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05.02.2016, PP München


Pressebericht vom 05.02.2016

Aus dem Inhalt:

227. Faschingstreiben in der Münchner Innenstadt

228. Raubüberfall im Alten Botanischen Garten; flüchtige Täter auf frischer Tat festgenommen – Maxvorstadt

229. Diebstahl aus Kraftfahrzeug nach DNA-Datenbanktreffer geklärt – Ludwigsvorstadt

230. Pressekonferenz: Tötungsdelikt in der Isarvorstadt


231. Polnischer Ladendieb wird rückfällig – Grünwald

232. Ladendiebstahl aus Verbrauchermarkt – Obersendling

233. Handel mit Betäubungsmitteln in Giesing

234. Schadensträchtiger Brand einer Sauna in einer Doppelhaushälfte – Haar

235. Öffentlichkeitsfahndung
Zurückliegende gefährliche Körperverletzung mittels Stich durch Taschendiebe – Altstadt
-Lichtbilder




227. Faschingstreiben in der Münchner Innenstadt
Zwischen dem kommenden Sonntag, 07.02.2016 und Faschingsdienstag, 09.02.2016 findet in der Münchner Innenstadt das alljährliche Faschingstreiben statt. Besonders tangiert sind dabei der Bereich zwischen Stachus und Marienplatz sowie der Viktualienmarkt. Den traditionellen Höhepunkt des Münchner Faschings stellt am Faschingsdienstag ab 10.30 Uhr der sogenannte “Tanz der Markfrauen“ dar, der wie jedes Jahr vor dicht gedrängtem Publikum auf dem Viktualienmarkt stattfindet.

Die Münchner Polizei wird die Veranstaltungen in bewährter Form betreuen. Sowohl uniformierte Polizeibeamte als auch Zivilbeamte werden in ausreichender Anzahl vor Ort sein. Die Hintergründe liegen wie auch in den Vorjahren in den vermehrt auftretenden Straftaten wie Taschendiebstählen und Körperverletzungen. Vor allem die Faktoren Alkohol und dichtes Menschengedränge sind als ursächlich für diese Deliktsmehrung zu sehen.

Die Vorgänge in der Silvesternacht in Köln finden bei der polizeilichen Einsatzplanung Berücksichtigung. Auch wenn sich in München nur vereinzelte Fälle ereignet haben, die bei weitem nicht die Dimension der Kölner Vorfälle erreicht haben, sind wir entsprechend sensibilisiert.

Als zusätzliche Maßnahme wird nun am Rosenmontag und am Faschingsdienstag auf dem Münchner Marienplatz eine stationäre Videoüberwachung mit vier Kameras und Echtzeitüberwachung betrieben. Entsprechende Hinweisschilder werden die Bevölkerung vor Ort darüber informieren.

In Bezug auf eine mögliche Bedrohung durch terroristische Aktivitäten gibt es aktuell für München keine konkreten Hinweise.

Für eine Erhöhung der Sicherheit wird ansonsten eine merkbar gestiegene polizeiliche Präsenz in der Innenstadt sorgen. Sollte es im Einzelfall zu körperlichen Übergriffen oder anderen Straftaten kommen, bitten wir die Betroffenen, sich sofort mit den Beamten vor Ort in Verbindung zu setzen oder den Notruf 110 zu wählen. Gleiches gilt, wenn Besucher der Veranstaltung Zeugen von verdächtigen, aggressiven oder sittlich fragwürdigem Verhalten werden.
Vor allem wünscht die Münchner Polizei allen Feierwilligen jede Menge Spaß und Freude sowie ein friedliches Miteinander.


228. Raubüberfall im Alten Botanischen Garten; flüchtige Täter auf frischer Tat festgenommen – Maxvorstadt
Am Mittwoch, 03.02.2016, gegen 20.00 Uhr, kam ein 22-jähriger Münchner im Bereich des Hauptbahnhofes mit drei ihm unbekannten Männern ins Gespräch. Nachdem er seinen Weg zu einem privaten Termin zunächst alleine fortsetzte, traf er kurze Zeit später wieder auf die Personengruppe und setzte die Unterhaltung mit den Männern im Bereich des Alten Botanischen Gartens fort.

Völlig unvermittelt wurde der 22-Jährige kurz darauf von einem der Täter angegriffen und massiv gewürgt. Die beiden anderen Täter schlugen dem Münchner ins Gesicht und hielten ihn fest. Parallel durchsuchten sie ihn nach Wertgegenständen. Nachdem sie dem Opfer Bargeld und das Mobiltelefon abgenommen hatten, flüchteten die Räuber mit ihrer Beute.

Nur kurze Zeit später traf der leicht verletzte 22-Jährige im Bereich der Elisenstraße auf eine Polizeistreife. Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten zwei der drei Täter festgenommen werden. Es handelt sich dabei um zwei 19-jährige Marokkaner. Haftbefehl wurde erlassen.

Nach weiterführenden Ermittlungen konnte an Donnerstag, 04.02.2016 der dritte noch flüchtige Täter, ein 17-jähriger Marokkaner, identifiziert und festgenommen werden. Er wird heute dem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.



229. Diebstahl aus Kraftfahrzeug nach DNA-Datenbanktreffer geklärt – Ludwigsvorstadt
Im Oktober 2015 parkte ein 41-jähriger Italiener seinen Pkw, Fiat in der Adolf-Kolping-Straße in der Ludwigsvorstadt. Als er zu seinem Fiat zurückkam bemerkte er, dass die Seitenscheibe der Fahrerseite eingeschlagen war. Anschließend fiel ihm das Fehlen seiner Tasche auf, welche er auf dem Beifahrersitz unter einer Jacke versteckt hatte. In der Tasche befand sich seine Geldbörse mit Führerschein und diversen Karten.

An dem Fahrzeug wurde eine Spurensicherung durchgeführt. Hierbei konnte an der Fahrertür ein tatrelevanter DNA-Anrieb gesichert werden. Bei einer Recherche dieser DNA-Spur in der DNA-Analysedatei des Bayerischen Landeskriminalamts wurde eine Übereinstimmung mit dem DNA-Personenmuster eines 32-jährigen Algeriers festgestellt.

Der Beschuldigte sitzt seit 02.11.2015 in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim in Untersuchungshaft, nachdem er am selben Tag zunächst aus einem unverschlossenen Lkw einen Rucksack entwendet hatte und kurz darauf nach einem versuchten Ladendiebstahl festgenommen werden konnte.



230. Pressekonferenz: Tötungsdelikt in der Isarvorstadt
Eine in München lebende 38-jährige Ungarin war seit Dienstag, 02.02.2016, ca. 13.00 Uhr nicht mehr erreichbar. Aus diesem Grund öffnete ein Angestellter der Wohnungsverwaltung eines Mehrfamilienhauses in der Münchner-Isarvorstadt mittels Zweitschlüssel am Vormittag des zurückliegenden Mittwoch, 03.02.2106 deren Wohnung. Dort fand er die Mieterin leblos vor und verständigte daraufhin Rettungsdienst und Polizei. Durch den Notarzt konnte nur noch der Tod der 38-Jährigen festgestellt werden.
 
Es ergaben sich Anhaltspunkte für einen nicht natürlichen Tod, weshalb die Mordkommission München gemeinsam mit Kräften der Spurensicherung die weiteren Ermittlungen übernahmen.
 
Die Obduktion der Verstorbenen im Institut für Rechtsmedizin der LMU München erfolgte noch am späten Abend des Auffindetages und bestätigte den Verdacht eines Tötungsdeliktes.
 
Aufgrund der laufenden Ermittlungen, insbesondere ausstehender Vernehmungen des Opferumfeldes, können derzeit keine weiteren Details zur Person des Opfers sowie den Umständen der Tat bekannt gegeben werden.


231. Polnischer Ladendieb wird rückfällig – Grünwald
Am Mittwoch, 03.02.2016, gegen 09.00 Uhr, ging ein 34-jähriger Pole in einen Verbrauchermarkt in München-Milbertshofen und entwendete dort drei Flaschen Wodka im Wert von ca. zehn Euro.

Polizeibeamte der Polizeiinspektion 47 (Milbertshofen) nahmen den 34-Jährigen fest und verbrachten ihn nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München. Er wurde noch am selben Tag vernommen und gab den Diebstahl zu.
Am Donnerstag, 04.02.2016, erfolgte die Entlassung auf Anordnung durch die Staatsanwaltschaft.

Nachdem er das Polizeipräsidium München verlassen hatte, begab er sich auf dem direkten Weg nach Grünwald, wo in einem Lebensmitteldiscounter eine Flasche Wodka im Wert von ca. 13 Euro entwenden wollte.

Er wurde durch Polizeibeamte der Polizeiinspektion 32 (Grünwald) erneut festgenommen und der Haftanstalt überstellt. Über die Haftfrage wird am heutigen Tag der Ermittlungsrichter entscheiden.


232. Ladendiebstahl aus Verbrauchermarkt – Obersendling
Am Mittwoch, 03.02.2016, gegen 11.30 Uhr, wurde in einem Verbrauchermarkt in Obersendling von einem 45-jährigen Ladendetektiv beobachtet, wie ein 21-jähriger Rumäne acht Flaschen Whiskey in seinen Rucksack steckte und das Geschäft verließ, ohne die Ware zu bezahlen. Der Dieb konnte kurz darauf vom Ladendetektiv festgenommen werden.

In seiner Beschuldigtenvernehmung gab der 21-Jährige an, dass sein 20-jähriger Kumpel während des Diebstahls Aufpasserdienste leistete. Dieser konnte jedoch flüchten.

Der 21-Jährige wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt; es erging Haftbefehl.



233. Handel mit Betäubungsmitteln in Giesing
Aufgrund kriminalpolizeilicher Ermittlungen wurde ein Wohnhaus in Giesing überwacht. Es lagen Hinweise vor, dass aus einer Wohnung heraus mit verschiedenen Betäubungsmitteln Handel getrieben wird.

Nachdem eine männliche Person, welche in der Wohnung augenscheinlich Kokain erworben hatte, festgenommen werden konnte, wurde die Wohnung gewaltsam geöffnet und im Anschluss durch Beamte des Drogendezernats durchsucht.

Im Wohnraum des mutmaßlichen Drogenhändlers, einem 35-jährigen Tunesier konnten ca. 217 Gramm Kokain, 61 Gramm Haschisch, 695 Euro Bargeld sowie umfangreiches Verpackungsmaterial und eine Feinwaage aufgefunden und beschlagnahmt werden. Da sich bei den Händlerutensilien griffbereit mehrere Messer befanden, wird sich der 35-Jährige wegen bewaffneten Handeltreibens in nicht geringer Menge verantworten müssen.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand wird davon ausgegangen, dass der 35-Jährige einen regen Handel mit Kokain betrieben hat.

Der Tunesier wird am Freitag, 05.02.2015 zur Klärung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt.


234. Schadensträchtiger Brand einer Sauna in einer Doppelhaushälfte – Haar
Am gestrigen Donnerstag, 04.02.2016, kam es gegen 18.45 Uhr, zu einem schadensträchtigen Brand in einer Doppelhaushälfte im Feinerweg in Haar.

Die im Haus anwesenden Bewohner, eine Mutter und ihre beiden Kinder, wurden durch einen Rauchmelder aufgeschreckt und konnten das Anwesen unverletzt verlassen.

Der Brand wurde durch die gerufene Feuerwehr gelöscht. Hierbei kam es im Keller zu einer Rauchgasverpuffung. Zum Glück wurde keiner der Feuerwehrmänner verletzt, welche den Löschangriff durchführten. Lediglich ihre Einsatzkleidung wurde angesengt.

Durch den Brand wurde ein im Keller eingebaute Sauna völlig zerstört und der Keller wurde massiv brandbeschädigt. Durch das offen gebaute Treppenhaus stieg Ruß und Rauch bis hinauf zum Dachgeschoss.

Der entstandene Schaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt.

Die Brandermittler des Kommissariats 13 haben vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

Der Brand brach nach ersten Feststellungen in der Sauna, welche nicht mehr als solche benutzt wurde, sondern als Abstellraum dient.



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235. Öffentlichkeitsfahndung Zurückliegende gefährliche Körperverletzung mittels Stich durch Taschendiebe – Altstadt
Am Freitag, 01.01.2016, gegen 05.00 Uhr, betrat ein 34-jähriger Marokkaner das Sperrengeschoss zum U-Bahn- und S-Bahnhof Marienplatz dicht gefolgt von zwei Männern. Einer der beiden Männer versuchte den 34-Jährigen den Geldbeutel aus der Hosentasche zu ziehen. Das Opfer bemerkte dies, sprach die beiden Männer an, so dass diese flüchteten.

Kurz darauf sah der 34-Jährige diese beiden Männer erneut und beobachtete sie bei einem erfolgreichen Taschendiebstahl an einer Rolltreppe zum U-Bahnsteig. Der 34-Jährige schritt ein und hielt einen der beiden Täter fest. Erst dann wurde das Taschendiebstahlsopfer auf die Situation aufmerksam. Es entwickelte sich daraufhin eine Rangelei zwischen den beiden Tätern und dem 34-Jährigen sowie dem Opfer des Taschendiebstahls, in dessen Verlauf einer der Täter die gestohlene Geldbörse zu Boden warf und beide Täter flüchteten.

Daraufhin nahm der 34-jährige Marokkaner die Verfolgung auf. Als die Taschendiebe ihre Verfolger bemerkten, kehrten sie um und einer der beiden Täter stach am Marienplatz den 34-Jährigen mit einem spitzen Gegenstand in den rechten Oberschenkel. Anschließend flüchteten die beiden Täter erneut.

Der Marokkaner wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Kriminalpolizei konnte ein Video auswerten, auf dem ein Großteil des Tathergangs zu sehen ist. Trotz der umfangreichen polizeilichen Maßnahmen konnte die Identität der beiden Gewalttäter bislang nicht festgestellt werden. Über die Staatsanwaltschaft München I wurde deshalb ein richterlicher Beschluss zur Veröffentlichung von Lichtbildern erwirkt.

Täterbeschreibung:
Täter 1:
Männlich, zwischen 28-32 Jahre alt, ca. 165 cm groß, schwarze, kurze Haare, keinen Bart, gepflegte Erscheinung, sprach marokkanisch; Bekleidung: Jeans, schwarze Lederjacke, grauer Schal, weiße Adidas-Turnschuhe mit schwarzen Streifen

Täter 2:
Männlich, zwischen 28-32 Jahre alt, ca. 165 cm groß, schwarze, kurze Haare, sprach marokkanisch; Bekleidung: Jeans, schwarze Jacke, grauer Schal, dunkle Halbschuhe.

Zeugenaufruf:
Wer kennt die beiden abgebildeten Männer oder war Zeuge der Taten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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