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29.02.2016, Landeskriminalamt


Bundesweite Durchsuchungsaktion zur Bekämpfung der Internetkriminalität

Ermittlungen gegen Betreiber und Mitglieder zweier Underground-Economy-Foren


München – Seit Dezember 2014 führt das Bundeskriminalamt unter Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, ein Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber und Mitglieder deutschsprachiger Underground-Economy-Foren. (siehe gemeinsame Pressemeldung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Bundeskriminalamts vom 29.02.2016)


Zur Pressemeldung

Diese Foren befinden sich im sog. Darknet und dienen dort als Marktplatz und Informationsplattform für den Erwerb illegaler Ware.
Im Zuge dieser Ermittlungen konnten eine Vielzahl von Benutzernamen (Nicknames) existenten IP-Adressen zugeordnet werden. 46 davon wurden aufgrund der örtlichen Zuständigkeit dem Bayerischen Landeskriminalamt, unter Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg - Zentralstelle Cybercrime Bayern - zur weiteren Bearbeitung zugeteilt.

Diese 46 Ermittlungsverfahren in Bayern wurden wegen des Verdachts des Ausspähens von Daten, des Computerbetruges, der Geldfälschung, der Fälschung von Zahlungskarten sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetzes eingeleitet.

Im Rahmen einer bundesweiten Durchsuchungsaktion am 24.02.2016, wurden in Bayern (Oberbayern, Oberpfalz, Mittelfranken, Unterfranken und Schwaben) im Auftrag der Zentralstelle Cybercrime Bayern zwölf Durchsuchungen durchgeführt. Diese Maßnahme richtete sich gegen elf Beschuldigte im Alter von 21 bis 30 Jahren und zwei Zeugen. Alle dreizehn Personen sind in den genannten Regierungsbezirken wohnhaft und besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Tatverdächtigen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Bei dieser Aktion waren bayernweit 49 Polizeibeamte des Bayerischen Landeskriminalamts und der Präsidien Oberbayern Nord und Süd, Oberpfalz, Mittel- und Unterfranken sowie Schwaben Süd/West unter Leitung der Cyber-Ermittler der Zentralstelle im Einsatz. Es konnte eine Vielzahl tatrelevanter Beweismittel sichergestellt werden. Es handelte sich hierbei um Datenträger wie PCs, Spielekonsolen, Mobiltelefone und Festplatten. Des Weiteren fanden die Einsatzkräfte eine geringe Menge an Betäubungsmittel und eine Substanz, die zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden könnte.

Die Untersuchung und Auswertung der Datenträger wird derzeit von Spezialisten der Forensischen IuK beim Dezernat 54 Cybercrime des Bayerischen Landeskriminalamts durchgeführt. Die Ermittlungen dauern an.


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