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14.01.2016, PP Mittelfranken


Polizei verhindert erneut Massenschlägerei in Gemeinschaftsunterkunft

NÜRNBERG. (82) Die Nürnberger Polizei hat am 14.01.2016 erneut eine Massenschlägerei in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Nürnberger Südstadt verhindert. Dazu waren rund zwei Dutzend Streifenfahrzeuge im Einsatz.


Gegen 00:30 Uhr hatte der Sicherheitsdienst der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber die Polizei darüber informiert, dass in dem Anwesen in der Breslauer Straße zirka 30 bis 40 Personen aufeinander losgehen und sich mit Stühlen bewerfen bzw. schlagen würden. Bei dem Versuch, die beiden Parteien zu trennen bzw. zu beruhigen, seien auch die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes angegangen worden. Nachdem in der Unterkunft zurzeit mehr als 700 Personen untergebracht sind, wurden von der Polizeieinsatzzentrale vorsorglich rund zwei Dutzend Streifenfahrzeuge unter Einsatzleitung der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd dorthin beordert, um eine mögliche Eskalation zu verhindern.

Vor und im Eingangsbereich stellten die Streifen bei ihrem Eintreffen bis zu 150 Personen, mehrheitlich syrischer und irakischer Nationalität, fest, die sich größtenteils feindselig gegenüberstanden. Außerdem trafen die Einsatzkräfte mehrere verletzte Personen an. Anschließend wurden die beiden Personengruppen durch die Bildung von Polizeiketten und die Anwendung von unmittelbarem Zwang in Form von „Schieben“ getrennt. Die verletzten Personen, bislang sind vier bekannt, wurden dem Rettungsdienst übergeben.

Das hohe Polizeiaufgebot trug sehr schnell zur Lageberuhigung bei. Die Einsatzkräfte selbst wurden nicht angegangen.

Der genaue Grund der Auseinandersetzung ist bislang unklar. Drei der Verletzten erlitten Kopfplatzwunden und wurden zur ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht. Ein Sicherheitsdienstmitarbeiter erlitt leichte Verletzungen.

Die weiteren Ermittlungen zur Klärung des Sachverhalts hat die Polizeiinspektion Süd übernommen. Derzeit wird gegen vier Beschuldigte wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Ein weiterer Beschuldigter, gegen den wegen Bedrohung eines Mitarbeiters des Sicherheitsdienstes ermittelt wird, wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Gegen einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, der nach Zeugenangaben einen Bewohner der Unterkunft mit einem Stuhl geschlagen haben soll, wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Ein Geschädigter hierzu ist jedoch noch nicht bekannt. Gegen diesen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sprach dessen Vorgesetzter ein Hausverbot aus.

In der Unterkunft war es bereits vor einer Woche zu einem ähnlich massiven Polizeieinsatz gekommen, um ebenfalls eine sich anbahnende Auseinandersetzung zu verhindern (OTS-Meldung Nr. 32 vom 07.01.2016).


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