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08.02.2010, PP Niederbayern
Vorsicht vor falschen GEZ-Schreiben
RIEDENBURG/KELHEIM. Mehrere Bürger, vornehmlich aus dem Bereich Riedenburg, bekamen in den letzten Tagen täuschend echt aussehende Schreiben, die den Briefkopf der GEZ trugen, zugestellt.
In diesen Schreiben, die als „Letzte Mahnung vor Inkasso“ im Betreff überschrieben waren, wurden die Empfänger aufgefordert, einen Betrag von 115,75 Euro umgehend zu überweisen. Falls sie dieser Überweisung nicht nachkommen würden, so drohte der Verfasser damit, dass im Rahmen einer Pfändung der angemahnte Betrag durch einen Gerichtsvollzieher eingetrieben wird. Diesem Gerichtsvollzieher haben die dubiosen Auftraggeber die Empfehlung an die Hand gegeben, im Rahmen einer sogenannten „Austauschpfändung“ das eigene Farbfernsehgerät gegen ein Schwarz-weiß-Fernsehgerät auszutauschen. Eine solche Handlungsweise lässt sich aber nur mit der närrischen Faschingszeit in Einklang bringen und entbehrt jeder vernünftigen Grundlage. Der angebliche Brief der GEZ, so die Kelheimer Polizei, sieht täuschend echt aus und ist sogar mit einem Barcode, einem Aktenzeichen, einer Teilnehmernummer und natürlich einer Kontonummer versehen, die zur Überweisung an eine Cottbuser Bank auffordert. Eine Nachfrage bei der GEZ ergab, dass es sich bei dem Schreiben um eine Fälschung handelt. Im Zuge ihrer Recherchen stieß die Kelheimer Polizei auf gleichgelagerte Vorgänge, die in den vergangenen Tagen im schwäbischen Sigmaringen zur Anzeige gebracht wurden. Da die Schreiben identisch sind mit diesen Schreiben, die bereits in Sigmaringen aufgetaucht sind, dürfte auch hier ein 19-Jähriger aus Cottbus hinter dieser Betrugsmasche stecken. Wer einen solchen Brief erhalten oder gar schon den geforderten Betrag bereits schon überwiesen hat, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Kelheim unter der Tel-Nr.: 09441/5042-0, zu melden. Die Kelheimer Polizei weist darauf hin, dass die Empfänger dieses Schreibens auf keinen Fall den geforderten Überweisungsbetrag bezahlen sollen.
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