.30 Uhr, auf dem Hang hinter den Bierzelten unterwegs. Der 46-jährige Deutsche ging gezielt auf schlafende Personen zu. Er rüttelte, um zu prüfen, ob sie erwachten. Der fünfte Schlafende erwachte nicht und der Dieb zog ihm den Geldbeutel aus der Gesäßtasche. Bei dem Bestohlenen handelte es sich um einen 23-jährigen US-Bürger. Die gesamte Tathandlung wurde von Zivilbeamten der Festwiesnwache beobachtet, die den Täter anschließend festnahmen. Nach den durchgeführten polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann wieder entlassen.
Festnahme eines Maßkrugschlägers
Am 20.09.2003, gegen 22.00 Uhr, langte ein Mann der Freundin eines anderen an den Bauch. Diesem gefiel das nicht, er holte mit seinem Maßkrug aus und wollte den "Grapscher" damit schlagen. Er verfehlte in jedoch, traf dafür dessen Freund. Diesem wurde die Nase gebrochen und der Schneidezahn ausgeschlagen. Bei dem Beschuldigten handelte es sich um einen 30-jährigen belgischen Staatsangehörigen. Der Geschädigte ist ein 22-jähriger Deutscher. Nach Rücksprache mit der Staatsanwalt wird der Belgier der Haftanstalt überstellt.
Wiesnreport vom Montag, 22.09.2003
Schlafende Betrunkene bestohlen - Zwei Täter festgenommen
Am 20.09.2003, gegen 19.20 Uhr, beobachteten Beamte der Wiesn-Wache eine männliche Person, die im Dunkeln bei einem Schlafenden in einem Gebüsch stand und sich bei Anblick der Beamten entfernte. Daraufhin kontrollierten die Polizisten die Person und fanden bei ihrer Durchsuchung zwei Handys, die dem Mann nicht gehörten. Auf Nachfrage gab der Mann an, er hätte die Handys in der Wiese gefunden. Die Einsatzkräfte weckten den Betrunkenen, der zunächst keine fehlenden Gegenstände bei sich feststellen konnte. Noch während der Überprüfung klingelte allerdings eines der Handys, das die Beamten sichergestellt hatten. Der eigentliche Besitzer, ein 30-jähriger Bauzeichner aus der Schweiz, hatte sein Handy angerufen um den Verbleib festzustellen. Er teilte den Beamten mit, dass er nach einigen Maß Bier auf dem Wiesenhang neben der Bavaria eingeschlafen wäre. Als er wieder aufwachte, war sein Handy aus der Hosentasche verschwunden. Daraufhin wurde der Tatverdächtige, ein 44-jähriger Angestellter aus Ansbach, festgenommen.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich am gleichen Tag gegen 23.30 Uhr. Beamte einer anderen Einsatzgruppe beobachteten einen Mann, einen 46-jährigen Münchner, wie er zu einem sogenannten Hangschläfer ging und ihm seinen Geldbeutel aus der Hose zog. Als der Täter flüchten wollte, griffen die Einsatzkräfte ein und nahmen ihn fest. Der Geschädigte, ein 23-jähriger Soldat aus den Vereinigten Staaten, erhielt seine Geldbörse so wieder zurück.
Wiesnreport vom Dienstag, 23.09.2003
Festnahme nach Taschendiebstahl auf der Wiesn
Am Dienstag, den 23.09.2003, gegen 01.30 Uhr, beobachteten zwei Angestellte eines Sicherheitsdienstes zwei Personen, die sich an einem schlafenden Betrunkenen zu schaffen machten. Während der jüngere Mann Aufpasserdienste leistete, tastete der ältere den Schlafenden ab, zog ihm die Armbanduhr aus und legte sie sich selber an. Zwischenzeitlich sprachen die Zeugen eine Diensthundestreife an, die die beiden Beschuldigten unverzüglich festnahmen und zur Wiesnwache verbrachten. Die beiden 25 und 21 Jahre alten Italiener, die sich in Deutschland als Touristen aufhielten, wurden in die Haftanstalt beim Polizeipräsidium München gebracht.
Wiesnreport vom Mittwoch, 24.09.2003
Raub unter Jugendlichen nach Wiesn-Besuch - Beethovenstrasse - fünf Täter festgenommen
Die fünf Beschuldigten kamen nach dem Festwiesen-Besuch an den Geschädigten vorbei, die am Boden saßen und sich Zigaretten drehten. Bei den Beschuldigten handelt es sich um drei extra aus Italien angereiste Wiesn-Touristen im Alter von 21, 23 und 27 Jahren, einen in München lebenden 17-jährigen Arbeitslosen und um einen 18-jährigen ledigen türkischen Schüler, der ebenfalls in München wohnhaft ist. Bei den Geschädigten handelt es sich um drei 22-jährige Frauen; davon eine in Hamburg geborene Krankenschwester, die in München wohnt, und zwei in München lebende Tunesierinnen. Die Beschuldigten setzten sich zu den Frauen auf den Boden. Es kam offensichtlich zu einem Streit mit einer anschließenden Schlägerei. Die einzelnen Tatbeteiligungen sind noch abzuklären. Nachdem sich die Auseinandersetzung so plötzlich wie sie begann, auch wieder beendet hatte, bemerkten die 22-Jährigen das Fehlen eines Rucksackes. Zufällig vorbeikommende Streifenbeamte gingen von einem Raubdelikt aus. Die noch am Tatort anwesenden Beschuldigten wurden festgenommen und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Am Montag, den 21.09.2003, meldete sich bei einer Geschädigten telefonisch der Finder des Rucksackes. Er wollte mit ihr eine Übergabe vereinbaren. Diesen Umstand meldete die Geschädigte der sachbearbeitenden Polizeidienststelle. Mit dem Finder wurde telefonisch erreicht, dass er den Rucksack beim BGS am Hauptbahnhof abgeben werde. Der Finder hinterließ einen falschen Namen und verschwand. Nach derzeitigen Ermittlungen kann nun ausgeschlossen werden, dass der Rucksack von den in Haft genommenen Beschuldigten als Raubgut bei der Auseinandersetzung entwendet wurde. Gegen die Beschuldigten wird nun nur noch wegen der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Die fünf Beschuldigten wurden vom zuständigen Staatsanwalt mittlerweile aus der Haftanstalt entlassen.
Schwere räuberische Erpressung mit Messer und anschließender sexueller Nötigung - Untermenzing
Am Montag, den 22.09.2003, war eine 18-jährige in Starnberg geborene Schülerin auf dem Nachhauseweg von der Wiesn. Sie war mit der S-Bahn und einem Linienbus unterwegs. Von der Haltestelle aus ging sie zu Fuß zum Wohnanwesen. Dabei bemerkte sie bereits den späteren Täter. Er hielt sich in der Nähe der Haltestelle auf. Im Verlaufe des Weges holte der unbekannte Mann die Schülerin ein und ergriff sie an ihrem Oberarm. Er hielt ihr sofort ein Messer an den Hals und forderte von dem Mädchen Bargeld. Erschrocken holte die Geschädigte aus ihrem Geldbeutel einen 50-Euro-Schein, den sie dem Täter aushändigte. Anschließend steckte der Täter das Messer weg, und sagte zu der 18-Jährigen, dass sie ihren Busen zeigen solle. Die Schülerin blieb aus Angst passiv. Dies nützte der Täter aus und fasste mit der Hand in den Dirndlausschnitt. Des weiteren führte er sexuelle Handlungen an sich selbst durch. Danach flüchtete der Mann zu Fuß in unbekannte Richtung. Das Mädchen rief von zu Hause aus auf Anraten der Mutter die Polizei.
Zur Beschreibung des Täters kann folgendes angegeben werden:
27 - 32 Jahre alt, ca. 175 - 180 cm groß, schlank, südländischer Typ, dunkles, dickeres, krauses oder lockiges Haar, bekleidet mit hellblauer Jeans, hellem T-Shirt oder dünnem beigen, oder weißen Pullover
Zur Bewaffnung:
Taschenmesser mit einer Klingenlänge von geschätzt zehn Zentimetern.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können werden gebeten, sich mit dem Kommissariat 212, unter der Tel.-Nr. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Wiesnreport vom Donnerstag, 25.09.2003
Straßenraub nach Wiesn-Besuch - Kirchtrudering
Nach einem Oktoberfestbesuch am Dienstag, 23.09.2003, gegen 24.00 Uhr, fuhr ein Münchner Ehepaar mit der U-Bahn in Richtung Neuperlach-Süd. Im gleichen Abteil saßen auch die beiden späteren Täter, von denen einer rauchte. Nachdem das Ehepaar den jungen Mann aufforderte das Rauchen einzustellen, begann dieser das Ehepaar zu beleidigen und tätlich anzugreifen. Die anderen Fahrgäste konnten dies jedoch unterbinden. Am U-Bahnhof Innsbrucker Ring stieg das Ehepaar in die U 2 um. Es konnte noch beobachten, wie die beiden Täter ebenfalls in die U 2 stiegen. Als sie dann an der Haltestelle "Am Moosfeld" ausstiegen, folgten ihnen die beiden Männer in einer Entfernung von ca. 20 - 30 Metern. Auf Höhe des Wohnanwesens in der Salzmesserstrasse hatten die beiden Täter ihre Opfer eingeholt. Einer der beiden Täter hielt dem Ehemann die Hand hin und sagte, dass er sich entschuldigen wolle. Als der Geschädigte ihm hierauf die Hand geben wollte, versetzte ihm der Täter einen Faustschlag ins Gesicht, wodurch der Geschädigte das Bewusstsein verlor. Seine 47-jährige Ehefrau wollte ihrem Mann nun zu Hilfe kommen. Auch sie bekam ihrerseits von einem der beiden Täter einen Fußtritt gegen den Kopf. Als sie am Boden lag, entstand zwischen der Geschädigten und einem der Täter ein Gerangel. In dessen Verlauf öffnete einer der Täter ihre umgehängte Handtasche und entwendete daraus ihren Geldbeutel sowie einen Schlüsselbund. Anschließend flüchteten die beiden Täter zu Fuß in unbekannte Richtung. Die Ehefrau begab sich zusammen mit ihrem Mann, der zwischenzeitlich wieder zu Bewusstsein gekommen war, nach Hause und verständigte von hier aus die Polizei. Wie die Geldbörse des Bewusstlosen 54-jährigen Lageristen abhanden kam, konnte bislang nicht geklärt werden. Die leichten Verletzungen der Ehefrau wurden ambulant in einem Münchner Krankenhaus behandelt. Der Lagerist wird wegen einer Gehirnerschütterung und mehrerer Prellungen stationär für einige Tage im Krankenhaus bleiben müssen.
Täterbeschreibung:
1. Ca. 19 - 20 Jahre alt, schlank, ca. 170 cm groß, südländisches Aussehen, evtl. Türke, kurze, schwarze Haare;
bekleidet mit dunkler Lederjacke, hellem Hemd, dunkler Hose;
2. Ca. 19 - 20 Jahre alt, schlank, ca. 170 cm groß, südländisches Aussehen;
bekleidet mit dunkler Lederjacke, weiteres nicht bekannt;
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können werden gebeten, sich mit dem Kommissariat 212, unter der Tel.-Nr. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Wiesnreport vom Freitag, 26.09.2003
Versuchter Taschendiebstahl durch 4 Kinder und einen Jugendlichen
Am 25.09.2003, gegen 19.00 Uhr, pöbelten vier Kinder und ein 14-jähriger Türke den 43-jährigen Geschädigten an. Bei den Kindern handelt es sich um zwei Deutsche, einen Vietnamese und einen Türken. Nachdem der Geschädigte sie zum Weitergehen aufgefordert hatte, verfolgten sie ihn zur Toilettenanlage nähe Riesenrad. Laut Auskunft von unbeteiligten Zeugen gab der 14-jährige gezielt Kommandos an die Kinder. Der Jugendliche versuchte dann den Geldbeutel des Geschädigten aus dessen Gesäßtasche zu ziehen. Zeugen hielten die Gruppe bis zum Eintreffen der Beamten der Festwiesenwache fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Kinder der Jugendschutzstelle im Behördenhof übergeben. Der 14-jährige wurde von seiner Tante bei der Festwiesenwache abgeholt.
Seriendieb festgenommen
Am 25.09.2003, gegen 16.15 Uhr, beobachteten Zivilbeamte der Festwiesenwache den 22-jährigen Beschuldigten, wie er an der Bavaria einen Ruchsack entleerte und aus verschiedenen Geldbörsen das Geld entnahm und es in seine Hosentasche steckte. Der Beschuldigte wurde daraufhin angesprochen, vorläufig festgenommen und zur Festwiesenwache verbracht. In seiner Vernehmung gab er mehrere Diebstähle von Rucksäcken und Taschen in Bierzelten seit Wiesnbeginn zu. Die Diebstähle, insgesamt ca. 7 Stück, wurden vom Beschuldigten und einem Mittäter der noch flüchtig ist, begangen. Tatbeute waren insgesamt ca. 700 bis 1000 Euro. Zudem wurden bei dem Täter noch mehrere Kreditkarten vorgefunden. Die Fahndungsmaßnahmen nach dem Mittäter sind eingeleitet. Der 22-Jährige wird dem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Festnahme eines Pkw-Aufbrechers
Am 26.09.2003, gegen 01.30 Uhr, hatten Zivilbeamte der Festwiesenwache gerade Dienstschluss, als sie Scheibenklirren aus Richtung des Behördenparkplatzes hörten. Sie begaben sich sofort dorthin und konnten einen 21-jährigen US-Bürger feststellen, der gerade zwei Pkw durch Einschlagen der Seitenscheiben aufgebrochen und bei einem Pkw den Seitenspiegel beschädigt hatte. Es handelte sich ausnahmslos um Privatfahrzeuge von Polizeibeamten. Tatbeute war eine Schachtel Zigaretten.
Körperverletzung durch Fußballfans von Roter Stern Belgrad
Am 25.09.2003, gegen 23.25 Uhr, wurde auf dem Busparkplatz ein Bundeswehrsoldat, der sich privat auf der Festwiese aufhielt, bewusstlos aufgefunden. Zwei Zeugen, ebenfalls Soldaten, gaben an, dass sich der Täter anschließend in den Bus der Fußballfans geflüchtet hatte. Da eine Feststellung des Täters nicht möglich war, wurden alle Businsassen überprüft. Insgesamt wurden 67 Personen kontrolliert. Auch war eine Identifizierung des Täters weder durch den Geschädigten, noch durch die Zeugen möglich. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen konnte der Bus seine Fahrt fortsetzen. Der geschädigte Soldat trug keine sichtbaren Verletzungen davon.
Wiesnreport vom Samstag, 27.09.2003
Am Samstag erscheint kein Pressebericht.
Wiesnreport vom Sonntag, 28.09.2003
Maibaumkletterer vor dem Bräuroslzelt
Gestern Abend, um 17.20 Uhr, kletterte ein 21-jähriger italienischer Staatsbürger auf den Maibaum vor dem Bräuroslzelt. Beamte der Festwiesnwache wurden gerufen, die den angetrunkenen Mann zur Aufgabe seines Vorhabens überreden konnten. Nachdem der 21-Jährige herabgestiegen war, erhielt er von den Beamten einen Platzverweis und wurde zum Ausgang der Wiesn begleitet.
Festgenommener begeht in der Wiesnwache weitere Straftaten
Ein 41-jähriger nigerianischer Wiesnbesucher wurde am Freitagabend 26.09.2003, um 21.25 Uhr, in der Wirtsbudenstrasse nach einer gefährlichen Körperverletzung vorläufig festgenommen. Im Verlauf einer verbalen Auseinandersetzung hatte er in einem Festzelt einen anderen Gast einen Maßkrug auf den Kopf geschlagen. Nachdem Beamte der Wiesnwache den Mann zum Behördenhof gebracht hatten, sollte er in die Hafträume gebracht werden. Auf dem Weg dorthin schlug er mit der flachen Hand einer jungen Polizeibeamtin auf den Po. Damit jedoch nicht genug. Kurze Zeit später wurde festgestellt, dass er in der Zelle einen ebenfalls festgenommenen 32-jährigen Polen zur Herausgabe einer Armbanduhr im Wert von 15 Euro erpresst hatte. Der Mann wird sich nun auch wegen einer räuberischen Erpressung und einer Beleidigung mit sexuellem Hintergrund verantworten müssen.
Taschendieb nach Videoüberwachung festgenommen
Nach einem durchzechten Wiesnabend, legten sich zwei 23- und 27-jährigeTouristen aus Norddeutschland auf dem Hügel hinter dem Hofbräuzelt schlafen. Am Samstag früh 27.09.2003, gegen 00.45 Uhr, wurde auf dem Videomonitor ein 43-jähriger Mann beobachtet, der gezielt um die schlafenden Wiesnbesucher herumschlich. Schließlich setzte er sich neben die Schlafenden auf den Boden und zog deren Geldbörsen heraus. Als er sich mit seiner Beute entfernen wollte, wurde er von hinzugeführten Polizeibeamten festgenommen. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten eine weitere schwarze Geldbörse, deren Herkunft bisher noch unklar ist. Zur Lösung der Haftfrage wird er dem Haftrichter vorgeführt.
Skinheads nach gefährlicher Körperverletzung festgenommen
Gestern Abend, um 23.30 Uhr, kam es aus einer Gruppe von etwa sieben Personen, ohne ersichtlichen Grund, zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit drei irakischen Staatsbürgern. Der 32-jährige Ronny S., der 30-jährige Vitalij M., und ein bislang weiterer unbekannte Mann, pöbelten drei 25- 32-und 33-jährige Iraker in der Oktoberfeststasse an. Ronny S. versetzte sofort einem Iraker einen Faustschlag ins Gesicht, einen anderen schlug er ebenfalls auf den Kopf. Diese beiden Iraker erlitten leichte Verletzungen. Ein dritter bislang unbekannter Mann aus dieser Gruppe verletzte den dritten 25-jährigen Iraker durch einen Schlag mit einem Maßkrug auf den Kopf schwer. Der Mann erlitt eine Gehirnerschütterung sowie eine längere Platzwunde über dem Auge. Er musste zur stationären Behandlung für eine Nacht in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Täter flüchtete sofort nach dieser Aktion. Eine Streife der Wiesnwache wurde auf den Vorfall aufmerksam und schritt ein. Ronny S. leistete bei seiner Festnahme erheblichen Wiederstand und beleidigte die einschreitenden Beamten. Die beiden festgenommenen Täter sind der Skinhead-Szene zuzurechnen. Sie wurden nach Blutentnahme und Vernehmung zur weiteren Sachbearbeitung der Haftanstalt überstellt und werden heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Das Staatsschutzkommissariat hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zwei Vergewaltigungen auf dem Oktoberfest mit jeweils einer Täterfestnahme
Nach einem ausgedehnten Wiesnbesuch mit Freunden und Bekannten legte sich am gestrigen Samstag eine 21-jährige amerikanische Studentin aus Wien auf die angrenzende Grünanlage hinter den Bierzelten. Sie wurde wach, als eine zunächst unbekannte männliche Person versuchte, ihr einen Zungenkuss zu geben. Die Frau schob den Mann von sich weg, was ihr letztendlich aber nicht gelang. Schließlich öffnete der Täter ihren Gürtel und führte seine Hand in ihre Hose, wo er sexuelle Handlungen durchführte. Ein Feldjäger, der zusammen mit einer Gruppe Polizeibeamten hinter den Zelten patrouillierte, wurde auf die Situation aufmerksam. Bei der Kontrolle des vermeintlichen Liebespärchens wurde der strafrechtliche Hintergrund bekannt. Der 54-jährige Täter, eine Elektriker aus Essen, wurde festgenommen. Bereits am Vortag konnten Beamte der Wiesnwache in ähnlicher Situation einen 20-jährigen Schüler festnehmen. Der Mann hatte eine 32-jährige stark alkoholisierte Frau an der Theresienhöhe beim Verrichten der Notdurft beobachtet. Als er versuchte sie mit der Hand im Genitalbereich zu berühren, stürzte die Geschädigte nach vorne und schlug sich dabei einen Zahn aus. Der Täter flüchtete, konnte aber nach wenigen Metern von den ihn verfolgenden Beamten festgenommen werden. Eine Vernehmung der geschädigten Frau war wegen deren Alkoholisierung bis dato noch nicht möglich.
Wiesnreport vom Montag, 29.09.2003
Handtaschenraub auf dem Heimweg von der Wiesn
Am Sonntag, den 28.09.2003, gegen 01.30 Uhr, befand sich eine 27-jährige Amerikanerin in der Senefelderstrasse auf dem Heimweg von der Wiesn, als sie plötzlich von zwei unbekannten Männern überfallen wurde. Im Vorbeilaufen riss einer der Männer, ein ca. 23-jähriger Mann, an der Handtasche der 27-jährigen New Yorkerin. Da die junge Frau die Tasche zunächst festhalten konnte, kam ein zweiter Mann hinzu und zog der Frau den Arm auf den Rücken. Anschließend flüchteten die zwei rabiaten Räuber mit ihrer Beute, einer schwarzen "Prada"-Handtasche mit Inhalt, in unbekannte Richtung.
Täterbeschreibung:
1. Haupttäter: Ca. 23 Jahre alt, etwa 190 cm groß, dunkle, kurze Haare, trug weißes T-Shirt und dunkle Jeans;
2. Täter: Kleiner als Täter 1), trug rotes Hemd
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Handtaschenraub machen können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 211, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Zwei Diensthundeführer von Familie angegriffen
Am 28.09.2003, gegen 22.15 Uhr, befanden sich zwei Diensthundeführer der Festwiesenwache auf Fußstreife, als sie eine französische Verkäuferin mit Wohnsitz in München, feststellten, die aus dem Festzelt "Bräurosl" rannte und hierbei gegen einen abgestellten Mülleimer stieß. Auf Zuruf durch die Beamten blieb sie stehen. Im Verlauf des Gesprächs gab sie einem der Polizeibeamten eine Ohrfeige. Kurz darauf kamen noch ein 22-jähriger französischer Arbeitsloser und ein 29-jähriger Restaurantmanager, beides Touristen und Verwandte der Frau, hinzu und schlugen von hinten auf die Beamten ein. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem alle Beteiligten zu Boden gingen. Ordner aus dem oben genannten Festzelt, die auf den Vorfall aufmerksam wurden, kamen den Beamten zu Hilfe. Mit deren Unterstützung konnten die Personen überwältigt werden. Bei einem der Touristen konnte ein Schlagring aufgefunden werden. Alle Beschuldigten wurden zur Festwiesenwache verbracht. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurden die Beschuldigten wieder entlassen.
Festnahme eines polnischen Taschendiebes
Am 27.09.2003, gegen 20.15 Uhr, befand sich ein 30-jähriger slowenischer Tourist auf dem Oktoberfest in der Wirtsbudenstrasse, als er von einem ihm unbekannten Mann angesprochen wurde. Obwohl der Tourist angetrunken war, bemerkte er trotzdem, wie ihm zeitgleich eine weitere männliche Person, die offensichtlich mit dem "Ansprecher" in Verbindung stand, die Geldbörse aus der hinteren rechten Hosentasche zog. Während der Täter, der die Geldbörse entwendet hatte, mit seiner Tatbeute entfliehen konnte, gelang es dem Geschädigten den Mittäter festzuhalten und der Polizei zu übergeben. Die zweite Person konnte trotz Fahndungsmaßnahmen nicht gefasst werden.
Zwei Italiener nach Kameraraub auf der Wiesn festgenommen
Am Sonntag, den 28.09.2003, gegen 18.00 Uhr, hielt sich eine australische Touristin mit ihren Freunden hinter dem Hofbräuhauszelt auf der Wiesn auf, um dort ein Erinnerungsfoto von einem betrunkenen, eingeschlafenen "Mittrinker" zu fertigen. Die Australierin hatte zwei Fotoapparate in der Hand wobei sie mit einer ein Foto machte, die zweite in der anderen Hand hielt. Plötzlich trat ein 27-jähriger Italiener von hinten an die Australierin heran und riss ihr beide Kameras aus der Hand. Er und sein Helfer, ein 26-jähriger Italiener aus Mailand, flüchteten in Richtung der Bavaria, wobei der 26-Jährige dem 27-jährigen Räuber den Weg durch die Menschenmassen frei machte. Ein Bekannter der 23-jährigen Australierin verfolgte die beiden Räuber und konnte den 27-jährigen Italiener kurz darauf zu Boden bringen. Sicherheitskräfte des Hofbräuhauszeltes unterstützten bei der Festhaltung bis eine Einsatzgruppe der Wiesnwache kam und den 27-jährigen Täter und seinen 26-jährigen Helfer festnehmen konnten. Die geraubten Kameras konnten der Australierin wieder ausgehändigt werden. Die beiden Italiener waren erheblich alkoholisiert; sie werden dem Ermittlungsrichter beim Polizeipräsidium München heute vorgeführt.
Wiesnreport vom Dienstag, 30.09.2003
Belgischer Wiesnbesucher wird Opfer eines "KO-Tropfen" Raubes
Seinen Wiesnbesuch wird ein 65-jähriger belgischer Arbeiter in nicht guter Erinnerung behalten. Der Tourist war am Samstag, den 27.09.2003, beim Münchner Oktoberfest. Auf dem Heimweg von der Wiesn verlor er seine Arbeitskollegen aus den Augen. Kurz danach begegnete er einer unbekannten Frau (spätere Täterin). Diese bot ihm an, ihn ins Hotel zu begleiten. Weiter ist bekannt, dass im Laufe der Begegnung der Wiesntourist von dieser Frau ein Getränk annahm und anschließend - seinen Angaben nach - einen "Filmriss" erlitt. In einer Lagerhalle sei er wieder zu sich gekommen und mit einem Taxi zum Hotel zurückgefahren. Dort stellte er den Verlust von Bargeld und seines wertvollen Schmuckes fest. Der unbekannten Frau fielen 500 Euro eine Armbanduhr Marke "Edele" sowie zwei Brillantringe in die Hände. Von der Täterin ist dem belgischen Wiesnbesucher folgendes Aussehen in Erinnerung: 25 - 30 Jahre alt, ca. 160 cm groß, schlanke Figur, schwarze, schulterlange und gelockte Haare. Sie trug auffallend einen "Wiesenhut". Weiteres ist dem Mann nicht bekannt.
Ehrlicher Finder gibt Bedienungsgeldbeutel mit mehreren 100 Euro ab
Vom diesjährigen Oktoberfest gibt es einen sehr erfreulichen Anlass zu berichten. Ein männlicher Wiesnbesucher, der nicht näher benannt werden möchte, entdeckte auf seinem Nachhauseweg vor einem Bierzelt einen Geldbeutel einer Bedienung. Der ehrliche Finder begab sich direkt zur Polizei, in den Behördenhof, und gab den Fundgegenstand mit samt seinem Inhalt in Höhe von mehreren 100 Euro sowie 69 Bedienungsmarken ab. Er gab an, dass er auf jeglichen Finderlohn verzichten wolle. Als Fundzeit wurde der 29.09.2003, gegen 23.00 Uhr, festgehalten. Der Geldbeutel wird heute einem Verantwortlichen des Festzeltes übergeben. Die Bedienung wird sich über den ehrlichen Finder sicher sehr sehr freuen.
Raub einer Plastiktüte vor Wiesn-Zelt
Am Montag, den 29.09.2003, gestattete sich ein 20-jähriger kanadischer Soldat vor dem bevorstehenden Einsatz in Afghanistan noch einen Besuch auf dem Münchner Oktoberfest. Nach dem Genuss von drei Maß Bier wurde er vor der Toilette von einem unbekannten Mann angesprochen. Der Fremde forderte von dem Soldaten zunächst Geld, zog aber schließlich ein Messer und bedrohte den Soldaten damit. Dieser händigte ihm dann eine Plastiktüte mit persönlichen Gegenständen und seinem Militärausweis aus. Daraufhin entfernte sich der Täter in unbekannte Richtung.
Folgende Beschreibung liegt von dem Täter vor:
Ca. 30 Jahre alt, kurze krause Haare, vermutl. Afrikaner, dunkel bekleidet, Dreitagebart
Handtaschenraub auf dem Heimweg von der Wiesn war vorgetäuscht
zum Wiesnpressebericht vom Montag 29.09.2003
Wie berichtet, zeigte eine 27-jährige Amerikanerin an, auf dem Heimweg von der Wiesn von zwei unbekannten Männern ihrer "Prada-Handtasche" beraubt worden zu sein. Als die Geschädigte am 29.09.2003 zu weiteren Angaben bei der Polizei in der Ettstrasse erschien, stellte der Sachbearbeiter fest, dass die Frau ihr angeblich geraubtes Scheckbuch und ihren Ausweis noch bei sich hatte. Die 27-jährige Amerikanerin wurde über die Konsequenzen ihres Handelns belehrt. Angaben zu den nunmehr gegen sie erhobenen Beschuldigungen machte sie keine mehr. Sie wird heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Sieben Personen schlagen BRK-Helfer
Ein 43-jähriger verheirateter Münchner Polizeibeamter verrichtet als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes zur Zeit Dienst auf dem Oktoberfest. Am 28.09.2003, gegen 22.15 Uhr, bemerkte er, wie ein bislang unbekannter Täter von außen gegen den Rollladen der BRK-Wache schlug. Der BRK-Helfer verließ daraufhin die Wache und ging einer Gruppe von Jugendlichen nach, die er im Verdacht hatte, den Schlag verursacht zu haben. An der nächsten Querstrasse schlug eine Person mit voller Wucht gegen ein Kassenhäuschen eines dort befindlichen Fahrgeschäfts. Daraufhin stellte der Mitarbeiter des BRK die Gruppe zur Rede und wollte diese bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Dies gelang ihm jedoch nicht, da die Gruppe mittlerweile auf zehn bis zwölf Personen angewachsen war. Einige schlugen mit Fäusten und Füßen auf ihn ein. Es gelang ihm nur mühsam die Angreifer abzuwehren. Der Vorfall wurde von der Videoüberwachung der Wiesn-Einsatzzentrale beobachtet. Eine kurz darauf eingetroffene Einsatzgruppe konnte dann sieben Beschuldigte, die vom Geschädigten gezeigt wurden, festnehmen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Personen zwischen 15 und 27 Jahren. Die Staatsanwaltschaft klärte am 29.09.2003 die Haftfrage. Die Beschuldigten wurden entlassen. Der Geschädigte erlitt mehrere Prellungen im Gesicht und am Körper. Er begibt sich nach eigenen Aussagen zu seinem Arzt.
Wiesnreport vom Mittwoch, 01.10.2003
Bulgarischer Taschendieb am Wiesneingang festgenommen
Am 30.09.2003, gegen 22.30 Uhr, erkannte ein 37-jähriger Münchner Zeitungsverkäufer am Haupteingang der Wiesn eine Person, die seinen entwendeten Rucksack trug. Verständigte Polizeibeamte nahmen den 30-jährigen bulgarischen Touristen daraufhin vorläufig fest. Im Rahmen der Durchsuchung konnten mehrere Bank- und Kreditkarten, ausgestellt auf verschiedene Namen, 300 Euro Bargeld, 68.300 Dong (vietnamesische Währung) und ein Mobiltelefon der Marke Sony sichergestellt werden. Diese stammten offensichtlich von verschiedenen Diebstählen. Der bulgarische Tourist wird dem Haftrichter vorgeführt.
Schütze nimmt Luftgewehr als Trophäe mit
Am Mittwoch, den 01.10.2003, gegen 02.45 Uhr, rief ein 42-jähriger Taxifahrer aus München bei der Polizei an und teilte mit, eben einen Fahrgast befördert zu haben, der ein Luftgewehr mit sich geführt hatte. Als die Polizisten am Einsatzort eintrafen, zeigte der Taxifahrer die Wohnung, in die sein Fahrgast verschwand. Auf Klopfen hin öffnete ein 20-jähriger Student. Auf die Frage woher er das Luftgewehr habe, antwortete er, es auf der Wiesn "mitgenommen" zu haben. Der Heranwachsende wurde daraufhin festgenommen und auf die Polizeiinspektion 14 (Milbertshofen) gebracht. Das Gewehr wurde sichergestellt, konnte jedoch bislang noch keinem Diebstahl oder Einbruch auf einen Schießbudenstand zugeordnet werden. Bei seiner Vernehmung gab der Tatverdächtige an, mit dem Gewehr in eine U-Bahn gestiegen zu sein. Da er jedoch alkoholisiert war, stieg er eine U-Bahnstation zu früh aus und musste von da aus ein Taxi nehmen. Nach seiner Vernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der 20-Jährige entlassen.
Raub eines Handys
Am 30.09.2003, gegen 23.45 Uhr, hielten sich die beiden angetrunkenen Geschädigten, zwei Schweizer Touristen im Alter von 19 und 18 Jahren, in der Schaustellerstrasse auf und unterhielten sich mit zwei Mädchen. Im Laufe der Unterhaltung kam eine mehrköpfige Gruppe, von vermutlich deutschen und italienischen Jugendlichen, auf die beiden Schweizer zu und rempelten zunächst einen davon an. Als sich der zweite Schweizer daraufhin einschaltete, wurden beide zu Boden geschlagen und getreten. Während der Auseinandersetzung entwendete die Tätergruppe das Handy und flüchteten zu Fuß in unbekannte Richtung. Der 18-jährige Schweizer erlitt Abschürfungen am Ellbogen sowie Prellungen am ganzen Körper. Das geraubte Handy hatte einen Wert von ca. 500 Euro. Aufgrund des angetrunkenen Zustandes der beiden Geschädigten konnten keine genauen Beschreibungen und Anzahl der Täter mitgeteilt werden.
Wiesnreport vom Donnerstag, 02.10.2003
Gefährliche Körperverletzung mit Maßkrug
Am 30.09.2003, um 21.45 Uhr, setzte sich ein 24-jähriger südafrikanischer Tourist unaufgefordert an den Tisch eines 36-jährigen Münchners. Der Münchner forderte den Südafrikaner auf, den Tisch zu verlassen. Daraufhin schlug der Beschuldigte dem Geschädigten den Maßkrug auf den Kopf. Das Opfer erlitt dadurch erhebliche Kopfplatzwunden. Der Maßkrugschläger wurde von Security-Angehörigen der Wiesn-Wache übergeben.
Wiesn-Gast durch Trickdiebe bestohlen
Eine 44-jährige Frau aus dem Landkreis München befand sich am Mittwoch Abend, um 22.00 Uhr, in einem Festzelt auf dem Oktoberfest und hatte ihre Handtasche dabei auf dem Tisch liegen. Kurz bevor die Dame mit ihrem Mann nach Hause gehen wollte, kam eine Gruppe von 4 bis 5 Personen, darunter auch eine Frau, an den Tisch. Die Unbekannte setzte sich der Geschädigten auf den Schoß, gab deren Ehemann einen Fotoapparat und bat ihn ein Bild zu machen. Anschließend entfernte sich die Gruppe wieder. Zur gleichen Zeit stellte die 44-Jährige fest, dass ihre Handtasche mit Bargeld und sonstigem Inhalt verschwunden war. Eine Beschreibung konnte die bestohlene Münchnerin nicht abgeben.
Handtaschendiebe festgenommen
Eine Einsatzgruppe der Festwiesenwache wurde am Mittwoch Abend, um 18.15 Uhr, in ein Zelt gerufen, da dort ein Handtaschendieb festgehalten werde und ein weiterer Täter flüchtig sei. In dem Zelt konnten bereits nach kurzer Zeit insgesamt drei Täter ermittelt und festgenommen werden. Es handelt sich bei ihnen um drei Deutsche im Alter von 16, 19 und 22 Jahren. Sie hatten eine Handtasche dabei, die definitiv nicht ihnen gehörte, bisher aber auch niemandem zugeordnet werden konnte. Auf der Festwiesenwache entledigte sich der 16-Jährige eines Handys, was jedoch von den Beamten bemerkt wurde. Nach erstem Leugnen gab er dann zu, auch dieses Handy entwendet zu haben. In der Wohnung des festgenommenen 22-Jährigen konnten noch fünf Handys und eine Digi-Cam, die die Eltern nicht kannten, aufgefunden und sichergestellt werden. Die Herkunft dieser Gegenstände muss noch geklärt werden. Nach den erfolgten polizeilichen Maßnahmen wurden alle Täter wieder entlassen.
Wiesnreport vom Freitag, 03.10.03
Gefährliche Körperverletzung mit Maßkrug
Wie erst jetzt bekannt wurde, wurde ein 39jähriger Münchner am 27.09., zwischen 21.00 und 22.00 Uhr, in der Wirtsbudenstraße von einem Unbekannten mit einem Maßkrug niedergeschlagen und schwer verletzt. Der Systemadministrator war zur genannten Zeit auf einen Streit zwischen zwei Personen aufmerksam geworden und wollte diesen Streit schlichten. Während er einen der Kontrahenten wegziehen wollte, warf ihm dessen Gegner einen Maßkrug an den Kopf. Der Verletzte ging dann noch selbst zur Sanitätsstation und wurde von dort aus mit einem Schädelbruch in ein Krankenhaus gebracht. Vom Täter und dessen Gegner liegen leider keine Beschreibungen vor.
Zeugenaufruf:
Personen, die diese Auseinandersetzung beobachtet haben, oder Hinweise auf den Maßkrugwerfer geben können, werden gebeten, sich mit den Polizeipräsidium München, Kommissariat 123, Telefon 089/2910-0 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Polizeibeamter bei Festnahme verletzt
Zivilkräfte der Festwiesenwache beobachteten heute Nacht, um 00.45 Uhr, einen 33jährigen Deutschen, als er hinter der Bavaria Rauschgift konsumierte. Bei der Verfolgung des flüchtigen Täters rutschte ein 31jähriger Beamter auf den Schottersteinen aus und zog sich dabei Schürfwunden an der rechten Hand und am rechten Ellenbogen sowie eine Gelenkkapselverletzung zu. Der Beamte wurde beim Roten Kreuz versorgt; der Täter konnte festgenommen werden.
Seriendiebe festgenommen
Eine Wiesn-Besucherin bemerkte gestern Abend, kurz vor halb zehn, wie eine 51jährige Serbin mit ihrem Rucksack flüchtete. Die Bestohlene verfolgte die Diebin und riss ihr den Rucksack wieder von der Schulter. Festzeltordner, die auf die Auseinandersetzung zwischen den beiden Frauen aufmerksam wurden, hielten die Täterin bis zum Eintreffen der Polizeibeamten fest. Sowohl die 51jährige wie auch ihre 12jährige Tochter hatten eine Vielzahl von Taschen, Rucksäcken und anderen Gegenständen bei sich, die sie offensichtlich ebenfalls gestohlen hatten. Eine weitere Geschädigte, die kurze Zeit später zur Anzeigenerstattung auf der Wiesn-Wache erschien, erkannte unter dem sichergestellten Diebesgut ihr Eigentum wieder. Nach erfolgten polizeilichen Maßnahmen wurde die diebische Mutter wieder entlassen, ihre Tochter kam in die Obhut ihrer Großmutter. Das Jugendamt wird von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt.
Festnahme eines Maßkrugschlägers
Als eine Einsatzgruppe der Festwiesn-Wache gestern Abend, um 22.50 Uhr, mit einem Festgenommenen auf dem Rückweg zur Wache war, bemerkten sie vor einem Festzelt einen 20jährigen Deutschen, der auf den Knien am Boden kauerte und seine Arme schützend über seinen Kopf hielt. Hinter ihm stand ein 41jähriger deutscher Kaufmann, der mit einem zerbrochenen Maßkrug vor den Augen der Polizei mehrmals auf den Kopf des am Boden Knieenden einschlug. Die Beamten schritten sofort ein, nahmen den Täter fest und sorgten für die ärztliche Versorgung des Schwerverletzten. Der 20jährige erlitt erhebliche Verletzungen an den Unterarmen, eine Sehne wurde durchtrennt. Zudem erlitt er auch noch massive Kopfplatzwunden. Der Täter wurde festgenommen und der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt.
Auf den Hund gekommen
Beamte der Wiesn-Polizei fanden gestern Abend, um 19.00 Uhr, hinter einem Fahrgeschäft einen schwarzen Mischlingshund, der dort angebunden war. Neben dem Hund befand sich ein handschriftlicher Zettel mit der Nachricht "Bin auf dem Oktoberfest. Ich schaue ab und zu nach dem Hund." Die Beamten ergänzten die Nachricht mit dem Hinweis "Ihr Hund ist bei der Polizei" und brachten den Mischling auf die Wache.
Wiesnreport vom Samstag, 04.10.03
Am Samstag erscheint kein Pressebericht.
Wiesnreport vom Sonntag, 05.10.03
Schlägerei fordert Schwerverletzten
Am Freitagabend, 03.10.2003, gegen 21.30 Uhr, gerieten aus bislang noch nicht geklärten Grund der 26-jährige Dean E. aus Südafrika und der 29-jährige Timothy D. aus Australien mit einem 20-jährigen italienischen Studenten und einer 27-jährigen ungarischen Angestellten in Streit. Bei der anschließenden körperlichen Auseinandersetzung versetzte Dean E. dem Studenten mehrere Kopfstösse. Auch Timothy D. schlug auf den Italiener mit Faustschlägen ein. Von unabhängigen Zeugen wurde das Vorgehen der beiden Beschuldigten als äußerst brutal beschrieben. Der 20-jährige Italiener wurde bei der Schlägerei schwer verletzt und musste zur stationären Behandlung in eine Klinik eingeliefert werden. Er erlitt Platzwunden, Prellungen und Blutergüsse im Gesicht. Möglicherweise trug er auch eine Schädelfraktur davon. Die 27-jährige Ungarin war bei der Schlägerei unbeteiligt, wurde aber durch den Glassplitter eines Maßkruges am Arm verletzt. Nachdem die beiden Schläger von der Polizei festgenommen und zur Zelle der Wiesn-Wache verbracht worden waren, kam es dort zu einer weiteren Auseinandersetzung mit einem 35-jährigen Berliner, der zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen worden war. Die beiden Beschuldigten hatten sich durch das laute Herumgeschreie des Mannes gestört gefühlt. Der südafrikanische Ingenieur Dean E. packte daraufhin den Mann mit beiden Händen am Hals, um ihn zu würgen. Der Geschädigte begann zu schreien, woraufhin eine Polizeibeamtin aufmerksam wurde und dazwischen ging. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch Timothy D. bereits den Berliner angegriffen und ihn in den Schwitzkasten genommen. Beide Festgenommenen werden dem Haftrichter wegen gefährlicher Körperverletzung in Mittäterschaft vorgeführt.
Wiesn-Besucher bezahlen mit Falschgeld
Am Freitagnachmittag, um 17.50 Uhr, versuchten der 21-jährige Johann O. und der 21-jährige deutsche Stefan T. die Verkäuferin eines Andenkenverkaufsstandes mit einer 50 Euro-Blüte zu betrügen. Die beiden Männer hatten den 50 Euro-Schein offensichtlich mit einem Farbkopierer hergestellt. Die Männer gaben an, zwei Hüte erwerben zu wollen und händigten der Verkäuferin den falschen Schein aus. Nachdem sich das Papier komisch anfühlte, sprach die Standlbesitzerin eine zufällig vorbeikommende Streife auf den Vorfall an. Die noch in der Nähe herumstehenden Beschuldigten wurden festgenommen. Den Geldschein hatten sie vorher zusammengeknüllt und auf den Boden in eine Pfütze geworfen. Die Druckerschwärze hatte sich im Wasser bereits leicht verwaschen. Der falsche Geldschein wurde von den Beamten sichergestellt und wird dem Bayer. Landeskriminalamt zur weiteren Sachbearbeitung übersandt. Die beiden Männer werden sich nun wegen des "Inverkehrbringens von Falschgeld" verantworten müssen. Nach Durchführung der ersten polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder entlassen.
Geist schlägt Italiener
Ebenfalls am Freitag, gegen 23.00 Uhr, wurde eine Polizeistreife zu der "Geisterbahn mit den lebenden Geistern" gerufen. Ein italienischer Tourist hatte die Polizei verständigt, weil er angeblich geschlagen wurde. Wie sich herausstellte, hatte er während der Fahrt in der Geisterbahn von einem etwas übereifrigen Geist eine Ohrfeige bekommen. Nach einem längerem Gespräch zwischen dem italienischen Touristen und dem "Ohrfeigengeist" gelang es der Polizeistreife den Streit zu schlichten. Der Italiener erhielt eine Freifahrt, die er diesmal ohne Ohrfeige überstand.
Betrunkener greift Bedienung an
Ein 32-jähriger italienischer Arbeiter tanzte am Freitagabend stark alkoholisiert auf der Bank in einem Festzelt. Eine 46-jährige österreichische Bedienung forderte den Mann auf, von der Bank zu steigen, woraufhin der Italiener mit seinem Maßkrug nach der Frau warf, deren Kopf aber knapp verfehlte. Im Anschluss daran zerschlug der Arbeiter einen Maßkrug auf dem Tisch, packte den Biertisch und schleuderte in gegen die Bedienung. Die Frau stürzte, griff dabei in die Scherben und zog sich Schnittverletzungen an der rechten Hand zu. Der Italiener wurde verständigten Polizeibeamten übergeben, die ihn auf die Wache brachten. Dagegen sträubte er sich und versuchte einem Beamten einen Kopfstoß zu geben. Der Staatsanwalt setzte eine Sicherheitsleistung in Höhe von 805 Euro fest, die der Italiener bezahlte. Anschließend wurde er wieder entlassen.
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