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Polizei Bayern » PP München » Aktuelles » Presse » Neueste Pressemeldungen 30.10.2011, PP München Pressebericht vom 30.10.2011
Aus dem Inhalt: 1764. Hundekot in Postbriefkästen; Auslobung durch die Deutsche Post
Wie bereits berichtet, wurde im Briefverteilungszentrum Starnberg am 18.08.2011 erstmalig Kot in einem Briefsammelsack gefunden. Der Kot wurde offensichtlich in einen Hundekotbeutel gesteckt und dieser – ohne ihn zu verschließen – in einen Briefkasten der Deutschen Post geworfen. Danach wurden im Bereich der Polizeipräsidien München und Oberbayern Nord in insgesamt 34 Fällen Briefkästen nach dem selben Schema verschmutzt. Die betroffenen Briefkästen befanden sich bislang meist in der Nähe von S-Bahnhöfen im Westen Münchens sowie den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck. Die Briefe, die sich in den betroffenen Kästen befanden, mussten zum Teil vernichtet werden, zum einen wegen der erheblichen Kontamination und dem Umstand, dass die meist in fast flüssiger Form eingebrachten Fäkalien die darauf geschriebenen Adressen unleserlich machten. Schaden entstanden außerdem an den Briefkästen, den Sammelbehältnissen und in den Verteilungszentren der Deutschen Post selbst, da die verunreinigten Lieferungen teilweise auf die dortigen Förderbänder gelangten. Die tatsächliche Schadenshöhe ist nach Aussage der Verantwortlichen der Deuschen Post nur schwerlich zu beziffern, beläuft sich aber sicherlich in einer Höhe von weit mehr als 10.000 Euro. Inzwischen wird gegen den unbekannten Täter wegen Störung öffentlicher Betriebe (§316b StGB) sowie wegen Gemeinschädlicher Sachbeschädigung (§ 304 StGB) ermittelt. Ihm droht daher eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Auslobung: Die Deutsche Post hat sich entschlossen für Hinweise, die zur Ergreifung des bislang unbekannten Täters führen, eine Summe von 4.000 Euro auzuloben, die unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt wird. 1765. 81-jähriger vermisster Rentner wurde Opfer eines Tötungsdeliktes; Auslobung durch das Bayer. Landeskriminalamt
Wie bereits mehrfach berichtet (siehe Pressebericht vom 15.09.2011, Ziff. 1442, Pressebericht vom 03.10.2011, Ziff. 1604 und Pressebericht vom 26.10.2011, Ziff. 1747), wurde der zunächst seit 19.08.2011 vermisste 81-jährige alleinstehende Rentner am Montag, dem 24.10.2011, gut zwei Monate nach seinem Verschwinden, tot aufgefunden. Die Obduktion ergab zunächst keine eindeutige Todesursache. Weiterführende feingewebliche Untersuchungen der sterblichen Überreste weisen nun auf ein Fremdverschulden hin. Der homosexuell veranlagte Mann wurde zuletzt am Donnerstag, 18.08.2011, gesehen. Knapp einen Monat später, am 11.09.2011, wurde er bei der Polizei als vermisst gemeldet. Am 17.09.2011 konnte die Polizei seinen schwarzen Motorroller auffinden. Dem Zustand nach dürfte der Roller der Marke Rex mit dem Versicherungskennzeichen 603GHP auf dem Waldparkplatz an der B471 bei Ismaning schon einige Tage gestanden haben. Dieser Parkplatz wird als Treffpunkt und Anbahnungsort von homosexuell veranlagten Personen rege genutzt. Möglicherweise traf der Senior an diesem Ort auf den späteren Täter und begab sich mit diesem in das angrenzende Waldgebiet. Was im weiteren Verlauf bis zu seiner Tötung geschah, ist bislang noch unklar. Trotz intensiver, mehrtätiger Suchmaßnahmen – bei denen auch Hunde eingesetzt wurden – konnte die Leiche erst jetzt, abseits des abgesuchten Gebiets, aufgefunden werden. Der starke Verwesungsgeruch fiel bei Waldarbeiten auf. Die Mordkommission München übernahm die Ermittlungen der Vermisstenstelle und führt diese intensiv weiter. Aufgrund der laufenden Ermittlungen können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine näheren Einzelheiten zu den genauen Todesumständen gemacht werden. Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich an die Mordkommission München unter Tel: 089 / 29 10 - 0 oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden. Jede Person, die in der Zeit vor seinem Verschwinden mit dem 81-Jährigen (siehe Lichtbild), der sehr zurückgezogen lebte, Kontakt hatte oder sich am fraglichen Wochenende, von Freitag, dem 19.08.2011, bis Sonntag, dem 21.08.2011, am Parkplatz oder im angrenzenden Waldgebiet aufhielt, wird gebeten, sich zu melden. Auslobung: Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters und / oder zur Aufklärung der Tat führen, hat das Bayerische Landeskriminalamt eine Belohnung in Höhe von 5.000,- Euro (in Worten: Fünftausend) ausgelobt. Hinweise werden selbstverständlich diskret behandelt und im Einzelfall kann ggf. auch Vertraulichkeit zugesichert werden. 1766. Dienstschluss – aber noch kein Dienstende
Dienstschluss aber noch kein Dienstende hatte ein 29jähriger Polizeiobermeister der Polizeiinspektion 14 (Westend), als er sich am Mittwoch, 26.10.2011, um 03:00 Uhr nachts, auf seinen Heimweg Richtung Augsburg begab. Die Zugbegleitung eines ICE – der von München über Augsburg und Ulm nach Stuttgart fuhr – bat den Streifenbeamten um seine Unterstützung bei einer Personalienfeststellung. Eine 50jährige Deutsche war ohne Fahrkarte und Ausweisdokumente im Zug angetroffen worden. Der Beamte ließ die angegebenen Personalien bei seiner Münchner Inspektion überprüfen. Ergebnis: die Frau war zur Aufenthaltsermittlung für das Polizeipräsidium Stuttgart ausgeschrieben. Durch diese Maßnahme verpasste er aber den Ausstieg an seinem Heimatbahnhof. Bei der nun folgenden Weiterfahrt bis nach Ulm stellte das Zugpersonal drei Iraker in einer Toilette der 1. Klasse des ICE fest und bat den Polizeibeamten einzuschreiten. Alle Personen übergab der 29jährige Beamte am Bahnhof in Ulm der Bundespolizei. Dienstende hatte er da immer noch nicht. Auf der Rückfahrt nach Augsburg unterstützte er gegen 06:10 Uhr nochmals die Zugbegleitung bei einer Personalienfeststellung. Diesmal jedoch ohne weitere Maßnahmen und Konsequenzen, so dass mit Ankunft im Augsburger Bahnhof um 6.35 Uhr für den Polizeiobermeister endlich/endgültig Dienstschluss war. 1767. Zwei Unbekannte überfallen Lageristen auf dem Weg zur Arbeit – Ismaning
Ein 56-jähriger Lagerist befand sich am Donnerstag, den 27.10.2011, nach der Arbeit gegen 17.30 Uhr auf dem Weg zur S-Bahn in Ismaning. Dazu benutzte er einen Fußweg vom Gewerbegebiet an den Bahngleisen entlang. Plötzlich wurde er von hinten zu Boden gestoßen und eine männliche Stimme sagte "Gib’s Geld her!". Der geschockte Lagerist bemerkte dann zwei unbekannte Männer. Einer gab ihm noch einen Schlag gegen sein linkes Auge, so dass er dort ein Hämatom erlitt. Die zweite Person griff in die linke Jackeninnentasche und zog die Geldbörse raus. Dann flüchteten die Räuber mit der Börse die S-Bahn-Gleise entlang – vermutlich Richtung Norden. Obwohl der GES um Hilfe rief und nach der Polizei schrie, wurde kein Passant auf den Vorfall aufmerksam. Da der 56-Jährige sich erst in ärztliche Behandlung begab und seine EC-Karte sperren ließ, meldete er sich erst heute (28.10.2011) gegen Mittag bei der Polizei um Anzeige zu erstatten. Täterbeschreibung: 1. Wortführer: männlich, 20 – 30 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schlank, dunkler Teint, schmaler dunkler Oberlippenbart, sprach bayrisch. Bekleidung: graues Kapuzen-Sweatshirt (Kapuze über dem Kopf) 2.Mittäter: männlich, 20 – 30 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schlank. Bekleidung: trug schwarzes Kaputenshirt. Weitere Beschreibung nicht vorhanden Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 1768. Cabrio-Fahrer zwingt Tram zur Notbremsung und flüchtet danach – Harlaching
Am Freitag, den 28.10.2011 fuhr ein 44-jähriger Trambahnfahrer mit der Tram Linie 25 gegen 15.05 Uhr von der Haltestelle „Klinikum Harlaching“ weg in Richtung Innenstadt. Zeitgleich fuhr ein dunkles Cabriolett (nähere Beschreibung ist nicht vorhanden), besetzt mit zwei männlichen Personen, die Geiselgasteigstraße ebenfalls stadteinwärts und bog – vermutlich bei Rot – nach rechts in die Seybothstraße ab. Dabei fuhr der Cabrio-Lenker über die Straßenbahngleise. Der Trambahnfahrer leitete eine sofortige Gefahrenbremsung ein, um einen Zusammenstoss mit dem Auto noch vermeiden zu können. Dabei stürzte ein 72-jähriger Fahrgast in der Tram zu Boden und zog sich eine Wunde am rechten Auge zu. Die Brille des Rentners ging zu Bruch. Der Senior wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Der unbekannte Cabriofahrer hielt kurz an, setzte von den Gleisen aus zurück und flüchtete die Geiselgasteigstraße stadteinwärts. Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando München, Tel. 089/6216-3322, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 1769. Diebe haben es auf Kfz.-Diagnosegerät und wertvolles Werkzeug abgesehen - Moosach
Bislang unbekannte Täter brachen in der Zeit von Freitag, 28.10.2011, gegen 20.00 Uhr bis Samstag, 29.10.2011, gegen 07.00 Uhr, durch Aufbrechen einer Tür an der Gebäuderückseite in ein Autohaus am Georg-Brauchle-Ring ein. Sie entwendeten ein hochwertiges Kfz.-Diagnosegerät der Fa. IDS und ein dazugehöriges Notebook der Marke Panasonic, zudem einen Satz Entriegelungswerkzeug für Autoradios sowie Navigationsgeräte der Marke Würth und einen Akkuschrauber Würth S10-A (mit Ladegerät und Reserveakku). Mit ihrer Beute gelang den Dieben unerkannt die Flucht. Zeugenaufruf: Wer im Tatzeitraum entsprechende Wahrnehmungen gemacht hat, die mit dem Einbruch in das Autohaus in Verbindung gebracht werden können, wird gebeten sich mit der nächsten Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Sollte jemand Hinweise auf den Verbleib des Diebesgutes haben, so wird ebenfalls um Mitteilung gebeten. 1770. Polizeilicher Verlaufsbericht der Versammlung „AufgeMUCkt“
Am Samstag, den 29.10.2011, fand auf dem Marienplatz eine Veranstaltung unter dem Thema „Protest gegen den Planfeststellungsbeschluss, Verhinderung einer 3. Start- und Landebahn am Flughafen MUC“ statt. Bereits vor Veranstaltungsbeginn (angemeldet 10.00 Uhr) waren ca. 2.500 Personen am Marienplatz anwesend, die ihr Anliegen mit bunten Transparenten in verschiedener Größe zum Ausdruck brachten. Während der Veranstaltung mit verschiedenen Redebeiträgen stieg die Teilnehmerzahl auf ca. 7.000 an. Um 12.02 Uhr wurde die Versammlung durch den Versammlungsleiter beendet. Die Veranstaltung verlief absolut störungsfrei. Die Münchner Polizei war mit ca. 250 Beamten im Einsatz. 1771. Polizeilicher Verlaufsbericht des Bundesligafußballspiels FC Bayern München gegen den 1. FC Nürnberg
Die Bundesligapartie beschäftigte die Münchner Polizei bereits in der Nacht vor dem Spiel. Um kurz vor Mitternacht fiel eine Gruppe von 150 Anhängern des FC Bayern auf, die sich am Isartorplatz versammelten. Sie zogen dann über die Fußgängerzone bis zum Odeonsplatz. Vor der Feldherrnhalle verweilten sie für kurze Zeit und entfernten sich dann von dort gegen 00.20 Uhr ohne Zwischenfälle. Am Spieltag selbst kam es zunächst um 12.45 Uhr zu einem Streit zwischen einer Gruppe Bayernfans und Passanten in der Innenstadt. Ein unbekannter Fan schlug einer Person ins Gesicht. Anzeige wurde erstattet. Gegen eine vorherige Absprache fuhren ca. 60 Fahrzeuge mit etwa 300 Personen als Konvoi von Nürnberg aus nicht zum Parkplatz Garching / Forschungszentrum, sondern zum Parkplatz beim Klinikum Großhadern. Die Fans wurden anschließend von Kräften des Unterstützungskommandos bis zum Stadion begleitet, um ein Aufeinandertreffen mit gegnerischen Fans zu verhindern. Nürnberger Ultras versuchten am Stadion beim Fanbus des Fanprojekts die Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Dort standen zu diesem Zeitpunkt ca. 250 Mitglieder der „Schickeria“. Mit starken Polizeikräften konnte dies verhindert werden. Die Problemfans wurden von Polizeifahrzeuge und unter Einsatz von Diensthunden und –pferden zur Allianz Arena geführt. Parallel dazu wurde auch die „Schickeria“ durch starke Polizeikräfte zum Stadion begleitet. Die meisten Fans reisten mit ca. 300 Bussen sowie dem ÖPNV und eigenen Fahrzeugen an. Am Busparkplatz kam es zu einer Auseinandersetzung, in der ein Bayernfan eine Flasche warf und einen Nürnberger leicht verletzte. Auch hier wurde Anzeige erstattet. Gegen 14.15 Uhr fiel eine Gruppe von ca. 80 schwarzgekleideten Personen beim Park & Ride Parkhaus auf. Sie waren teilweise vermummt und führten Fahnenstangen – jedoch ohne Fahnen – mit sich. Sie marschierten über den Busparkplatz und provozierten Bayernanhänger. Ihre Gewaltbereitschaft zeigten sie durch Schreien und Arme hochreißen. Zu einer größeren Auseinandersetzung kam es nur deshalb nicht, weil die Bayernfans nicht gewaltbereit waren und die aggressive Gruppe innerhalb kürzester Zeit durch starke Polizeikräfte abgesondert werden konnte. Bei allen 80 Personen wurde die Identität festgestellt. Bis nach dem Spiel wurden sie in Gewahrsam genommen. Unter ihnen befanden sich auch Ultras von 1860. Im Rahmen von Personenkontrollen wurde ein Polizeibeamter von einem Nürnberger Fan geschlagen. Ein Anhänger des FC Bayern beleidigte einen Polizeibeamten. Anzeigen wurden erstellt. Während des Spiels versuchte ein unbekannter Nürnberger einen Polizeibeamten zu schlagen. Der Täter entkam unerkannt. Eine Anzeige wurde erstellt. Nach dem Spiel verließ die Gruppierung „Schickeria“ geschlossen das Stadion und fuhr mit der U-Bahn Richtung Innenstadt. Sie wurden von Polizeikräften begleitet. Zu Zwischenfällen kam es hier nicht. Die Ultragruppierung aus Nürnberg blieb zunächst ca. 30 Minuten freiwillig im Block. Anschließend wurde sie ca. 20 Minuten im Stadionumgriff angehalten, um einen störungsfreien Abmarsch der „Schickeria“ zu ermöglichen. Danach wurden sie in Richtung U-Bahnhof Fröttmaning begleitet. Kurz vor Erreichen des Bahnhofes setzte sich ein Großteil der ca. 300 Nürnberger auf den Boden und gab bekannt, dass sie erst wieder gehen würden, wenn die in Gewahrsam genommenen Nürnberger entlassen werden. Als gegen 19.00 Uhr der Gewahrsam planmäßig aufgehoben wurde, gingen die Nürnberger zum U-Bahnhof weiter und fuhren von dort aus nach Großhadern zu ihren Fahrzeugen. Die in Gewahrsam genommenen Personen beschädigten die Wände der Haftzellen durch Schmierschriften und Aufkleber. Am Einsatz waren ca. 360 Beamte beteiligt.
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