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14.01.2016, PP München


Pressebericht vom 14.01.2016

Aus dem Inhalt:

85. Trickdiebstähle durch falsche Wasserwerker – Pasing und Untersendling

86. Tätliche Auseinandersetzung in Asylbewerberunterkunft

87. Betriebsunfall durch Verbrühung – Freimann

88. Polizei-Kurs zur Stärkung der Zivilcourage




85. Trickdiebstähle durch falsche Wasserwerker – Pasing und Untersendling
Am Dienstag, 12.01.2016, gegen 12.00 Uhr, klingelte ein unbekannter Mann bei einem Ehepaar in der Bodenstedtstraße. Unter dem Vorwand eines Wasserrohrbruches erhielt er Einlass in die Wohnung. Nach seinen Angaben sollte es um einen Wasserrohrbruch handeln, der das Trinkwasser des Ehepaares verseucht hätte und nun Messungen erforderlich sind.

Die Senioren wurden im Badezimmer von dem Unbekannten abgelenkt. Dabei konnte offensichtlich eine zweite Person unbemerkt in die Wohnung gelangen. Nachdem sich der vermeintliche Wasserwerker verabschiedet hatte, stellte das Ehepaar Veränderungen im Wohnzimmer fest.

Es wurden ca. 150 Euro Bargeld und zwei Ringe entwendet und zwei Mobilteile des Festnetzanschlusses wurden im Schlafzimmerschrank deponiert aufgefunden.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 40-50 Jahre alt, ca. 175 cm groß, kräftige untersetzte Figur, volles rundes Gesicht, heller Teint, dunkelblonde/braune Haare, sprach Hochdeutsch ohne Akzent.
Bekleidung: dunkelblaue lange Jacke, insgesamt dunkel gekleidet.

Ebenfalls am Dienstag, 12.01.2016, gegen 11.00 Uhr, klingelte es an der Wohnungstür einer 79-Jährigen in der Maronstraße. Der ihr unbekannte Mann erklärte ihr, dass er das Wasser überprüfen müsse, da sich Viren darin befinden. Die Frau ließ den vermeintlichen Wasserwerker in die Wohnung und begab sich gemeinsam mit ihm in das Badezimmer. Dort öffnete er einen Wasserhahn und füllte angeblich zu Testzwecken einen kleinen Becher mit Wasser. Anschließend begaben sie sich in die Küche und öffneten auch dort den Wasserhahn. Während die Seniorin anschließend in eine Zeitung schaute, bewegte sich der Mann ständig zwischen Küche und Bad.

Nach etwa einer dreiviertel Stunde sagte er, dass er nun alle Proben hätte und verschwand. Kurz darauf stellte die Frau fest, dass eine Zimmertür, die üblicherweise immer verschlossen ist, offen stand. Aus einer Holzschachtel im Zimmer wurden goldene Manschettenknöpfe und eine Krawattennadel entwendet.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 40-50 Jahre alt, ca. 175 - 180 cm groß, kräftige Figur, kurze bräunliche Haare, ohne Bart, sprach Deutsch
Bekleidung: unauffällig - keine nähere Beschreibung.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.



86. Tätliche Auseinandersetzung in Asylbewerberunterkunft
Am Mittwoch, 13.01.2016, gegen 19.55 Uhr, hatten mehrere Bewohner einer Unterkunft am Jagdfeldring in Haar einen kreisförmigen Sichtschutz aus Spinden aufgebaut. Innerhalb dieses Kreises wurde offensichtlich geraucht und Alkohol getrunken.

Ein 28-jähriger pakistanischer Bewohner informierte hierüber den Sicherheitsdienst.
Im Anschluss räumten mehrere Mitarbeiter vom Sicherheitsdienst die Spinde beiseite. Dabei eskalierte die Situation und es kam zu einem Gerangel zwischen den Ordnern und zahlreichen Bewohnern der Unterkunft.

In diesem Gerangel packte ein Pakistaner eine Mitarbeiterin des Ordnungsdienstes am Arm. Dabei verletzte sie sich leicht. Ein weiterer Mitarbeiter erlitt im Gerangel eine Schürfwunde am Ellbogen. Der Pakistaner wurde von einem bislang unbekannten Mitbewohner der Unterkunft auf Höhe des Knies getreten.

Der Streit konnte erst durch die eingesetzten Polizeibeamten beigelegt werden.



87. Betriebsunfall durch Verbrühung – Freimann
Am Mittwoch, 13.01.2016, gegen 13.45 Uhr, wurden zwei Mitarbeiter einer Anlagenproduktionsfirma in der Weimarer Straße durch heiße Dämpfe verbrüht.
Beim Prüfen einer Anlage löste sich eine Steckverbindung zweier Schläuche, worauf Kühlflüssigkeit mit 120 Grad ausströmte.

Beide Mitarbeiter erlitten Verbrühungen und wurden durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Sie wurden nach ambulanter Behandlung wieder entlassen.

Das zuständige Fachkommissariat 13 hat die Ermittlungen übernommen und prüft die Einhaltung aller Unfallverhütungsvorschriften.



88. Polizei-Kurs zur Stärkung der Zivilcourage
Das Polizeipräsidium München bietet seit längerem Verhaltenstrainings zur Stärkung der Zivilcourage und der Selbstsicherheit an. Ziel der Kurse ist es, gefährliche Situationen bereits im Vorfeld rechtzeitig zu erkennen, sich Wissen anzueignen, um sich selbst und anderen in einer Bedrohungssituation zu helfen.

„Man muss kein Held sein, um sich selber oder anderen in Gefahrensituationen wirksam helfen zu können.“ Es handelt sich um einen „Mitmachkurs“, das heißt, dass sich jeder Teilnehmer aktiv im Rahmen von Verhaltenstrainings einbringen kann.

In den interaktiven Kursen werden möglichst einfache, leicht praktikable Verhaltenstipps vermittelt, um diese auch in Angst- und Stresssituationen anwenden zu können.

Der Kurs will Mut zum „Eingreifen“ (Zivilcourage) und zum „Sich selbst wehren“ machen. Des Weiteren werden rechtliche Grundlagen, wie Nothilfe, Notwehr und unterlassene Hilfeleistung thematisiert.

Folgende Informationen könnten für Sie von Interesse sein:

Örtlichkeit: Jede Polizeidienststelle bietet den Kurs an.
Termin: Näheres erfragen Sie bitte auf Ihrer örtlich zuständigen Polizeiinspektion. In der Regel wird der Kurs ab 10 bis 15 Anmeldungen durchgeführt.

Kosten: Der Kurs ist kostenlos

Kursdauer: 2 bis 4 Stunden

Trainer: Der Kurs wird von 2 ausgebildeten
Polizeibeamten durchgeführt

Vorkenntnisse: Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Es handelt sich um keinen Selbstverteidigungskurs.

Teilnehmerkreis: Grundsätzlich Erwachsene


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