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09.11.2017, PP Mittelfranken


Kriminalpolizei Nürnberg identifizierte Einbrecherbande

MITTELFRANKEN. (1858) Seit Dezember 2016 trieb eine Einbrecherbande, die sich vornehmlich auf Einbrüche in Metzgerei- und Bäckereifilialen spezialisiert hatte, ihr Unwesen im nordbayerischen Raum. Dem Nürnberger Kriminalfachdezernat 4 gelang es zwischenzeitlich, vier Tatverdächtige zu identifizieren und den mutmaßlichen Chef der Bande festzunehmen.


Die Einbruchserie, die der Bande nach derzeitigem Kenntnisstand zur Last gelegt wird, begann im Dezember 2016 mit dem Einbruch in eine Bäckerei in Nürnberg. Die Täter drangen über eine Scheibe in die Filiale ein und öffneten anschließend mit einem Trennschleifer den Geschäftstresor der Bäckerei. In den folgenden Monaten ereigneten sich im Raum Mittelfranken weitere Einbrüche in Bäckerei- und Metzgereifilialen, die nach gleichem Muster begangen wurden. Aus diesem Grund übernahm das für Bandenkriminalität zuständige Fachdezernat 4 der Kriminalpolizei Nürnberg die weiteren Ermittlungen. In deren Verlauf konnten durch die Auswertung von DNS-Spuren an den Tatorten bislang vier der zunächst unbekannten Täter identifiziert werden. Es handelt sich dabei um vier Männer aus Rumänien im Alter zwischen 20 und 48 Jahren.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand können den tatverdächtigen Männern bislang elf Einbrüche, darunter auch Einbrüche in ein Juweliergeschäft in Lauf a. d. Pegnitz (siehe Meldung 1583), in eine TüV-Filiale in Hersbruck (Lkrs. Nürnberger Land) und in eine Tankstelle in Leinburg (Lkrs. Nürnberger Land), beweiskräftig zugeordnet werden. Neben den Taten im mittelfränkischen Bereich können die Kriminalbeamten der Bande auch jeweils einen Einbruch in Bayreuth und Pentling (Lkrs. Regensburg) nachweisen. Bei den Taten erbeuteten die Täter Bargeld und Waren im Wert von insgesamt fast 220.000 Euro. Außerdem verursachten sie bei ihren Einbrüchen teilweise hohe Sachschäden, deren Summe auf über 75.000 Euro geschätzt wird. Über einzelne Fälle dieser Serie wurde bisher auch in den Meldungen 335, 1213 und 1240 berichtet.

Im Zuge der Ermittlungen erwirkten die Ermittler schließlich einen Haftbefehl gegen den 41-jährigen mutmaßlichen Bandenchef. Dieser konnte am 29.09.2017 in Neunkirchen am Sand (Lkrs. Nürnberger Land) festgenommen werden. Bei der in diesem Zusammenhang durchgeführten Wohnungsdurchsuchung konnten die Beamten einen beträchtlichen Teil der Beute aus dem kurze Zeit zuvor durchgeführten Juweliereinbruch in Lauf a. d. Pegnitz sowie eine geringe Menge an Drogen beschlagnahmen. Der 41-jährige Tatverdächtige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Zwischenzeitlich wurden auch gegen die mutmaßlichen Komplizen Haftbefehle erlassen. Der Aufenthalt der drei Männer (20, 29 und 48 Jahre alt) ist derzeit jedoch unbekannt. Nach ihnen wird mit internationalen Haftbefehlen gefahndet. Außerdem werden von den Ermittlern weitere Einbrüche mit dem gleichen Begehungsmuster intensiv auf eine Tatbeteiligung der Diebesbande überprüft.


 

 

 

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