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29.06.2015, Landeskriminalamt


Fahrzeugkauf im Internet

Gerade der Verkauf von Fahrzeugen aller Art boomt im Internet – und wird damit für Betrüger interessant.


Neben den üblichen Betrügereien, bei denen die Verkäufer für nicht existierende Fahrzeuge, Pkw, Motorräder aber auch landwirtschaftliche Maschinen, lediglich das Geld kassieren, sind folgende Betrugsformen, bei denen von einer organisierten Tätergruppe ausgegangen werden kann, beim Fahrzeughandel im Internet bisher bekannt geworden:


Betrug beim Verkauf eines Pkw mittels manipulierter Webseiten


Die Täter bieten hierbei stets bei bekannten Internetplattformen hochwertige Kfz weit unter dem regulären Marktpreis an. Interessenten wird nun vorgeschlagen, das Geschäft über einen angeblich sicheren Treuhandservice der besagten Firmen oder über ein angeblich seriöses Transportunternehmen abzuwickeln. Tatsächlich bieten beide Unternehmen jedoch weder Treuhandservice an, noch existieren die Transportunternehmen. Um die Geschädigten zu täuschen, setzen die Täter nun professionell programmierte und gestaltete Webseiten ins Internet, auf denen sich die Geschädigten zum Teil sogar registrieren bzw. einloggen können. Auf den Webseiten werden Logos der besagten Internetplattformen platziert - die Aufmachung ist von einem Laien nicht von der regulären Internetseite zu unterscheiden. Zudem nutzen die Täter stets Domains, welche auf den ersten Blick auch seriös wirken, wie z.B. www.zahlungen-mobile.com. Das Geld soll nun an den angeblichen Treuhandservice bzw. an das angebliche Transportunternehmen gezahlt werden. Ein Großteil der Transaktionen wird hierbei über ein Bargeldtransferunternehmen wie z.B. „Western Union“ abgewickelt. Weitere Transaktionen erfolgen via Auslandsüberweisungen auf verschiedene Konten. Nach dem Geldtransfer bricht der Kontakt zu den Geschädigten ab.


Betrug beim Verkauf eines Pkw mittels Selbstzahlertrick


Die Täter ermuntern die Geschädigten, mit einem Bargeldtransferunternehmen (Western Union) den Betrag oder eine Anzahlung für den Kauf eines Pkw im Internet auf den eigenen Namen oder den Namen eines Bekannten ins Ausland zu überweisen. Sie täuschen damit vor, dass nur das Opfer das Geld im Ausland bei dem Geldinstitut entgegennehmen kann. In Wirklichkeit fälschen die Täter entsprechende Identitätspapiere und nehmen den Geldbetrag im Ausland im Empfang. Zu einem Verkauf des angeblich existierenden Fahrzeuges kommt es nicht.


Betrug beim Kauf von Fahrzeugen mit gefälschten Schecks


Die Täter akzeptieren den Preis eines Fahrzeuges, das zum Verkauf im Internet angeboten wird, sofort und übersenden einen (möglicherweise sogar gefälschten) Scheck, der einen überhöhten Betrag ausweist. Anschließend bitten sie, den Scheck einzulösen und den Überzahlbetrag mit Bargeldtransfer ins Ausland zu überweisen. Bei der Überprüfung der Schecks – eine mehrwöchige Überprüfungsdauer ist im Auslandszahlungsverkehr üblich – stellt es sich heraus, dass der Scheck wertlos (gefälscht, verfälscht oder gestohlen) ist.


Betrug mit Vermittlungsgebühren


Nachdem ein Autobesitzer seinen Pkw auf einer Internetplattform anbot, erhielt er eine SMS, in der vorgegeben wurde, ein Käufer sei gefunden. Bei einem Rückruf bei einer Telefonnummer, die mit 0180- begann, bekam der Verkäufer von einem Call-Center die Antwort, diese sei richtig und in Kürze erhalte er weitere Infos per Post. Diese kam auch, aber nicht mit dem gewünschten Inhalt. Vielmehr wurde er aufgefordert, „die vereinbarte Vermittlungsgebühr in Höhe von 116.—Euro“ auf eine Konto bei einer spanischen Bank zu überweisen. Diese Betrugsform wurde bereits mehrfach angezeigt, zahlreiche Net-Portale warnen schon vor dieser Masche.


Tipps und Hinweise


Eine Vielzahl von Tipps finden Sie bei der „Initiative Sicherer Autokauf im Internet“





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