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18.08.2017, Landeskriminalamt


Phonetik


Entführungen, Erpressungen, Morddrohungen, Tankstellenüberfälle... - hier wird das Sachgebiet Phonetik aktiv. Überall dort, wo ein Täter seine Stimme auf einem Tonträger hinterlässt, riskiert er, daran erkannt und überführt zu werden.

Bei laufenden Ermittlungen wird das Sachgebiet unterstützend tätig. Aus den im Zusammenhang mit einem Verbrechen vorliegenden Tonaufnahmen (z. B. Mitschnitte von anonymen Erpresseranrufen) lassen sich wertvolle Hinweise auf die Person des Täters gewinnen.

Liegen Vergleichsaufnahmen verdächtiger Personen vor, gilt es, ein gerichtlich verwertbares Stimmenvergleichsgutachten zu erstellen. Dazu werden bei Original- und Vergleichsmaterial eine Reihe stimmlicher und sprachlicher Parameter überprüft. Unterschiede und Übereinstimmungen werden abgewogen und bewertet. Auf Grund der speziellen Gegebenheiten des forensischen Materials (Probleme der technischen Qualität, situative Unterschiede, nicht-kooperativer Sprecher) gibt es, anders als oft geglaubt wird, nach wie vor nicht die Möglichkeit, diese Vergleichsuntersuchungen automatisch durchzuführen. Dennoch werden natürlich auch die auditive Auswertung, die Objektivierung und die Dokumentierung der Ergebnisse mit Hilfe von spezialisierten Computerprogrammen zur Signalverarbeitung durchgeführt.

Einen weiteren wichtigen Aufgabenbereich des Sachgebiets stellt die qualitative Verbesserung von Tonaufzeichnungen mit tatrelevanten Textinhalten dar. Zur Bearbeitung von Beeinträchtigungen verschiedener Art, von Netzbrummen über Breitbandrauschen bis hin zu Störungen, die das Nutzsignal weitgehend maskieren, stehen mehrere Rechnersysteme zur Verfügung.

Bisweilen werden auch ganz andere Fragestellungen an das Sachgebiet Phonetik heran getragen. So gilt es manchmal, durch Nachstellen der akustischen Seite des Tatgeschehens eine Zeugenaussage zu überprüfen ("Konnte das Schreien des Opfers trotz der weiten Entfernung gehört werden?"), ein spezifisches Neben- oder Hintergrundgeräusch in einer Aufzeichnung genauer zu untersuchen ("Handelt es sich wirklich um einen Schussknall?"), oder den Nachweis zu erbringen, dass eine Aufnahme nachträglich geschnitten bzw. manipuliert wurde.



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