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20.11.2009, PP Oberbayern Süd
Konto- und Überweisungsbetrügerbande überführt - fünf Festnahmen
ROSENHEIM. Einer professionell agierenden Betrügerbande konnte die Rosenheimer Kripo nun nach aufwändigen Ermittlungen das Handwerk legen. Auf das Konto der mehrköpfigen Tätergruppe gehen Scheck- und Überweisungsbetrügereien mit einem Gesamtschaden von ca. 210.000 Euro.
Anfang Juni 2009 wurde die Kripo Rosenheim auf mehrere Fälle von offensichtlichem Scheck- und Überweisungsbetrug aufmerksam, die auf eine strukturierte und bandenmäßige Vorgehensweise schließen ließen. Aus diesem Grund wurde die "Ermittlungsgruppe Konto II", bestehend aus Beamten der Rosenheimer Kripo, der Kriminalpolizeiinspektion für Zentralaufgaben sowie der Polizeiinspektion Miesbach, errichtet. Im Zuge der Ermittlungen, die in enger Kooperation mit der dafür zuständigen Staatsanwaltschaft in Traunstein geführt wurden, war schnell klar, dass offensichtlich Überweisungsträger und Schecks gestohlen, danach mit Geldbeträgen bis zu 10.000 Euro gefälscht und auf neue oder bestehende Konten von sogenannten "Finanzagenten" eingelöst wurden. 20 Prozent der jeweiligen Summe durften die Finanzagenten für sich behalten, 10 Prozent erhielten deren Vermittler, den Hauptanteil von 70 Prozent mussten sie an ihre Auftraggeber abführen. Bereits im Verlauf der Ermittlungen konnten weitere Straftaten dieser Art und der illegale Geldtransfer durch die Festnahme eines führenden Gruppenmitgliedes in München gestoppt werden.
Nach Abschluss der operativen Phase und nach sehr erfolgreicher Ermittlungstätigkeit wurde Anfang November 2009 die „EG Konto II“ wieder aufgelöst. Gegen fünf mutmaßliche Haupttäter, Männer im Alter von 36 bis 62 Jahren aus Hamburg, Nürnberg und Rosenheim wurden Haftbefehle erlassen. Sie befinden sich in verschiedenen bayerischen Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft. Außerdem werden 24 Finanzagenten, die überwiegend aus dem Raum Rosenheim stammen und ihr Konto für die kriminellen Geldüberweisungen zur Verfügung gestellt hatten, wegen Geldwäsche angezeigt.
Insgesamt werden der Tätergruppierung 32 Fälle des Überweisungs- und vier Fälle des Scheckbetruges mit einem Gesamtschaden von knapp 210.000 Euro zur Last gelegt. Ziel der noch weiter zu führenden Ermittlungen ist die Aufhellung der Strukturen innerhalb der Gruppierung.
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