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06.06.2011, PP München


Die Münchner Polizei auf dem Oktoberfest 2005


Wiesnreport vom Montag, 03.10.2005


1643. Vorläufige Wiesnbilanz 2005


Für die Münchner Polizei stellte auch die Wiesn 2005 eine große Herausforderung dar. Um die Sicherheit für Mitwirkende und für die Besucher des Oktoberfestes zu gewährleisten, waren etwa 300 Polizei- und Kriminalbeamte im Dienst; weitere 150 Zusatzkräfte standen im Umfeld zur Verfügung.


In den ersten 16 Tagen mussten mit 1825 Einsätze 39 weniger (-2%) erledigt werden (2004: 1864 Einsätze). Damit konnte der seit 2002 anhaltende Trend von Einsatzzunahmen gestoppt werden. Aus Sicht des Polizeipräsidiums München verlief das Oktoberfest 2005 geordneter und ruhiger als im Vorjahr. Die kurzfristig umgesetzten Maßnahmen der Landeshauptstadt München trugen zu einer spürbaren Entspannung bei. So musste bis 18.00 Uhr der Schallpegel der Musikkapellen reduziert und auf anheizende Musik in den Zelten verzichtet werden. Aber auch die Erhöhung der Anzahl der Toiletten, ein optimiertes Raumkonzept wie z.B. eine Verlegung des Wiesn-Treffs, verbesserte Rettungswege, Beachtung der festgelegten Höchstbesucherzahlen in den Festzelten etc. sowie die rechtzeitige Schließung der Zelte und mehr eingesetzte Ordner zeigten Wirkung. Die letztes Jahr noch bedenklichen Situationen infolge Überfüllung in den Zelten und in der Wirtsbudenstraße und damit einhergehende aggressive Reaktionen haben abgenommen. So waren auch sichtbar weniger Maßkrugscherben auf dem Wiesngelände vorzufinden.


Damit wurde ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht. Der Arbeitskreis „Sicherheit auf dem Oktoberfest“ wird hier seine Arbeit fortsetzen.
Die Polizei konnte aufgrund der spürbar entspannteren Atmosphäre auf der Wiesn mit ihren Kräften besser haushalten; es standen jederzeit noch Einsatzreserven zur Verfügung, um auf evtl. Störungen reagieren zu können. Die Beamten der Wiesnwache konnten so erkennbare Brennpunkte durch polizeiliche Präsenz verbessern, was auch die gestiegene Zahl der Festnahmen auf Eigeninitiative belegt.
So wurden bis Montag, 03.10.2005, 06.00 Uhr, insgesamt 754 Freiheitsentziehungen durchgeführt. Gegenüber dem Vorjahr mit 746 Freiheitsentziehungen entspricht dies einer Steigerung von 1,07 %. Auf dem Sektor des Taschen-diebstahls konnten durch die überaus erfolgreich agierende Fahndungsgruppe deutliche Verbesserungen bei den Festnahmezahlen erzielt werden. Ein weiterer Aspekt ist, dass immer mehr Straftaten durch die Videoüberwachung erkannt werden und die eingesetzten Beamten die Straftäter auf frischer Tat festnehmen können. Es ist dieses Jahr gelungen, nicht nur bei der Quantität und Qualität der Freiheitsentziehungen eine Steigerung zu erzielen, sondern eben auch die polizeiliche Einsatzbewältigung nochmals qualitativ zu verbessern.
Zudem ist erfreulich, dass trotz fast gleichbleibender Einsatz- und Festnahmezahlen insgesamt weniger Delikte bekannt geworden sind. Dieses Ergebnis wird sogar getragen von so typischen Straftaten wie z.B. Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung.


Erstmals waren auf der Wiesn fünf italienische Polizeibeamte der Polizia di Stato im Einsatz. Am mittleren Wochenende, das erfahrungsgemäß am stärksten von italienischen Gästen besucht wird, begleiteten die italienischen Kollegen die Einsatzgruppen. Im Vordergrund stand vor allem der kommunikative Bereich. Durch die Sprachkenntnisse konnten eine Reihe von Problemen unmittelbar vor Ort gelöst werden. Neben dem immensen Medieninteresse war eine äußerst positive Resonanz bei italienischen, aber auch bei deutschen Gästen zu beobachten.


Die Bundespolizei unterstützte den Oktoberfesteinsatz an den S-Bahnhaltestellen Hackerbrücke, Ostbahnhof und Hauptbahnhof. Auch sie wurden wie bereits seit 2001 von Kollegen der italienischen Bahnpolizei aus Südtirol begleitet (s. Beilage).


Die Anzahl der bekannt gewordenen Delikte liegt mit 1304 um 23% unter dem Vorjahr (2004: 1690 Delikte). Dieser erfreuliche Trend schlägt sich teilweise in den Fallzahlen der einzelnen Delikte wieder. Bei den Sexualstraftaten wurde zwar eine Vergewaltigung mehr bekannt (2004: 2; 2005: 3) bei den sexuellen Nötigungen (Unsittliches Berühren, Fotografieren unter dem Rock, etc.) wurden 22 angezeigt, im vergangenen Jahr war es ein Delikt mehr. Besonders positiv fällt die Bilanz im Bereich der Körperverletzung und gefährlichen Körperverletzung aus. Waren dort letztes Jahr noch 351 Körperverletzungen (davon 130 gefährliche Körperverletzungen) bekannt geworden, so wurden dieses Jahr 248 (davon 106 gefährliche Körperverletzungen) von der Wiesnpolizei bearbeitet.


Im Bereich des Straßenraubes mussten wir heuer eine Steigerung verzeichnen. Hier stiegen die Fallzahlen von 10 im Vorjahr auf 14 im Jahr 2005. Dabei ist allerdings festzustellen, dass mehrere dieser Taten durch die Festnahme bzw. Ermittlung von insgesamt drei Tätern geklärt werden konnten.
In enger Kooperation mit Zivilfahndern der Bundespolizei gelang es den Taschendiebfahndern des Polizeipräsidiums München insgesamt 32 (2004: 26) Personen auf frischer Tat festzunehmen. Bis auf vier handelte es sich dabei um nichtdeutsche Staatsangehörige. Gegen 16 (2004: 7) Beschuldigte erging Haftbefehl.
Die Täter sind in der Mehrzahl professionelle Taschendiebe, die bandenmäßig zusammenwirkten und nur zum Zwecke der Begehung von Straftaten überwiegend aus dem osteuropäischen Raum einreisten. Neun der Festgenommenen stammen aus der Slowakei. Eine slowakische Beschuldigte wurde bereits im Jahr 2002 wegen Trickdiebstahls in München angezeigt, gegen sie bestand außerdem ein Abschiebehaftbefehl.
Insgesamt gingen die Fallzahlen im Bereich des Taschendiebstahls deutlich zurück. Vorbehaltlich der Nachmeldungen liegt der Rückgang momentan bei etwa 25%.
Auch heuer wurden 12 Videokameras auf dem Festwiesngelände eingesetzt. Vor allem bei der Einsatzsteuerung, der Beweissicherung und der Fahndung nach Straftätern, insbesondere Taschendieben, erwiesen sich die Kameras als wertvolles Hilfsmittel.
In insgesamt 105 (2004: 66) Fällen waren die Videobeobachter in Einsätze eingebunden, der Großteil davon nach eigener Wahrnehmung.




1644. Mordermittler nimmt in der Freizeit Taschendieb fest


Ein Beamter der Mordkommission war am Freitag, 30.09.2005, um 18.30 Uhr, in seiner Freizeit in einem Bierzelt auf der Wiesn. Dort konnte er beobachten, wie ein 36-jähriger Deutscher einem Besucher Bier über seine Kleidung schüttete. Während des folgenden Gesprächs der beiden Kontrahenten zog ein Mittäter des „Bierschütters“ dem Geschädigten unbemerkt einen 10-Euro-Schein aus der Hosentasche. Der Beamte schritt daraufhin ein und nahm den Taschendieb, einen ebenfalls 36-jährigen Deutschen fest. Er wurde anschließend Beamten der Kriminalwache überstellt, die den Mann nach durchgeführten polizeilichen Maßnahmen wieder entließen.




1645. „Dumm gelaufen“ - Betäubungsmittelkonsumentin gerät an Zivilbeamte


Eine 19-jährige Münchnerin sprach am Freitag, 30.09.2005, gegen 20.30 Uhr, zwei Zivilbeamte der Festwiesnwache am sogenannten Westhügel hinter den Bierzelten an. Sie bettelte um zwei Zigaretten, die die beiden Beamten gutmütig übergaben.
Anschließend begab sich die 19-Jährige zu einer nahegelegenen Bank und begann aus den beiden Zigaretten und einem mitgebrachten Tütchen Marihuana einen Joint zu basteln. Nun schritten die beiden Beamten zur Tat und nahmen die Münchnerin fest. Nach Erstellung einer Anzeige konnte die junge Frau wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen werden.




1646. Paulaner Mönch gestohlen - 26-jähriger Schweizer mit Werbeschild festgenommen


Am Samstag, 01.10.2005, kurz vor Mitternacht, lief ein 26-jähriger Schweizer einer Einsatzgruppe der Wiesnwache in der Wirtsbudenstraße in die Arme. Die Beamten staunten nicht schlecht über die Beute, die der leicht Alkoholisierte mit sich führte. Der Wiesn-Besucher hatte ein 1 Meter großes, rundes Paulaner-Werbeschild unter dem Arm. Die Trophäe hatte er sich nach einer Kletterpartie über dem Haupteingang des Winzerer Fändls gesichert.
Nach der Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 150 Euro durfte er seinen Heimweg antreten. Happy End auch für den Paulaner Mönch: er darf den Wiesn-Ausklang doch noch in München erleben.




1647. Halbnackter geht auf Besucher los


Festbesucher verständigten am Samstag, 01.10.2005, gegen 22.00 Uhr, die Wiesn-Wache, dass ein nackter Mann über das Festgelände laufen würde. Als die Einsatzgruppe in der Straße 2 des Festwiesngeländes ankam, entdeckten sie einen 28-jährigen US-Amerikaner, der nur mit Unterhose bekleidet durch den starken Regen lief und ahnungslose Festbesucher mit weit ausgebreiteten Armen versuchte umzurennen. Nur mit Mühe konnten die Beamten den Mann festhalten und zur Wache verbringen. Der Amerikaner wehrte sich dabei mit Händen und Füßen, schlug und biss dabei wild um sich. Nachdem er auf der Wache äußerte, er werde sich umbringen, wurde er zur weiteren Behandlung einer Nervenklinik zugeführt. Einsatzkräfte und Festbesucher blieben unverletzt.




1648. Wiesnbesucher begehren mit Pfefferspray Einlass in Zelt


Bei drei Wiesnbesuchern lagen gestern, 02.10.2005, gegen 14.00 Uhr, offenbar die Nerven blank. Da wegen des starken Besucherandrangs alle Zelte bereits zur Mittagszeit geschlossen werden mussten, wurde auch diesen drei Besuchern der Eintritt verwehrt. Das wollten die zwei 19-jährigen Männer und ihre 27-jährige Begleiterin, alles Deutsche, nicht akzeptieren. Durch heftiges Schlagen und Klopfen an einem Seiteneingang eines Bierzeltes begehrten sie unermüdlich Einlass. Als ein Ordner, um dies zu unterbinden, kurz die Eingangstür öffnete, überrannten ihn die Drei und stürmten ins Zelt, zwei weitere Ordner kamen ihrem Kollegen zu Hilfe und versuchten die Drei aus dem Zelt zu befördern. In diesem Moment griff die 27-Jährige zu einem mitgeführten Pfefferspray und besprühte die Männer des Wachpersonals, so dass diese verletzt wurden. Die Eindringlinge wurden schließlich überwältigt und der Polizei übergeben. Gegen sie wird wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung ermittelt.




1649. Renitenter Schweizer zerschlägt Sicherheitsglasscheibe der Haftzelle


Gestern Nachmittag, 02.10.2005, gegen 15.45 Uhr, geriet ein 24-jähriger Schweizer mit seiner Ex-Freundin in einem Bierzelt in Streit und schlug auf sie ein. Aufmerksame Ordner gingen dazwischen und verständigen die Polizei.
Bereits im Bierzelt ging der Schweizer mehrmals auf die Ordner los und anschließend auf die hinzukommenden Polizeibeamten. Er musste gefesselt und so zur Wiesn-Wache transportiert werden. In der Zelle randalierte er weiter, so dass seine Arme gefesselt blieben. Der Tobende beruhigte sich erst, nachdem er mit einem Kopfstoß das Sicherheitsglas der Zellentoilette zerschlagen hatte. Er wurde zur Ausnüchterung in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht.





Wiesnreport vom Freitag, 30.09.2005


1635. 27-Jähriger auf der Wiesn zusammengeschlagen und erheblich verletzt - Zeugenaufruf


Bereits am Samstag, den 24.09.2005, war ein 27-jähriger Angestellter aus Geretsried mit seiner Freundin und einem Neffen auf dem Weg zur U-Bahnstation Theresienwiese. An der Straße 2, unmittelbar vor einem Kaffeezelt, wurden sie von einem Pärchen nach Zigaretten gefragt. Als sie ablehnten, wurden sie beleidigt und es entstand ein verbaler Streit, in den sich plötzlich zwei völlig unbeteiligte andere Männer einmischten, die aus Richtung Wirtsbudenstraße gekommen waren. Einer der Beiden riss sich das T-Shirt vom Leib, entblößte seinen muskulösen, durchtrainierten Oberkörper und schrie mehrfach „Free Fighting“. Als ihm der 27-Jährige klar zu machen versuchte, dass er sich nicht einmischen solle, versetzte ihm der Angreifer sofort zwei Faustschläge ins Gesicht und stieß ihn zu Boden. Anschließend trat er ihm mit dem Fuß ins Gesicht und flüchtete zusammen mit seinem Freund, der sich in das Geschehen nicht einmischte, seinen Spezl jedoch angefeuert hatte.
Der Angestellte musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden, wo ein Jochbeinbruch und weitere schwere Gesichtsknochenbrüche festgestellt wurden. Ebenfalls wurden die Gesichtsnerven verletzt, was zur Lähmung einer Gesichtshälfte führte. Er musste in eine Spezialklinik verlegt werden, wo er noch immer stationär behandelt wird.

Täterbeschreibung:
Mitte 20, ca. 175 bis 180 cm groß, durchtrainierte, muskulöse Figur mit stark ausgeprägten Brustmuskeln wie Kampfsportler oder Bodybuilder, dunkle, dichte Stoppelhaare, rundliches Gesicht;

Die Kriminalpolizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung:
Wer hat den Vorfall beobachtet und kann sachliche Hinweise geben? Entsprechende Beobachtungen teilen Sie bitte dem Kommissariat 123, unter der Telefonnummer 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle mit.





Wiesnreport vom Donnerstag, 29.09.2005


1627. Gelegenheit macht Diebe - zwei Festnahmen auf dem Oktoberfest


Am Montag, den 26.09.2005, waren zwei 21-jährige Österreicherinnen zu Besuch auf dem Oktoberfest. Gegen 14.00 Uhr schauten sie beim Fahrgeschäft "Freefall" vorbei, schauten zunächst zu und entschlossen sich dann, einmal mitzufahren. Zuvor legten sie ihre Bauchtaschen auf einer nahegelegenen Bank ab. Sie dachten wohl, dass ein Schausteller auf ihre Wertsachen aufpassen würde. Bereits als sie in den Sitzen Platz genommen hatten, konnten die zwei Touristinnen zwei Männer beobachten, wie sich diese auf die Bank neben ihre Bauchtaschen setzten. Gleich nach der Fahrt kamen sie zur Bank zurück, aber die Taschen waren weg.

Glücklicherweise erkannten die Beiden die von ihnen beobachteten Männer in der Nähe des Fahrgeschäfts im Gedränge wieder und konnten die Polizei verständigen. Ein Wiesn-Trupp nahm die Beiden fest.

Bei einer Durchsuchung der Täter, es handelt sich bei ihnen um zwei 23-jährige Italiener aus Verona, konnte ein Mobiltelefon aus den Bauchtaschen der Österreicherinnen sichergestellt werden. Bei der anschließenden Vernehmung stritten sie den Diebstahl ab. Sie waren jedoch bereit, quasi aus gutem Willen, 300 Euro an die Österreicherinnen abzugeben.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden die 23-jährigen Italiener erst nach Bezahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 500 Euro aus der Haft entlassen. Zudem gaben die Täter tatsächlich 300 Euro über die Staatsanwaltschaft an die Geschädigten zurück.




1628. Zwei 18-jährige Schüler geben sich als Polizeibeamte aus


Am vergangenen Samstag, den 24.09.2005, gegen 22.20 Uhr, waren zwei 18-jährige deutsche Schüler in der Schaustellerstraße unterwegs. Sie gaben sich gegenüber vier polnischen Touristinnen als Polizeibeamte aus. Zunächst durchsuchten sie deren Handtaschen. Danach durchsuchten sie eine der Vier, eine Sekretärin, auch körperlich. Dazu drehten sie ihr die Hände zunächst auf den Rücken und drückten sie dann gegen eine Wand. Während der Durchsuchung striffen sie auffallend über Beine, den Po und den Schritt.

Dem Ganzen bereitete nun die echte Polizei in Person einer Wiesnstreife ein Ende. Die falschen Polizisten wurden festgenommen und zur Wiesnwache verbracht. Sie leisteten bei der Festnahme erheblichen Widerstand und beleidigten die eingesetzten Polizeibeamten durch wilde Beschimpfungen. Beide Täter waren stark alkoholisiert.

Sie müssen sich nun wegen sexueller Nötigung und Amtsanmaßung sowie Beleidigung verantworten.





Wiesnreport vom Mittwoch, 28.09.2005


1623. Zwei Taschendiebe auf frischer Tat festgenommen


Am gestrigen Dienstag, den 27.09.2005, gegen 17.30 Uhr, wurden Taschendiebfahnder des Polizeipräsidiums München auf einen 35-jährigen Jugoslawen und einen 34-jährigen Kroaten aufmerksam. Die Beiden machten sich in verdächtiger Art und Weise an einem schlafenden italienischen Wiesn-Festbesucher zu schaffen. Kurz darauf beobachteten die Beamten, wie einer der Täter den Schlafenden durchsuchte und danach etwas in der Hand hielt.

Die Beamten kontrollierten die beiden Männer; bei dem 35-jährigen Jugoslawen fanden sie 210 Euro in verschiedener Stückelung sowie Bier- und Hendl-Marken auf. Der 34-jährige Kroate hatte 21,60 Euro in verschiedener Stückelung bei sich.

Beide Täter wurden der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt. Mittlerweile erging gegen die zwei Taschendiebe Haftbefehl. Der Besitzer der Bier- und Hendl-Marken konnte anhand der aufgedruckten Nummern ebenfalls ausfindig gemacht werden.





Wiesnreport vom Dienstag, 27.09.2005


1610. Taschendiebfahnder nehmen Dieb in der U-Bahn fest


Ein 30-jähriger Libanese aus Berlin befand sich am Montag, 26.09.2005, auf dem Oktoberfest. Er fiel gegen 23.50 Uhr Taschendiebfahndern der Münchner Polizei an der Haltestelle Theresienwiese auf, weil er sich auffällig für die Handtaschen der weiblichen Oktoberfestbesucherinnen interessierte.

Als der Mann mit der U-Bahn wegfuhr, wurde er von den Fahndungskräften begleitet. Diese konnten beobachten, wie er unter Verwendung einer Abdeckung aus der Handtasche einer 29-jährigen Münchnerin deren Handy entwendete.

Als der Libanese versuchte, einer weiteren Frau in die Handtasche zu greifen, konnte der Mann festgenommen werden. Er wird heute einem Haftrichter vorgeführt.




1611. Taschendiebfahnder nehmen Diebe auf dem Oktoberfest fest


Zwei weitere Diebe konnten die Taschendiebfahnder am Montag, 26.09.2005, gegen 22.00 Uhr, festnehmen.

Die Beamten konnten zwei serbische Männer dabei beobachten, wie sie einem Angetrunkenen, der sich am Bavariaring von seinen Strapazen erholte und eingeschlafen war, Bargeld aus seiner Hosentasche entwendeten. Die beiden Männer versuchten mit der Tatbeute zu flüchten, konnten jedoch eingeholt und festgenommen werden. Auch sie werden heute einem Haftrichter vorgeführt.




1612. Schlafenden Wiesn-Besucher bestohlen


Schon am Sonntag, 25.09.2005, gegen 20.50 Uhr, war Beschäftigten des Ordnungsdienstes auf der Theresienwiese ein 18-jähriger Bauhilfsarbeiter aus München aufgefallen, wie er einem schlafenden Wiesn-Besucher das Handy aus seiner Hosentasche entwendete.

Der junge Mann konnte festgehalten und der Polizei übergeben werden. Bei seiner Vernehmung räumte er die Tat sofort ein.




1613. Slowakische Taschendiebin festgenommen


Am Montag, 26.09.2005, konnte gegen 17.15 Uhr ein Wiesn-Besucher beobachten, wie eine 24-jährige Slowakin zunächst auf einer Bank auf dem Oktoberfestgelände saß und sich dann zu einem auf der Wiese schlafenden Mann begab.

Dort versuchte sie dem Ahnungslosen den Geldbeutel aus der Hosentasche zu ziehen, wodurch dieser aber erwachte. Wegen versuchten Taschendiebstahls wird nun die junge Frau dem Ermittlungsrichter vorgeführt.




1614. Betrunkener Festwiesn-Besucher von Taschendieb bestohlen


Am Montag, den 26.09.2005, gegen 22.30 Uhr, hatte sich ein 22-jähriger Moosburger infolge übermäßigen Alkoholgenusses auf dem Hügel in der Nähe der Bavaria hingelegt und war eingeschlafen. Diese günstige Gelegenheit nutzte ein 18-jähriger Petershausener und entwendete ihm den Geldbeutel. Aus diesem entnahm er das Bargeld und steckte den Geldbeutel zurück in die Gesäßtasche des Bestohlenen. Polizeibeamte hatten den Vorfall beobachtet und konnten den Beschäftigungslosen festnehmen.




1615. Sexueller Missbrauch einer betrunkenen Wiesn-Besucherin


Am Sonntag, den 25.09.2005, gegen 23.55 Uhr, fiel Zeugen im Bereich der Straße 1/West auf, dass ein 24-jähriger beschäftigungsloser Bulgare unter einem Lkw auf einer 31-jährigen irischen Krankenschwester lag, die vollkommen regungslos war.

Die verständigte Polizei forderte den Bulgaren auf, von der Frau abzulassen und aufzustehen. Dieser Aufforderung kam er nach. Dabei stellten die Polizeibeamten fest, dass der Bulgare seinen Unterleib entblößt hatte. Die Irin lag mit nacktem Unterkörper auf der Straße.

Der Bulgare wurde festgenommen und wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Die Krankenschwester gab an, drei bis vier Maß Bier getrunken zu haben. Sie war erkennbar stark alkoholisiert und aufgrund dessen nicht mehr in der Lage dem Geschehen zu folgen; sie ließ sich offenbar widerstandslos von dem Mann unter den Lkw ziehen.





Wiesnreport vom Montag, 26.09.2005


1600. 25-jähriger Italiener auf der Wiesn beraubt


Am Samstag, den 24.09.2005, gegen 16.00 Uhr, war ein 25-jähriger Italiener mit seinem Bekannten auf dem Oktoberfest. Die beiden angetrunkenen Männer befanden sich auf dem Rettungsweg hinter dem Hofbräuzelt und waren in Richtung Bavariaring unterwegs, als ein Unbekannter von hinten vorbeilief und die Bauchtasche des 25-Jährigen, die dieser über seiner linken Schulter trug, wegriss. In der Bauchtasche befanden sich mehrere hundert Euro Bargeld, ein Handy der Marke Nokia 7250 und die persönlichen Ausweispapiere des Wiesnbesuchers. Der Täter konnte unerkannt im Menschengewühl untertauchen.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 180 cm groß, schlank, dunkle, kurze Haare;

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 211, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.




1601. Französische Maßkrugdiebe auf der Wiesn festgenommen


Am Samstag, den 24.09.2005, gegen 23.35 Uhr, wollten zwei stark angetrunkene französische Oktoberfestbesucher das Löwenbräufestzelt verlassen. Ein am Ausgang postierter Security-Mann sprach die beiden Touristen auf ihre prall gefüllten Rucksäcke an. Als der 31-jährige Sicherheitsangestellte insgesamt fünf leere Maßkrüge in den Rucksäcken der Wiesnbesucher auffand, schlugen die beiden Betrunkenen plötzlich auf ihn ein und versuchten mit den Maßkrügen zu flüchten. Noch im Biergarten des Festzeltes konnten die Beiden gestellt und der Polizei übergeben werden. Der Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München wird heute entscheiden, ob die beiden Franzosen in Haft gehen.




1602. Taschendiebfahndern gelingt die Festnahme international agierender Trickdiebinnen


In den vergangenen Jahren kam es vermehrt zu Taschendiebstählen durch osteuropäische Tätergruppen an betrunkenen Wiesnbesuchern, welche sich auf dem Nachhauseweg befanden. Professionelle Trickdiebinnen nutzten den Alkoholisierungsgrad ihrer potentiellen Opfer aus und näherten sich diesen, um mögliche sexuelle Handlungen anzubieten. Tatsache war und ist, dass sie dies nur vortäuschen, um die so gewonnene körperliche Nähe zu ihren Opfern zum Taschendiebstahl auszunutzen.
Exakt in dieser Art und Weise agierten am zweiten Wiesn-Samstag, gegen Mitternacht, auch zwei Slowakinnen im Wiesnumfeld, nämlich in der Bayerstaße. Die Taschendiebfahnder des Polizeipräsidiums München konnten mit ihrem geschulten Blick die beiden Slowakinnen in Aktion beobachten und vorläufig festnehmen. Die 37-jährige Maria R. übernahm den aktiven Teil, ihre Komplizin, die 17-jährige Zdenka K. leistete Aufpasser-dienste. Die beiden Frauen sprachen in der Bayerstraße einen 49-jährigen Norweger an und versuchten so, sein Vertrauen zu gewinnen. Noch bevor sie den Touristen um sein Bares erleichtern konnten, wurden die beiden festgenommen. Maria R. ist bereits mehrfach wegen Taschendiebstahl im gesamten Bundesgebiet in Erscheinung getreten.
Die beiden Slowakinnen werden heute dem Ermittlungsrichter beim Polizeipräsidium München vorgeführt.




1603. Festnahme eines Toilettenfilmers auf der Wiesn


Am Sonntag, den 25.09.2005, gegen 20.15 Uhr, verrichtete ein 17-jähriger deutscher Azubi in einem Pissoir eines Festzeltes seine Notdurft. Neben ihm stand ein 35-jähriger Amerikaner, der sich ebenfalls erleichterte. Der junge Azubi bemerkte dabei, dass der Mann eine schwarze Tasche über die Schulter hängen hatte. Dies kam dem 17-Jährigen komisch vor und er schaute sich die Tasche intensiver an. Dabei stellte er fest, dass an der Stirnseite der Tasche ein Loch zu sehen war, in dem sich etwas spiegelte. Die ganze Zeit über war die Tasche mit der Stirnseite auf seinen Genitalbereich gerichtet. Der Geschädigte ging zum Händewaschen an ein Waschbecken und beobachtete jedoch den Amerikaner weiter.
Dieser stellte sich erneut zu einem anderen Festbesucher und urinierte abermals. Die Tasche war wiederum mit der Stirnseite auf den Genitalbereich des anderen Mannes gerichtet. Der Azubi verständigte den Ordnungsdienst, der den heimlichen Filmer bis zum Eintreffen der Polizei festhielt. Bei der Durchsuchung der Tasche fanden die Beamten eine in der Tasche installierte Videokamera. In der Stirnseite der Umhängetasche war ein ca. 2,5 cm großes Loch ausgeschnitten. Aufgrund der professionellen Ausstattung und der abgeklärten Vorgehensweise ist davon auszugehen, dass der Amerikaner heimlich eine Vielzahl von Männern beim Urinieren gefilmt hat. Die Videokamera sowie eine beim Beschuldigten aufgefundene Digitalkamera wurden als Beweismittel sichergestellt.
Der Amerikaner wurde festgenommen und dem Haftrichter beim Polizeipräsidium München vorgeführt.





Wiesnreport vom Sonntag, 25.09.2005


1590. Halbzeitbilanz der Wiesn-Wache


Die Wiesn 2005 startete heuer bei kaltem Wetter. Dies wirkte sich am ersten Wochenende auch auf die Besucherzahlen und somit auf die Arbeitsbelastung der Polizei aus. Bis zum Mittwoch verzeichneten wir geringere Einsatzzahlen. Ab Donnerstag waren aber dann die Auswirkungen des sogenannten "Italiener-Wochenendes" zu spüren. Die Wiesn-Statistik 2005 zeigt für die ersten acht Tage sogar eine leichte Erhöhung der Einsatzzahlen der Polizei. Insgesamt rückte die Wiesn-Wache zu 893 Einsätzen aus. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Erhöhung von 3,24 % (865 Einsätze).
Wiesn-Wachleiter Gerhard Bayer ist mit dem bisherigen Verlauf der Wiesn zufrieden. Aus seiner Sicht greift die Sicherheitspartnerschaft von Stadt, Betreibern, Wiesn-Wirten und Polizei. Das Konzept einer ruhigeren Wiesn ist gerade am Nachmittag spürbarer geworden. Die Polizei verzeichnet dort weniger Einsätze mit Betrunkenen, geringere Probleme an den Eingängen der meist noch geöffneten Festzelte und sogar sichtbar weniger zerbrochene Maßkrüge auf den Straßen. Es gab heuer bislang keine Einsätze wegen Massenandrangs an Toilettenanlagen, hier wirkt sich offensichtlich das Raumkonzept der Wiesn-Wirte und der Stadt München positiv aus.
Die Gesamtzahl der bekannt gewordenen Strafzahlen liegt um 47 Delikte (7,88 %) unter denen des Vorjahres. Die begangenen Raubstraftaten auf dem Oktoberfest blieben mit neun bekannt gewordenen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (8 Raubtaten). Die Vergewaltigungen auf der Wiesn blieben mit einem angezeigten Fall gleich. Daneben wurden neun sonstige Sexualstraftaten (2004: 16) gemeldet. Dabei handelt es sich um Beleidigungen mit sexuellem Hintergrund oder sexuell motivierten Tätlichkeiten, wie Busengrapscher und Ähnliches. Die Körperverletzungsdelikte lagen bei 124 Taten und dabei um 31 Delikte unter denen des Vorjahres. Auch bei den gefährlichen Körperverletzungen ist ein Rückgang um vier Delikte (von 57 auf 53) zu verzeichnen. In 18 Fällen wurden Körperverletzungen mit Maßkrug angezeigt. Die Opfer mussten teilweise ärztlich behandelt werden.
Die Zahl der Freiheitsentziehungen ist insgesamt von 362 im Vorjahr auf 387 angestiegen. Das entspricht einem Anstieg von 6,9 Prozent.
Sehr erfolgreich arbeitet das 12-köpfige Team unserer Taschendiebfahndung. Die besonders geschulten Beamtinnen und Beamten werden von Kräften der Bundespolizei unterstützt. So konnten die zivilen Einsatzkräfte bereits 23 Taschendiebe aus dem Verkehr ziehen (Anzahl der festgenommenen Taschendiebe 2004 gesamt: 26). Neben Gelegenheitstaschendieben verzeichnen wir auch heuer wieder kriminelle, berufsmäßig agierende Gruppierungen, die aus osteuropäischen Ländern, wie der Slowakei und Polen, anreisen. Daneben traten mehrmals irakische Diebespärchen und irakische Einzeltäter mit überwiegendem Wohnsitz in München auf.
Die Fahndungserfolge, bei denen hochkarätige Profidiebe festgenommen werden konnten, haben sich auf die Zahl der angezeigten Taschendiebstähle ausgewirkt. Sie ist heuer um 23,28 %, von 262 im Vorjahr auf 201 in diesem Jahr gesunken.
Der Einsatz der 12 Videokameras auf dem Festgelände hat sich auch dieses Jahr wieder ausgezeichnet bewährt. Mit Hilfe dieser modernen Technik sind neuralgische Punkte auf der Wiesn im Blick der Videobeobachter. Die Einsatzkräfte können gezielt gesteuert und effektiv eingesetzt werden, darüber hinaus ist die Videoüberwachung bei der Fahndung nach Straftätern sehr erfolgreich. Bislang konnten 19 Personen festgenommen werden, die "unter den Augen des Gesetzes" Betäubungsmittel konsumierten. Auch zur Unterstützung der Taschendiebfahnder ist die Videoüberwachung ein wertvolles Instrument.
Gestern Abend wurde ein Videobeobachter auf eine Auseinandersetzung in der Wirtsbudenstraße aufmerksam. Als sich einer der zwei Kontrahenten entfernte, zoomte der Videobeamte die Kamera auf die zurückgebliebene Person und stellte fest, dass diese im Gesicht stark blutete. Mit der Kamera suchte der Beamte den Täter, konnte ihn wieder aufnehmen und bis zur Festnahme der herangeführten Einsatzkräfte im Bild halten. Der Schläger, ein 19-jähriger Deutscher, wurde festgenommen.
Der Einsatz der internen Videotechnik auf der Wiesn-Wache hat gestern sogar den Suizid eines Festgenommenen verhindert. Der aggressive Mann, ein 25-jähriger Deutscher, war in Gewahrsam genommen und in eine Zelle gesperrt worden. Gegen 22.00 Uhr war der Mann auf dem Monitor der aktivierten Videokamera nicht mehr sichtbar. Einsatzkräfte überprüften sofort die Zelle und stellten fest, dass der Mann gerade dabei war, sich mit einem Hemd an der Tür zur Toilette zu erhängen. Sie konnten rechtzeitig eingreifen, bevor der Mann bewusstlos geworden wäre. Er wurde zur nervenärztlichen Behandlung in ein Bezirkskrankenhaus gebracht.
Anlässlich des Italiener-Wochenendes unterstützen seit Donnerstag erstmals fünf Beamte der "Polizia di Stato" die Einsatzkräfte der Wiesn-Wache. Ihr Erscheinen auf dem Oktoberfest wurde von den Gästen, nicht zuletzt wegen der schicken italienischen Uniform, sehr begrüßt. Der Einsatz der Beamten aus Bozen bewährt sich ausgezeichnet. Bei Problemen mit den italienischen Besuchern fungieren sie als Dolmetscher und Helfer in besonderen Lebenslagen. Sie unterstützen aber auch die Münchner Einsatzgruppen bei Festnahmen oder dem Einschreiten gegen aggressive Besucher.
Erfreulicherweise wurde bislang kein Beamter der Wiesn-Wache verletzt. Allerdings wurde gestern eine 28-jährige Beamtin einer Einsatzgruppe von einer 40-jährigen Frau mitten in das Gesicht gespuckt. Wie sich herausstellte, war die Täterin eine Rauschgiftkonsumentin und ist mit Hepatitis C infiziert. Die Beamtin wurde einer ärztlichen Behandlung beim BRK im Servicezentrum zugeführt. Sie muss sich in den folgenden Wochen entsprechenden Nachuntersuchungen unterziehen.

Vom 1. mit dem 8. Oktoberfesttag kam es 2005 zu 893 polizeilichen Tätigkeiten und Einsätzen gegenüber 865 im Jahr 2004.
In diesem Jahr (2005) kam es bisher zu 387 Festnahmen gegenüber 362 im letzen Jahr (2004).

Verkehrsstatistik:

An den ersten sechs Tagen herrschte im Wiesn-Nahbereich zwar dichter, aber weitgehendst störungsfreier Verkehr. Aufgrund des in diesem Jahr erstmals ohne ZLF-Bezug angeordneten Bussperrringes ist der Taxiverkehr am Bavariaring sowie im Bereich der Theresienhöhe wesentlich flüssiger. Die Verlegung des Taxistandplatzes vom Haupteingang zur südwestlichen Seite des Brausebades trägt auch dazu bei. Die Zahl der Rikschas ist erneut gestiegen. Es stehen am Esperantoplatz und im Bereich des Haupteingangs etwa 50 Stück für die Wiesnbesucher zur Verfügung.
Die eigens für das Oktoberfest eingerichteten Parkflächen für Busse und Wohnmobile waren von den Kapazitäten her ausreichend und nur am Samstag und Sonntag mehr oder weniger ausgelastet. Parkverstöße in den Zonenhaltverboten für Wohnmobile wurden nur vereinzelt festgestellt.
Zur Sicherheit der Fußgänger musste die Hackerbrücke und die Theresienhöhe am ersten Wochenende in der Zeit von 20.00 bis etwa 00.30 Uhr für den Fahrverkehr gesperrt werden. In diesem Zusammenhang wurde auch die sogenannte große Brausebadsperre in Kraft gesetzt. Die neue Brücke über die Bayerstraße ist in Punkto Fußgängersicherheit ein großer Gewinn. Die weitere Führung der Fußgängerströme zum Haupteingang bedarf aber noch einer Verbesserung.




Verkehrsstatistik vom 17.09. bis 22.09.2005 (6 Tage)


20052004
Alkoholdelikte mit Unfallfolgen 8 22
Alkoholdelikte ohne Unfallfolgen 171 232
Fahrten unter Drogeneinfluss mit
Unfallfolgen
0 0
Fahrten unter Drogeneinfluss ohne Unfallfolgen 32 43
Führerscheinsicherstellungen 125 141
Kontrollierte Verkehrsteilnehmer 12.380 10.863
Abschleppungen im Bereich des Oktoberfestes 174 296



1591. Räuberische Erpressung gegen einen Oktoberfestbesucher


Nach einem Oktoberfestbesuch am Samstag, 24.09.2005, gegen 23.00 Uhr, wollte ein 23-jähriger Angestellter aus Hessen das Gelände Richtung Theresienhöhe verlassen.
Auf einem Fußweg kamen ihm drei Männer im Alter von 20-28 Jahre entgegen. Unvermittelt schlug ihm einer der drei mit der Faust ins Gesicht, so dass er zu Boden ging. Ein zweiter forderte von ihm nun, seine Taschen zu leeren. Der Hesse konnte zwischenzeitlich wieder aufstehen und wehrte sich, wurde aber wieder zu Boden geschlagen. Nun holte das Opfer aus seiner Tasche 80 Euro Bargeld und übergab diese den Tätern. Sie flüchteten nun zu Fuß Richtung Innenstadt. Der 23-Jährige verständigte eine Fußstreife der Wiesnwache. Eine eingeleitete Fahndung nach den drei Unbekannten verlief ergebnislos.

Täterbeschreibung:
01:
Männlich, 25-28 Jahre alt, ca. 185-190 cm groß, dunkelblonde kurze Haare;
02:
Männlich, ca. 20 Jahre alt, ca. 175 cm groß, dunkelblonde Haare, auffälliger Kinnbart, dunkel gekleidet u.a. mit schwarzem Kapuzenpulli;
03:
keine Beschreibung möglich




1592. Reisegruppe stellt Taschendieb


Eine Reisegruppe von zehn Franzosen konnte am Samstag, 24.09.2005, im Hofbräuzelt einen Taschendieb beobachten und stellen.
Die Gruppe beobachtete einen 15-jährigen irakischen Jugendlichen wie er bei einem 29-jährigen Franzosen aus dem Rucksack heraus einen Geldbeutel entwendete. Die Touristengruppe folgte dem Jugendlichen, der sich offensichtlich mit zwei weiteren "zusammenarbeitete".
Letztlich gelang es der Reisegruppe den aktiven Täter bis zum Eintreffen von Sicherheitsbediensteten des Festzeltes festzuhalten. Die beiden passiven Täter konnten unerkannt flüchten. Der Dieb wurde von den Sicherheitsbediensteten des Festzeltes der Wiesnwache übergeben. Er wird zur Klärung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Im Verlauf der Flucht versuchte der Dieb einen der französischen Touristen mit einem Bierkrug zu schlagen, verletzt wurde dabei niemand.




1593. Vergewaltigung in Laim


Eine 17-jährige Auszubildende aus Neuhadern war am 24.09.2005 auf dem Nachhauseweg von der Wiesn. Sie war mit einem Dirndl bekleidet. Zwischen 00.00 und 00.15 Uhr stieg sie in Laim aus der S-Bahn und lief von der sog. Laimer Röhre in Richtung Fürstenrieder Straße.
Kurz nach der Überquerung der Landsberger Straße packte sie ein Unbekannter von hinten am Arm, drückte sie erst gegen eine Mauer, dann zu Boden und vergewaltigte sie. Der unbekannte Täter lief in Richtung S-Bahn davon.
Der Tatort war auf dem Gehweg der Fürstenrieder Straße, in der Nähe einer Parkplatzauffahrt bei der Metzgerei und Gaststätte "Erichs Treff". Der Tatort ist von der Straße und auch von der Gaststätte einsehbar. Zur Tatzeit waren auch noch viele Menschen unterwegs.

Täterbeschreibung:
Männlich, 35-40 Jahre, ca. 180 cm, normale Statur, dunkle kurze Haare, kein Bart, keine Brille; trug Jeanshose, eher deutscher Typ.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 121, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.




1594. Jugendlicher Taschendieb auf frischer Tat ertappt


Nach offensichtlich starkem Alkoholkonsum legte sich ein 16-jähriger Schüler aus Gilching hinter dem Armbrustschützenzelt zum Schlafen nieder. Dort beobachtete Beamten der Festwiesenwache einen 16-jährigen Iraker aus Obersendling beim Abtasten des Schlafenden. Nachdem der Iraker offensichtlich sämtliche Hosentaschen seines potentiellen Opfers durchsuchte, wurde er vorläufig festgenommen. Der Wiesn-Gast konnte bestätigen, dass er auch wahrnahm, wie der Taschendieb mehrfach in seinen Hosentaschen wühlte, um offensichtlich an seinen Geldbeutel zu kommen.
Der erfolglose Dieb wird heute dem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.





Wiesnreport vom Freitag, 23.09.2005


1576. Wiesn-Besucher beraubt


Ein 20-jähriger deutscher Außenhandelskaufmann aus Bayern verließ am Dienstag, 20.09.2005, gegen 21.30 Uhr, über den Fußweg, der zum Messeplatz führt, das Oktoberfest. Dabei wurde er auf einen jungen Mann aufmerksam, der langsam vor ihm ging. Plötzlich wurde er von hinten gegen diesen gestoßen. Der Mann drehte sich sofort um und versetzte dem 20-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht. Nun packte der hinter ihm Gehende ihn von hinten, während der "Schläger" die Armbanduhr vom Handgelenk riss. Dieser versuchte auch noch, die Geldbörse aus der Gesäßtasche des Außenhandelskaufmanns zu ziehen, obwohl dieser sich heftig wehrte. Gleichzeitig mischte sich ein Passant, der den Vorfall offenbar beobachtet hatte, ein, worauf die Täter flüchteten. Durch den Faustschlag ins Gesicht wurde der 20-Jährige an der Lippe leicht verletzt. Die Identität des Passanten ist nicht bekannt.

Täterbeschreibung:
Zwei unbekannte Täter, beide zwischen 20 und 30 Jahre alt, ca. 180 cm groß;

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 212, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.




1577. Taschendiebe nehmen Betrunkene aus – zwei Personen festgenommen


Am Donnerstag, 22.09.2005, gegen 22.20 Uhr, konnten Polizeibeamte des Polizeipräsidiums München beobachten, wie zwei Männer sich an Personen heranmachten, die im total betrunkenen Zustand auf einer Wiese im Oktoberfestbereich lagerten. Die Verdächtigen durchsuchten die Kleidung der völlig hilflosen Opfer nach Wertgegenständen. Nachdem sie einem australischen Wiesnbesucher das Handy aus der Hosentasche entwendeten, konnten sie festgenommen werden. Bei den Männern handelt es sich um zwei Iraker, einen 19-Jährigen aus München-Berg am Laim und einen 22-Jährigen aus Schönau. Das Handy hat einen Wert von 200 Euro.




1578. Ungar filmt Frauen unter die Röcke


Die Festwiesenwache wurde am 22.09.2005, gegen 17.00 Uhr, telefonisch davon in Kenntnis gesetzt, dass ein Mann dabei beobachtet wurde, wie er vor einem Schaustellergeschäft unbemerkt Frauen filmte, denen beim Rausgehen die Röcke hochgeweht wurden. Gegen 18.30 Uhr sah eine Mitteilerin den Mann erneut und sprach eine zufällig vorbei kommende Streife der Festwiesenwache an, die den Filmer festnahm. Der Mann, ein 24-jähriger ungarischer Tourist, hatte umfangreiches Profi-Equipment bei sich. In der Hand hielt er eine Minifunkkamera. Empfangs- und Aufzeichnungsgerät war in einer umgehängten Tasche versteckt. Bei einer Wohnungsnachschau wurde noch umfangreiches Filmmaterial gefunden, das der Ungar freiwillig übergab.




1579. Vier slowakische Profitaschendiebe durch Taschendiebfahnder festgenommen


Am Donnerstag, 22.09.2005, gegen 18.45 Uhr, fiel eine Gruppe von vier Personen den Taschendiebfahndern des Polizeipräsidiums München auf dem Oktoberfestgelände auf. Die drei Frauen und ein Mann interessierten sich auffällig für Geldbeutel und sonstige Wertgegenstände, wie Handys und Kameras, die Festwiesenbesucher mit sich führten.

Der Gruppe gelang es über einen längeren Zeitraum nicht, Beute zu machen. Sie wurde dabei beobachtet, wie sie in vier Fällen versuchten, Geldbeutel und Kameras zu entwenden.

Gegen 20.00 Uhr hatte die Gruppe sich erneut ein Opfer ausgesucht. Hierbei handelte es sich um einen 80-jährigen Rentner. Während die Frauen den Mann ansprachen, gelang es dem Mittäter, die in der Kleidung des Rentners verwahrte Fotokamera zu entwenden. Hierauf griffen die Fahndungsbeamten zu. Alle vier Personen, im Alter von 24 bis 36 Jahren, werden heute dem Haftrichter vorgeführt.




1580. Nasenbeißer im Wiesnzelt


Am 22.09.2005, gegen 16.30 Uhr, gerieten ein 23-jähriger Deutscher und ein 53-Jähriger in einem Zelt um die Sitzverteilung in Streit. Hierbei biss der 53-Jährige seinem Kontrahenten in die Nase. Die Abdrücke waren deutlich erkennbar. Verständigte Beamte der Festwiesnwache nahmen den Täter kurz darauf fest. In seiner Vernehmung gab der 53-Jährige an, dass sein Kontrahent ihm lediglich gegen die Zähne gerumpelt sei. Nach Anzeigenerstattung und Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.




1581. Vergewaltigung


Eine ortsunkundige 17-jährige Auszubildende aus dem Landkreis Rosenheim war am Donnerstag, 22.09.2005, mit zwei Freundinnen in einem Festzelt, das sie im Laufe des Abends in Richtung Toilette verlassen hat. Als sie zurückkam waren ihre Freundinnen nicht mehr da bzw. fand sie diese nicht mehr. Sie wollte dann zur U-Bahn gehen und zu ihrer Tante fahren. Eine genaue Uhrzeit kann die 17-Jährige nicht mehr nennen, es dürfte sich um den Zeitraum Freitag, 23.09.2005, 00.00 bis 03.00 Uhr, handeln.
In der Nähe der U-Bahn wurde sie von einem unbekannten Mann aufgefordert, mit ihm zu gehen, was sie aber abgelehnt hat. Der ca. 30 Jahre alte Mann packte sie dann am Oberarm und zerrte sie weg. Zunächst war sie so geschockt, dass sie sich nicht wehrte. Erst als es ihr in den Sinn kam, um Hilfe zu rufen, waren sie von der Menschenmenge schon weg. Der Täter zerrte sie dann in eine Tiefgaragenzufahrt, drückte sie an die Wand und zog ihr die Hose trotz Gegenwehr runter. Er versuchte den Geschlechtsverkehr mit ihr durchzuführen, was ihm nicht sofort, später jedoch gelang. Auf einmal ließ er sie dann los und sie fiel zu Boden. Da sie sich heftig wehrte, ließ er schließlich von ihr ab. Auf dem Weg Richtung Hauptbahnhof verschwand er schließlich.
Die Bundespolizei wurde auf sie aufmerksam und brachte sie zur Polizeiinspektion 41 (Hauptbahnhof). Die 17-Jährige erzählte das ihr Widerfahrene durcheinander, stand zunächst unter Schock und war alkoholisiert. Auf der Polizeidienststelle beruhigte sie sich wieder und es fiel ihr auf, dass ihr Slip fehlte. Weil die Auszubildende nur eine vage Beschreibung des Täters abgeben konnte, kann es vielleicht sein, dass sie in der Nähe der Theresienwiese, allein oder in Begleitung, aufgefallen ist.

Beschreibung der Geschädigten:
17 Jahre alt, 165 cm groß, schlank, lange, blonde, in der Mitte gescheitelte Haare; trug dunkle Hose, dunkelbraunes, schulterfreies Oberteil mit Reißverschluss und weißen Längsstreifen an den Ärmeln sowie schwarzweiße Schuhe;

Täterbeschreibung:
Ca. 30 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schlank, dunkelblonde/hellbraune, kurze, glatte, etwas nach oben gegelte Haare, sprach hochdeutsch mit ausländischem Akzent, vermutlich Türke; trug braune Cordjacke, auffallend weiße Schuhe mit dunklen Streifen (keine Turnschuhe, eher Lederschuhe);

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 121, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.




1582. Warnhinweis: Taschendiebe auf dem Oktoberfest


Wegen der Vielzahl von Taschendiebstählen wird darauf hingewiesen, Wertgegenstände, die nicht unbedingt zum Wiesnbesuch erforderlich sind, zu Hause zu lassen. Bei Diebstählen von Geldbörsen und Handtaschen kommen Führerscheine, Fahrzeugscheine, Personalausweise, Reisepässe und div. Kredit- und EC-Karten zusammen mit dem Bargeld abhanden. Dies führt bei einem Diebstahl zu einem höheren Missbrauchsrisiko (z.B. EC-/Kreditkartenbetrug) und erhöht auch die Kosten der Wiederbeschaffung (div. Ausweise). So kann es beispielsweise sein, dass diese Wiederbeschaffungskosten einen höheren Schaden darstellen, als das gestohlene Bargeld.
Die Wiesnbesucher werden gebeten, unverzüglich die Polizei oder Aufsichtspersonal der Festzelte zu verständigen, wenn sie verdächtige Wahrnehmungen, wie z.B. Männer mit Damenhandtaschen, Wühlen in Rucksäcken, achtloses Wegwerfen von Gegenständen aus Taschen und Rucksäcken beobachten.
Überlegen Sie vorher, wem Sie Ihre Wertgegenstände aushändigen. Es liegen schon viele Anzeigen vor, in denen ein hilfsbereiter Mensch sich anbietet, ein Foto zu fertigen und dann mit der Kamera oder dem Handy davonläuft.





Wiesnreport vom Donnerstag, 22.09.2005


1564. Gefährliche Körperverletzung mit Maßkrug


Am Mittwoch, den 21.09.2005, gegen 20.50 Uhr, gerieten ein 38-jähriger Münchner und ein 39-jähriger Mann aus Sulzemoos in einem Festzelt in einen Streit. Als dieser beendet war, wollte der 39-Jährige die Tischseite wechseln. Dabei griff der Münchner unvermittelt zu einem Maßkrug und schlug dem Mann aus Sulzemoos damit von hinten auf den Kopf. Durch den Schlag erlitt der Geschädigte eine Platzwunde, die vom BRK ambulant versorgt werden musste.
Der Tatverdächtige konnte von den Beamten der Festwiesenwache festgenommen und zur Dienststelle gebracht werden. Dort ordnete der Jour-Staatsanwalt an, dass der Beschuldigte im Laufe des heutigen Tages dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden soll. Dabei soll auch geprüft werden, ob nicht sogar ein versuchtes Tötungsdelikt vorliegt.




1565. Missglückter Pornodreh im Wiesn-Riesenrad


Am Mittwoch, den 21.09.2005, gegen 17.30 Uhr, betraten eine 21-jährige Krankenschwester, ein 25-jähriger Student und ein 30-jähriger Politologe eine Gondel des Riesenrads auf dem Oktoberfest. In dieser befanden sich bereits drei italienische Touristen. Unvermittelt zog die 21-Jährige ein Sexspielzeug hervor und begann sich damit, gemäß seiner Bestimmung, zu beschäftigen, während der Student fotografierte und der Politologe die Szene filmte. Die drei Unbeteiligten jedoch fühlten sich durch den Vorgang gestört und verständigten den Betreiber des Riesenrads. Dieser rief umgehend die Polizei.
Beamte der Festwiesenwache nahmen die Hauptdarstellerin, den Fotografen und den Kameramann fest und brachten sie auf die Wache. Dort gaben sie an, dass sie aus "Spaß an der Freud" lediglich die Reaktionen der Festwiesenbesucher ohne kommerziellen Hintergedanken testen wollten.
Nach der notwendigen Sicherstellung der Kameras und des Sexspielzeugs wurden die drei Personen wieder entlassen.





Wiesnreport vom Mittwoch, 21.09.2005


1553. Drei Taschendiebe auf der Wiesn festgenommen


Einem aufmerksamen Wiesn-Besucher waren am Montag, 19.09.2005, gegen 22.00 Uhr, drei Männer aufgefallen, die sich am Alten Messeplatz an den Taschen von offensichtlich betrunkenen Personen zu schaffen machten. Der Zeuge konnte beobachten, dass die Täter versuchten, den Betrunkenen die Geldbörsen aus den Taschen zu ziehen. In der Folgezeit bekam er auch mit, dass die Täter tatsächlich Bargeld und Handys erbeutet hatten. Der Zeuge verständigte die Polizei der Wiesnwache. Den eingesetzten uniformierten Beamten gelang es, einen 19-jährigen Griechen sowie zwei 20-jährige Türken festzunehmen. Alle drei wohnen in München.




1554. Wiesn-Kellner ertappt Taschendieb, Festnahme durch die Polizei


Ein Kellner eines Wiesnfestzeltes beobachtete am Dienstag, 20.09.2005, gegen 22.15 Uhr, einen 28-jährigen algerischen Asylbewerber, wie er den Reißverschluss einer abgelegten Handtasche öffnete und diese sofort durchwühlte. Herbeigerufene Beamte der Festwiesnwache nahmen den Algerier fest. Bei ihm wurden zwei Mobiltelefone gefunden. Erste Ermittlungen ergaben, dass eines davon von einem Diebstahl in Hamburg stammen soll. Der Täter gab an, dass das Zweite angeblich seiner Freundin gehören würde. Die Besitzerin der Handtasche teilte den Kollegen mit, dass aus ihrer Tasche nichts entwendet wurde. Zusammenhänge zu weiteren Taten werden geprüft.





Wiesnreport vom Dienstag, 20.09.2005


1542. Raub bei Autoscooter


Ein 24-jähriger tunesischer Promoter stand am Montagabend, 19.09.2005, gegen 22.15 Uhr, an einem Autoscooter in der Schaustellerstraße. Ein unbekannter, etwa 25-jähriger Mann trat zu ihm und legte ihm "freundschaftlich" seinen Arm um die Schultern. Plötzlich trat noch ein zweiter Mann hinzu, der aus der Jackentasche des Tunesiers das Handy entwendete. Während der Tat drückte der erste Täter den Tunesier fest an sich, um seinem Kumpel die Wegnahme des Handys zu ermöglichen. Anschließend flüchteten die beiden Unbekannten in Richtung U-Bahn.

Täterbeschreibung:
Der Umarmer ist ca. 25 - 30 Jahre alt, 180 cm groß und schlank. Er hat eine kräftige, athletische Figur und schwarze, aufgestellte Haare. Er trug einen Oberlippen- und Kinnbart und war mit einer dunklen Jeans und einer hellen Jeansjacke bekleidet. Er wird als südländischer Typ beschrieben.
Der Dieb ist etwa gleich alt, 170 - 175 cm groß und schlank. Er hat schwarze, nach hinten gekämmte Haare, trug dunkle Jeans und eine schwarze Lederjacke. Auch bei ihm handelt es sich um einen Südländer.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 212, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.




1543. Britischer Tourist kann Taschendieb stellen


Ein 29-jähriger britischer Bankkaufmann befand sich am Sonntagabend, 18.09.2005, gegen 22.00 Uhr, in einem Festzelt, als er von einem fremden Mann angerempelt wurde. Gleichzeitig zog ihm jemand die Geldbörse aus der Hosentasche. Der Geschädigte konnte zunächst den beiden Männern folgen, verlor sie dann jedoch in der Menschenmenge aus den Augen.
Zufällig sah er den Dieb etliche Minuten später vor dem Haupteingang des Bierzeltes wieder und sprach Polizeibeamte, die sich gerade in der Nähe befanden, darauf an. Die Beamten konnten den Dieb, es handelt sich bei ihm um einen 57-jährigen Polen, festnehmen. Da er in München über einen festen Wohnsitz verfügt, wurde er nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.




1544. Räuberische Erpressung nach Wiesnbesuch


Nach einem Oktoberfestbesuch am Sonntag, 18.09.2005, ging ein 23-jähriger, australischer und in London wohnhafter Ingenieur zusammen mit seinen Freunden zunächst in deren Hotel, wo er kurze Zeit schlief. Danach machte er sich auf den Weg zu seinem eigenen Hotel.
Um 00.15 Uhr wurde er in der Arnulfstraße von zwei unbekannten Männern angesprochen und nach Zigaretten gefragt. Plötzlich zog einer der Männer ein Messer, bedrohte den Australier und forderte die Herausgabe von Wertsachen. Aufgrund der für ihn bedrohlichen Situation händigte der Ingenieur seine Armbanduhr, einen Fotoapparat und Bargeld aus. Anschließend flüchteten die Täter in unbekannte Richtung.

Täterbeschreibung:
Der erste Täter ist ca. 28 Jahre alt, hat dunkelbraune, mittellange Haare und war unrasiert. Er trug Jeans und sonst dunkle Bekleidung. Sein Mittäter ist ca. 35 Jahre alt und hat kurze, blonde Haare. Eine weitere Beschreibung war dem Australier nicht möglich.




1545. Glückliche Wiesn-Besucher


Völlig verzweifelt fand ein Taschendiebfahnder-Team am 19.09.2005, gegen 21.00 Uhr, zwei Touristen, eine 24-jährige Australierin und einen 23-jährigen Iren, in einem Festzelt auf dem Oktoberfest vor. Ihnen wurde kurz zuvor ihr Rucksack mit 1.000 Euro Bargeld, Flugtickets nach Australien, Pässen, Handys und Digitalkameras entwendet. Die Beamten nahmen die beiden Geschädigten zur Anzeigenerstattung mit auf die Festwiesenwache.
Zufällig erkannten die Polizisten den ihnen zuvor als entwendet beschriebenen Rucksack bei anderen Einsatzkräften, die zuvor zwei Taschendiebe festnehmen konnten. Die Täter, zwei 20- und 22-jährige in München lebende Iraker, waren kurz zuvor in anderer Sache festgenommen worden. Der Rucksack gehörte den beiden Touristen, die ihre Wertsachen mit Tränen in den Augen wieder an sich nehmen konnten. Ihr Flug in die Heimat wäre in den Morgenstunden des 20.09.2005 gegangen und ohne Flugschein wäre dieser Rückflug in die Heimat zum geplanten Termin sicher ausgefallen.
Einer der Täter musste nach kriminalpolizeilicher Sachbearbeitung wieder entlassen werden. Der andere Täter wurde dem Haftrichter vorgeführt.





Wiesnreport vom Montag, 19.09.2005


1533. 31-jähriger Neuseeländer nach Wiesn-Besuch beraubt


Nach einem ausgiebigen Wiesnbesuch war ein 31-jähriger Neuseeländer am Samstag, 17.09.2005, gegen 23.55 Uhr, auf dem Weg zur S-Bahnstation Hackerbrücke, um von dort aus in seine Zeltlagerstätte nach München-Riem zu fahren. An der Ecke Martin-Greif-Straße/Bayerstraße wurde er plötzlich von mehreren Personen angegriffen, die sofort auf ihn einschlugen. Die unbekannten Männer raubten dem Neuseeländer aus seiner Hosentasche sein Handy, Marke Nokia 6230, und seine Digitalkamera, eine Canon A 95.
Nach dem Vorfall setzte sich der Wiesn-Tourist in ein Taxi und fuhr zu seiner Unterkunft nach Riem. Erst gegen 03.30 Uhr meldete er den Vorfall beim Sicherheitsdienst des Wiesn-Camps, da er Schmerzen im Brustbereich hatte. Er wurde mit Verdacht auf Rippenbruch in ein Münchner Krankenhaus gebracht.

Täterbeschreibung:
fünf - sechs männliche Täter, ca. 16 - 20 Jahre alt, ca. 165 - 170 cm groß, sprachen deutsch; keine nähere Beschreibung möglich;

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 212, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.




1534. Taschendiebfahnder nehmen auf der Wiesn zwei Profi-Taschendiebe fest


Am gestrigen Sonntag, den 18.09.2005, gegen 20.15 Uhr, wurden Taschendiebfahnder des Polizeipräsidiums München auf zwei junge Männer aufmerksam, die sich im Löwenbräu-Festzelt an mehrere Personen heranmachten. Die Beamten beobachteten, wie die beiden Männer gezielt auf Geldbörsen, die ihre potentiellen Opfer in den Gesäßtaschen aufbewahrt hatten, losgingen. Situationsbedingt konnten die beiden Diebe jedoch keine Beute machen.
Nachdem die beiden Polen das Festzelt verlassen hatten, versuchten sie ihr Glück im nahegelegenen Hackerzelt. Auch dort wurden sie von Taschendiebfahndern beobachtet, wie sie in gleicher Manier wiederum gezielt auf die Gesäßtaschen der Wiesnbesucher spechteten. Bei einer anschließenden Kontrolle der beiden Polen, die in Deutschland keinen festen Wohnsitz haben, fanden die Beamten mehrere hundert Euro in den Taschen der Diebe. Das Geld sowie eine wertvolle Armbanduhr der Marke Maurice Lacroix dürfte aus Taschendiebstählen stammen. Die beiden Polen wurden festgenommen und dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.




1535. 24-jähriger Taschendieb auf der Festwiese festgenommen


Bild 1Bild 2

Am gestrigen Sonntag, den 18.09.2005, gegen 22.10 Uhr, beobachteten Polizeibeamte auf dem Münchner Oktoberfest, wie ein 24-jähriger Brite hinter einem Toilettenhäuschen einen Geldbeutel nach verwertbarem Inhalt durchsuchte und diesen dann zu Boden fallen ließ. Daraufhin wurde der junge Mann von den zivilen Beamten des Polizeipräsidiums München kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass der 24-Jährige sich gerade eines Geldbeutel einer neuseeländischen Touristin entledigt hatte. Bei seiner anschließenden körperlichen Durchsuchung fanden die Beamten eine hohe Bargeldmenge in verschiedensten Währungen bei dem Briten auf. Des Weiteren hatte der in London lebende Mann bei seiner Festnahme ein Messer dabei. Das bei ihm aufgefundene Bargeld dürfte aus Taschendiebstählen stammen, die der Brite wohl berufsmäßig auf dem Oktoberfest begangen hatte. Der Festgenommene wird heute dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt.




1536. Schweinshaxnknochen macht sich selbstständig und verletzt Wiesn-Besucher


Am gestrigen Sonntag, den 18.09.2005, gegen 15.00 Uhr, befanden sich zwei junge Männer aus dem Oberland auf der Empore des Hackerzelts und verspeisten voller Genuss eine Schweinshaxe. Nach dem Mahl rutschte dem Gast der Knochen vom Teller und fiel auf einen darunter sitzenden Gast, der sich unterhalb der Empore im Festzeltbereich aufhielt. Er erlitt eine kleine Platzwunde am Kopf.
Dem Verursacher war dies sichtlich peinlich und er wollte sich mit einem Bier und einer Brotzeit für sein Malheur entschuldigen. Der Verletzte zeigte sich jedoch unversöhnlich und bestand auf einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.





Wiesnreport vom Sonntag, 18.09.2005


1529. Nach Oktoberfestbesuch beraubt - Olympiapark


Bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidium München ging am Samstag, den 17.09.2005 gegen 21.00 Uhr ein Anruf ein, dass sich im Olympiapark eine verletzte Person befinden würde, die beraubt wurde. Eingesetzte Beamte trafen in der Nähe des Marathontores auf einen 36-jährigen Studenten, der angab, dass ihm nach Faustschlägen sein Handy und der Studentenausweis gestohlen wurden. Nach weiteren Angaben des Opfers wurde er von den späteren Tätern am Oktoberfest zu einer Party am Olympiaberg eingeladen.
Am Tatort hatte eine unbeteiligte Zeugin vier Männer davonlaufen sehen. Zum Tathergang konnte sie nichts angeben, eine Personenbeschreibung war ihr nicht möglich.
Bei den Tätern handelt es sich vermutlich um ca. 30 Jahre alte Türken.




1530. Taschendiebfahnder ziehen mexikanischen "Jackendieb" aus dem Verkehr


Im Rahmen ihrer Tätigkeit wurden die Taschendiebfahnder des PP München gegen 17.15 Uhr auf einen 28-jährigen in München lebenden Mexikaner aufmerksam, der durch den "Schottenhammel" ging und unbemerkt mehrere über die Lehnen und Bänke gelegte Jacken und Schirme einsammelte. Anschließend verlies er das Zelt und durchsuchte die erbeuteten Jacken hinter dem Zelt nach Bargeld und anderen Wertgegenständen. Die Fahnder konnten den Mexikaner auf frischer Tat festnehmen, als er gerade dabei war, seine Beute zu inspizieren.
Der Wert der sechs Jacken mit ihrem Inhalt beläuft sich auf mehrere hundert Euro, die ihren glücklichen Besitzern nach der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung wieder ausgehändigt werden konnten.




1531. Betrüger im Winzerer Fähndl aus dem Verkehr gezogen


Ein 22-jähriger Mann aus Egmating hatte sich eine bislang unbekannte Masche überlegt, um sich eine neue Einnahmequelle zu erschließen. Er ging gegen 20.15 Uhr im Zelt umher und verkaufte an feiernde Menschen selbst gefertigte Berechtigungsscheine, mit denen sich die Erwerber für 30 Euro scheinbar das Recht erkauften, die Musikkapelle dirigieren zu dürfen. Der Dirigent der Musikkapelle dürfte beim Anblick der Berechtigungsscheine vermutlich nur geschmunzelt haben.
Diese Form der "Gewerbeausübung" wurde durch Polizeibeamte unterbunden und der dreiste Betrüger erhielt eine entsprechende Anzeige.




1532. Brennende Zigarette ins Auge gedrückt


Aus bislang ungeklärter Ursache gerieten gegen 21.50 Uhr ein 39-jähriger Mann aus Hessen und 56-jähriger Münchner in Streit in der Ochsenbraterei. Der Hesse drückte dem Münchner daraufhin eine brennende Zigarette in das linke Auge. Der Verletzte wurde in die Augenklinik gebracht und entließ sich nach ambulanter Behandlung selbst aus dem Krankenhaus. Nach Auskunft des behandelnden Arztes sind die Folgen für das Auge bislang nicht absehbar. Der Hesse wurde festgenommen und nach einer Blutentnahme wieder aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.




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