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18.03.2016, PP München


Pressebericht vom 18.03.2016

Inhalt:

496. Nach Drogenkonsum kollabiert - Au

497. Sozialhilfeempfängerin lebt jahrelang in Luxuswohnung

498. Rentnerin durch falschen Bankmitarbeiter betrogen

499. Nackter Mann versucht Jacken zu entwenden

500. Motorradfahrer kollidiert mit abbiegendem Lkw und verletzt sich schwer - Hohenbrunn

501. Straßenraub in Neuhausen - Lichtbildfahndung
-siehe 1. Nachtrag vom 25.02.2016, Ziff. 363

502. Terminhinweis:
Vorstellung „Koordinierungsgruppe Körperverletzung




496. Nach Drogenkonsum kollabiert - Au
Am Mittwochabend, 16.03.2016, kurz nach 20.00 Uhr, wurde die Einsatzzentrale der Münchner Polizei von einer Anwohnerin informiert, dass sich im Treppenhaus ihres Wohnhauses ein unbekannter Mann aufhalte und auf dem Boden liegend schlafe.

Als die Polizeistreife kurz nach dem Anruf am Wohnanwesen der Dame eintraf, fanden sie im 2. Obergeschoss den Mann vor. Die Beamten versuchten ihn aufzuwecken und baten ihn um seinen Ausweis. Eine Kommunikation mit dem offensichtlich stark betrunkenen war nahezu unmöglich. Nach mehreren Minuten händigte der 37-jährige Mann aus dem Landkreis München den Beamten seinen Personalausweis aus. Daneben zeigte er sich ungehalten, da er sich nach eigenen Angaben in seinem Wohnhaus befinde. Als er anfing lautstark im Treppenhaus herumzuschreien, sich vor den Beamten aufbaute und mit den Armen herumfuchtelte, wurde er aufgefordert, das Anwesen zu verlassen.

Dies lehnte der 37-Jährige strikt ab, woraufhin ihm ein Platzverweis ausgesprochen wurde. Da er sich weiterhin weigerte, das Haus zu verlassen und zunehmend aggressiver wurde, wurde er mit unmittelbarem Zwang aus dem Haus gebracht.

Am Streifenwagen angekommen, schlug der 37-Jährige plötzlich mehrmals mit seinem Kopf auf die Motorhaube des Pkw, was durch die Beamten unterbunden werden musste. Auch während der Fahrt zur Dienststelle schlug er mehrmals mit seinem Kopf gegen die Seitenscheibe. Dieses Verhalten zeigte er auch in der Haftzelle, indem er jetzt mehrmals seine Stirn gegen die Gitterstäbe schlug, nachdem die Beamten die Zelle verlassen hatten. Um eine weitere Selbstverletzung zu verhindern wurde mit einer psychiatrischen Klinik mit dem Ziel der vorläufigen Unterbringung Kontakt aufgenommen. Gleichzeitig wurde ein Krankentransportwagen zur Polizeiinspektion beordert.
Als die Rettungssanitäter eintrafen, gab der 37-Jährige einem Mitarbeiter des Rettungsdienstes gegenüber an, dass er Rauschgift konsumiert habe. Dies führte zu einer Verständigung des Notarztes, um die Transportfähigkeit festzustellen.


Aufgrund seiner anhaltenden Aggressivität war ein Transport in eine Klinik nicht möglich, weshalb dem Betroffenen durch den Notarzt nach dessen Eintreffen entsprechende Medikamente verabreicht wurden, um ihn zu beruhigen. Kurze Zeit später setzte bei dem 37-Jährigen aus unbekannten Gründen die Atmung aus, weshalb er noch in der Haftzelle intubiert werden musste. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er stationär eingeliefert wurde.

Nach Angaben des Notarztes bestand keine Lebensgefahr. Der Zustand des Mannes ist derzeit stabil.


497. Sozialhilfeempfängerin lebt jahrelang in Luxuswohnung
Im Rahmen anderweitiger Ermittlungen wurde die Münchner Kriminalpolizei auf eine 64-jährige Frau aus dem Süden Münchens aufmerksam. Die Dame betreibt, obwohl ihr dies behördlicherseits seit Jahren untersagt ist, ein Juweliergeschäft mit einem geschätzten Umsatz von mehreren Tausend Euro im Monat.

Kritisch wurden die Kriminalbeamten, als ihnen auffiel, dass die Frau seit dem Jahr 2008 Sozialleistungen in Anspruch nimmt.
Bei einer am Donnerstag, 17.03.2016, durchgeführten Wohnungsdurchsuchung, bestätigte sich das Missverhältnis zwischen dem Bezug von Sozialleistungen und dem auffälligen gut situierten Wohnstil in der im Stadtteil Solln gelegenen Wohnung der 64-Jährigen. Die Wohnung der Geschäftsfrau war luxuriös ausgestattet und mit hochwertigem Mobiliar und Einrichtungsgegenstände bestückt. In der Küche stand zudem Champagner bereit.

Die 64-Jährige wurde festgenommen und in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Sie wird heute im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der über die Haftfrage entscheidet.


498. Rentnerin durch falschen Bankmitarbeiter betrogen
Bereits Anfang März, am Nachmittag des 02.03.2016, erhielt eine 88-jährige Münchnerin einen Telefonanruf von einem unbekannten Mann, der sich als Bankmitarbeiter ausgab. Als die Angerufene dem Unbekannten sagte, dass sie ihr Konto bei einer anderen Bank habe, antwortete der Anrufer, dass er auch für dieses Geldinstitut arbeiten würde.

Bei dem nun folgenden Gespräch gab der Mann der 88-Jährigen zu verstehen, dass sich bei den EC-Karten etwas geändert hätte und die Karten deshalb eingesammelt werden müssten. Weiterhin äußerte er, dass in Kürze ein Mann vorbeikommen würde, der die EC-Karte dann abholen würde. Zudem bräuchte er noch die PIN-Nummer der Karte. Als die Angerufene stutzig wurde, beruhigte der Anrufer die Dame mit der Aussage, dass auch die Polizei da sei und das Vorgehen überwachen würde. Daraufhin nannte ihm die Dame die PIN-Nummer.

Nach ca. 30 Minuten klingelte es an der Tür der 88-Jährigen in Neuhausen und der angekündigte Mann stand davor. Die Geschädigte bat ihn in die Wohnung und übergab ihm dort ihre EC-Karte. Nachdem der Abholer wieder weg war, telefonierte die Frau mit ihrer Tochter, die wiederum bei der Bank anrief, wo ihr natürlich sofort bestätigt wurde, dass die Aktion nicht von dem Geldinstitut ausgegangen war.

Zwischenzeitlich waren bereits 1.000 Euro vom Konto der 88-Jährigen abgehoben worden.

Beschreibung des Abholers:
Bei dem Abholer handelt es sich um einen ca. 50-60 Jahre alten Mann, etwa 1,70 m bis 1,75 m groß mit normaler Figur. Er hat kurze, grau melierte Haare, trug einen Drei-Tage-Bart und sprach Hochdeutsch ohne Akzent.
Bekleidet war der Mann mit einer grauen Jacke.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


499. Nackter Mann versucht Jacken zu entwenden
Ein 22-jähriger Mann lief gestern Nachmittag, 17.03.2016, um 15.15 Uhr, nackt durch die Hohenzollernstraße in München Schwabing. Ob der unzureichenden Kleiderwahl war ihm offensichtlich kalt, denn er blieb an einem Bekleidungsgeschäft stehen und versuchte zwei Jacken von einem außenstehenden Kleiderständer zu entwenden. Dies gelang ihm allerdings nicht, weil die Jacken mit einer Kette gesichert waren. Der Inhaber des Geschäftes bemerkte dies und sprach den Nackten an, der daraufhin weglief.

Verständigte Beamte der Polizeiinspektion 13 (Schwabing) konnten den nackten 22-Jährigen kurze Zeit später festnehmen und auf die Wache bringen. In einem Nebenraum der Inspektion warf er während der Befragung plötzlich einen Bürostuhl nach den Polizeibeamten, der diese aber glücklicherweise knapp verfehlte.

Der 22-Jährige wurde (nunmehr durch uns bekleidet) in die Haftanstalt gebracht, wo er am heutigen Tage über die Haftfrage entschieden wird.


500. Motorradfahrer kollidiert mit abbiegendem Lkw und verletzt sich schwer - Hohenbrunn
Am Donnerstag, 17.03.2016, gegen 11.20 Uhr, fuhr ein 75-jähriger Mann aus dem südlichen Landkreis München mit seinem Motorrad, einer BMW R1200 auf der Putzbrunner Straße in Hohenbrunn in Richtung Südwesten. Er trug dabei ordnungsgemäße Schutzkleidung. Die Kreuzung zur Auffahrt zur Autobahn A 99 in Richtung Nürnberg wollte er nach eigenen Angaben geradeaus überqueren.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand bestehen widersprüchliche Angaben über die Fahrstreifenbenutzung. Vor dem Motorradfahrer fuhr ein bislang unbekannter, weißer Kleintransporter, der Richtung Autobahn abbog und möglicherweise die Sicht auf den Kradfahrer verdeckte.

Zur genannten Zeit war ein 57-jähriger Berufskraftfahrer aus München mit einem 35 Tonnen schweren Lkw auf der Putzbrunner Straße in Richtung Nordwesten unterwegs.
Er wollte nach links in Richtung Autobahn abbiegen. Nach eigenen Angaben blieb der Lkw-Fahrer auf dem Linksabbiegerstreifen stehen und ließ den Gegenverkehr passieren. Nachdem kein weiterer Gegenverkehr für den Lkw-Fahrer erkennbar war, bog dieser nach links in die Autobahnauffahrt ab.

Der entgegenkommende Motorradfahrer versuchte noch durch Bremsen und Ausweichen eine Kollision zu verhindern, prallte jedoch nach wenigen Metern im Bereich des hinteren Drittels gegen die rechte Fahrzeugseite des Lastwagens. Er kam dabei zu Sturz und verletzte sich schwer. Er wird derzeit stationär in einem Krankenhaus behandelt.

Sowohl am Lkw wie auch am Motorrad entstand Sachschaden, der auf jeweils etwa 4.000 Euro geschätzt wird.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.


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Fahndungsbild Raub in München/Neuhausen
501. Straßenraub in Neuhausen - Lichtbildfahndung
Wie bereits berichtet, wurde ein 26-jähriger Deutscher in den frühen Morgenstunden des 25.02.2016, Opfer eines Raubüberfalls. Der Geschädigte stieg gegen 05.00 Uhr am U-Bahnhof Maillingerstraße aus. Auf seinem Nachhauseweg fiel ihm ein unbekannter Mann auf, der ihn vom U-Bahnhof aus verfolgte. Letztlich wurde der 26-Jährige in der Blutenburgstraße von dem Unbekannten eingeholt und von hinten mit mehreren Schlägen gegen den Kopf traktiert.

Nachdem der 26-Jährige zu Boden ging, durchsuchte der Täter dessen Jackentaschen, entnahm hieraus das Mobiltelefon und flüchtete zu Fuß in unbekannte Richtung.

Mittlerweile liegt ein Foto des Täters vor. Nachdem die bisherigen Ermittlungen ohne Erfolg verliefen, wurde seitens der Staatsanwaltschaft ein richterlicher Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung nach dem Täter erwirkt.
Täterbeschreibung:
Der unbekannte Mann ist ca. 1,75 m groß, schlanke Figur, trug zur Tatzeit einen hüftlangen, grünen Anorak.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können und Angaben zu der Person auf dem Lichtbild machen können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


502. Terminhinweis: Vorstellung „Koordinierungsgruppe Körperverletzung“
Das Polizeipräsidium München und die Bundespolizeidirektion München intensivieren die Zusammenarbeit zur Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr – Vorstellung und Unterzeichnung von zwei Vereinbarungen

Im Beisein von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann werden

am Montag, 21. März 2016, um 13.30 Uhr,
im Medienzentrum des Polizeipräsidiums München, Zugang Augustinerstraße 2

Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä und der Polizeipräsident der Bundespolizeidirektion München Hubert Steiger, zwei Vereinbarungen zwischen dem Polizeipräsidium München und der Bundespolizeidirektion München unterzeichnen.

Basierend auf die Sicherheitskooperation zwischen dem Bundesministerium des Innern und dem Bayerischen Staatsministerium des Innern über die Zusammenarbeit von Bundespolizei und Bayerischer Polizei werden nun zum einen die “Koordinierungsgruppe Körperverletzung“ und zum anderen die Durchführung von gemeinsamen Streifen im Rahmen von jeweiligen Vereinbarungen ins Leben gerufen.

Alle Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

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